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Deutschland

Donnerstag, 11.03.2010

Linkspartei-Politikerin darf eingebürgert werden

 

Deutscher Paß: Dürfen Linksextremisten die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen? Foto: Pixelio/motograf

HANNOVER. Die Sprecherin der Linksfraktion im Landtag von Schleswig-Holstein, Jannine Menger-Hamilton, erhält nach jahrelangem Streit doch die deutsche Staatsangehörigkeit. Das zuständige niedersächsische Innenministerium unter Führung von Uwe Schünemann (CDU) gab am Mittwoch bekannt, daß es der für Einbürgerungen zuständigen Region Hannover, in der Menger-Hamilton wohnt, freistehe, über den Antrag zu entscheiden.

Die Tochter britisch-italienischer Eltern hatte bereits 2007 einen Antrag auf die deutsche Staatsbürgerschaft gestellt, damals noch als niedersächsische Landeschefin der SPD-Jugendorganisation Jusos. Später wechselte sie zur Linkspartei, die allerdings in Niedersachsen vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die Region, die bei Anträgen routinemäßig eine Überprüfung beim Verfassungsschutz anfordert, erhielt von diesem eine abschlägige Stellungnahme.

Auch jetzt lehnt das Innenministerium eine Einbürgerung nach wie vor ab. Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) warf daher dem Ministerium Gängelung vor. „Es gibt eine sehr klare Tendenz, was man erwartet“, zitiert ihn die Nordwest Zeitung. Ein Vorwurf, den Ministeriumssprecher Klaus Engemann zurückweist. Statt dessen habe die Region und damit Jagau die Verzögerung zu verantworten.

Linksextremist bekam bereits deutschen Paß

„Es ist geradezu dreist, daß er unter Berufung auf Weisungen des Innenministeriums diese Verzögerung erklären will.“ Die Linkspartei will dagegen „Besessenheit“ bei Schünemann ausgemacht haben, mit der er gegen die Einbürgerung Menger-Hamiltons arbeite. Die 31 Jahre alte Politikerin gilt als gemäßigte Linke.

2007 kam es allerdings zu einem peinlichen Vorfall, als der niedersächsische Linkspartei-Abgeordnete Victor Perli eingebürgert wurde. Die zuständige Behörde hatte die Überprüfung beim Verfassungsschutz vergessen. Im Gegensatz zu Menger-Hamilton muß Perli keine Konsequenzen fürchten. „Man kann eine Einbürgerung nicht mehr rückgängig machen“, sagte Engemann gegenüber der Welt.

Sowohl SPD als auch Grüne zeigten sich „solidarisch“ mit der Linkspartei und sprachen von einem „politischen Kampfauftrag“ des Verfassungsschutzes. (FA)

 

 



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Udo Larres aus RLP

Samstag, 13-03-10 01:08

"Cornflakes" hat jetzt in jeder 3. Packung einen blanko BRD-Pass...und in jeder 4. einen Abtreibungsberatungsschein...

 

Holger Forst aus Köln

Donnerstag, 11-03-10 21:22

Ganz tolles Signal auch an alle Islam-Extremisten. Da die unter Artenschutz der Gutmenschen-Mafia stehen, werden die demnächst ebenso ihr Dasein als Papierdeutsche einklagen. Mich würde es einmal interessieren, wie die Behörden reagierten, wenn aus Österreich ein FPÖ-Politiker einen Antrag auf Einbürgerung stellen sollte. Sicherlich hätte dann das vereinte Gutmenschentum seinen Hitler Nr. 2 gefunden. Unsere Gesellschaft hat wahrlich krankhafte Auswüchse.

 

Ali Knüsel aus aus Knüselstan

Donnerstag, 11-03-10 19:21

"Die Linke" ist keine verbotene Partei, weil sie nun mal nich verfassungsfeindlich ist bzw. es ihr nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte( So ähnlich wie die NPD). Da kann nicht irgendein Innenminister daherkommen und eine Einbürgerung verbieten, weil er meint eine Partei sei verfassungsfeindlich.
Eine Partei darf nur vom Bundesverfassungsgericht verboten werden(=als verfassungsfeindlich eingestuftwerden) und das ist auch gut so!
Sonst könnte ja jeder Innenminister Parteien nach gutdünken und eigener Parteilinie verbieten.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Donnerstag, 11-03-10 18:29

Uhhhhh...., ich kann nicht mehr. Ich muß mir vor lachen den Bauch halten. Diese BRD.

Dürfen Linksextremisten die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen?

Ja sischer datt. Nur keine Rechtsextremisten.

Diesem Doppelnamen waren die Jusos schon nicht links genug. Da ist sie auf linksextrem umgestiegen. Respekt.

So funktioniert die BRD-Demokratie doch immer.
Man bastelt nach Jahren des Streits Gesetze und schreibt sie dann ins Buch.
Wenn sie da stehen, umgeht die unterlegene Seite die Gesetze dann einfach.

Man fragt per Gesetz den Verfassungsschutz, der dafür zuständig ist. Die Antwort gefällt nicht. Na, dann hat der eben einen politischen Kampfauftrag. Oder man fragt ihn erst gar nicht. "Ups, vergessen. Meine Schuld". Kann ja mal passieren.

 
 

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