Daß Rußland am 9. Mai den Jahrestag seines Sieges über Deutschland feiert und seiner gefallenen Soldaten gedenkt, ist verständlich. Daß dies auch an einem Ehrenmal der Roten Armee im Herzen der deutschen Hauptstadt geschieht, mag aus deutscher Sicht bitter sein, aber auch das gehört nun mal zum Preis der Niederlage.
Denn dadurch erweist er nicht nur den Opfern der Gegner von einst die Ehre, sondern tritt gleichzeitig die Würde der eigenen mit Füßen. War doch gerade in Berlin der Einmarsch der Roten Armee für Hundertausende alles andere als ein Grund zum Feiern, sondern bedeutete – insbesondere für die zahllosen vergewaltigten Frauen und Mädchen – unendliches Leid, Vertreibung und Tod.
Mär von der „Befreiung“
Doch so würdelos Platzecks Verhalten auch ist, letztlich setzt er damit nur fort, was 1985 mit Richard Weizsäckers Mär von der „Befreiung“ offiziell auch in Westdeutschland Einzug hielt und mit der Wiedervereinigung zum gesamtdeutschen antifaschistischen Konsens wurde. Ihren bisherigen Höhepunkt hatte diese unsägliche Tradition mit der Teilnahme Gerhard Schröders am sechzigsten Jahrestag der alliierten Landung in der Normandie 2004 sowie ein Jahr später bei den Siegesfeierlichkeiten in Moskau.
Man darf gespannt sein, was deutschen Regierungsvertretern einfällt, um dieses Ausmaß an Unterwürfigkeit noch zu überbieten, wenn sich in drei Jahren das Ende des Zweiten Weltkriegs zum siebzigsten Mal jährt.
@ Andre Boine aus Dresden
Die Geschichtsschreibung war, ist und wird immer auch als Mittel zur Herrschaftssicherung des jeweiligen Systems mißbraucht. Dies gilt je nach Interessenlage uneingeschränkt für alle politischen Systeme. Geschichtsschreiber, die den Interessen ihres Systems dienen, nennt Schiller „Brotgelehrte“. – Sie wissen, „wes Brot ich eß, des Lied ich sing“. Jener, der sich dem ethischen Anspruch zur Wahrheit verpflichtet sieht, heißt er den „philosophischen Kopf“. Sie kennen sicher die repressiven Mittel, deren sich die BRD bedient, um aus uneinsichtigen Gelehrten gefügige Brotgelehrte zu machen.
Für die Zukunft bleibt zu hoffen, daß der im Grundgesetz garantierten Freiheit der Wissenschaft zum Durchbruch verholfen und dem repressiven Sonderstrafrecht ein Ende gesetzt wird. Solange wir von unseren derzeitigen Berufslügnern, Verfassungs- u. Gesetzesbrechern regiert werden, wird das Lügengebäude in und mit dem wir leben, nicht einstürzen. Sollte aber einmal der Zeitpunkt kommen, wo dies geschieht, dann ist zu befürchten, daß viele Menschen, Jahrzehnte in der Lüge gelebt, wie in Platons Höhlengleichnis, geblendet vom Licht der Wahrheit verzweifeln.
Doch hier gilt es nicht über die ontologischen Gründe der Wahrheit zu räsonieren, sondern der geschichtlichen Wahrheit im Sinne Rankes – „schreiben, wie es gewesen“ – zu ihrem Recht zu verhelfen.
Andre Boine aus Dresden
Montag, 21-05-12 19:50
@August Heinrich von Loen:
Danke für Ihren Beitrag. Ihr Blickwinkel ist eine Perspektive auf die 1945 begonnene Umerziehung der Deutschen, sie kann und wird bisherige Geschichtsschreibung ergänzen, wird diese aber nicht aufheben. Und: Versailles als wesentliche Kriegsursache ist nichts Welt-bewegendes Neues, das lernen Kinder noch heute i.d.Schule.
Was die Befreiung betrifft: mein Beitrag bezog sich weniger auf den Akt - die Gefangenen befreien sich selbst (DDR) versus die Gefangenen werden befreit (Deutsches Reich) - sondern vielmehr auf das, was danach kam: "die Durchsetzung einer die Macht des Systems erhaltenden politischen Geschichtsschreibung". Kennen Sie eine historisch ausgewogene Berichterstattung über die DDR? Es gibt sie nicht.
August Heinrich von Loen aus Deutschland
Donnerstag, 17-05-12 17:15
@ Andre Boine aus Dresden
Das Ende des DDR-Regimes war ein Akt der Befreiung der Bürger der DDR, also eine Befreiung von unten. Mitgeholfen dazu haben die wirtschaftlichen Probleme des Systems, wie der langsame Zerfall des Sowjetimperialismus.
Das war 1945 anders. Wir hatten Krieg und seit Roosevelts Forderung von der Bedingungslosen Kapitulation der Achsenmächte, die erheblich zur Verschärfung des Krieges beitrug, der systematischen Bombardierung der Zivilbevölkerung und Einäscherung deutscher Städte, sowie der Behandlung der Bevölkerung nach der Kapitulation und all den traumatischen Erinnerungen, die diesem Krieg vorausgingen, müßte man ein Volk, das diese totale Niederlage und Demütigung als „Befreiung“ empfände doch als geisteskrank bezeichnen. Meinen Sie nicht?
Die Absichten der Alliierten hinsichtlich des zukünftigen Schicksals des Deutschen Reiches sind hinlänglich und unwiderleglich in den Verlautbarungen der offiziellen Vertreter der Alliierten und ihren Kriegszielen dokumentiert und das bereits vor dem 1. u. 2. WK. Das Bekenntnis zu Hitler und seiner Bewegung ist ausschließlich der Wille eines in Versailles mißhandelten und gedemütigten und durch die Umstände der Zeit verelendeten deutschen Volkes. Der 1. BP Th. Heus äußerte damals: „Die Geburtsstätte des Nationalsozialismus ist nicht München, sondern Versailles“, und der damalige Außenminister der USA Knox sprach über Versailles von einem „Verbrechen gegen die Zivilisation“. Der französische Historiker Bainville schrieb: „In Versailles hat man den ewigen Krieg organisiert“. Warum also sollten jene Mächte, selbst durch den Krieg und die Weltwirtschaftskrise geschwächt, nach ihrem Erstarken den Krieg gegen das Deutsche Reich nicht wieder aufnehmen? Für Roosevelt und Stalin war die Renaissance des 3. Reiches ein Hindernis auf ihrem Weg zur Weltmacht. Deshalb mischten sich beide ein, unabhängig davon wer im Reich regiert, Hitler oder ein Vertreter des Vatikans. Churchill, de Gaulle und Stalin sprachen während des 2. WK von einem 30jährigen Krieg gegen das Reich, und The Times schrieb unmittelbar nach dem 1. WK: „Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden“. Der US-Historiker Tansill bekannte: „In Nürnberg wurden Männer gehängt, weil sie die Sprengung der mit nationalem Haß legierten Ketten geplant hatten“. Wenn erst mal alle Fesseln einer geknebelten Geschichtsschreibung gesprengt und die Archive für wissenschaftlich, sine ira et studio, arbeitende Historiker geöffnet, alle Verschlußakten freigegeben sind, beginnt erst die Ära einer freien Geschichtsschreibung über das 20. Jahrhundert. Bis dahin bleiben die heute Lebenden Gefangene eines teuflischen Lügengebäudes zum Nutzen einer verbrecherischen Minderheit. Denn die Durchsetzung einer die Macht des Systems erhaltenden politischen Geschichtsschreibung ist ein bewährtes Mittel zur Bändigung eines allzu freien Geistes. Theodor Eschenburg stellte fest: „Wer die Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg bezweifelt, zerstört die Grundlage der Nachkriegspolitik“.
Andre Boine aus Dresden
Mittwoch, 16-05-12 19:34
@August Heinrich von Loen:
Zunächst: ich bin nicht jeden Tag online, es kann daher durchaus 5 Tage dauern, bis ich feststelle, dass Sie mit mir in Dialog treten. Kein Grund zur Spekulation.
Über Ihr Bewusstsein verfüge ich in keinster Weise, das ist meinem Text auch nicht zu entnehmen.
Den Begriff der "Indoktrination" brachten Sie implizit & spekulativ ins Spiel "Sie scheinen sich nach 21 Jahren der Befreiung vom SED-Regime noch immer nicht von der antifaschistischen Propaganda befreit zu haben." Sie spekulieren gern?
Ergänzend: ich finde es sehr humorvoll & auch von Ironie gekennzeichnet, dass Sie im Kontext des Endes des SED-Regimes hier ebenfalls von "Befreiung" sprechen. Denn: eine solche Eindeutigkeit - so interpretiere ich hier Ihren fundierten Beiträge - lehnen Sie doch im Zusammenhang mit dem Kriegsende & Ende der NS-Herrschaft ab. Sie begründen dies - nach meinem Verständnis - zusammengefasst mit einer von außen aufgezwungenen (zumindest teilweisen) Fremdherrschaft sowie programmatischen Umerziehung, die Analogien zu 89/90 sind vom Grundsatz her unverkennbar, auch wenn Ausmaß & Umfang bei Weitem nicht mit 45 zu vergleichen sind.
August Heinrich von Loen aus Deutschland
Mittwoch, 16-05-12 13:16
@ Andre Boine aus Dresden
Sie haben 5 Tage gebraucht, um auf meinen Kommentar zu antworten. Darf ich die Tatsache, daß Sie von „Indoktrination“ sprechen, davon ausgehen, daß Sie das Opfer eines Freudschen Versprechers geworden sind, was an sich schon hinreichend Raum für Spekulationen beim Verfassen Ihres Textes zu meinem Kommentar zuläßt? Denn ich selbst habe den Begriff hier nicht ins Spiel gebracht. Einmal abgesehen davon, daß Sie sich anmaßen über mein Bewußtsein zu verfügen, wenn Sie sagen: „Und ebenso wie Sie wähle ich heute selbst, welche Quelle mich indoktriniert“.
Andre Boine aus Dresden
Dienstag, 15-05-12 21:15
@August-Heinrich von Loen:
Danke für Ihren Beitrag. Ihr Vorwurf der Indoktrination geht bei mir ins Leere, dafür bin ich zu alt. Und ebenso wie Sie wähle ich heute selbst, welche Quelle mich indoktriniert. Sie sind ebenso wenig wie ich ein absolut freier Geist, sondern lediglich in den Grenzen Ihrer intellektuellen Möglichkeiten.
Und was Indoktrination betrifft: zu behaupten der Psychopath hätte Verantwortungs-bewusst(er) für seine Soldaten gehandelt - nicht zu vergessen der völlige Mangel an Respekt für den Gegner, zeugt nicht gerade von einem wenig indoktrinierten Geist. Zur Niederwerfung des deutschen Volkes, siehe unten.
@Eckard Eckstein:
Ihre Beiträge sind i.d.R. sehr lesenswert, diesmal haben Sie allerdings einen Bock geschossen. Gegen Hitler hätten Sie nach dem Krieg gar nicht gekämpft. Denn dieser "Kampf" Ihrerseits hätte nur nach einem Sieg Deutschlands stattfinden können. Im Siegestaumel einer Nation das zu schaffen was der deutsche Widerstand von links bis rechts in 15 Jahren nicht geschafft hat - davon 6 im Krieg - oder gar einen Widerstand erst aufzubauen ist nicht vermessen, sondern illusorisch. Der Psychopath & seine Nachfolger wären eher mit Franco abgetreten, und Sie mit Ihren paar letzten Widerstandshanseln (im übrigen noch weniger, als vor und im Krieg, denn Widerstand in einer siegreichen Nation hat "keinen" Zweck) schon lange tot, hingerichtet.
Deutschland wäre auf Jahrzehnte nie von innen "befreit" worden, auch wenn dieser Begriff das Ergebnis des Krieges nicht umfassend beschreibt. Es gab für die Sieger keinen Grund diese Nation mit samtenen Handschuhen anzufassen. Erst haben wir uns geprügelt, und dann ganz dolle lieb, das ist esoterisches Gefasel.
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Dienstag, 15-05-12 21:06
"so gut wir können" is echt gut.
Solange noch nicht alle Archive geöffnet sind, meinte der Sohnemann und Verteidiger vom SS-Brigadeführer und NS-Staatssekretär Ernst v. W. wohl.
Naja, für seinen SS-Papi kann er ja nichts,
Sippenhaft gibt`s ja GottseiDank nicht mehr,
nur für das dt. Volk als Ganzes gibt`s die natürlich noch, das muß haften und verantworten bis es nicht mehr da ist.
"Befreiung" - PAUSCHAL für 45 gebraucht - ist nicht nur ein übles DDRpropagandaschlagwort (wer dort war weiß das), sondern Geschichtsfälschung.
Der Querdenker aus Mitten unter uns
Dienstag, 15-05-12 13:37
schnurzpiep
Warum ist Befreiung ein Schlagwort? Für mich ist es das nicht, genauso wenig wie Niederlage oder Kapitulation.
Der 8. Mai 1945 ist alles.
Und wenn Sie glauben, ich feiere, weil der 8. Mai für mich auch Tag der Befreiung ist, dann glauben Sie das mal schön weiter.
Ich haben noch nie am 8. Mai gefeiert. Nur still gedacht, derer - Deutschen wie Nichtdeutschen - denen zuvor und in Folge des Krieges danach unendliches Leid widerfuhr.
Und schließe mich dem Schluss Richard von Weizsäckers Rede an: "Schauen wir am heutigen 8. Mai, so gut wir können, der Wahrheit ins Auge."
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Dienstag, 15-05-12 11:27
Querdenker, lesen Sie nicht?
Ich hatte ausdrücklich geschrieben,
daß die Nachkriegsgreuel AUCH eine Folge des Krieges waren - natürlich logisch, denn ohne Krieg kein 8.Mai 45.
Nur Sie machten da einen merkwürdigen Unterschied ("die meisten Opfer sind Folge des Krieges und nicht Folge des 8. Mai 1945").
Auch hatte ich geschrieben:
"Für Naziopfer war es eine Befreiung,
für Millionen andere war 1945 u. Folgejahre eine Katastrophe,
denn das Ende der NS-Diktatur ging über in kommunistische Diktatur
oder war verbunden mit Hunger, Kälte, Tod.
Es ist zynisch, das undifferenzierte Schlagwort "Befreiung".
Drehen Sie mir also die Worte im Munde nicht um!
Und feiern Sie schön.
Der Querdenker aus Mitten unter uns
Montag, 14-05-12 23:07
schnurzpiep
Was ich zum Thema Niederlage, Kapitulation und Befreiung sagen wollte, habe ich gesagt. Sie mögen anderen Meinung sein und Sie mögen auch gerne glauben, dass all das Schicksalshafte, das Deutschen nach dem 8. Mai 1945 widerfuhr nur eine Folge der Niederlage, nicht aber des 6 Jahre dauernden totalen Krieges sei.
Aber, wenn Sie mir vorwerfen, die Opfer der Vertreibung und des Kommunismus zu besudeln, weil ich den 8. Mai 1945 AUCH für einen Tag der Befreiung für eine Vielzahl an Deutschen und Europäern halte, dann müssen Sie sich umgekehrt vorwerfen lassen, die Millionen Opfer des Naziterrors zu besudeln, wenn Sie den 8. Mai 1945 NUR für einen Tag der Niederlage halten.
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Montag, 14-05-12 17:18
Querdenker
"Aber die meisten Opfer sind Folge des Krieges und nicht Folge des 8. Mai 1945."
Die Versklavung halb Europas durch den Kommunismus war eine direkte Folge des 8.Mai,
des verlorenen Krieges,
des Sieges der UdSSR,
den Sie feiern wollen!
Leid durch Kälte und Hunger in D. ebenso,
gehungert wurde NACH dem Krieg.
Vertr., Vergewaltigungen, Morde u. Deportationen in den Gulag d. UdSSR ebenso, usw.
Und natürlich AUCH eine Folge des Krieges.
Wer das feiern will, soll das tun:
Deutsche Opfer u. Kommunismusopfer darf man straffrei besudeln.
Der Querdenker aus Mitten unter uns
Montag, 14-05-12 11:58
Lieber Eckard Eckstein,
Vielen Dank für Ihre sehr plastische Darstellung des Lebens im Nachkriegsdeutschland. Auf den Punkt.
Auch stimme ich Ihnen zu, dass man den 8. Mai 1945 unterschiedlich wahrnehmen kann, wohl aber eher in Bezug auf das Unrecht, das vielen Deutschen nach 1945 widerfuhr als Folge der Niederlage (v.a. Vertreibung).
Die von Ihnen angesprochenen Schicksale (Angehörige der Opfer des Bombenkriegs, der Gustloff), sind ja Opfer des Krieges und nicht des Kriegsendes und -niederlage, wären also auch zu beklagen gewesen, hätte Deutschland den Krieg gewonnen.
Das soll die weiter oben genannten Opfer nicht kleinreden. Aber die meisten Opfer sind Folge des Krieges und nicht Folge des 8. Mai 1945.
August Heinrich von Loen aus Deutschland
Montag, 14-05-12 10:56
@ Der Querdenker aus Mitten unter uns
Eine induzierte monochromatische Weltsicht bietet keine Gewähr für eine historisch sachliche Auseinandersetzung!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Montag, 14-05-12 03:51
(1) @ Der Querdenker
Die Beurteilung des Kriegsendes hing sicher sicher vom persönlichen Schicksal ab.
Tatsächlich befreite Insassen von Konzentrationslagern einerseits und sagen wir Überlebende der Vertreibung, der Massaker im Osten oder des Untergangs der "Gustloff" und solche, die Angehörige im Bombenkrieg verloren hatten andererseits werden es sehr unterschiedlich betrachtet haben.
Außerdem war es natürlich auch so, daß, wieder einerseits, der Nimbus Hitlers und des NS-Regimes schon kurz vor Kriegsende rapide dahinsank, nicht zuletzt wegen der zunehmenden Brutalität gegen "Defätisten" usw. und andererseits die Bevölkerung sich gewissermaßen schockiert, erschöpft, verzweifelt und traumatisiert in den Trümmern des Landes wiederfand.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Montag, 14-05-12 03:48
(2) Dann aber kam unerwartet schnell der Wiederaufbau und das "Wirtschaftswunder", - was wie gesagt nur den Differenzen zwischen den USA und Stalin zu verdanken war, und sonst ganz sicher n i c h t stattgefunden hätte!!
Jedenfalls saß man nun erleichtert in den neuen Wohnungen mit schön bunten Nierentischen und Tütenlampen, aß sich dick und fett, genoß kitschige Heimatfilme und Heinz Ehrhardt-Komödien und fuhr in Urlaub nach Bella Italia.
Hitler und der Krieg waren auf einmal weit weg, diese Sache war erledigt.Und davon sogar unabhängig war es dem Meisten auch ganz allgemein materiell noch nie so gut gegangen. Wer nicht gerade persönlich furchtbares erlebt hatte war im großen und ganzen zufrieden mit sich und der Welt.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Montag, 14-05-12 03:47
(3) Warum sollte man also das Ende, bzw. den Ausgang des Krieges bedauern? Selbst "alte Nazis" saßen ja vielfach wieder auf den früheren Posten in Justiz, Polizei, Militär usw. Eigentlich hatte sich, außer daß Hitler und seine NSDAP, SA, Gauleiter, Blockwarte usw. weg waren, ja garnicht viel.
Vom neuen Wohlstand wie gesagt abgesehen, - und war es nicht fast so, als hätte Deutschland den Krieg doch gewonnen? Engländer z.B. hatten durchaus Grund es zerknirscht so zu sehen. Und die "Brüder in der Ostzone" nebst allen anderen im Osten, Polen, Tschechen usw. natürlich erst recht, - "Hahahah"!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Montag, 14-05-12 03:46
(4) Gut, in unserer Straße gab es noch Trümmerhäuser und in der Nähe Erdbunker, aber in denen war gut spielen für uns Kinder. Dann gab es noch "Onkel Addi" der "Kriegsversehrte" in seinem damals noch wuchtigen hölzernen Rollwagen mit Handhebel-Antrieb und die verrückte Frau in ihren Lumpen, die brabbelnd auf der Straße herumirrte, und von der es hieß, daß sie so schreckliche Dinge gesehen und erlebt hatte, daß sie darüber ihren Verstand verlor.
Von solchen Dingen kursierten auch allerlei gruselige Detail-Erzählungen usw.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Montag, 14-05-12 03:45
(5) In der Schule kursierten noch böse Judenwitze, die Erwachsenen erzählten vom Krieg, und wir Jungen spielten in den Bunkern und Trümmern Wehrmacht (man fand manchmal auch noch Stahlhelme usw.) und auf dem Tisch mit kleinen Modellpanzern.
Gänzlich vergessen war der Krieg so gesehen zunächst auch wieder nicht. Alsbald dann aber doch. Die Amerikanisierung schritt rasant fort, es kamen Rock´n Roll, schließlich die Beatles , - und dann, Gott sei´s geklagt, die "1968"!
Es gab und gibt also einen erheblichen Unterschied zwischen subjektiver Sichtweise und objektiv historischer Betrachtung. An und für sich könnte man das III. Reich, den Krieg und auch die Kriegsschuldfrage heute als nicht mehr allzuwichtiges Geschichtsthema betrachten.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Montag, 14-05-12 03:44
(6) Wäre da nicht das eigenartige Phänomen der Schult-Kult und "Nazi"-Hysterie, begonnen unter den "68ern" und in den letzten Jahren immer mehr zunehmend. Bei der man den Eindruck bekommen könnte, als läge das Kriegsende erst wenige Jahre zurück.
Selbstverständlich hat das alles mit wirklicher Betroffenheit über geschehene Verbrechen, Mitgefühl für die Opfer - schon garnicht für die der damaligen Kriegsgegner -, usw. gar ehrlicher und objektiver Geschichtsbetrachtung nichts zu tun. Wir hier wissen doch, wogegen und gegen wen es sich richtet, nicht wahr?
Daher ist auch die Frage, für wen und in welchen Anteilen die damalige Niederlage eine Befreiung war, und für wen und in welchen Zusammenhängen alles andere als das, heute belanglos!
Wahr-Sager - aus NRW
Montag, 14-05-12 00:22
@Gerd-Joachim Kalkowski:
Nur der Korrektheit halber: Es ist kein SPIEGEL-Artikel, sondern ein Artikel auf Sezession.de, der den Namen "Die Methode Spiegel" trägt.
Bodo der Boese aus Bolivien
Sonntag, 13-05-12 22:32
Hoffentlich erlebe ich noch den Tag, an welchem wir uns endlich selbst von den 'Befreiern' befreien und die EUSSR ueberwinden werden.
Gerd-Joachim Kalkowski aus Bischofstadt Hildesheim
Sonntag, 13-05-12 19:46
Im Nachgang zu meinen Ausführungen Teil 1)
Nachdem ich den großen Zuspruch an Felix Krautkrämers Beitrag wahrgenommen habe, klicke ich mich zu diesem Thema nochmals ein. Den von @Wahr-Sager-aus NRW mir empfohlenen SPIEGEL-Artikel habe ich gelesen.
Mit dem Kommentar @Fritz Fuchs' stimme ich voll überein.Ich habe vor ca. 50 Jahren "Weltabenteuer im Dienst" gelesen, desen Inhalt - trotz Curchill - insofern interessant ist, als in der Schlacht von Omdurman (2.Sept.1898) noch mit dem Säbel gekämpft wurde.
Von Mann zu Mann! Churchill wurde hierbei an der Schulter verwundet
Fortsetzung 2)
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Sonntag, 13-05-12 18:53
@ Querdenker
Mein Großvater hatte Verfolgten geholfen während der NS-Zeit, landete dafür 41 für einige Monate wegen "Wehrkraftzersetzung" in Festungshaft.
"Befreit" fühlte er sich 45 nicht, er hatte damit zu tun, seine Töchter vor vergewaltigenden Russen zu verstecken und starb 48 an Hungertyphus, er verhungerte schlichtweg (Mangelernährung) - da war er vom Leben befreit.
Überlegen Sie Ihre Worte gut
Der Querdenker aus Mitten unter uns
Sonntag, 13-05-12 18:39
@ August Heinrich von Loen aus Deutschland
"„Befreit“ dürfen nur jene sagen, die vom nationalsozialistischen Regime verfolgt...wurden."
Wenn ich ergänzen darf: "...oder die Angst hatten, verfolgt zu werden."
Wie Recht Sie haben!
Und das waren nicht nur Juden, Oppositionelle oder jene, deren Leben man zum Unwerten degradierte.
Das waren all jene Deutschen, die offen ihre Meinung sagen wollte, auch gegen das Naziregime, aber den Mund hielten, aus Angst vor Verfolgung.
Das waren all jene Deutschen, die sehen, hören und lesen wollten, was ihnen gefiel und sie interessierte, auch das, was man als Entartet brandmarkte; die wenigsten es klammheimlich trotzdem taten, die meisten es oft ließen, aus Angst vor Verfolgung.
Der Querdenker aus Mitten unter uns
Sonntag, 13-05-12 18:39
2) Das waren all jene Deutschen, die Verfolgten - Freunden, Nachbarn, Kollegen - helfen wollten, weil sie ahnten, wussten, dass Deportation nichts Gutes bedeutet; viele auch wirklich halfen, in Todesangst, selbst zu Verfolgten zu werden; viele das sich und ihrer Familie aber nicht zumuten wollten, aus Angst vor Verfolgung.
Und all jene Deutschen - davon bin ich überzeugt - machten die Mehrheit der Deutschen aus, denn - und auch davon bin ich überzeugt - die Mehrheit der Deutschen war nicht böse, gleichgültig. Im Gegenteil.
Und all jene Deutschen fühlten sich befreit seit dem 8. Mai 1945.
Ja, auch besiegt - gejubelt haben die wenigsten. Aber eben auch befreit. Geweint ob der Kapitulation und des Führers Tod haben auch nur die wenigsten.
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Sonntag, 13-05-12 18:20
Kriegsende in D.:
Die zerschossenen Flüchtlingstrecks,
die vergewaltigten Frauen,
die Ausgebombten,
bestialische Kälte ohne Heizmaterial,
die unterernährten Kinder u. Erw.,
endlose Züge von Soldaten über die Elbe, die von den Amerikanern zurück an die Russen ausgeliefert wurden,
die von den Sowjets weiterbenutzten KZ (nur die Häftlinge wurden ausgetauscht) auf dt. Boden,
die Verschleppten,
die Rheinwiesenlager...
Ein gefährliches Spiel,
die absolute Zerstörung Deutschlands 1945, als "Befreiung" zu feiern u. schönzulügen,
ein AufdenLeimgehen auf ewiggestrige verlogene
Propaganda des Kalten Krieges.
Dieses Land ist in Gefahr.
Gerd-Joachim Kalkowski aus Bischofstadt Hildesheim
Sonntag, 13-05-12 18:02
7) Beweggründe, die zum Erstarken des Nationalsozialismus geführt haben zu diskutieren und von ihrer vorgefaßten Meinung nicht wegkommen, sollten sich ein wenig in Demut üben und beim Einsteigen in die U-Bahn daran denken, daß dies' sogar noch in der als langweilig bezeichneten Adenauer - Ära, ohne Angst, zusammengeschlagen zu werden, möglich war.
Gerd-Joachim Kalkowski aus Bischofstadt Hildesheim
Sonntag, 13-05-12 17:54
6) Selbst wenn gleich laute Widerrufe ertönen, habe ich keinen Grund, über die Lebensqualität und auch Lebensfreude im Dritten Reich zu klagen.
Sowohl in den genannten Jugendorganisationen als auch bei der Luftwaffe, habe ich stets die meisten Vorgesetzten als Vorbilder geschätzt und auch im Kameradenkreise meine Erfüllung gefunden.
Dieses Gefühl hat sich in elfjährigem Polizeidienst und der anschließenden Dienstzeit in der Bundesluftwaffe fortgesetzt.
Aus heutiger Sicht die damalige Lage wahrheitsgemäß beurteilen zu können, ist in dieser geschichts - und traditionslosen Zeit, ein Drahtseilakt.
Die anmaßenden Besserwisser, die überhaupt nich bemüht sind, sachlich mit Zeitzeugen über die vielfältigen Beweggründe
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Sonntag, 13-05-12 17:44
@ August Heinrich von Loen
"Die Opfer im Nachhinein mit der euphemistischen Kategorisierung „Befreiung“ in Verbindung zu bringen, ist menschenverachtend. „Befreit“, dürfen nur jene sagen, die vom nationalsozialistischen Regime verfolgt und ihrer physischen Freiheit beraubt wurden."
Absolute Zustimmung!
"Befreiung" am 8.Mai 45 ist ein typischer Desorientierungsbegriff der DDR-Gewaltherrscher.
Gerd-Joachim Kalkowski aus Bischofstadt Hildesheim
Sonntag, 13-05-12 17:31
5) Das eben geschilderte Publikum bestand nicht etwa nur aus primitiven "Rächern der Enterbten". Am eigenen Leibe habe ich erlebt, zu welcher Stimmungslage man neigt, wenn ich meine Mutter zum Besuch des Arbeitsamtes begleitete, um das "Stempelgeld" von sage und schreibe 12,00 Mark pro Woche zu empfangen und wir noch dazu von heruntergekommenen Typen ob unserer bürgerlichen Haltung angepöbelt wurden.
Durch die Inflation verarmt, haben wir diese furchtbare Zeit durch Sparsamkeit und unsere disziplinierte preußisch geprägte Haltung überstanden.
Ich hatte dennoch eine schöne Kindheit. War im CVJM, im "Scharnhorst" und später in der Flieger-HJ stets engagiert.
Gerd-Joachim Kalkowski aus Bischofstadt Hildesheim
Sonntag, 13-05-12 17:12
4) In der Breslauer Jahrhunderthalle - auch heute wieder ein beliebtes Touristenziel - stieg die Stimmung schon bei den Ausführungen der Vorredner. Besonders der Kaisersohn, Prinz August-Wilhelm, von seinen Anhängern liebevoll AUWI genannt, zog die Zuhörer in seinen Bann.
Nach Eintreffen des "Führers", brauste frenetischer Jubel auf. Tausende erhoben sich von den Plätzen, jubelten und reckten ihren rechten Arm, oft sicher bis an die Schmerzgrenze, empor.
Die Parolen, die Hitler gebetsmühlenhaft in's Volk schrie, verfehlten ihre Wirkung nicht. Natürlich trafen sie durchaus in's Schwarze. Zustände, die damals in Deutschland herrschten, kann sich heute kaum einer mehr vorstellen. Wirkliche Armut gibt es heute doch kaum.
Gerd-Joachim Kalkowski aus Bischofstadt Hildesheim
Sonntag, 13-05-12 16:54
3) Und die Begeisterung für Hitler, die von unwissenden und bornierten Vertretern einer seelenlosen Überflußgesellschaft ganz und gar nicht verstanden wird, resultierte doch aus den chaotischen Zuständen und der Unfähigkeit der Weimarer Politiker, deren Namen heute noch kaum einer kennt. Selbst Persönlichkeiten wie die Herren von Schleicher und von Papen, konnten die Karre nicht mehr aus dem Dreck ziehen.
Als Junge im Alter von 10 Jahren, wurde ich von meiner Mutter, die durch eine befreundete deutsche Diplomatenwitwe ungarischer Herkunft, auf Hitler stieß, zu Großveranstaltungen mitgenommen.
Seine Inszenierungen waren natürlich perfekt. Seine Ankunft verspätete er bewußt.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Sonntag, 13-05-12 16:44
(4) Von Polen brauchen wir wohl nicht lange zu reden, nicht wahr? Jedwabne (Haaretz:"Es gab nicht nur ein Jedwabne!") Und noch 1946 fand in Polen ein tödliches Judenpogrom statt!
Telegramm des poln. Botschafters Lipzik 1937 an Oberst Beck:"...habe ich dem deutschen Kanzler gesagt: Herr Hitler, - wenn es ihnen tatsächlich gelingen sollte, das Judenproblem in Europa zu lösen, werden wir ihnen in Warschau ein goldenes Denkmal errichten!"
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Sonntag, 13-05-12 16:44
(1) @ Andre Boine
Ich hätte sicher nicht bei den Alliierten gekämpft.
Weil ich, wäre ich später Hitler-Gegner geworden, zwischen ihm und meinem Vaterland unterschieden hätte!
Apropos Befreiung, Sebastian Haffner, Emigrant, zeitweilig Mitherausgeber des "Observer" 1938 über 1933: "Es war, man kann es nicht anders sagen, ein sehr weit verbreitetes Gefühl der Erleichterung, von der Demokratie befreit zu sein!"
Gerd-Joachim Kalkowski aus Bischofstadt Hildesheim
Sonntag, 13-05-12 16:29
2) Aber nun zur Sache. @Der Querdenker.....hat altersbedingt die "Nazi"-Zeit nicht erleben können. Ich dagegen, (Jg. 21), habe sie voll erlebt.
Es ist doch nicht so schwer zu verstehen, daß nach dem Versailler Dikta
t - Diktat insofern, als uns als Verlierer der Mund verboten wurde - die gedemütigten und entrechteten Deutschen, eine derartige Schmach nicht hinnehmen konnten. Unverschämte Reparationsforderungen, Abtretung urdeutscher Reichsgebiete,Verlust unserer Kolonien, Rheinlandbesetzung, Abstimmungsbetrug in Oberschlesien etc. Dazu die Inflation und der "Schwarze Freitag", nach der hoffnungsgebenden Stresemann-Ära, die durch dessen frühen Tod in 1929, ihr Ende fand.
August Heinrich von Loen aus Deutschland
Sonntag, 13-05-12 13:12
@ Der Querdenker aus Mitten unter uns
Haben Sie außer Ihrem Bekenntnis zur BRD und Ihren Wünschen für Ihre Kinder auch Fakten mitzuteilen, die meine Fakten im vorausgegangenen Kommentar widerlegen?
Es geht bei der Beurteilung der Frage „Befreiung“ oder „Besetzung eines besiegten Feindlandes“, ausschließlich um die historische Faktenlage. Die alliierten Kriegsziele, vereinbart im Jan. 1943 in Casablanca und im Feb. 1945 in Jalta, einschließlich der Behandlung des deutschen Volkes nach dem Kriege, stellen einen bis dahin noch nicht stattgefundenen Rachefeldzug gegen ein besiegtes Volk dar. Die Opfer im Nachhinein mit der euphemistischen Kategorisierung „Befreiung“ in Verbindung zu bringen, ist menschenverachtend. „Befreit“, dürfen nur jene sagen, die vom nationalsozialistischen Regime verfolgt und ihrer physischen Freiheit beraubt wurden.
Maximilian Irrlicht aus Berlin
Sonntag, 13-05-12 08:13
@Jürg Rückert
Das "posttraumatische Schuldsyndrom" ist kaum explikationsbedürftig angesichts der antideutschen Propaganda, mit der vor allem die in der unmittelbaren Nachkriegszeit augewachsene Generation bombardiert wurde. Zudem wird/wurde es der Bundesrepublik von den transatlantischen Netzwerken mit ihrem weitreichenden Einfluss auf die deutsche Elitenbildung kräftig gefördert. Dass die Europäer "Hitler" immer wieder thematisieren, liegt wesentlich daran, dass sie selbst durch die Propaganda der Sieger traumatisert sind: Sie (Ausnahme England) zählen selbst nicht zu den Siegern; im von Deutschland beherrschten West- und Nordeuropa gab es umgekehrt eine weitreichende Zusammenarbeit mit den jeweiligen Eliten. Absetzbewegungen gab es erst, als sich mit Stalingrad eine Niederlage des Reiches abzeichnete. Das skurrilste Beispiel für den "Schuldkult" ist Österreich, das in der Nachkriegszeit die Fiktion einer österreichischen Nation gebar.
Jürg Rückert aus Südwest
Samstag, 12-05-12 22:45
Die Psychiatrie sollte sich des posttraumatischen Schuldsyndroms der Deutschen annehmen.
Unser Ex-Kommissar in Brüssel, der Fischmund, sagte, dass dort täglich die deutsche Schuld auf dem Tisch läge. Warum, frage ich? Weil das einträglich ist und weil die Deutschen kein Rückgrat haben.
Man kann sehr wohl „Hitler weg“ und „Krieg zu Ende“ feiern. Wer aber mit denen feiert, die nicht bekennen wollen, dass ihre Väter vergewaltigten, plünderten, Land raubten, die ein totalitäres Regime in der DDR errichteten, der hat ein moralisches Neglect, das nicht nur ihn beschädigt, sondern auch die Bürger, die er repräsentiert.
Aufrechnen von Schuld ist immer Verdrängung der eigenen Schuld. Keine Schuld darf sich durch andere Schuld rechtfertigen!
Der Querdenker aus Mitten unter uns
Samstag, 12-05-12 20:33
@ August Heinrich von Loen aus Deutschland
Warum diese besserwisserische Verbissenheit? Das kann ich in der Tat auf Ihren Beitrag nur erwidern.
Um es kurz und bündig zusammenzufassen: Zwar habe ich die Nazizeit - Gott sei Dank - nicht miterlebt. Nichtsdestotrotz sage ich: Lieber lebe ich im heutigen Deutschland, in der heutigen BRD als im damaligen Nazideutschland.
Und einer der größten Wünsche meiner Großeltern und Eltern war, dass mir, meiner Generation und meinen Kindern und Kindeskindern etwas derartiges erspart bleibt.
August Heinrich von Loen aus Deutschland
Samstag, 12-05-12 12:29
@ Der Querdenker aus Mitten unter uns
Warum diese besserwisserische Verbissenheit? Die Deutschen wurden nicht befreit, sondern als besiegte Feindnation besetzt und aller Rechte beraubt. Das können Sie alles nachlesen im Amtsblatt des alliierten Kontrollrates vom 29. Okt. 1945. Darin heißt es:
„Laut Bekanntmachung vom 5. Juni 1945 ist die oberste Regierungsgewalt in bezug auf Deutschland von den Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika, der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und der Provisorischen Regierung der Französischen Republik übernommen worden.“
Über das völkerrechtswidrige Ausmaß der Entrechtung bezogen auf Informations- u. Meinungsfreiheit heißt es a. O. unter Artikel III, Proklamation Nr. 2, Abschnitt IV :
„Die deutschen Behörden haben alle Anweisungen der Alliierten Vertreter zu befolgen, betreffend Gebrauch, Kontrolle und Zensur aller Mittel zur Beeinflussung von Meinungsäußerungen und Ansichten, einschließlich Radiosendungen, Presse und Veröffentlichungen, Reklame, Filme und öffentlicher Vorstellungen, Unterhaltungen und Ausstellungen aller Art.“
Das Ausmaß der Entrechtung ließe sich fortsetzen mit der Anwendung des Morgenthau-Planes, und als Folge davon die „Befreiung“ von Millionen Deutschen vom Leben zum Tode, mehr als zur Zeit des Krieges, größte ethnische Säuberung aller Zeiten, Mißhandlung deutscher Kriegsgefangener, Zwangsarbeit, Entführung von Wissenschaftlern, Patentraub und die Fortsetzung des psychologischen Krieges bis heute. Das alles subsummieren Sie unter den Begriff „Befreiung“. Sie scheinen bedauerlicher Weise immer noch nicht verstanden zu haben, daß das, was v. Weizsäcker 1985 gesagt, was unsere politische „Elite“ sowie die Lizenzmedien heute noch öffentlich verlautbaren, alles unter Artikel III der o. g. Kontrollratsverordnung fällt. Daß Sie daher, als Nachgeborener unter dem Einfluß psychologischer Kriegsführung, die historischen Zusammenhänge nicht nachvollziehen können, ist verständlich.
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Samstag, 12-05-12 12:10
@ Querdenker aus Mitten unter uns
"Was bitte schön haben die Stalinopfer mit Deutschlands Befreiung vom Naziterror zu tun?"
"Deutschlands Befreiung" ist ein DDR-Propaganda-Schlagwort!
Sich Befreitfühlen können nämlich nur die Menschen, denen dies widerfuhr - oder auch nicht:
Für Naziopfer war es eine Befreiung,
für Millionen andere war 1945 u. Folgejahre eine Katastrophe,
denn das Ende der NS-Diktatur ging über in kommunistische Diktatur
oder war verbunden mit Hunger, Kälte, Tod.
Es ist zynisch, das undifferenzierte Schlagwort "Befreiung".
Fritz Fuchs aus Westpreußen
Samstag, 12-05-12 12:05
@ August Heinrich von Loen
Ich muss Ihnen in einem Punkt widersprechen:
Churchill, dem die 'Ungnade der späten Geburt' den Titel eines Herzogs von Marlborough verwehrte, war als weichender Erbe, der Tradition des Adels entsprechend, selbstverständlich Berufssoldat. Er ritt als Kavallerieleutnant die Attacke von Omdurman gegen den Mahdi, nahm als Berichterstatter am Burenkrieg teil und diente im Weltkrieg ein halbes Jahr lang als Bataillonskommandeur in Flandern.
Insofern kannte Churchill, anders als Roovevelt und Stalin, den Krieg durchaus aus eigenem Erleben. Nur: eingefleischte Landsknechtsnaturen wie er fühlten sich bei Geschützdonner erst richtig wohl. Aber das steht dem Erleben des Krieges als Frontsoldat nicht entgegen.
Fritz Fuchs aus Westpreußen
Samstag, 12-05-12 11:16
@ Otto Ohnesorge.
Die Schlacht im Teutoburger Wald wird vom "Volk" und von Kleist als Hermannsschlacht bezeichnet. In der römischen Historiographie erscheint das Geschehen hingegen als 'clades Variana', übersetzt 'die Varius'sche Niederlage/Schlappe'.
Von der 'Varusschlacht' war unlängst in Welt online die Rede. Der Begriff (lateinisch wäre dies 'pugna Variana') ist eine Erfindung von Gutmenschen und nur diesen geläufig. Da über römische Deserteure nichts berichtet wird, müsste man sie zwecks Surrogaterrichtung anstelle des obsoleten Hermannsdenkmals eigentlich noch erfinden, denn schließlich war Augustus als Oberster Kriegsherr der Legionen doch ein übler Imperialist.
Fritz Fuchs aus Westpreußen
Samstag, 12-05-12 10:48
@ patrick hammer
>> Der Name ist mir verdächtig tschechisch, also ist er vom benesch Dekret entschuldigt.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Samstag, 12-05-12 09:42
Korrektur: Juden- p o -grom natürlich, - das "r" war ein Flüchtigkeitsfehler.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Samstag, 12-05-12 09:28
(2) Denn nicht zuletzt Harris` Bomben hätten mir klar gemacht, was auch Eugen Gerstenmaier, Mitglied des zivilen Widerstands später als Präsident des Bundestages sagte:
"So mußten auch wir vom Widerstand schließlich einsehen, daß der Krieg nicht gegen Hitler und den Nationalsozialismus geführt wurde, sondern gegen Deutschland und das deutsche Volk!"
Und so war es! Es ist ohnehin naiv, zu glauben, daß Kriege jemals aus anderen als macht- und wirtschaftspolitischen Gründen geführt wurden.
Und aus moralischen Gründen schon garnicht,- wie oft habe ich es schon geschrieben und auch an Beispielen belegt: Sie waren damals a l l e Rassisten und Antisemiten! Auch in England, und in den USA bekanntlich noch bis in die 60er-Jahre.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Samstag, 12-05-12 09:25
(3) Niemand hatte wirklich etwas gegen die NS-Rassenpolitik, und überall wurde sogar fleißig mitgeholfen bei der Hatz auf Juden.
Die gefährlichsten Gegner z.B. Varian Fry´s, der in Marseilles eine Fluchthilfeorganisation betrieb, waren nicht die SS und Gestapo, wie sein Partner sagte, - sondern die französische Polizei und noch mehr die französische Bevölkerung!
Hinterher waren sie natürlich alle in der "Résistance" gewesen (diverse franz. Historiker über die Résistance: "Eine Nachkriegslegende!"). Ich muß heute noch kotzen, wenn ich alte Bilder von diesen "Helden" sehe, wie sie sich nach der "Befreiung" an Frauen austobten, die irgendeinen blonden Hans ihrem Pickelgesicht vorgezogen hatten!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Samstag, 12-05-12 09:22
(5) Nach dem Krieg fanden etliche SS-Endlöser bei alliierten Geheimdiensten, auch dem KGB und natürlich bei den Berufsbefreiern aus Übersee, ein weiteres gutes Auskommen: u.a. Gestapo-Müller (Paris), Alois Brunner (über den ein hochrangiger geheimer Helfer verfolgter SS-Leute nach dem Krieg: "Einem solchen Schwein helfe ich nicht!") und natürlich auch Eichmann!
Der wurde jahrelang - zusammen mit vielen anderen -, bei Mercedes in Argentinien versteckt. Und schließlich vom amerik. CIC dem Mossad geschenkt. Gegen Auflagen und aufgrund von Umdisponierungen.
Ich habe mich immer gefragt warum das alles? Es gibt mehrere Erklärungen:
1. Die Leute waren nützlich, - und man hatte nichts gegen das, was sie getan hatten, Schwamm drüber.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Samstag, 12-05-12 09:21
(6)
2. Nur rein theoretisch (nicht nur aus juristischen Gründen: ich glaube es n i c h t!): man wußte, daß sie nicht getan hatten, was die eigene Kriegspropaganda behauptet hatte. Auch der Vatikan verhalf ja vielen "Belasteten" zur Flucht. Wirklich in jedem einzelnen Fall aus heimlicher Sympathie mit einem Verbrecher und Mörder?
3. Sie wußten Dinge - auch übe die "Befreier" -, die auf keinen Fall ans Licht kommen durften. Ihre Lebensversicherung! Was ich für das Wahrscheinlichste halte.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Samstag, 12-05-12 09:20
(7) Am besten jedenfalls, Sie verabschieden sich, wenn auch schmerzlich, von einem naiven Weltbild. Wie schon die griechischen Gnostiker der Spätantike meinten: Gott ist zwar gütiger Geist (Logos), die materielle und atomare Welt in der wir vor unserem Tode leben ist jedoch ein Werk des Demiurg. Aus dem später der christliche Satan wurde.
Glauben Sie mir, es gibt keine großen Unterschiede, nichts ist wirklich "singular"!
Auch das heutige westliche "Demokratie"-Imperium ist nicht so unschuldig, wie seine Propaganda uns täglich weis macht. Dessen "Auschwitz" liegt u.a. in Afrika (vgl. Scholl-Latour, Afrikanische Totenklage). Weit weg und aus dem Sinn, wie damals das echte.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Samstag, 12-05-12 09:19
(8) Und "wir" ergötzen uns derweil an Konsum und Idiotenfernsehen. - so wie unsere Väter und Großväter an glänzenden Varietés und Heinz Rühmann-Komödien.
Und vielleicht ahnen Sie es bereits: eben d a s ist der wahre Grund für die tägliche Hitlerei und den "Kampf gegen Rechts" auf allen Kanälen.
Ablenkung, neu ist nur, daß es sich gegen die eigene Geschichte richtet. Böte Hitler-Dracula sich nicht an, wäre das Böse eben wieder in traditioneller Weise irgendwo im Ausland verortet!
Und noch kurz zurück zur angeblichen Befreiung: es war wirklich keine, sondern eine Eroberung und Ausschaltung eines Konkurrenten, ganz herkömmlich.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Samstag, 12-05-12 09:18
(9) Und so sah man es auch überall, zigtausende brachten sich verzweifelt um, nicht nur "stramme Nazis". U-Bootbesatzungen (ich weiß es aus erster Hand) beschlossen, sich nach Südamerika abzusetzen:"Lieber in Buenos Aires als Hafenkukli arbeiten, als in Deutschland den Rest des Lebens in Erdhöhlen zu hausen und den Siegern als Arbeitssklave zu dienen!"
Als das Boot (auf dem ein Kamerad meines Vaters fuhr) dann aber durch Fliegerbombe beschädigt wurde und versenkt werden sollte, ging der Leitende Ingenieur nach unten, um die Ventile aufzudrehen. Während ein Torpedoboot wartete, um die Besatzung aufzunehmen.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Samstag, 12-05-12 09:15
(10) Als das Wasser schon den Turm umspülte rief der Kaleu hinunter: "Heinz, komm` rut, dat ward tiet!"
Die Antwort: "Ich bleibe unten, es lebe Deutschland!"
Tragisch, der Mann hätte schließlich einige Jahre später schon wieder mit dem Lloyd "Leukoplastbomber" oder dem Volkswagen unter den Klängen von Rudi Schurikes "Caprifischern" aus dem Grundig Bakelit-Kofferradio in den Urlaub nach Tirol fahren können. Aber das konnte sich noch keiner vorstellen.
Wichtiger aber: ohne den "Kalten Krieg" wäre es auch nicht so gekommen. Sondern die U-Bootmänner hätten es richtig gesehen und Grund gehabt, in ihren "Erdhöhlen" zu bedauern, es wegen der verdammten Fliegerbombe doch nicht nach Buenos Aires geschafft zu haben!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Samstag, 12-05-12 09:14
(11) Und auch Schöne Worte-Weizsäcker hätte vermutlich eine andere Rede gehalten. Jedenfalls aus Rücksicht aufs damalige Publikum und die eigene Gesundheit.
Der Querdenker aus Mitten unter uns
Freitag, 11-05-12 20:16
@ schnurzpiep egal
Was bitte schön haben die Stalinopfer mit Deutschlands Befreiung vom Naziterror zu tun?
Lieber Otto Ohnesorge,
Meine Eltern und Großeltern, beides Kriegsgenerationen, mein Vater Flakhelfer und später Mitglied der Wehrmacht, waren beeindruckt von Richard von Weizsäckers Rede. Vielleicht nicht so berührt, wie bei der Handreichung Kohls und Mitterands in Verdun 1984. Aber auf jeden Fall beeindruckt.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Freitag, 11-05-12 15:59
Lieber Der Querdenker aus Mitten unter uns,
man sollte nie den Fehler machen, Geschichte aus heutiger Sicht, nach heutigen moralischen oder weltanschaulichen Gesichtspunkten zu betrachten und zu beurteilen.
Meine Großeltern hätten mir vermutlich einen "Vogel" gezeigt, wenn ich behauptet hätte, sie seien mit Kriegsende befreit worden.
Der normale Deutsche fühlte sich besiegt. Nicht befreit.
Sicher froh daß es ein Ende hatte, auch besiegt.
Aber die meisten wußten bis zum Schluß, von wo der wahre Feind kommt.
Vor dem sind Millionen Deutsche weggelaufen.
Bei einer Befreiung wären sie dem doch wohl entgegengelaufen?
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Freitag, 11-05-12 14:14
"...dass am 8. Mai 1945 Europa und auch Deutschland befreit wurde..."
Besonders die osteurop. Völker wurden befreit, und zwar von der Freiheit,
und Millionen wurden auch vom Leben befreit - in Stalins Gulag,
- von auf der Flucht o. in Lagern ermordeter, verhungerter, erfrorener dt. Bevölkerung gar nicht zu reden.
Ich werde niemals so tief sinken, den Nachkriegshorror, der halb Europa versklavte,
als "Befreiung" umzudeuten - à la Ostzonensprech aus Spitzbarts und Honnis Zeiten.
Das überlasse ich Weizsäcker, der Papi reinwaschen wollte u. a. Helden.
Der Querdenker aus Mitten unter uns
Freitag, 11-05-12 12:08
Ich muss Andre Boine Recht geben.
Gleichwohl sehe ich einen Unterschied, ob Veteranen, die den Krieg auf beiden Seiten noch selbst geführt und miterlebt haben, auf der Basis eigener persönlicher Kriegserfahrungen sich gegenseitig Respekt zollen um sich dann gegenseitig die Hände zu reichen und diese dunkle, blutige und kriegerische Geschichte hinter sich zu lassen.
Was ich indes nicht verstehen kann ist, wie man Richard von Weizsäckers Aussage, dass am 8. Mai 1945 Europa und auch Deutschland befreit wurde, als Mär bezeichnen kann.
Wer wollte ernsthaft nach 1945 noch in einem Nazideutschland leben? Wohl nur jene, denen diese Zeit erspart blieb.
Till Eulenspiegel aus Québec (ville), Québec (pays)
Freitag, 11-05-12 03:32
"...Teilnahme Gerhard Schröders am sechzigsten Jahrestag der alliierten Landung in der Normandie..." (Artikel, oben)
Man war peinlichst berührt.
Wahr-Sager - aus NRW
Donnerstag, 10-05-12 17:25
@Gerd-Joachim Kalkowski aus Bischofstadt Hildesheim:
Entspanntes Glücksgefühl? Da war doch was...
"Der 'Nazi' ist Speed, Prozac und Opium der altersdementen Bundesrepublik zugleich. Der Deutsche, der ansonsten völlig lethargisch und ratlos bei der 'Abschaffung' seiner eigenen Zukunft zuguckt, wird plötzlich wieder fiebrig und hektisch, wenn er seine Dosis Hitlerin gespritzt bekommt..."
Zu lesen auf: http://www.sezession.de/30074/die-methode-spiegel-1.html
August Heinrich von Loen aus Deutschland
Donnerstag, 10-05-12 15:54
Der von mir zuletzt geschriebene Kommentar ist an
Andre Boine aus Dresden gerichtet!
August Heinrich von Loen aus Deutschland
Donnerstag, 10-05-12 15:45
Die Gefallenen eines Krieges aller kriegführenden Parteien sind allemal der Ehre eines würdigen Gedenkens wert, auch im Bewußtsein der Tatsache, daß Kriegsverbrechen auf allen Seiten begangen wurden. Jeder Soldat kämpft in erster Linie im Bewußtsein, sein Land zu verteidigen. Er ist weder Ursache des Krieges, noch Kriegstreiber oder Kriegshetzer. Er ist immer Opfer einer Politik von Kriegstreibern, Kriegsgewinnlern und Potentaten einer zügellosen Machtpolitik und menschenverachtenden Ideologie.
Aus dem Kontext des Beitrages von Felix Krautkrämer lese ich in der Hauptsache die Erkenntnis von einem Mißverhältnis in der Wahrnehmung der Gedenkpolitik ehrloser deutscher Politiker gegenüber den eigenen Gefallenen. – Und „der große Psychopath“, von dem Sie sprechen, war der einzige unter den Kriegsführern, der den Krieg bereits als einfacher Soldat an der vordersten Linie erlebt hat und von daher am wenigsten ein Interesse daran hatte, seine Soldaten in einen völkervernichtenden Krieg zu hetzen, im Gegensatz zu Roosevelt, Stalin und Churchill. Sie scheinen sich nach 21 Jahren der Befreiung vom SED-Regime noch immer nicht von der antifaschistischen Propaganda befreit zu haben. Dabei brauchen Sie nur einen Blick auf die heutigen Kriegstreiber zu werfen, um zu erkennen, daß sie in ihren Zielen identisch sind mit denen des vorigen Jahrhunderts. – Oder glauben Sie etwa, die Welt bzw. die Weltpolitik sei nach der Niederwerfung des Reiches unter der Führung des „Psychopathen“ besser geworden? Wir hatten nach 1945 ca. 100 Konflikte, kriegerische Auseinandersetzungen und Kriege mit ca. 20.000.000 Opfern. Raten Sie mal, welche Mächte in der Hauptsache daran beteiligt waren?
Bodo der Boese aus Bolivien
Donnerstag, 10-05-12 12:30
Sicher ist es der richtige Weg, mit den Gegnern von einst, der Gefallenen zu gedenken. Aber bitte nicht nur einseitig! In Russland geht man viel unverkrampfter damit um. Hier aber sind die ehemaligen Kaempfer und Gefallenen "Moerderbanden" Hitlers. So geht das nicht, Herr Platzeck!
Andre Boine aus Dresden
Donnerstag, 10-05-12 12:09
"Denn dadurch erweist er nicht nur den Opfern der Gegner von einst die Ehre, sondern tritt gleichzeitig die Würde der eigenen mit Füßen."
Wenn die Ehrerweisung gegenüber dem Gegner die Würde der eigenen Opfer mit Füßen tritt, müssen ja die Veteranen der Alliierten, die noch heute Kameraden der Wehrmacht ehren, die Würde ihrer eigenen alliierten Kameraden und Landsleute mit Füßen treten.
Das ist nicht nur mittelalterliche Kriegsrethorik (keine Ehr dem Gegner), sondern auch noch logischer Unsinn.
A propos Befreiung: ich sehe es so und hätte auf der Seite der Alliierten gekämpft. Mir kann keiner erzählen, dass der große Psychopath anders aus seinem Amt hätte gedrängt werden können, denn Keiner hat das geschafft, selbst Stauffenberg nicht.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Donnerstag, 10-05-12 11:50
Lieber schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns,
"Alles was danach kam (Masseneinwanderung, Beitritt zur DDR, Homo/Genderwahn)
wuchs aus derselben sich prostituierenden Bückhaltung
eines verfallenden Nachkriegs-Staatsgebildes."
Einwandfrei.
V. Weizsäcker ist in der Geschichte der Deutschen derjenige, der die kleine geheime Tür in der Stadtmauer öffnete, damit der Feind die Stadt einnehmen konnte.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Donnerstag, 10-05-12 11:45
Lieber Herbert H. aus S.,
so sieht es nämlich aus.
Deutschlands Wirtschaft boomt?
Allerdings. Durch deutsche Tugenden.
Aber für wen denn?
Wir verpfänden gerade unsere Arbeitsleistung auf Generationen für europäische Länder. Für deren Schulden.
Militärische Stärke ist irrelevant geworden?
Das wäre neu.
"Wer den Frieden will, muß für den Krieg rüsten."
Die Ami´s, Chinesen und Russen halten sich daran.
Die BRD verschwendet das Blut seiner Soldaten und seine Geldmittel nur noch für fremde Interessen, auf fremden Boden.
Schwäche wurde noch nie belohnt. Das ist Naturgesetz.
Der Schwache wird vom Starken unterdrückt und ausgebeutet.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Donnerstag, 10-05-12 11:35
Lieber D. Native aus Dwareinmal,
"In normalen Ländern feiert man die EIGENEN Siege."
Die Betonung liegt auf -normale Länder-.
Wir dürften auch das einzige Volk sein, daß eine der bedeutensten Schlachten seiner Geschichte nach dem Verlierer benennt.
Die Schlacht im Teutoburger Wald.
Die sogenannte "Varus-Schlacht".
Die der Germane Arminius gewonnen hat.
Aber so geht das Spiel. Die Sieger schreiben die Geschichte.
Und Leute wie Platzek schreiben, des eigenen -und das sollte man nie vergessen - nur des eigenen Vorteils wegen, fleißig mit.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Donnerstag, 10-05-12 11:24
Lieber Herbert H. aus S.,
"Da ist ihr Platz eben bei den Siegesfeiern."
Sie haben völlig recht.
Ein Volk hat verloren.
Stelle ich mich zu den Siegern, gehöre ich nicht zu den Verlierern.
Ein Volk ist böse,
es hat Millionen Juden umgebracht,
bei ihm ist der Rechtsextremismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen,
es ist rassistisch und fremdenfeindlich veranlagt?
Dann geselle ich mich zu den Gutmenschen und distanziere mich von diesem Volk.
Dann gehöre ich nicht zu den Bösen.
Dann ist mein Gewissen rein.
In der Folge tue ich alles was die Sieger von mir verlangen, damit ich mitfeiern darf.
Und verkaufe das noch als Charakterstärke.
Herbert H. aus S.
Donnerstag, 10-05-12 08:18
Die Politiker fühlen sich eben als "Sieger der Geschichte", denn mit solch fetten Diäten ist man kein Verlierer.
Da ist ihr Platz eben bei den Siegesfeiern.
Verloren hat offenbar nur das Volk. Das darf dann auch richtig zahlen, wie das bei Verlierern so gemacht wird.
Politik hat nichts mit Anstand zu tun. Politik ist Interessenvertretung, Vertretung der persönlichen Interessen der Politiker!
Gerd-Joachim Kalkowski aus Bischofstadt Hildesheim
Mittwoch, 09-05-12 23:46
Wie überzeugt gewisse Politiker sich gerieren, wenn sie an Siegesfeiern ehemaliger Kriegsgegner teilnehmen und die primitive Formulierung "Nazi-Deutschland" bei manchem ein entspanntes Glücksgefühl, wie nach Autogenem Training auslöst.
Felix Krautkrämer hat in würdiger Form solch' unwürdiges Verhalten treffend kommentiert.
patrik hammer aus SALTA
Mittwoch, 09-05-12 22:55
Der Name ist mir verdächtig tschechisch, also ist er vom benesch Dekret entschuldigt. Aber Jenseits warten seine Opfer......
Manfred Strossner aus Hildesheim
Mittwoch, 09-05-12 21:46
Durch eine persönliche Beziehung weiß ich, daß in der Ukraine auch kräftig gefeiert wird. Nun, ich respektiere es. Sie sind eben davon überzeugt, daß jener Sieg ihnen das Überleben ermöglichte. Aber genauso müssen sie respektieren (und tun dies), daß dieser Tag für mich ein Gedenktag ist. Vermutlich denken sie, der eigenen Opfer u. der Niederlage - in Wahrheit starb meine Nation; wobei deren Geist noch ein paar Jahrzehnte wirksam herumspukte, bevor er verging.
Deutschland, das ist heute ein kulturhistorischer Begriff. Ein deutscher Staat existiert genausowenig wie im 19. Jhd. oder den unmittelbaren Nachkriegsjahren - die niemals endeten, das ist die Konsequenz aller Erlebnisse und Schlußfolgerungen der letzten Jahre!
Maximilian Irrlicht aus Berlin
Mittwoch, 09-05-12 21:45
Der Geschichtsrevisionismus von der "Befreiung" wirkt selbst auf die ehemaligen Kriegsgegner nicht überzeugend. Der Kommentar der "Los Angeles Times" zur Teilnahme Schröders an den Feierlichkeiten zur Landung in der Normandie 2004 trägt die Überschrift "Germany Was Beaten, Not Liberated". Die Deutschen würden sich, so der Text, mit diesem Mythos auf die Seite der Sieger stellen, um das Stigma der Niederlage abzuschütteln und ihre Forderungen nach einer größeren internationalen Rolle wie einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu legitimieren suchen. Dieses Anliegen berge aber eine Gefahr, denn das Ziel der Alliierten sei nicht die Befreiung Deutschlands gewesen und der Nationalsozialismus, so der Kommentar, habe tiefe Wurzeln in der deutschen Gesellschaft gehabt.
Derartiger Ausführungen machen verständlich, warum der "Kampf gegen Rechts" (im Gegensatz zur Bekämpfung von Linksextremismus oder des Islamismus) zur Staatsräson gehört: Die Außenwahrnehmung. Zumindest in den Augen amerikanischer Kommentatoren ist der Nationalsozialismus genuin "deutsch".
Bernd Stanetzek aus Bünde
Mittwoch, 09-05-12 21:36
Lieber August Heinrich von Loen aus Deutschland!
Danke für diesen Beitrag.Er spricht mir aus der Seele. Nicht mehr und nicht weniger ist dazu zu sagen.Es ist in aller Kürze auf den Punkt gebracht wie es wirklich war und ist.Und das tut sehr gut,wenngleich es mir meine
innerliche Wut auf die heutigen verbrecherischen
Geschichtsverdreher nicht nehmen kann.
Und man siehe sich die Euro-Katastrophe an.
Der Schuldige steht schon wieder fest.
Widerstand ist in diesem kalten Krieg nicht mehr zu erwarten.Weder vom Volk,und erst recht nicht von seinen Verrätern.Millionen Menschen mußten sterben bevor man
merkte,daß man Deutschland nicht physisch,sondern nur psychisch besiegen kann.
AlterPreuße aus Preußen aus NowaSol Neusalz
Mittwoch, 09-05-12 21:17
es ist einfach zum Kotzen.
Ein Brandenburger-preußischer(?) MP biedert
sich derartig.... widerlich
Mir fehlen die Worte...
Selbst für die meisten Sieger ist das befremdlich
Bernhard Münch von Rosenberg aus Süddeutschland
Mittwoch, 09-05-12 20:32
Was erwartet der normale (!) Deutsche eigentlich von einer erfolgreich umerzogenen Polit-Sorte, die zwar Speichellecken, nicht aber das pünktliche Fertigstellen eines Großflughafens gelernt hat?
Wahr-Sager - aus NRW
Mittwoch, 09-05-12 20:25
Der Nationalmasochismus der Deutschen ist echt zutiefst krank. Kein anderes Land pflegt einen auch nur annähernd vergleichbaren Selbsthass wie Deutschland - obwohl auch andere Länder Dreck am Stecken hatten und haben.
Platzeck ist ein typischer Volkszertreter - jedes Land bekommt halt die Politiker, die es verdient.
Buchtipp: "Meine Ehre heißt Reue" Der deutsche Schuldstolz und seine Folgen.
Verlag Edition Antaios, 5 Euro, 44 Seiten
Bernd Schmieder aus Berlin
Mittwoch, 09-05-12 20:05
Das Wort "Befreiung" ist ein Eigentor. Damit machen sie das deutsche Volk ja zu Opfern. Na also bitte, dann behandelt uns gefälligst auch wie Opfer und gebt unszuerst mal unsere Gebiete zurück. Dann bitte unser Vermögen, unsere Patente und unsere Freiheit.
Zuallererst werden wir aber Denkmale errichten, die an unsere Opfer erinnern.
Wenn Hitler gewonnen hätte, würde in den Geschichtsbüchern stehen, daß er Russland und seine Satellitenstaaten von einem millionenfachen Mörder befreit hätte. So ist Geschichte.
Kassandra Priamos aus Troya
Mittwoch, 09-05-12 19:32
Bin sicher, wenn Putin so etwas sähe, überkäme Ihn den Brechreiz. Man liebt den Verrat, aber der Verräter widert einen an.
Herr mein Gott, ich danke Dir, daß ich nicht so schmierig bin wie jenes Ding da. Sowas kann man noch nicht einmal hassen.
g h aus Berlin
Mittwoch, 09-05-12 19:06
Einige haben es ja schon angedeutet: Mir geht langsam der angeblich deutschfreundliche Putin auf den Geist, obwohl ich grds. für eine Achse Dtld.-Rußland wäre. Gehörte zu einer ehrlichen Partnerschaft mit uns nicht auch die schonungslose Abrechnung mit der eigenen schuldbeladenen Vergangenheit, sprich Stalins Angriffsplan, dem wir gerade noch zuvorkamen? Oder mit den Massenvergewaltigungen beim Sieg? Uvm. Aber kann man's Putin verdenken, daß er sich z.Z. lieber bei den ehemaligen Verbündeten anbiedert? Würde die derzeitige dt. Elite ein solches Geschenk überhaupt annehmen oder es nicht wie Ahmadinedschads vergebliche Avancen wütend zurückweisen -- aus deutschem Nationalmasochismus (so eben wieder Alfred Grosser in Compact!)?
Jürg Rückert aus Südwest
Mittwoch, 09-05-12 19:00
Fragen an das Volk:
Ehrt der, der die Feier besuchte, nicht auch Stalin?
Ist die Konvergenz der Systeme in den Köpfen führender Männer u. Frauen präsent?
Glauben die, die flach liegen, nicht tiefer fallen zu können (immer auf der sicheren Seite stehen)?
Wurden die Deutschen 1945 einem chirurgischen Eingriff unterzogen (ich denke an Hornhauttransplantation, um tieferen Missverständnissen vorzubeugen)?
Ist das Begehren, anderen Völkern auf Augenhöhe zu begegnen, ein Ausdruck von Rechtsextremismus?
THOMAS MARX aus Frankreich
Mittwoch, 09-05-12 18:27
Die Britische Besatzungsbehörde schätzte im Jahr 1946 die Zahl der Geburten, die das Ergebnis von Vergewaltigungen durch zumeist sowjetische "Befreier" waren, in Berlin auf 5%. Insgesamt wird die Zahl der Vergewaltigungen bei 2 Millionen angesetzt. Wäre doch auch mal ein schönes "Gedenken". Trotz Befreiungs- Duseligkeit und Toleranz-Tanz.
D. Native aus Dwareinmal
Mittwoch, 09-05-12 17:16
In normalen Ländern feiert man die EIGENEN Siege. Wir in der BRD werden ständig von unseren Volksverrätern in Berlin und den Schmierfinken in den Redaktionen angehalten, die Siege der anderen über uns zu feiern.
Geht's noch abartiger? Wieso lassen wir uns das auch heute noch gefallen, dass uns jemand so eine Rolle im Kasperltheater bzw. Schmierenstück zuweist.
Jeder kann heute nachlesen (z.B. Schultze-Rhonhof, 1939 - Der Krieg, der viele Väter hatte; Auszüge auch im Internet), was die Ursachen für die Kriege und wer die wahren Kriegstreiber waren bzw. sind.
Irgendwann muss doch Schluss sein mit dieser infamen Erbschuldlüge! Wo gibt's denn sowas, dass noch die Enkelkinder den Kopf für Handlungen ihrer Großeltern hinhalten müssen!
Prabahindran Thambineera aus Zürich, Schweiz
Mittwoch, 09-05-12 16:38
Bei jeder Gelegenheit höre ich sonst, das sei eine "Verhöhnung der Opfer".
Wahrscheinlich sind es die falschen Opfer.
schwarzrotgold x aus im lande der unterwürfigen steuerzahler
Mittwoch, 09-05-12 16:20
Ich habe unten ja bereits gesagt, wie ich das sehe mit dem Platzek.
Nichtsdestotrotz sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass er als "Ewig Gestriger" bezeichnet werden kann: die Richtung seiner Politik orientiert sich nicht an den heutigen Gegebenheiten und -Notwendigkeiten. Er "reagiert" letzendes nur auf die Vergangenheit. Damit wird seine Haltung zwangshaft. Die Gefahr ist gross, dass uns solche Leute in eine Sackgasse führen. Ein Mensch wie Platzek, selbst befangen, predigt uns "Aufgeschlossenheit"? Im psychologischen Sinne ist
er ist nicht "integer".
Menschen wie er sind im privaten oder beruflichen gefährlich: in der Politik können sie ein ganzes Volk in`s Verderben reissen.
August Heinrich von Loen aus Deutschland
Mittwoch, 09-05-12 16:12
Es ist schon viel zum Verhalten deutscher Nachkriegspolitiker, insbesondere über das der 68er- Generation hier gesagt und geschrieben worden. Nachdem die Hunnen nach 2 Weltkriegen nicht zu vernichten, zumindest nicht so zu dezimieren waren, daß sie sich nicht wieder hätten, wie Phönix aus der Asche, erheben können, hat man nach dem 2. Wk zu anderen Mitteln gegriffen. Die psychologische Kriegsführung nach 1945 gegen das deutsche Volk sollte erreichen, was 2 Kriege zuvor nicht bewirkten. Als erstes bedienten sich die Alliierten der Mittel der Demoralisierung. Sie blähten nicht nur deutsche Kriegsverbrechen durch eine nicht mehr nachvollziehbare Zahleninflation auf, sie erfanden ganz neue, oder sie wiesen ihre eigenen Kriegsverbrechen den Deutschen zu. Man scheute nicht einmal davor zurück, auch die Opfer der Konzentrationslager, die gegen Ende des Krieges mit der Zerstörung der Infrastruktur durch Flächenbombardement steil nach oben stiegen, ihrer Würde zu berauben, indem man sie zur psychologischen Kriegsführung mißbrauchte. Nach der Demoralisierung erfolgte das systematische Induzieren eines kollektiven Schuldkomplexes (induziertes Irresein). Die fortgesetzte psychische Traumatisierung neben der programmatischen Umerziehung führten dann zu den psychopathologischen Krankheitsbildern, wie wir sie bei viel zu vielen Deutschen wahrnehmen: Schuldkomplex, Selbsthaß, Konsumrausch, Geburtenverweigerung, Apathie bis zur Selbstaufgabe als Volk und kollektiver Selbstmord. Diese effektive Beseitigung des deutschen Volkes, die von den alliierten Siegermächten einmal angedacht und initiiert wurde, führen die Deutschen, traumatisiert bis zur Unheilbarkeit, heute freiwillig an sich selbst fort bis zum bitteren Ende. Die 68er und Leute wie Platzeck sind bloß die eigendynamische Konsequenz dieses Vorgangs.
Olaf Ditges aus NRW
Mittwoch, 09-05-12 16:01
Nicht nur die Würde der Opfer wird mit Füßen getreten, auch die der eigenen Soldaten, die vielfach heldenhaft unter Einsatz ihrer Gesundheit oder ihres Lebens für den Erhalt der Lebensgrundlagen und der Freiheit ihres Volkes und ihrer Lieben gekämpft haben.
Niemand hat solche Anbiederung vom deutschen Politpersonal erwartet. Niemandem tun sie damit einen Gefallen, ausser ihrer eigenen Publicitygeilheit. Jeder würde es verstehen, wenn sie zu einem solchen Zeitpunkt einfach schweigen würden. Es nutzt vermutlich nichts pausenlos von Würde zu labbern, wenn man keine Vorstellung von einem solchen Begriff hat.
Brauchen wir solche Leute wirklich, die vorgeben uns zu vertreten? Wem nutzen die? Reicht nicht eine Staatsverwaltung auf Vertragsbasis?
DIETER MARTIN aus WOLFEN
Mittwoch, 09-05-12 15:49
Kurz nachdem ich ausgelernt hatte, wurde in meiner damaligen Arbeitsbrigade sehr oft der "Tag der Befreiung" für allerlei politische Überzeugungsarbeit herangezogen. Ein ältere Kollege sagte damals laut und unmißverständlich :"Was denn, Befreiung? Ja schon - mich haben sie von der Heimat befreit. Gibt es eigentlich Beispiele in der Weltgeschichte, wo sich die Verlierer an die Seite der Sieger stellen und deren Sieg mitfeiern? Da wäre Zurückhaltung wohl angebrachter gewesen als diese ewige Wichtigtuerei. In meinen Augen alles "Quislinge", nach dem vom NS - System auf den Schild gehobenen norwegischen Staatschef Vidkun Quisling benannt.
Hans Holt aus Panama
Mittwoch, 09-05-12 14:51
"Würde" wird demnächst bei eBay angeboten. Das Kilo kostet nur 10 Teuro, für Politschranzen gibt es nochmals Antifa-Rabatt von 25 %. Platzeck & Konsorten können sich dann eindecken mit soviel Würde bis es reichen würde für die Würde.
Würde Würde Würde sein, würde mein Hund ein Schwein! (ist von mir)
Eric Schlegel aus BRD
Mittwoch, 09-05-12 14:43
Unsere Befreier befreiten uns von großen Teilen unseren eigenen Landes,von den unzähligen Patenten ganz zu schweigen,ja und einige Mio. Menschenleben.Auch Amerikaner,Briten u. Franzosen können sich das auf die Fahne schreiben.Danach wurden Japan,Korea,Vietnam usw. befreit,wobei sich die Russen nach 1945 sehr zurück gehalten haben.Jedenfalls konnte nach unserer Befreiung der Staat Israel entstehen.Auch ein Grund zum Feiern!
Lutz aus D aus .
Mittwoch, 09-05-12 14:29
Würdelos und flegelhaft!
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Mittwoch, 09-05-12 14:11
Als ich 1985 zufällig die Schandrede Weizsäckers ("Befreiung", "Wanderung" der dt. Vertriebenen) im Radio hörte,
war mir noch nicht klar,
daß sie den Beginn vom Ende der relativen Freiheit in der BRD markieren würde.
Alles was danach kam (Masseneinwanderung, Beitritt zur DDR, Homo/Genderwahn)
wuchs aus derselben sich prostituierenden Bückhaltung
eines verfallenden Nachkriegs-Staatsgebildes.
Herbert H. aus S.
Mittwoch, 09-05-12 14:06
Oberflächlich gesehen, hat Andreas Kaufmann Recht.
Bei näherer Betrachtung allerdings, sieht es anders aus.
Deutschland ist nach wie vor kein souveränes Land und nur noch ein Rumpfgebilde.
Es wird bewußt überfremdet und umgebaut. Jedem, der dagegen etwas einwendet, drückt man gleich den braunen Stempel auf. Nazi, wer Sprache und Volk erhalten will. Bei anderen gutes Recht, hier ganz böse!
Die Restsouveränität wird durch die EU usurpiert.
Nur zahlen darf das Land ungebremst für alles und jeden.
Die Deutschen sind Freiwild im eigenen Land und weitgehend rechtlos. Offenbar gilt wieder das Kriegsrecht. Anders kann man sich gewisse offensichtliche Ungerechtigkeiten nicht mehr erklären.
Kersti Wolnow aus Irrenhaus BRD
Mittwoch, 09-05-12 13:35
Deutschlands Wirtschaft boomt, exportiert, unsere Produkte sind überall in der Welt gefragt.
===================================================
Das ist Vergangenheit, seit die internationalen Heuschrecken die Globalisierung einläuteten. Es ist grenzenloser Masochismus, daß wir den größten Tag der Schande mit Millionen Opfern DANACH als Befreiung feinern. Antifaschisten sind Faschisten, Niederlage heißt Befreiung, schön sind alle gehirngewaschen. Mit dem Verkehren von Begriffen bei der Sprache fängt die geistige Vergewaltigung an.
Markus Junge aus Deutschland, nicht die BRD
Mittwoch, 09-05-12 13:25
Wenn "Russland" seiner Toten gedenkt, dann gedenkt man mehr als der Hälfte davon, als Opfer von Stalin (nur wissen dies die meisten nicht).
Stalin, der am 03.07.41 "Verbrannte Erde" befahl und damit die Millionen verhungerten von 1941/42 verursachte, der Städte wie Leningrad, Moskau, Stalingrad nicht räumen ließ und damit wieder Millionen Opfer bei den folgenden Kämpfen verursachte, der Soldaten ohne Waffen in den Kampf schickte, mit NKWD und Sperrverbänden hinter der Front, die jeden erschossen der weichen wollte, und und und.
Aber halt alles deutsche Opfer, so einfach kann ein s-w Bildchen der Geschichte sein. Erbärmlich.
Michael Müller aus Dortmund
Mittwoch, 09-05-12 13:21
Wenn die Propaganda der Sieger Einzug in die Geschichtsbücher der Besiegten genommen hat, dann ist der Krieg entschieden. Das Aussterben der "Erlebnisgeneration" erleichtert das. Nun ist es soweit.
Und genau wie diese Leute beim "Kampf gegen Rechts" den Widerstand gegen das NS-Regime "nachholen", so "gewinnen" sie jetzt auch noch den Krieg, indem sie auf diese Siegesfeiern ihrer ehemaligen Gegner gehen. Im Grunde sind das Fälle für den Psychiater. Wäre es nicht so traurig, hat das schon komische Züge.
Der Boss schießt aus dem Hintergrund
Mittwoch, 09-05-12 13:09
Stefan Scheil hat in seinem Kapalaken-Bändchen zweifelsfrei nachgewiesen, daß das Unternehmen Barbarossa ein Präventivschlag war. Der "friedliebende Stalin" hatte seit 1929 einen Überfall auf Deutschland und ganz Europa vorbereitet (Bogdan Musil). Dieser Krieg artete wegen der Kriegsrechtsverletzungen der Roten Armee sofort zu einer nie dagewesenen Schlächterei aus (Joachim Hoffmann, Stalins Vernichtungskrieg). Die Massenmorde und Massenvergewaltigungen auf Befehl der Russ. Führung (Kopolov) waren der Höhepunkt einer menschenverachtenden Politik.
Wie tief ist die BRDDR gesunken?
Andreas Kaufmann aus München
Mittwoch, 09-05-12 12:54
Endlich sind wir frei von den Befreiern. Der 8.Mai war kein Tag der "Befreiung". Immer wieder ein beklemmendes Gefühl an der Straße des 17.Juni in Berlin diese russischen Panzer als Denkmal zu sehen. Da hat der Weizsäcker uns allen leider einen Bärendienst erwiesen. Trotzdem sage ich mir: Was haben die Russen denn heute von ihrem Sieg? Deutschlands Wirtschaft boomt, exportiert, unsere Produkte sind überall in der Welt gefragt. Militärische Stärke ist irrelevant geworden. Die Russen scheinen mir verbittert zu sein und diesen Zeiten nachtrauern zu müssen, wo sie noch groß und mächtig waren.Ihr Land ist ein einziges Chaos, daher hätten wir heute Grund zur Genugtuung.