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Donnerstag, 29.07.2010

Eva Herman und die Loveparade

Nachdem 21 Menschen auf der Loveparade aufgrund einer Massenpanik erstickt sind und mehrere hundert verletzt wurden, scheint es so, als ob Eva Herman der meistgehaßte Mensch ist – zumindest wenn man dem Internet Glauben schenkt. Sie hatte nach der Katastrophe auf der Seite des Kopp-Verlages die Loveparade als Sex- und Drogenorgie kritisiert und wurde deswegen größtenteils angefeindet – es gab jedoch auch Zustimmung in Internetforen.

Darf Herman die Loveparade kritisieren? Und was hat sie überhaupt gesagt?

Eva Herman prangert an, daß Medien und Politiker die Loveparade durchweg als „friedliches Fest fröhlicher junger Menschen“ bezeichnen. Sie kommt zu einem anderen Ergebnis: „Dieses ‘friedliche Fest fröhlicher junger Menschen’ ist in Wahrheit eine riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie, geplant, genehmigt und zum Teil finanziert von der Stadt Duisburg und NRW.“

Diese Kritik ist legitim, obwohl natürlich wahrscheinlich die meisten Teilnehmer der Loveparade sich eher das Spektakel ansehen wollten als direkt an der „Drogen-, Alkohol- und Sexorgie“ teilzunehmen. Doch das stellt Eva Herman in einer weiteren Veröffentlichung klar: „Selbstverständlich ist mir auch klar, daß bei 1,4 Millionen Besuchern in Duisburg nicht alle betrunken oder zugedröhnt waren. Aber leider sind es eben auch nicht wenige gewesen.“

Es gibt keinen Grund, die christlichen Werte Hermans zu verteufeln

Sie kritisiert weiter, daß die Loveparade von Politik und Medien als eine Kultur-Veranstaltung auf höchstem Niveau und als einer der absoluten Höhepunkte des Jahres gerühmt wird. Auch diese Kritik muß man sich gefallen lassen.

Ob sie für diese Kritik die „letzten Tage“, „Sodom und Gomorrha“ und die „Bibel“ bemühen muß, ist letztendlich zum einen Geschmackssache, zum anderen aber ist die Bibel der Maßstab ihrer Werte. Wer ihr unterstellt, sie habe fundamentale Ansichten oder trauere vergangenen und überholten Werten nach und sei eine Spießerin, der hat einfach eine andere Sichtweise als Herman. Jeder Mensch hat eine andere Sicht von Werten und Moral und manch ein Mensch hat vielleicht auch keinen Wertekanon und keine Moral. So ist das eben – aber noch kein Grund, die christlichen Werte von Eva Herman zu verteufeln.

Den Spiegel vorgehalten hat Udo Ulfkotte seinen Journalistenkollegen in einem lesenswerten Beitrag. Ulfkotte hinterfragt, ob die Berichterstattung wirklich ausgewogen war. Und ob Eva Herman wirklich so unrecht hat? Oder ob man ihr Unrecht tun will?

Meines Erachtens hat Frau Herman die Opfer nicht verhöhnt, auch wenn so die Schlagzeile in der Bild lautet. Sie hat die Opfer weder ausgelacht, noch sich über sie lustig gemacht. Vielmehr hat sie schon in ihrem ersten Kommentar von einer „katastrophalen Folge“ geschrieben und daß die Toten und Verletzten nun zu recht beklagt werden, „ein derartiges Unglück hatte es noch nie zuvor gegeben“.

„Man verändert NICHTS, wenn man nichts tut und nichts sagt“

Den Vorwurf, den man ihr machen kann, ist jedoch folgender: Es sterben Menschen und in der Zeit der Trauer kritisiert man den Ort und den Grund der Todesursache. Das wäre ungefähr so, als würde man nach einem Flugzeugabsturz gegenüber den Angehörigen sagen. „Ich habe ja schon immer gesagt, daß im Flugzeug fliegen gefährlich und diese Airline unseriös ist!“ Das hilft den schockierten Überlebenden und den Angehörigen der Toten nicht weiter. Daher kommt Unmut und Zorn gegenüber Herman auf. Es war der falsche Zeitpunkt. Auf der anderen Seite ist auch Herman zuzustimmen: „Man verändert NICHTS, wenn man nichts tut und nichts sagt.“

Ob „eventuell auch ganz andere Mächte mit eingegriffen“ haben, wie Herman andeutet, „um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen“, wage ich zu bezweifeln. Dieser Satz hat ihr geschadet und zieht ihre Kritik in eine mystische Sphäre oder in einen Glauben, dem zahlreiche Menschen skeptisch gegenüberstehen und die Herman deswegen als Spinnerin abtun.

Wollten diese „anderen Mächte“ einem eventuellen schamlosen Treiben immer ein Ende setzen, hätten sie viel zu tun. Und unschuldiger Todesopfer und einer Katastrophe bedarf es dazu nicht. 



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Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ

Montag, 02-08-10 14:28

# "...auch ganz andere Mächte..."

Leider erneuert das meine schon sofortige Skepsis angesichts des Auftritts Frau Hermans in einem dubiosen Ufo- und Weltverschwörungsportal. Einen schlimmeren Bärendienst kann man einer richtigen Sache wohl kaum erweisen. Ihr ganzer anfangs so wichtiger Ansatz und mutiger Auftritt ist damit diskreditiert und der Häme der Gegner preisgegeben, gegen die nun kaum noch erfolgreich argumentiert werden kann! Es scheint, als wäre Frau H. an der Hetzjagd gegen sie zerbrochen, wie einst auch David Irving, der sich schließlich ebenfalls, gewissermaßen von allen verlassen, einer fragwürdigen Szene anschloß, sein einst sachliches Engagement aufgeregt überzog und damit leicht angreifbar wurde.

 

Christian Nekvedavicius aus Münster

Montag, 02-08-10 13:59

Ich möchte zuerst einmal bei den "anderen Mächten", die Eva Herman erwähnt hat, differenzieren. Wenn man der Theorie allen Seins und Werdens vom ewig Vorherbestimmten anhängt, hat tatsächlich das vorherbestimmte Schicksal eingegriffen - ob sie das allerdings so verstanden hat, ist unklar.
Was nun die tatsächlichen Alkohol, Drogen- und Sexexzesse angeht, die nur im Zusammenhang mit anderen Auflösungserscheinungen unserer Gesellschaft zu sehen sind und dem endgültigen Kultur- und Zivilisationskollaps stets vorhergingen, wofür die Geschichte seit tausenden von Jahren lebhafte Beispiele liefert, so möchte ich nur den Satz des englischen Autors John Milton (aus einem seiner Sonette) zitieren:
"LICENCE THEY MEAN WHEN THEY CRY LIBERTY"

 

Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ

Montag, 02-08-10 06:11

Wenn man die TV-Nachrichten verfolgt, weiß man nicht, ob man nun lachen oder weinen soll. Die Betroffenheits-Hysterie feiert wieder einmal Triumphe, buchstäblich: noch eine "Gedenkfeier", noch ein (evangelischer) Gottesdienst, noch mehr "zutiefst Betroffene" und kein Ende. Man möchte die Bibel zitieren: "Du sollst nicht viele Worte machen!"

"Getrauert" wird nämlich nicht um die Toten - allein im normalen Straßenverkehr sind seit dem Ereignis statistisch 126 Menschen zu Tode gekommen -, es sind vielmehr die modernen Bacchanalien selber, der "Mega-Event" besoffener und vollgekiffter Sexomanen, zu denen man sich demonstrativ "tolerant" bekennen möchte. Die guten Menschen feiern sich wieder einmal selber und möchten dabei gesehen werden!

 

Dietrich Mainz aus Düsseldorf

Sonntag, 01-08-10 13:45

Es ist nicht möglich in diesem Land die Wahrheit zu sagen! Diese "Loveparade" hat aber schon gar nichts mit "Liebe" zu tun! Da passt das Wort "Orgie" wohl besser. Ein Kultur-Highlight der Ruhr 2010!!! Ich sehe u. höre: Massen Menschen, mit Alkohol, Drogen - ansonsten kann keiner diese vielen Stunden stehen, wie die Heringe in der Tonne - auf den Wagen Halb- u. Ganznackte!
Die Musik, ein einziges Gedröhne u. dient nur zur Erlangung eines Tinitus!
Einfach alles nur widerlich und man sieht, wie es mit Deutschland rasant bergab geht, denn diese Orgie gibt es nur in Deutschland! Hippis hatten wenigstens noch anhörbare Musik mit zu verstehenden Texten! Der Pastor i. d. ökumen. Predigt:
Love heißt Liebe - mir blieb die Luft weg- Sex war angesag

 

Andreas R. aus Berlin

Samstag, 31-07-10 20:16

Eva Herrmann hat, was die Drogenexzesse angeht, nicht ganz Unrecht, aber leider hat sie auch ein gewisses Ungeschick die richtigen Dinge zum falschen Zeitpunkt zu sagen und mit grotesken Beispielen zu untermalen. Der "Sodom und Gomorrha" Vergleich war einfach nur daneben. Das erinnerte verdächtig an diesen islamischen Geistlichen, der vor einiger Zeit die "Theorie" aufstellte das Erdbeben eine Strafe Gottes seien die durch unzüchtige Frauen ausgelöst wird.

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Samstag, 31-07-10 00:30

Wünschen, Warten, Wundern... "Ein Wolf gibt erst Frieden, wenn er erschlagen ist." So ist es auch mit dem Moloch. Wer auf eine "Erlaubnis" wartet, der kann lange warten (und sich "abspeisen" lassen): Die wird es nicht geben! Wenn unser Volk wenigstens sowas wie "nationale Resilienz" entwickelte (wenn es schon keine RESISTENZ besitzt und sich jeden Unfug reintun muß). Besser: Werdet, was ihr gewesen! Und bleibt nicht der indische Arbeitselefant, der sich durch ein bißchen Gepiekse in die Mühle einsperren läßt. Ihr werdet schnell bemerken, daß der vom Thron Gestoßene scheinheilig winselt: "Aber lieber Herr: Wir sind gleich stark, wir teilen uns Geld und Macht! Laß uns Verbündete sein, Freunde, BRÜDER!" Aber darauf fallt ihr NICHT mehr rein...

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Samstag, 31-07-10 00:11

Ein Volk voller Hofnarren, die sich "Geiz ist geil!", "Ich bin doch nicht blöd!" und "Du mußt ein Schwein sein in dieser Welt!" verkaufen lassen, anstatt "Ich habe einem anderen Menschen geholfen - jetzt weiß ich, was Glück ist!"? Hä? Geht's noch katastrophaler und amoralischer? Und das muß so sein? (Ja, weil's schon immer so ist!)

Ich glaube nicht, daß sich die Deutschen mit diesem System und dieser (dazu passenden) "Elite" wirklich "abgefunden" haben. Aber der ach so erhoffte Aufbruch (der anschwellenden Eiterbeule) und "Widerstand" erschöpft sich im leisen Grummeln und Knurren am Stammtisch hinter vorgehaltener Hand. Deutschland wie gehabt. Dieses Land ist eine einzige Enttäuschung für alle, die mehr vom Leben wollten als Realsatire.

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Freitag, 30-07-10 23:55

"Einer allein hat die Macht. Und jeder soll der Macht dienen. Und die Macht braucht die Angst. Und wer Angst hat, ist erpreßbar. Und das Wissen darüber ist die Macht. Hüte das Buch des Wissens vor dem Auge jedes anderen! Ein hungriger Bauch hat keine Ohren. Hier, ihr sollt auch ein paar Knochen und Krümel abhaben, die von den Tischen der Reichen und Satten runterfallen! Ihr habt's euch redlich verdient (bzw. mit euerm beharrlichen Schweigen erkauft)! Und jetzt trollt euch! Höfisches Pack und Gesindel..." Wie kann ein ganzes Volk sich von schlechten Laienschauspielern und inkompetenten Dummschwätzern derart hinters Licht führen lassen!? Man wählt ja seinen Chef auch jeden Tag aufs neue (nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber).

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Freitag, 30-07-10 23:39

Aber dabei stellt sich einem, wie ich finde, doch ganz andere, WESENTLICHERE Frage: Wenn DAS die Leute sind, der wir unsere Nation (ja diese Welt!) "anvertrauen", dann schon mal herzliches Beileid und Gutes Nächtle!

Dabei ist rein gar nichts unmöglich, was nicht zumindest auch denk- und vorstellbar ist. Die gute Nachricht: Eine weitere Negativ-Spirale ist NICHT zwangsläufig! Beispiel: Der brave Ehemann, der über Jahrzehnte von seinem "Hausdrachen" in einer Art Ehehölle tyrannisiert wurde, weil er nicht (mehr) wußte, daß in Wahrheit ER der Stärkere ist, und der sich bis zu ihrem Tode mit diesem (eigentl. für ihn unerträgl.) Zustand abgefunden, "arrangiert" hatte. Der Mensch ist ein "Gewohnheitstier". Das geht bis zum Tode (siehe Rauchen).

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Freitag, 30-07-10 21:29

Lieber A. Müller aus der Pfalz,

Frau Herman hat nicht behauptet, daß Gott hinter dem Unglück steckt.

Keine Sorge, es wird wieder Loveparades geben. Bald. Ganz sicher.
Das gehört heute zu Brot und Spiele.

Vielleicht hat Frau Herman nur erreichen wollen, daß wir ein wenig weiter denken als an ein Unglück, für welches die Schuldigen gesucht, die Opfer mit großem Spektakel beerdigt (mit Rudelgucken im Stadion), dann die Köpfe rollen lassen werden und anschließend wieder die nächste Parade marktschreierisch angekündigt wird.

Denn genau das ist unsere Welt. Und die will Eva Herman
offenbar verändern.

Das ist aller Ehren wehrt. Ihre Wortwahl und das was daraus gemacht wird, ist nebensächlich.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Freitag, 30-07-10 21:13

Lieber Dietmar Fürste aus Rattiszell,

ich bin angenehm überrascht. Denn da sind wir jetzt schon zwei, die sich aus diesem Grunde dieses Typen nicht mehr antun.
Ich erhöhe noch um Schweinemakers.

PS: Wie ich höre, hat Kerner Probleme mit der Einschaltquote für seine neueste Sudelshow.
Hin und wieder gibts auch mal ne kleine gute Nachricht.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Freitag, 30-07-10 21:05

Die Angriffe gegen Eva Herman hatten auch früher nur den Zweck, sie mundtot zu machen.

Es ist ein Kampf gegen die andere Meinung. Der Kampf gegen Menschen der Öffentlichkeit, mit einer nicht genehmen Meinung, die sich Gehör verschaffen. Die man nicht still bekommt.

Frau Hermann bringt Werte, auch christliche, in Erinnerung. Ungefragt. Von den meisten ungewollt.

Von Leuten, die hedonistisch sind. Die nicht daran erinnert werden wollen, daß es wertvollere und wichtigere Dinge gibt, als sich zu Tode zu amüsieren.
Auf schamlose Weise.

Was die Berichterstattung und der übliche Umgang der Presse mit Veranstalter und Politiker angeht, so ist das ein Verstoß gegen die Menschenwürde.

Man kehre vor der eigenen Tür.

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Freitag, 30-07-10 20:44

Der Schrecken (und die Sensatonsgier danach) stammt eigentlich aus den selben von allen guten Geistern verlassenen Köpfen, die diesen ganzen Schwachsinn in ihren "PR-Agenturen" erst ersonnen und ersponnen haben. (BILD hatte monatelang vorher Werbung gemacht). Die ekeln mich an. Nun haben sie das Ausmaß ihrer Beklopptheit und ihres maßlosen Gigantismus selber nicht mehr Griff. Während bei den Stones "nur" die Waldbühne zu Bruch ging (oder mal 'n Bekiffter von der Bühne kippte), müssen ja die Grenzen des Machbaren und Erträglichen immer weiter überschritten werden. Wir hier, in sog. "konservativen" Foren, diskutieren schon ewig darüber, daß diese Gesellschaft einen "Riß in der Birne" hat, der langsam nicht mehr zu übersehen und überhören ist.

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Freitag, 30-07-10 20:32

Die Verwahrlosung dieses Geländes entspricht ja nur äquivalent der totalen Verwahrlosung einer ganzen Generation und ihrer "Kultur". Offenbar ist keiner dieser (übermächtig im negativsten Sinne, wie wir jetzt erfahren haben) vielen jungen Leute mehr in der Lage, das zu sehen. Eigentlich müßte man die (Veranstalter und Geladene) vor sich selber bewahren! Von den Amtsträgern, die diese Hohlheit auch noch prestigesüchtig ausbeuten wollen, ganz zu schweigen. (Nun sind sie auf der Flucht vor der Horde!) Und schon sprechen sie (Paul van Dyk) wieder von neuen Massen-"Events", wo sie die Jugend so richtig zudröhnen, durchrütteln und verblöden wollen und ihnen suggerieren, daß "Spaß hamm" das einzige sinnträchtige Ziel im Leben eines Menschen sei...

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Freitag, 30-07-10 20:21

Die Leute müssen begreifen, daß dieser Vorfall zum Gesamtkomplex Verrohung, Verblödung, Verhordung und Kommerzialisierung gehört. Gut, besser, bestialisch. Wer die aggressiv gelangweilte Jugend zum Trash-Event auf's stillgelegte Industrie-Gelände lädt, darf sich nicht wundern, wenn sie sich dabei an scharfen Ecken & Kanten stößt und zur Not "unter die Räder" der aufgebrachten (und -geputschten!) Massen gerät. Ich meine das ganz unzynisch. Welcher normale Mensch fühlt sich in einem dunklen Tunnel wohl, bei stupide-dumpf-dröhnendem (hyper hyper) "Tekkno", zusammengedrängt unter schwitzenden Halberwachsenen mit Umhängetasche und einem Haarschnitt wie "der kleine Drache Tabaluga"? Und das ganze ohne sichtbare Rettungskräfte und Hinweisschilder?

 

sven behrens aus LalaLand

Freitag, 30-07-10 19:26

Es gibt in diesem Land noch Christen und es gibt auch noch welche die zu ihrem Glauben stehen . Das ist sehr schön . Frau Hermann hat mit Ihrer Kritik nicht unrecht , man will sie halt mobben , das war auch schon mit ihrem Buch " Das EvaPrinzip " so . Niemand hatte es gelesen , ging auch gar nicht weil es noch nicht veröffentlicht war , aber jeder Gutmensch hatte schon eine Meinung ...

Mich hat die Loveparade allerdings immer mehr an den berühmten Tanz um das Goldene Kalb erinnert . Und ja ,als Christ würde ich auch sagen das GOTT 21 Menschen sterben lassen würde um auf dieses Treiben aufmerksam zu machen .

 

A. Müller aus der Pfalz

Freitag, 30-07-10 17:35

Werter Helmut M. aus Unfreiburg.

Die Wege des Herrn sind unergründlich. Allerdings würde ich dieses Unglück eben nicht in die Nähe eines Gottesurteiles rücken. Mit dieser Aussage ist Eva Herman einfach über das Ziel hinausgeschossen und unserem Christentum einen Bärendienst erwiesen. Ich lehne solche Großveranstaltungen aufgrund der exzessiven Auswüchse auch ab. Aber man sollte jetzt nicht noch den Angehörigen der Toten den Eindruck vermitteln, Gott hätte sie gerichtet. Einzig darum geht es mir.

Wie jetzt allerdings aus dem Totengedenken ein "Massenevent" mit Leinwandübertragungen gemacht wird, halte ich für abstoßend. Wulff und Merkel kommen und alle trauern Kollektiv. Fehlen nur noch die Würstchenbuden und T-Shirts: "Ich war dabei!"

 

Helmut M. aus Unfreiburg

Freitag, 30-07-10 08:56

Lieber Herr A. Müller aus der Pfalz!

Wenn es einen allmächtigen Gott gibt, dann kann er auch in das Geschehen eingreifen, wenn er will. Ob er das im Fall der Love-Parade gemacht hat, weiß niemand - auch Eva Herman spricht nur von "eventuell". Das ist der Glauben, den unser Volke über 1000 Jahre lang hatte. Es steht Ihnen frei, das lächerlich zu finden und zu glauben, Herman gäbe ihren Gegnern eine wunderbare Steilvorlage. Ja, für den Zeitgeist ist das eine Steilvorlage, an dem er sich nun abreagiert.

 

Max Meier aus Berlin

Freitag, 30-07-10 08:41

Ich kann Herrn Reichel nur beipflichten. Frau Hermann sagt die Wahrheit, sonst nichts. Und auch mir ging es so, dass einige meiner Kommentare auf Facebook verschwanden.

Schlimm finde ich vor allem dieses: Es waren Menschen, die auf Menschen traten und dadurch den Tod dieser herbeiführten UND niemand macht sich die Mühe, diese individuellen Täter zu suchen.

Das Gedränge kann noch so groß sein. NIEMAND HAT DAS RECHT, den Nebenmann, die Nebenfrau einfach fallen zu lassen!!! Ein Griff unter den Oberarm des ohnmächtig werdenden und er bleibt stehen. Ein zweiter Griff, um den Ohnmächtigen nach oben zu heben und über die Massen hinweg heben zu können.

Kurioserweise geht genau dies ohne vorheriges Training bei vielen Fußballspielen...

 

M ahner aus NRW

Donnerstag, 29-07-10 23:07

Es ist unerheblich, ob die Katastrophe Gotteswille war oder nicht.

Tatsache bleibt, dass Raucher mit Lungenkrebs, Trinker mit Leberschäden und Homosexuelle mit Aids zu rechnen haben.

Die Erkenntnis ist, wer ein tugendhaftes Leben führt, hat mehr davon.

So wie die Titanic 1912 den Wendepunkt einer Epoche einläutete, so darf man behaupten, dass Duisburg die Grenzen der Spaßgesellschaft aufzeigte.

Die Überlebenden von Duisburg sollten sich dies vor Augen führen. Frau Herman tat Recht, auf diesen Punkt hinzuweisen.

 

Stefan Weber aus Göppingen

Donnerstag, 29-07-10 20:10

Wollen wir doch mal die Kirche im Dorf lassen. Der Tod der jungen Menschen ist bedauerlich, aber so etwas kommt bei Großveranstaltungen gelegentlich vor - egal ob Fußballspiele, Rockkonzerte oder bei der Pilgerfahrt nach Mekka. Auch das Thema "Alkohol, Sex und Drogen" sehe ich nicht so eng - wahrscheinlich wird im Rahmen jedes Karnevalsumzugs häufiger verkehrt und getrunken. Schade ist aber, daß Frau Herman nicht frei ihre Meinung äußern darf, weil es eben die falsche Meinung ist.

 

A. Müller aus der Pfalz

Donnerstag, 29-07-10 20:00

Den Kommentar mit den "anderen Mächten" hätte sich Frau Herman wirklich sparen können. Damit macht sie sich nur lächerlich und gibt ihren Gegnern und Kritikern eine wunderbare Steilvorlage.

Es wird doch wohl kaum Gott gewesen sein, der mal eben 21 junge Menschen von den Massen hat erdrücken lassen, nur um zu beweisen, was er von diesem Treiben hält!

Jetzt sucht man Sündenböcke und hält Mahnwachen. Aber in ein paar Wochen ist wieder alles vergessen - und das ist das eigentlich Schlimme an der ganzen Sache. Die Party geht weiter. Wenn auch in Zukunft ohne "Loveparade".

 

Olaf Ramcke aus Fellin

Donnerstag, 29-07-10 19:04

Wenn das Echauffieren zur Gewohnheit wird, dann geht es auch einmal daneben.

"Endlich hat Gott zugegriffen und diese Frevler zerquetscht." polemisch zusammengefaßt.

Hat Frau Hermann einen Grund zu der Annahme, daß Gott dahinter stand?

Nun, ich will nicht ausschließen, daß Gott im Anschluß an Weihnachten vor ein paar Jahren 3000 schwedische Thailandtouristen ersäuft hat, aber gerade in diesem Fall hatte es doch sehr wenig von einem Unglück und sehr viel von einer generalstabsmäßig geplanten Umfassungsschlacht, nicht wahr?

"Wir treiben sie da rein, und dann machen wir den Kessel zu!"

Die Leute dort sind übrigens keinesfalls schnell in Panik geraten, sondern konnten schon vorher 90 Minuten lang nicht mal mehr den eigenen Arm heben.

 

Till Eulenspiegel aus Thunder Bay, Kanada

Donnerstag, 29-07-10 18:15

'Love Parade' and all that. It's sooo yesterday!!! (since Woodstock '69)

 

M ahner aus NRW

Donnerstag, 29-07-10 17:31

Wer die Perversen in Deutschland sind, sollte jetzt endgültig klar sein.

Es sind die Nihilisten der Medien, Anhänger einer hedonistischen Zivilreligion, die Vorgeben zu trauern, nur um sich an den Bildern des Chaos von Duisburg öffentlich zu ergötzen und so das Andenken der Toten ein zweites Mal schänden.

Das ist das Umfeld in dem Hass und Elend gedeihen.

Da lobe ich mir eine Frau Herman, die den Anstand besitzt und keinen Profit aus dem Tod Anderer zieht sondern die Jugend warnt.

 

Bernd ein Nationalliberaler aus Hamburg

Donnerstag, 29-07-10 16:49

Die moralischen Auffassungen von Eva Hermann teile ich in mancher Hinsicht zwar nicht, weil ich in der Hinsicht nun mal recht libertär eingestellt bin. Das Verdienst der Journalistin ist aber eine generelle Wertediskussion für die Gesellschaft angestoßen zu haben. Moralische Bewusstseins-Codierungen können damit mindestens indirekt zusammenhängen. Und vor allem: Eva Hermann ist eine gradlinige Frau, die sich nicht verbiegen lässt. Je mehr - gänzlich ohne ihre differenzierenden Argumente zur Kenntnis zu nehmen - gegen sie gehetzt wird, desto mehr kommt es darauf an, ihr (wo und wie man dazu die Möglichkeiten hat)kommentierend zur Seite zu stehen.

 

Wahr-Sager - aus NRW

Donnerstag, 29-07-10 15:34

@Tanja Krienen aus Waldeck:

Absolut! Die United Internet AG (GMX, Web.de) forciert diese Hexenjagd, indem sie verunglimpfende Kommentare über Frau Herman veröffentlicht und zustimmende zensiert bzw. deren Autoren gleich sperrt.
Das habe ich selbst mitbekommen.
Frei äußern darf sich in diesen Foren nur, wer sich politisch korrekt verhält. Zudem gibt es keine Möglichkeit, sich im Fall einer Sperrung zu wehren - eine direkte Kontaktmöglichkeit ist jedenfalls nicht ersichtlich.

 

Wahr-Sager - aus NRW

Donnerstag, 29-07-10 14:51

@Dietmar Fürste aus Rattiszell:

"Seit dem Rauswurf von Eva Herman in der Kerner Show sehe ich mir keine Sendung und keinen Film mehr an, in denen Kerner, Mario Barth oder Senta Berger auftreten."

Dito. Bis dahin fand ich Senta Berger ja noch sympathisch. Aber seit dieser Inquisitionsrunde ist bei mir diese "Grand Dame" unten durch. Genauso wie die olle Schreinemakers. Barth fand ich noch nie lustig.

 

Tanja Krienen aus Waldeck

Donnerstag, 29-07-10 14:36

Eva Herman wird nur vordergründig wegen ihrer falschen Töne gehasst, in Wirklichkeit aber wegen der erdrückend richtigen, will sagen: die Kritik ist nur vorgeschoben, den Kritikern passt die ganze Richtung nicht. Eva Herman ist eine der wenigen Menschen - übrigens quer durch die politischen Richtungen - die sich eine öffentliche KULTURKRITIK an fragwürdigen Darbietungen erlaubt. So etwas wird bestraft.

 

Lion Edler aus Mahlow

Donnerstag, 29-07-10 13:49

Daß Eva Herman klarstellte, daß das Unglück bedauerlich ist und sie keineswegs sämtlichen Besuchern das von ihr kritisierte Verhalten vorwerfen will, ändert NICHTS daran, daß ihre Äußerungen unterste Schublade waren! Sie stellt einen Zusammenhang her zwischen Feiern, Saufen und dem Unglück und schwadroniert von Sodom und Gomorrha - einfach nur daneben.

Hermans Ausführungen über die "anderen Mächte", die eingegriffen hätten, führen nicht nur dazu, daß man sie als "Spinnerin abtut", wie in obiger Kolummne geschrieben, sondern sie entblößt sich schlicht selbst als Solche.

 

hermit holtzer aus berlin

Donnerstag, 29-07-10 13:42

Ihr Artikel ist dem Gewummere des Journalistentrosses eine angenehme Stimme, nämlich ausgewogen. Und sehr korrekt. Und fällt in diesem Blog angenehm auf.

 

Michael W aus NRW

Donnerstag, 29-07-10 13:40

Ich war dreimal auf der Love Parade (1998-2000) und möchte mal etwas aus meiner Sicht klarstellen.

Es geht bei der Love Parade nicht vor allem um Sex, Drogen und Alkohol wie gerne behauptet wird, sondern sind das Begleiterscheinungen wie bei anderen Festen auch ( da meistens allerdings "nur" Alkohol).
Von Orgien zu sprechen ist schon weit hergeholt.
Uns ging es bei unserer Teilnahme darum mit (damals) gleichgesinnten einfach nur ein paar Stunden dem tristen Alltag zu entfliehen.

Ein erhöhtes aggressives Potenzial habe ich auch nicht erkennen können.

Zum gesellschaftlichen Grossereignis wurde es auch erst durch die Medien hochstilisiert und natürlich durch unsere allseits beliebten Politiker und Promis.

 

Anna Luehse aus Hessen

Donnerstag, 29-07-10 13:32

Der Ausdruck "Sodom und Gomorr(h)a" bedeutet Stätten des Lasters, scherzhaft auch für große Unordnung und ist längst umgangssprachlich zum Sprichwort geworden. Wie z.B. auch "mit Blindheit geschlagen" od. "zur Salzsäule erstarrt".
Bei einer Geschäftsreise im Flugzeug umzukommen oder bei einer Massenveranstaltung erdrückt zu werden ist wohl kaum miteinander zu vergleichen.
Gegen Herrmann wird ein Rachefeldzug geritten, wie er inzwischen in unserem Land üblich geworden ist, sobald jemand von der vorgeschriebenen, gleichgeschalteten Meinung abweicht.
Ganz nebenbei: Bild wirbt sogar mit den Toten, aber niemand klagt an. Hier: http://www.bildblog.de/20831/werben-mit-21-toten/

 

Bernd Schmieder aus Berlin

Donnerstag, 29-07-10 13:30

Ob die, die gegen Herman aufgeschrieen haben, auch lesen, was sie geschrieben hat ? Ich möchte nur folgendes wissen : Wer trägt die Schuld, waren die Toten und Verletzten bekifft oder unter Alkoholeinfluß ? Dann nämlich wären sie größtenteils selbst schuld, sie dürfen das ja nicht im öffentlichem Raum. Mein Beileid geht aber trotzdem an die Mütter und die anderen Verwandten. Es sind endgültige, so sinnloses Opfer. Tut mir leid, mußte nicht sein !

 

Dietmar Fürste aus Rattiszell

Donnerstag, 29-07-10 13:17

Seit dem Rauswurf von Eva Herman in der Kerner Show sehe ich mir keine Sendung und keinen Film mehr an, in denen Kerner, Mario Barth oder Senta Berger auftreten.

Das kann und werde ich diesem Trio nicht vergessen.

 

Stephan Prach aus Esslingen

Donnerstag, 29-07-10 13:12

Na ja, ich weiß nicht - mit derselben Begründung könnte man auch den Karneval, die meisten Volksfeste oder das Münchner Oktoberfest verbieten, wo einem teilweise schon um 14.00 in 2 km Entfernung Betrunkene entgegenkommen.

Tatsache ist doch, daß die diversen Techno-Paraden der letzten 20 Jahre mit insgesamt 10 oder mehr Millionen Teilnehmern sehr friedlich abgelaufen sind und es nie Ausschreitungen oder gar Todesfälle gab. Außerdem klingt die Techno-Bewegung schon seit gut 5 Jahren wieder stark ab, abgesehen von der Love Parade gibt es kaum noch was.

Schuld ist eindeutig die Organisation: wer einen einzigen Ein-/Ausgang vorsieht, sorgt für eine vorprogrammierte Katastrophe unabhängig von der Veranstaltung.

 

Bernd ein Nationalliberaler aus Hamburg

Donnerstag, 29-07-10 12:56

Es gibt einen Zusammenhang, den Eva Hermann möglicherweise nicht explizit reflektiert hat, der als gedankliches Muster aber eventuell hinter ihren Ausführungen steht. Danach wäre die Katastrophe bei der sogenannten Love-Parade als eine Art "Zeichen" oder "Omen" zu verstehen, das auf das Ausklingen einer Epoche hinweist, ähnlich wie der Vorfall bei der Öl-Plattform "Deepwater-Horizont". Bei letztgenannter Katastrophe deutet sich das Ende des Öl-Zeitalters an, in Duisburg das Ende eines rein kommerziellen Hedonismus - Brot und Spiele zum Stillhalten fürs Volk.

 

Thomas Lentze aus Bonn

Donnerstag, 29-07-10 12:23

Da hier offenbar keine Klarheit herrscht, wer mit den "ganz anderen Mächten", von denen Herman spricht, gemeint sein könnte, hier meine persönliche Auffassung als gläubiger Christ:

Der Gott der Christen ist ein liebender Gott. Er straft nicht. Er fordert keine Opfer von uns. Im Gegenteil, er hat ingestalt seines Sohnes ein Opfer für uns erbracht. Also muß es ein anderer gewesen sein, der die Opfer gefordert hat. Nämlich der Widersacher Gottes, populär gesagt: DER TEUFEL!

Nun wissen wir, daß im volkstümlichen Teufel mit Schwanz und Huf der altgriechische Satyr überliefert wurde. Alles an der "Love" Parade ist Atavismus: Das Fest, der (Blut-)Rausch, der Gott bzw. die Götzen, denen geopfert wurde.

Das ist also nicht der Gott der Christen.

 

Thomas Lentze aus Bonn

Donnerstag, 29-07-10 12:09

Hier hat die Kirche versagt. Die wahren und mutigen Christen, als deren eine sich Frau Herman zu erkennen gegeben hat, finden sich offenbar nicht mehr in der kirchlichen Hierarchie. Dabei wäre es Aufgabe der Kirchenleute, mit äußerster Entschiedenheit gegen die modernen, unzeitgemäßen, ja atavistischen, absolut antichristlichen Dionysien Stellung zu benehmen. Selbst der Papst hat m.W. nur die Toten betrauert, mehr nicht.

Daher sollten wir, wenn hier schon von "Opfern" die Rede ist, fragen: Opfer wovon? Wer opfert? Wen oder was opfert er? Wem erbringt er das Opfer? In der öffentlichen Beschränkung des Fragehorizonts auf formalrechtliche Verantwortlichkeiten und administrativer Aspekte zeigt sich der Mangel an Kirche.

 

Wahr-Sager - aus NRW

Donnerstag, 29-07-10 11:20

@Helmut M. aus Unfreiburg:

"Ja, das ist die Krux: Wenn man christliche Ansichten äußert, steht man als Spinner da. Sie hat sich hier zu einem handelnden Gott bekannt. Ich rate dazu, solche Ansichten weiterhin zu vertreten und sich nicht vom Zeitgeist bange machen zu lassen. "

Der Ansicht bin ich auch. Es ist doch schon schlimm genug, dass christliche Werte heute zugunsten des Islam ("Religion des Friedens") zurückgedrängt werden. Und wer sich daran stößt, dass die christliche Lehre Homosexualität ablehnt, der sollte sich auch bewusst sein, dass dies beim Islam ebenfalls der Fall ist.
Ich glaube ohnehin, dass die Hetze auf Frau Herman aus Rachsucht geschieht, weil sie die etablierten Medien bloßgestellt hat.

 

Wahr-Sager - aus NRW

Donnerstag, 29-07-10 11:12

Der Artikel von Udo Ulfkotte ist sehr gut! Er zeigt auf, wie verlogen und einseitig die Berichterstattung ist; und auch, wie plump die Angriffe auf Eva Herman sind, welche die BILD aufgrund Verleumdung anzeigen sollte.

 

Helmut M. aus Unfreiburg

Donnerstag, 29-07-10 10:51

Forts.
Herr Westphal, Sie gestehen Eva Hermann zu, christliche Werte zu vertreten, auch das Bemühen von biblischen Bildern sei sei zulässige Geschmacksache. Gut! Dann schreiben Sie aber, der Satz, dass „eventuell auch ganz andere Mächte mit eingegriffen“ hätten, habe ihr geschadet, viele täten Herman deswegen als Spinnerin ab.
Ja, das ist die Krux: Wenn man christliche Ansichten äußert, steht man als Spinner da. Sie hat sich hier zu einem handelnden Gott bekannt. Ich rate dazu, solche Ansichten weiterhin zu vertreten und sich nicht vom Zeitgeist bange machen zu lassen. Auf die Akklamation von BILD, taz, SZ, Zeit usw. usf. und ihrer geistigen Opfer ist gesch...

 

Heino Bosselmann aus Rützenfelde

Donnerstag, 29-07-10 10:39

Bei aller gebotenen Pietät: Frau Herman hat im Kern Recht. Schon die archaischen Dionysien waren keine Friedensfeste, insofern es um Ekstase, Rausch und Verwandlung ging, die nach wie vor offenbar Hauptanziehungskraft ausüben und denen die Lokalpolitiker jetzt kulturellen Wert andichten wollen, weil uninspirierte Jugend nur noch durch "Raves" vom "Floater" zu erregen ist. Wenn man im verrechtlichten Deutschland jetzt Verantwortliche dingfest machen will, fragt man verkürzend nur nach den Organisatoren und Helfern, nie nach den Akteuren der Drängelei. (Vor kurzem noch veranstaltete der behäbige DGB in Schwerin sog. "Jobparades", als hätte das Gedröhne auch nur irgend etwas mit Arbeit zu tun.)

 

Helmut M. aus Unfreiburg

Donnerstag, 29-07-10 10:38

Danke, Herr Westphal, dass sie Eva Herman teilweise verteidigen. Was sie in ihrem Artikel sagte, schoss mir als erster Gedanke durch den Kopf, als ich von der Katastrophe hörte: So wie (in meiner Vostellung, ich war nie dort) die Raver drauf sind, wundert mich nicht, dass da keine Disziplin und Besonnenheit herrscht. Panik kommt da leichter auf als bei einem Treffen der Trachtenvereine.
Aber: Wenn es unschicklich wäre, das in der Zeit der Trauer zu sagen, dann wäre es auch unschicklich, über die Mitverantwortung der Lokalpolitiker, der Polizei usw. zu spekulieren - die Medien sind voll damit, ohne dass sich jemand daran stört.

 

Carsten Schulz aus Mannheim

Donnerstag, 29-07-10 10:35

Ich kann dem Autor nur beipflichten. Den lieben Gott sollte man besser außen vorlassen, denn dieses Unglück war menschengemacht und die Risiken einer solchen Veranstaltung für jeden Teilnehmer zumindestens absehbar. Jeder kennt die Bilder früherer 'LoveParades': der allgegenwärtige Technolärm, der aufstachelt und das Gehirn zudröhnt und dazu Hunterttausende enthemmter Teilnehmer. Natürlich war nicht jeder besoffen oder zugekifft. Aber jeder, der auch nur ein wenig von Gruppendynamik versteht, weiß, welch aggressives Potential in solch vordergründig 'netter' Atmosphäre dann schlummert. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan, und es ist weiß Gott keine Verhöhnung der beklagenswerten Opfer wenn man sagt: 'wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um'!

 

M ahner aus NRW

Donnerstag, 29-07-10 10:32

„eventuell auch ganz andere Mächte mit eingegriffen“

Mit der Aussage ist gemeint, dass Gott dem sündigen Treiben ein Ende setzte. Eine in Kirchenkreisen durchaus verbreitete Auffassung und weit von Spiritualität entfernt.

Da wir alle so aufgeklärt sind, sollten wir Frau Herman mit ihren Glauben einfach in Ruhe lassen, gerade wenn er uns nicht passt.

 

Klaus Reichel aus Forchheim

Donnerstag, 29-07-10 10:22

Eva Herman spricht nur aus, was viele denken. Ich habe einen Kommentar bei T-Online abgegeben, den ich hinterher aber nirgends mehr fand.

Ich stellte die Frage, wie dekadent und verkommen ein Volk sein muß, um Love Parade oder Christopher Street Day, wo es vor allem um Alkohol, Sex und Drogen deht, als große gesellschaftliche Ereignisse zu feiern, die noch dazu von der Politik mit unseren Steuern unterstützt werden.

Wer noch einen Funken Anstand und Moral in sich hat, bleibt solchen fragwürdigen Events fern, es gibt kulturell weitaus bessere.

 
 

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