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Deutschland

Mittwoch, 10.03.2010

„Die machen immer richtig geile Musik“

Von Hinrich Rohbohm

Mit Bierflaschen gegen Polizisten Foto: Pixelio/Bardewyk.com

Die Augen sind starr nach vorn gerichtet, ausdruckslos. Der Kopf von Florian S. ist kahlgeschoren. Ganz unscheinbar, mit schwarzer Hose und grauer Kapuzenjacke betritt er den Saal. Kaum einer der zahlreich anwesenden Medien bemerkt ihn.

„Geschafft“, dürfte der Anwalt von S. denken. Sein Mandant ist vorbei an den Kameras und Reportern. Kein Blitzlichtgewitter fällt über den 23 Jahre alten Mann her, dem die Staatsanwaltschaft zur Last legt, am 5. Juli vorigen Jahres bei Ausschreitungen sogenannter „Autonomer“ während des Schanzenfestes in Hamburg mehrfach mit Bierflaschen auf Polizisten geworfen zu haben. 

Kurz bevor die Verhandlung vor dem Amtsgericht Hamburg beginnen soll, wird den Medien ein zweiseitiges Schreiben präsentiert, in dem den Journalisten auf Anordnung von Richterin Meike Tetens jegliches Fotografieren und Filmen vor dem Gerichtssaal untersagt wird. Lediglich fünf Minuten vor Verhandlungsbeginn seien Aufnahmen im Gerichtssaal gestattet.

Keine Reue

Zu einem Zeitpunkt, wo dieser allerdings noch leer ist. Eine ungewöhnliche Maßnahme. „So etwas habe ich in meinen fünf Jahren Gerichtsberichterstattung noch nicht erlebt“, gibt sich ein Journalist verblüfft über den Vorgang. Bereits zuvor war der Verhandlungstermin, der ursprünglich schon für den 5. Februar anberaumt worden war, kurzfristig verschoben worden. 

Laut Anklage hatte Florian S. mit seinen Flaschenwürfen einen der Beamten am Rücken, einen weiteren an der Schulter getroffen. Zeichen der Reue? Fehlanzeige. Florian S. schweigt zu den Vorwürfen. Doch die Zeugenaussagen der drei geladenen Polizisten sind eindeutig. Sie erkennen den 23jährigen als Täter wieder. 

Der Hartz-IV-Empfänger aus Hamburg-Ohlsdorf ist ein klassischer Mitläufer, der sich vor den Karren von Linksextremisten spannen läßt. „Was mir noch viel Spaß macht: am 1. Mai im autonomen Block mitlaufen, gleich hinter dem Lauti-Wagen, dem Lautsprecherwagen, die machen immer richtig geile Musik“, gab er schon vor zwei Jahren in einem Gespräch mit der linken Journalistin Anne Buhrfeind in der evangelischen Zeitschrift Chrismon zu verstehen. 

Mehrfach vorbestraft

Damals wollte er noch im Hamburger Hafen arbeiten, Gabelstapler fahren. „Wer hat für Florian einen Job im Hafen?“ hatte das Magazin seine Leser damals gefragt. Ohne Erfolg. S. lebt heute von Hartz IV, bekommt inklusive Zuwendungen für seine Wohnung 700 Euro vom Staat – bei dem er sich nun mit Flaschenwürfen während linksextremer Demonstrationen revanchiert.

Für die autonome Szene ist der Mann, der während einer Konditorlehre von seinem Arbeitgeber gekündigt wurde, willkommenes Kanonenfutter. Bereitwillig reicht man ihm immer wieder neue Flaschen, damit er sie nach den Ordnungshütern wirft. Doch im Gegensatz zu den Leuten vom „autonomen Block“ ist der Hauptschul-Absolvent in seiner hellen Kleidung und den Turnschuhen leicht auszumachen. 

Vor Gericht ist der Fall schnell geklärt. Florian S. wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Der wegen Erschleichens von Sozialleistungen, Schwarzfahrens, Diebstahls und unerlaubten Waffenbesitzes bereits sieben Mal vorbestrafte S. wird wegen seiner Flaschenwürfe zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten verurteilt, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt wird.

 

 

 

 



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fri dom aus Berlin

Sonntag, 14-03-10 19:51

LÄCHERLICH :-D wenn es nicht so traurig wäre, dieses viel zu milde Urteil!

Ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht für jeden Polizisten, der für Recht und Ordnung sorgen wollte!

Diese Steine- und Flaschenwerfer sind wirkliche Faschisten!

 

deutscher Abstammung aus GER

Donnerstag, 11-03-10 15:29

Vorstrafen: Erschleichen von Sozialleistungen, Schwarzfahren, Diebstahl und unerlaubter Waffenbesitz. Straftat: versuchte gefährliche Körperverletzung.
Urteil: 7 Monate auf Bewährung

Ich kenne einen Vater, der wurde von einem deutschen Gericht zu 6 Monaten auf Bewährung und 30 Bewerbungen monatlich verurteit, weil er durch Pleite seines Arbeitgebers arbeitslos geworden war, den Unterhalt seiner Tochter nicht bezahlen konnte und 3 Monate nicht abreitslos gemeldet gewesen war, woraufhin das Jugendamt Strafanzeige gestellt hatte.
Wie geht das?

 

Alfred T. aus Bochum

Donnerstag, 11-03-10 09:25

Auch wenn ich den Prozess nicht verfolgt habe…

…es fällt schon auf, wie solche Leute immer wieder mit niedrigen, zur Bewährung ausgesetzten, Strafen davonkommen, während andere bereits für das gesprochene Wort einfahren (ohne vorher Vergleichbares an Vorstrafen gehabt zu haben).

In manchen Schulbüchern gibt es Tabellen, die darlegen sollen, dass die Justiz von Weimar angeblich auf dem rechten Auge blind war. Dass Kommunisten, die Nazis aus dem Hinterhalt erschossen haben, härter bestraft wurden, als Nazis, die Kommunisten bei einer Schlägerei getötet haben, soll dies wohl darlegen.

Aber diese Tabellen sieht man bereits weniger. Denn ein aufgeweckter, aufmerksamer Schüler könnte ja auf Gedanken kommen…

 

Lutz aus D aus D

Donnerstag, 11-03-10 09:25

Wenn man bedenkt, welche unangemessene Strafe der Rechtsanwalt Horst Mahler für sein Meinungsdelikt erhalten hat ...

 

Dirk Pöhlmann aus .

Mittwoch, 10-03-10 18:30

Aber bitte !

Unsere deutsche Sprache ist doch so schön und klar:

Mitläufer, liebe Leute, Mit-Läufer sind Menschen, die mitlaufen.

Wer mehrfach Flaschen wirft, ist kein Mitläufer, sondern aktiver Verbrecher.

 

Margrit Steer aus Krefeld

Mittwoch, 10-03-10 16:41

Was ist das denn für eine Anordnung von der Richterin? Aber ach ja, Linke sind ja die Guten und nur Rechte die Schlechten.
Mit Linken verfährt man kuschelig. Mal wieder Bewährung. Wie dick muß die Strafakte diees Typs noch werden?
In diesem Land wird mit zweierlei Maß gemessen. Die linken Prügler wrden mit Samthandschuhen angefaßt, sie dienen unserer linken Politik ja als Schutzwall gegen die angeblich so vielen, vielen Rechten.
Wir sind ein Bananenstaat geworden.
Und das geht nicht mehr lange gut

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Mittwoch, 10-03-10 15:44

Aber bitte, meine Damen und Herren. Ein bißchen mehr Verständnis kann man schon erwarten. Der Richter hat das doch auch begriffen.

Was kann der arme Kerl dafür, daß er bildungsfern aufgewachsen ist. Bestimmt hatte er keine "nicht wirklich" gute Eltern. Ist das seine Schuld?
Dann zwingt ihn der Schweine-Staat zu einer Lehre, die er "nicht wirklich" wollte. Konditor? Ist doch unmenschlich und verstößt sicher gegen die Menschenwürde, zu derart unchristlicher Zeit aufstehen und für irgend einen Bonzen ackern und sich seine Gesundheit ruinieren zu müssen. Für die Paar Kröten.

Und dann die von der Trachtengruppe in diesem Polizeistaat. Die haben doch angefangen ihn durch ihre Anwesenheit zu provozieren.

 

Karl O. aus ewig linksgrünen bankrotten Hannover

Mittwoch, 10-03-10 15:39

Vielleicht sollte man dem jungen Mann eine x-te "Chance geben" und ihn nach jeder nächsten Linksnazi-Demo aufräumen helfen lassen.
Zeit und Kraft müsste er ja haben. Ich vermute aber, dass er dazu "keine Zeit" oder keine "Lust" hat, für diesen pösen "Drecksstaat", der ihn ernährt, etwas zu tun.

Ansonsten: Diese Justiz ist in der Diktatur angekommen.
Wieviele Bewährungsstrafen kann man hintereinander erhalten?
Wenn man links oder "migrantisch" ist zweistellig, wenn man bürgerlich, konservativ (alles außer links oder migrantisch) ist, keine?!
Strafen, die nicht zur Bewährung ausgesetzt sind, erhalten nur noch Menschen mit Arbeit und ohne Vorstrafen, wenn sie nicht dem linken Spektrum zuzuordnen sind.

 

Martin M. aus NRW

Mittwoch, 10-03-10 15:37

Zu einem Volk, in dessen Namen dieses Urteil verkündet worden ist, möchte ich jedenfalls nicht gehören.

 

Paul Pope aus Baden-Württemberg

Mittwoch, 10-03-10 15:22

Ob es sich um einen Mitläufer handelt ist die Frage. Mit seinem Wertenihilismus, der Anspruchshaltung gegenüber dem Staat und der einschlägigen Straftaten hat er doch die linksextremen Gedankengänge verinnerlicht. Besonders clever wird er nicht sein, das steht fest. Nicht einmal Bauernschläue kann man ihm zusprechen - mit heller Kleidung unter "Schwarzen".
Aber wenn ich Claudia Roth und Co. höre, so sind diese auch nicht intelligenter, logische Argumente sind diesem Klientel weitestgehend fremd. Ein etwas höherer Bildungsstand, das ist alles. Indes lehne ich es immer wieder ab Dummheit zu belohnen und diesen Leuten die Verantwortung für ihr tun abzusprechen. Das unterstützt eher die Geisteshaltung des Lumpenproletariats...

 
 

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