Messer: Überfall von Rechtsextremisten vorgetäuscht Foto: Wikimedia/Dmitry G Lizenz: http://bit.ly/cwyzYr
HAMBURG. Die Hamburger Polizei ermittelt gegen einen 24 Jahre alten Mann wegen des Vortäuschens einer rechtsextremen Straftat. Naeim A. hatte fälschlicherweise behauptet, drei Rechtsextremisten hätten ihn in am vergangenen Montag seiner Wohnung überfallen und ein Hakenkreuz in die Brust geritzt. Ein Sprecher der Hamburger Polizei sagte der JUNGEN FREIHEIT, der Verdächtige habe sich nicht zu seinem Motiv äußern wollen. Meistens würden solche Taten jedoch begangen, um „Aufmerksamkeit zu erregen“.
Kurz nachdem der Notruf von Naeim A. bei der Polizei eingegangen war, rückten die Beamten mit sieben Streifenwagen an, durchsuchten die Wohnung und befragten die Nachbarschaft. Auch der Staatsschutz war sofort eingeschaltet worden, berichtet die Hamburger Morgenpost. Noch am selben Tag gestand der Mann, er habe sich die Verletzungen selbst mit einem Messer zugefügt.
Nachdem keine Zeugen für die angebliche Tat ermittelt werden konnten und es auch sonst keine Beweise für den Angriff gab, hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Rebecca K. erhoben. Ein medizinisches Gutachten hatte zudem ergeben, daß sich Rebecca K. das Hakenkreuz auch selbst zugefügt haben könnte. Nach ihrer Verurteilung zu 40 Stunden Sozialarbeit wurde ihr der Ehrenpreis 2009 wieder entzogen. (ho)
Diese "false flag" ist dumm gelaufen, platzt doch damit eine lebenslange Ehrenrente sowie die Umbenennung einer Straße...
Jürg Rückert aus Südwest
Donnerstag, 26-04-12 19:00
Das Faszinosum des Opfers hat leider auch eine recht ungesunde christl. Tradition: Bernhard von C. hatte eine Vision. Christus deutet auf sein Schulter: "B. was ist das?" "Eine tiefe Wunde, oh Herr". "Unnnnd?" "Oh, Verehrung!" Der aufschnupfende Jesus - da, meine Extrawunde - eine Karikatur seiner selbst.
Das wahre Opfer kann durch eine Infiltration des Banalen entwertet werden.
Darum komme ich in Rage bei solchem Missbrauch.
Auch politisch gibt es eine lange Vorgeschichte! Bereits die Adenauer-Regierung wurde (1957?) durch Hakenkreuzschmiererein (veranlasst vom KGB) bedrängt.
Am schlimmsten sind die Täter, die mit einem geistigen Brenneisen Unliebsamen Hakenkreuze in die Haut einbrennen.
Eswird Eng aus dem Schwarzwald
Donnerstag, 26-04-12 14:34
@Bernd Schmieder aus Berlin
"Der und das Mittweida-Mädel müssten nun noch eine reingewürgt bekommen, weil sie verfassungsfeindliche Symbole tragen"
Genau! Sehr gut.
Herbert H. aus S.
Donnerstag, 26-04-12 08:38
Wenn sie von Kriminalitätsbereicherern ganz klar bedroht werden, kommt die Polizei nicht, obwohl sie deren aggressives Verhalten kennt (oder war das gar so abgesprochen ...?)
Anschließend wollen die Aggressiven in die Opferrolle.
Inzwischen halte ich alles für möglich bei unserer "Willkommenskultur", zumal die Geschichte ja in noch mehreren Fortsetzungen immer so weitergeht!
Es gab noch mehr Erstaunliches, was mit rechtsstaatlichen Verhältnissen beim besten Willen nicht zu erklären ist ...
Aber die Politik will davon nichts wissen!
Wieso nicht????
Arminius Teutonicus aus dem deutschen Wald
Donnerstag, 26-04-12 00:37
"Isch Außengeländer, Du Nazi!" geht in diesem ,unseren Lande immer. Als Echo
auf die geschilderten Geschehnisse nehme ich mir diese Unsachlichkeit heraus.
Ein weitere Kommentar ist Zeitverschwendung.
Jürg Rückert aus Südwest
Mittwoch, 25-04-12 20:31
Suhrkamp, 1995, "Bruchstücke": Willkomirski erinnert sich. KZ Majdanek. Eltern ermordet. Ratten fressen sich aus toten Körpern, verspritzte Gehirnmasse...
Er überlebt, wird Adoptivsohn in der Schweiz. Die verdrängte Erinnerung kehrt zurück (Karl May wirkt dagegen fast einfallslos). Buch übersetzt in 12 Sprachen, meist gelesenes Buch in der Schweiz, Preise, Ehrungen! Ein Benz in Berlin verkündigt ein Gefühl, das an "Begeisterung" in Moll erinnert.
Was fasziniert manche an einer Opfer-Identität? Warum träumen Menschen heute davon Opfer zu sein und nicht mehr davon unerkannter Sohn eines Königs?
Nachdem die Lüge aufflog fragte sich ein Jude in New York, was uns zu solcher Leichtgläugigkeit verführt haben könnte. Die Antwort ließ er offen.
Karl Halbritter aus EUdSSR
Mittwoch, 25-04-12 20:24
Wir wissen doch alle, wie diese Geschichte ausgehen wird. Es wird behauptet werden, der Täter hat das alles nur gemacht, weil sich so bedroht gefühlt hat und keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat, um auf seine unerträgliche Situation aufmerksam zu machen. Dann wird ein Urteil gefällt, in dem ein imaginärer RECHTER Täter für die Tat verantwortlich gemacht wird. In diesem Zusammenhang werden dann Lichterketten und Veranstaltungen ins Leben gerufen, um für die Zukunft zu verhindern, daß Bürger mit Migrationshintergrund aus Angst zu solchen Maßnahmen greifen müssen, um ihren Ängsten Gehör zu verschaffen. Und um diese Gegenmaßnahmen ergreifen und durchführen zu können, müssen mehr Mittel in den Kampf gegen Rechts fließen....
Ralf Beez Ofw d. R. aus 72250 Freudenstadt
Mittwoch, 25-04-12 19:58
@Toni Roidl aus k.A.
Herzlichen Glückwunsch! Der war gut!!
Hätte mir beinahe ins Höschen gemacht.
Freya Wagner aus Reinsdorf
Mittwoch, 25-04-12 18:56
Letzte Fortsetzung:
Ich bin kein Kommunist. Also tu' ich das alles, was ich hier vorgeschlagen habe, natür¬lich nicht. Ich plaudere nur so vor mich hin, ich schreibe für meine Leser auf, was ich mir als Nichtkommunist über die Kommunisten denke.
Und vielleicht bringe ich sie dadurch auf eine gute Idee. Nicht die Kommunisten- die brauchen mich nicht dazu -, sondern die Nichtkommunisten.
Aus: „AD ABSURDUM, Satiren, Attacken, Parodien aus drei Jahrzehnten", 1977, Verlag Styria. Zitiert in „Kommentare zum Zeitgeschehen'
Freya Wagner aus Reinsdorf
Mittwoch, 25-04-12 18:53
Fortsetzung:
Wenn ich Kommunist wäre, hätte ich die Hitler-Welle erfunden. Und wenn ich schon nicht so gescheit gewesen wäre, sie zu erfinden, würde ich sie, wenn ich Kommunist wäre, nach Kräften fördern. Ich würde blonde, blauäugige, junge Großgewachsene gegen gute Honorare öffentlich Juden beschimpfen lassen.
Und ich würde das alles, was ich heimlich angezettelt habe, publizistisch aufwerten, groß herausstellen, aufblähen: als Wiedergeburt des Nationalsozialismus. Immer gerade dann, wenn die öffentliche Meinung sich über linksradikale Exzesse besonders empört, würde ich, wenn ich Kommunist wäre, eifrig dafür sorgen, daß rechtsradikale Aktivitäten zumindest ein Gleichgewicht herstellen, noch besser: im Presseecho dominieren.
Freya Wagner aus Reinsdorf
Mittwoch, 25-04-12 18:52
Von Hans Weigel (1978)
Wenn ich Kommunist wäre...
... egal, ob euro- oder anarchistisch-linksradikal, wenn ich Kommunist wäre, würde ich nachts heimlich an einer gut sichtbaren Stelle im Zentrum einer Großstadt ein Haken¬kreuz malen.
Das bringt mehr Publizität als eine mit Rotfrontparolen von oben bis unten beschmierte Universität. Außerdem könnten Rotfrontparolen dort, wo sie nicht hingehören, bei der Bevölkerung meinen Freunden schaden, Hakenkreuze aber meinen Feinden.
Wenn ich Kommunist wäre, würde ich in aller Öffentlichkeit das Horst-Wessel-Lied oder den Badenweiler-Marsch anstimmen, ich würde im Wirtshaus Lobreden auf die NS-Zeit von mir geben und anschließend, möglichst im Chor, Soldatenlieder aus der Wehrmachtszeit absingen.
Reklov Tokkath aus Grossburgwedel
Mittwoch, 25-04-12 18:32
So wie die politisch eingenordete Polizei mit sieben Streifenwagen wie verrückt zum vermeintlichen Einsatzort hetzen, solche Präsens wünsche ich mir auch bei deutschen Mitbürgern, die Hilfe benötigen.
Wenn ein Bürger der Rechten, legetimen Gesellschaftsform so etwas gemacht hätte, dann wären die unappetitlichen Gutmenschen der Presse und Politik sofort auf die Barrikaden gestiegen.
So ist es nur ein bedeutungsloser Fall der Wirtschaftsflüchtlinge.
Bernhard Engel aus Berlin
Mittwoch, 25-04-12 18:04
Verwunderlich, daß die Polizei auf solche Sachen immer noch hereinfällt - das war doch nun schon mindestens der 5. bis 7. Hakenkreuz-Einritz-Fall.
Naeim hätte gute Chancen bei DSddV (Deutschland sucht den dümmsten Ver...) Er hätte sich halt vorher etwas belesen sollen, daß diese Methode schon einen Bart hat.
Freddy Flopp aus RLP
Mittwoch, 25-04-12 17:52
Und warum lungert Naeim A. immernoch in Deutschland auf Steuerzahlerkosten herum?
Wahr-Sager - aus NRW
Mittwoch, 25-04-12 17:01
Im PDF-Dokument "Lügen gegen rechts" finden sich neben diesem aktuellen Fall auch noch weitere Lügen, wie auch die im Artikel erwähnte Geschichte mit Rebekka. URL: http://upwap.ru/2209875
Bernd Schmieder aus Berlin
Mittwoch, 25-04-12 16:42
@ August der Starke aus Sachsen
: Wenn Sie in Ostberlin einen Krankenwagen brauchten, mussten Sie sagen, daß der Patient mit Menschentraube auf der Strasse liegt. Wenn Sie heute einen Polizisten brauchen, müssen Sie sagen, daß es ein "Rechter" Überfall ist.Wenn er schon vorbei ist,macht es sich gut, wenn man ein gemaltes Hakenkreuz vorfindet. Brauchen Sie eine Lehrstelle : Ich empfehle das Aussteigerprogramm, wie ich gehört habe, spielt die NPD mit., Sie haben recht, nur ist das leider kein Witz.
August der Starke aus Sachsen
Mittwoch, 25-04-12 15:39
Es gibt einen schönen Witz, der in diesem Land zur traurigen Wahrheit wurde:
Da ruft einer: "Hilfe ich werde beraubt" - nichts tut sich!
Beim nächsten Raub in Neukölln ruft er: " Sieg heil und fette Beute" und mehr als vier Streifenwagen sperren die Gegend ab,die Polizei ist vor Ort!"
Nur, die Polizei ist nicht Schuld an der Misere, sondern die kranken Typen an den Schalthebeln.
Wahr-Sager - aus NRW
Mittwoch, 25-04-12 15:38
Wie, kein Hubschrauber? Kein Sondereinsatzkommando? Das wäre doch das Mindeste im Kampf gegen rechts gewesen!
Albert Schweisser aus Rheinland
Mittwoch, 25-04-12 15:29
@Bernd Schmieder:
Der war gut, vielleicht bekommen ja dann auch die tätowierten Neonazis Geld aus Opferfonds. Sollten die mal probieren und die Polizei rufen. "Jahrelang gehe ich ins Schwimmbad und nun das: Da sagt jemand, man habe mir ein verfassungsfeindliches Symbol tätowiert. Anzeige gegen Unbekannt. Wahnsinn"
Henk Boil aus Chemnitz
Mittwoch, 25-04-12 15:28
Als zum Thema passende Lektüre empfehle die im Internet zu findende aufschlussreiche (u. leider nur bis zum Jahr 2009 reichende) Chronologie "Lügen gegen Rechts", in welcher zahlreiche vermeintlich "rechte" Straftaten sowie die vielfach darauf folgenden medialen u. politischen Kampagnen thematisiert werden.
Herbert H. aus S.
Mittwoch, 25-04-12 14:54
Ich hoffe, ich muß nicht auch noch erläutern, um welche Art von Neubürgern es sich handelt, die hier trotz vielfacher übler Nachrede nicht bestraft werden. Im Gegenteil, man unterstützt sie und hilft ihnen, wo man kann mit Sonderrechten damit sie ihr Freiwild nach jahrelanger verlogener Hetzjagd auch straflos zur Strecke bringen können.
Trotzdem besitzen diese Leute die Unverschämtheit, sich immer wieder wegen angeblicher Benachteiligungen zu beschweren!
Vielleicht sollten sie ja 'mal darüber nachdenken, ob man sie mißbraucht, trotz oder gerade wegen der massiven Begünstigung?
Herbert H. aus S.
Mittwoch, 25-04-12 14:44
Solche angehangenen Straftaten verfolgen oft das ganz konkrete Ziel der Erpressung eines Opfers.
Selbst die dümmsten Lügen, vorgebracht in immer neuer Form, finden da dankbare Zuhörer, die diese Lügen dann auch noch skrupellos verwerten.
Wer sich da auf einen imaginären Rechtsstaat verlassen muß, ist dabei ganz schön angeschmiert!
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Mittwoch, 25-04-12 14:31
Kam beim Lebkuchenmesserüberfall auch der Staatsschutz?
Dagegen verblasst ja sogar Ströbeles Fischfutteraffäre!
Eric Schlegel aus BRD
Mittwoch, 25-04-12 13:35
Bei dieser handwerklicher Fertigkeit,sollte dieser Bürger sich besser im Erzgebirge als Schnitzer betätigen o.ä. er wird dort auch volle Aufmerksamkeit erfahren.
Toni Roidl aus k.A.
Mittwoch, 25-04-12 13:10
Ist das auf dem Bild nicht das Lebkuchenmesser vom Mannichl?
Herbert H. aus S.
Mittwoch, 25-04-12 13:01
Es gibt auch Fälle, da wird eine vorgetäuschte Straftat bereitwillig von der Justiz übernommen.
Da merkt kein Richter und kein Staatsanwalt, daß eine in immer anderer Form vorgebrachte Behauptung eine Lüge sein muß!
Was soll man wohl dabei denken? Rechtsstaat? Lacher!
Bernd Schmieder aus Berlin
Mittwoch, 25-04-12 12:29
Das Ding ist doch Jahrhunderte ein Zeichen des Heils, ein Glückszeichen und ein Symbol für Gesundheit und langes Leben gewesen. Entschuldigung, langsam wird es dummdreist, blöd und peinlich.Der und das Mittweida-Mädel müssten nun noch eine reingewürgt bekommen, weil sie verfassungsfeindliche Symbole tragen, oder ? Naeim sowieso weil er ja als Moslem wahrscheinlich damit den Judenmord befürwortet ! Nee, is mir alles zu blöd...
Eric Schlegel aus BRD
Mittwoch, 25-04-12 12:24
Warscheinlich handelt es sich in diesem Fall um eine dringend angeforderte ausländische Fachkraft?Sieben Streifenwagen-alle Achtung!