Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der zentralen Gedenkveranstaltung Foto: Bundesregierung/Denzel
Die Bundesregierung und die wichtigsten Institutionen des Staates haben am Donnerstag mit einer zentralen Trauerfeier in Berlin der von der rechtsextremen „Zwickauer Terrorzelle“ ermordeten Opfern gedacht.
Im Zentrum der Gedenkveranstaltung standen die Hinterbliebenen der zehn Ermordeten, die jahrelang im Ungewissen darüber lebten, wer ihre Angehörigen getötet hatte. Es waren neun Bürger türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin, die der Attentatsserie zwischen 2000 und 2007 zum Opfer gefallen waren.
Besonders anrührend waren die einfachen Äußerungen von Ismail Yozgat, dessen Sohn 2006 erschossen worden war und der sich für angebotene finanzielle Hilfe bedankte, sie aber nicht annehmen möchte: „Meine Familie möchte seelischen Beistand, keine materielle Entschädigung.“ Sein größter Wunsch sei, „daß die Mörder gefaßt werden, daß die Helfershelfer und die Hintermänner aufgedeckt werden.“
Es bleibt ein unguter Eindruck
Ein Wunsch, der von allen Bürgern geteilt wird. Es ist richtig, daß eine Nation Wege findet und Zeichen setzt, mit denen terroristische Angriffe und politische Gewalt geächtet werden und Betroffenen signalisiert wird, daß der Staat an ihrer Seite steht. Und es ist zu beklagen, wenn dies in der Vergangenheit nicht – ohne Rücksicht auf die Herkunft und politische Couleur der Täter – gleichermaßen geschehen ist.
Dennoch bleibt ein unguter Eindruck: Tatsächlich hat offensichtlich der Verfassungsschutz bei den Ermittlungen gegen die Täter geschlampt, ihre Motive und Querverbindungen zu Sicherheitsbehörden sind bislang nicht vollständig aufgeklärt. Und es drängt sich bei einigen Äußerungen von Politikern der bittere Eindruck auf, daß die Taten innenpolitisch instrumentalisiert werden sollen.
"Die JF hat sich nun aber offenbar entschlossen, dem zu folgen, was die Herolde des Königs verkünden."
Ich schließe mich dieser Meinung an und muss leider sagen, dass dieser Artikel von Herr Stein mit der schlechteste ist, den ich seit längerer Zeit in der JF gelesen habe. Der Text könnte so oder ähnlich durchaus auch im STERN oder in der ZEIT gestanden haben.
Ob sich hiermit wohl eine Anschleichung an herrschende Verhältnisse anbahnt?
lutz benekendorff aus Nowa Sol
Mittwoch, 29-02-12 07:41
@ Eckard Eckstein aus .....
"Die JF hat sich nun aber offenbar entschlossen, dem zu folgen, was die Herolde des Königs verkünden."
Die Herolde der Königin!
Lieber Eckard Eckstein,
es gibt schon auch noch Leute denen das aufgefallen ist, im Besonderen zu dieser Angelegenheit.
Man sollte den Herrn Stein mal fragen...
Zum türkischen LKA (KOM) ist nur zu sagen das es schon merkwürdig erscheint,daß diese Ermittlungen weitestgehend seit geraumer Zeit verschwiegen werden!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 28-02-12 00:36
@ Ulla Lang
Der Artikel ist von 2009, - ich hatte dieses Thema hier schon mehrfach und gleich am ertsen Tag erwähnt. Auch, daß ich nicht daran glaube, daß Beamte des türkischen Staatskriminalamtes Dummköpfe sind oder Akten verwechseln.
"...In der Zusammenfassung dieses Berichts des türkischen Landeskriminalamts (KOM) an das Bundeskriminalamt in Deutschland, sah man einen Zusammenhang zwischen den "Döner-Morden" sowie dem Drogenmillieu in Europa, mit einem Familienclan aus Diyarbakir. Dem Bericht zufolge wurden die 8 Opfer der "Döner-Morde" zu Verteilern im Drogenmillieu gezählt. Die Opfer sollen zudem Schutzgelder an die PKK in Europa und dem Familienclan in Diyarbakir gezahlt haben."
Und genauso wird es auch gewesen sein!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 28-02-12 00:34
(2) Für mich gab es die mysteriöse "NSU" n i c h t, jedenfalls nicht als Mordtruppe! Und jawohl, daß die ganze Chause nach wie vor zum Himmel stinkt und "Selbstmord", Brand, Fundsachen usw. ebenso das Werk behördlicher Auftragskünstler ist, wie der vertuschte Mord an Richterin Heisig!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 28-02-12 00:28
(3) Und noch e i n e n Tag vor Staatsakt und verordneter Schweigeminute hieß es z.B. in der Frankfurter Rundschau (einem linken Blatt!) , die Ermittlungen kämen nicht voran, unter den Ermittlern herrsche "Galgenhumor" - was immer man sich darunter vorzustellen hat -, und sogar der Bundesanwalt habe im Interview "resigniert" geklungen.
Der interessanteste Satz aber: "Weder wissen sie (die Fahnder), ob der NSU tatsächlich existierte oder nur ein Hirngespinst war...!
Donnerwetter! Ein Hirngespinst - möglicherweise -, als Anlaß eines Staatsaktes im Deutschen Bundestag!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 28-02-12 00:28
(4) Darf das sein? Nein, darf es nicht!!
Wie stünde denn die soeben vor Gram und Trauer zerflossene Kanzlerin aller deutschen Zipfelmützen da? Undenkbar!
Also mußte so etwas verhindert werden, vorsorglich, - und ab sofort waren und sind alle womöglichen Ermittlunsgergebnisse, welche etwa wieder den Bericht des türkischen Kriminalamtes bestätigen würden tabu! Und zwar - wahr oder nicht, ganz egal -, a b s o l u t tabu!!
Ist hier wirklich jemand anderer Meinung, - außer jenen Naiven, die unbesehen alles glauben, was die Obrigkeit will daß sie´s glauben?
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 28-02-12 00:26
(5) Und siehe da: genau einen Tag n a c h dem Staatsakt kommt ganz plötzlich der ganz große Durchbruch bei den "Ermittlungen". Das "Geständnis" des "Unterstützers" der - vor zwölf Jahren -, die mysteriöse Ceska besorgt hat. Na sowas...
Wer ist dieser Mann? Er ist schon vor Jahren aus der Szene ausgestiegen und seitdem reuevoll in einer Sozialeinrichtung tätig, soso..
Irgendwer schrieb hier von einem "deal" den er vermute. Und meine Meinung - nicht gänzlich ohne gewisse Erfahrungen -, ist exakt dieselbe!
Ich bin mir sicher:dieser Herr war V-Mann gewesen, und er wurde seinerzeit abgezogen und nunmehr reaktiviert, - als es dringend nötig wurde, daß schnell und endlich "wasserdichte" Ergebnisse in der Zeitung standen.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 28-02-12 00:25
(6) Denn es steht so einiges auf dem Spiel für Kasperstaat und Kanzlerin. Siehe oben. Und für sowas gibt es Experten!
Es wurde hier nicht veröffentlicht, aber ich habe es etwas (aber nicht allzusehr) satirisch so beschrieben, - zweiter Versuch:
...................................................
Wie es wirklich war? Nun, mutmaßlich (man darf ja auch mal) so: vorgestern saß Carsten S. vor einem Schreibtisch. Aber nicht bei der Kripo, sondern einem Herrn oder einer Dame gegenüber den/die er gut kannte. Von früher...
Als reaktivierter V-Mann, solche Leute soll es ja tatsächlich geben in der rechten Szene.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 28-02-12 00:24
(7) Und der Herr oder die Dame sagten:
"Also gleich zur Sache, es eilt. Wir kaufen Ihnen ein Haus, - wo wollen Sie´s hinhaben, Schweiz, Italien, Wanne-Eickel? Einen Daimler und fünfhundertausend Piepen aufs schweizer Konto gibt´s noch dazu. Na, wie finden Sie das?
Dafür haben Sie vor zwölf Jahren eine gewisse Wumme besorgt und gehen kurz in den Knast. Sagen wir mal bei guter Führung und unseren Verbindungen zwei Jahre, - maximal!
Ach ja, sollten Sie drüber reden, kein Haus, keine Knete, und Sie könnten Selbstmord begehen oder unter den Zug kommen. Haben wir uns verstanden?
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 28-02-12 00:24
(8) Gut, na denn mal los. Ab zur Kripo, die warten auf Ihr Geständnis. Und Ihr "Verteidiger" wartet nebenan, den Kollegen kennen Sie ja auch schon. Kopf hoch, Sie machen das schon!"
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 28-02-12 00:23
(9) Die JF hat sich nun aber offenbar entschlossen, dem zu folgen, was die Herolde des Königs verkünden.
Und ebenso die meisten Anderen hier, die sich sonst immer über "DDR 2.0" usw. aufregten, und sich, auch völlig richtig, über die bisherigen "Ermittlungsergebnisse", die praktischerweise toten "Hauptverdächtigen", seltsame Fundsachen im Brandschutt usw. usw. wunderten.
Und auch der Fall Kirsten Heisig ist längst vergessen: BRD-Schlapphüte vertuschen keinen Mord der Zigeunermafia und inszenieren ihn nachträglich als "Selbstmord", um neheliegende Unruhe im Land zu verhindern! Aber nein, - sie türken auch niemals "Geständnisse", das gibt´s nur im Kino!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 28-02-12 00:23
(10) So ist sie eben, die deutsche politische Rechte. Das Betreten des Rasens ist verboten, und die Bahnsteigkarten zu teuer. Alsdann: gut Nacht, weiterschlafen!
Ulla Lang aus Hessen
Montag, 27-02-12 10:23
Bei den seit dem Jahr 2000 laufenden Ermittlungen in einer mysteriösen Mordserie gibt es möglicherweise eine neue Spur, so die heutige Presse. 2007 übermittelte das türkische Landeskriminalamt ein Bericht, das aber von einem Drogenkrieg ausging.
Gewalt ist nur als letztes Mittel gegen ein mit brutaler Gewalt vorgehendes Regime akzeptabel. Bereits die Aktionen der RAF waren ein fataler Irrtum. Doch diese richteten sich immerhin noch gegen die Funktionsträger des Systems. Die o. g. Anschläge waren jedoch individueller Terror in Reinkultur.
@ Hans Meier aus Berlin:
"Diese Opfer waren allesamt gut integrierte Mitbürger. Es ist als seien sie für ihre Integrationsleistung bestraft worden!" Eben. Sie taugten nicht als Vorzeige-Buhmänner.
Gerd-Joachim Kalkowski aus Hildesheim
Sonntag, 26-02-12 22:01
2) Rahmen eines Staatsaktes sprengen und womöglich - im Taumel positiver Verwirrung - noch deutsche Luftfahrzeuge zum Anhalten zwecks Gedenkminute veranlaßt werden.
Gerd-Joachim Kalkowski aus Hildesheim
Sonntag, 26-02-12 21:54
1) Trost, Zuspruch und Ehrerbietung den Angehörigen Ermordeter angedeihen zu lassen, gehört zur moralischen Pflicht, hier, auch der Vertreter unseres Staates.
Aus Gründen der Gerechtigkeit, die Verhältnismäßigkeit nicht außer acht lassend, sollte auch - umgekehrt - den Angehörigen einheimischer Opfer, Referenz erwiesen werden.
Leider wurden in konkreten Fällen die Trauernden von Behördenvertretern mit nicht eben trostspendenden Sentenzen wie:"Das Opfer war eben zur falschen Zeit am falschen Ort", rüde abgespeist.
Da selbst schlichtestes Gedenken lauteste Gegenaktionen auslöst, wenn es sich um Millionen Kriegstoter unseres eigenen Volkes handelt, sollten gerechterweise künftige Gedenkveranstaltungen nicht den Rahmen
Gabriele Niggenaber aus Werne
Sonntag, 26-02-12 18:06
Ich wusste gar nicht, dass das Verfahren gegen die angebliche Rechtsterroristen bereits abgeschlossen und eine Verurteilung erfolgt ist. Ich bin der Meinung, dass die Gedenkfeier ein bisschen zu früh erfolgt ist! Noch gilt die Unschuldvermutung und die Ermittlungsbehörden sind bereits davon abgerückt zu behaupten, dass eine Nähe des relevanten Personkreises z.B. zur NPD bestanden habe!
Ich erinnere hier an den Fall "Mannichel". Das war genauso ein Flopp!
Ralf Beez Ofw d. R. aus 72250 Freudenstadt
Sonntag, 26-02-12 13:12
Einer der peinlichsten Momente des BRD-Systems seit
seiner Gründung! Unsere Kinder und Kindeskinder werden
eines Tages fragen, wie konntet Ihr nur soviel
Heuchelei ertragen und warum habt Ihr dagegen nichts
unternommen???
Hans Meier aus Berlin
Samstag, 25-02-12 11:47
Es ist wichtig und richtig dass wir der Opfer dieser abscheulichen Mordserie gedenken, die uns alle fassungslos macht! Diese Opfer waren allesamz gut integrierte Mitbürger. Es ist als seien sie für ihre Integrationsleistung bestraft worden!
Gleichzeitig wünsche ich mir eine Gleichbehandlung aller Opfer von tödlicher Gewalt, also auch jener deutschen Opfer, und jener weiteren Opfer, die durch die Gewalt von Migranten getötet wurden!
Auch denen widme ich gleichberechtigt meinen Respekt und würde mir auch für diese Opfergruppen ein gleichwertiges formelles Gedenken wünschen.
Beim Holocaust-Gedenken wird auch verschiedener Opfergruppen mit Recht gleichwertig gedacht (Sinti und Roma, Juden, Homosexuelle...). Gewalt ist niemals eine Lösung!!!
Bernd Sydow aus Berlin
Samstag, 25-02-12 08:49
(1) Kanzlerin Merkel hat sich bei den Hinterbliebenen der ausländischstämmigen Mordopfer entschuldigt. Aber warum gerade sie als oberste Vertreterin der Exekutive? Das kann doch nur bedeuten, daß sie davon ausgeht, staatliche Stellen seien in die Mordtaten verstrickt, hätten sie vielleicht sogar unterstützt, was auch erklären würde, daß die Ermittlungen über ein Jahrzehnt bis heute nichts gebracht haben.
Und überdies: Zu Zeiten der RAF wurde das politische Klima in Deutschland noch vom antitotalitären Konsens dominiert, heute in Zeiten eines hysterischen "Kampfes gegen Rechts" ist selbiges Klima hingegen kontaminiert durch den antifaschistischen Konsens unseres DDR-light-Parteienkartells. (2)
Herbert H. aus S.
Samstag, 25-02-12 08:14
Für mich bleibt ein fader Nachgeschmack wenn auf der einen Seite höchst öffentlichkeitswirksam "Rechtsstaat und Menschlichkeit" zelebriert werden und in anderen Fällen Terror und Rechtsbruch, genau von dem gleichen Staat, unterstützt und gefördert werden durch Wegschauen und Nichtbestrafung von Mehrfachintensivstraftätern. Die Opfer,offenbar ohne Bürgerrechte, werden dann auch noch staatlich verfolgt. Wo bleibt hier die Anteilnahme?
Allen Opfern mein Mitgefühl, aber haben sie diese offenbare Zurschaustellung verdient?
Ist so etwas nicht in höchstem Maße bigott?
Wird hier auf sehr durchsichtige Weise schamlos Politik gemacht?
Leider muß man sich inzwischen bei jeder Haupt- und Staatsaktion fragen, wie ehrlich sie gemeint ist.
Andre Boine aus Dresden
Samstag, 25-02-12 00:11
Die Trauerfeier als solches ist sicher ein richtiges Zeichen. Das Versagen der Politik und Behörden gegen rechtsextremistische Gewalt gehört ebenfalls geächtet.
Allein: das reicht mir nicht! Was ist mit den anderen Opfern aufgrund behördlichen & politischen Versagens die bspw. nicht-therapierten Wiederholungstätern in die Hände fielen? Haben diese nicht eine ebensolche Anteilnahme verdient? Doch: das haben sie! Und bisher ist keiner der politischen & behördlich Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.
Jürg Rückert aus Südwest
Freitag, 24-02-12 20:53
Die Unterstellung, die Polizei habe bei den Serienmorden nicht hinsehen wollen, ist absurd und beleidigt uns alle.
Dass Inkompetenz zwar nicht die Regel, aber doch häufig ist, konnte man bei den Fahndungspannen im Gefolge der Ermordung der Bankiersfrau sehen. Der Ehemann beging Selbstmord, vermutlich nicht zuletzt weil er - wie bei Angehörigen der Trio-Morde - in ein schiefes Licht gerückt wurde.
Die Trauerfeier war qualitativ richtig. Allerdings stört die selektive Art und die quantitative Überhöhung, um nicht zu sagen der Missbrauch durch einige für ihre Zwecke.
Florian Geyer aus Cronberg
Freitag, 24-02-12 20:07
Auch wenn es nicht pietätvoll erscheint:
Sicher ist bisher nur,
daß zehn Menschen einen gewaltsamen Tod gestorben sind,
von denen neun nichtdeutscher Herkunft sind.
Da die Täter nicht in flagranti erwischt wurden und auch kein Geständnis vorliegt,
sollte auch die JF mit Schlußfolgerungen vorsichtig sein,
zumal die Rolle der Inlandsgeheimdienste -wie so oft- völlig offen ist.
Gab es das nicht schon einmal,
daß ein dt. Terrorist tot aufgefunden wurde?
Richtig, in Bad Kleinen, 27. Juni 1993.....
R. B. aus BY
Freitag, 24-02-12 19:52
Ich hätte mir gewünscht, dass man in das Gedenken auch die Opfer der "Alltagskriminaliät" eingeschlossen hätte; immerhin 2218 Mord- und Totschlagopfer und 142 903 Opfer schwerer und gefährlicher Körperverletzung alleine im Jahre 2010. So aber bleibt der Eindruck von verschiedenen Opferklassen und einer politischen Inszenierung.
Helmut M. aus Unfreiburg
Freitag, 24-02-12 19:23
Ismail Yozgats größter Wunsch sei, „daß die Mörder gefaßt werden, daß die Helfershelfer und die Hintermänner aufgedeckt werden.“
Er ist also der Meinung, dass die Mörder noch nicht gefasst sind. Das halte auch ich für gut möglich. Die Gedenkveranstaltung war ein durchsichtiges Manöver im "Kampf gegen Rechts", das Bemühen, Ergebnisse in der gewünschten Richtung vorwegzunehmen.
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Freitag, 24-02-12 19:20
Für Hinterbliebene von Opfern ist ein Gedenken und um Verzeihung Bitten der Verantwortlichen
immer eine Hilfe.
Daher fordere ich eine Gedenkveranstaltung z.B. auch für die Angehörigen aller von Wiederholungstätern
ermordeten Menschen in Deutschland.
Schuldige: Gesetzgeber, dt. Richter und "Gutachter".
Mehrere Veranstaltungssäle müßten bereitgestellt werden.
O. D. aus NRW
Freitag, 24-02-12 17:03
Handelt es sich wirklich um menschliche Anteilnahme? Braucht diese eine derart bombastische Bühne? Ich bezweifele die Redlichkeit der Macher der Inszenierung. Ich habe den Verdacht, daß hier die Angehörigen der Opfer zu politischen Zwecken missbraucht werden, die nichts mit den tatsächlichen Hintergründen der Tat und deren Opfern zu tun haben.
Carsten Schulz aus Mannheim
Freitag, 24-02-12 15:48
Natürlich muss man den Fall lückenlos aufklären, natürlich überführte Täter als Mörder bestrafen und natürlich ist rechtsextreme Gewalt zu ächten, wie aber jede andere Art von Gewalt auch. Daran kann es doch überhaupt keinen Zweifel geben.
Aber genau hier auch beginnt das Problem. Denn es bleibt doch der ungute nachgeschmack, dass man immer mehr versucht, Rechtsextremismus unter eine Art 'Sonderrecht' zu stellen. Und was Rechtsextremismus ist, definieren natürlich diejenigen, die auch sonst in unserem Lande die Meinungshoheit haben. Insofern war der letzte Satz im Kommentar von Herrn Stein leider auch der wichtigste.
Angelika H. aus Sachsen
Freitag, 24-02-12 15:20
Diese Morde sind eine ganz schlimme Sache. Den Angehörigen mein Mitgefühl! Nur, solange nicht geklärt ist bzw, verheimlicht wird, ob Beate Zschäpe, bzw. auch die anderen zwei, für den Verfassungsschutz gearbeitet haben, solange ist die "Schande für Deutschland", wie es Angela Merkel gestern formulierte, "nur" eine Schande für die Verantwortlichen des Verfassungsschutzes+Staatsschutz+Polizeiapparat. Wie antwortet so schön unser Innenminister Dr. Friedrich auf eine Frage in abgeordnetenwatch.de nach einer evt. Zusammenarbeit der Mörder mit dem VS Anfang Februar 2012:"Naturgemäß kann ich nicht sämtliche Äußerungen aus dem öffentlichen Raum zu den politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Morde der Zwickauer Zelle kommentieren."
Herbert H. aus S.
Freitag, 24-02-12 14:52
Es ist eine Binsenweisheit, daß solche Gewalt geächtet werden muß. Das ist eigentlich schon seit dem Mittelalter in Europa gang und gäbe, wurde nur leider nicht immer eingehalten.
Man wird aber den Eindruck nicht los, daß die Sichtweise des deutschen Staates sehr einseitig ist. In der einen Richtung geißelt man zurecht die Gewalt.
In der anderen erscheint der Staat eher blind.
Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Ächtung des Unrechts, daß vom Staat ausgeht. Der Staat hat das Gewaltmonopol, aber nur dann berechtigterweise, wenn er Recht und Gesetz beachtet. Wenn er das nicht mehr tut, stellt er sich selbst und seinen Sinn infrage. Er wird zum Unrechtssystem und da wird Widerstand zur Pflicht nach Art.20 Grundgesetz! Gerade in Deutschland!
Clemens Pankert aus Heidelberg
Freitag, 24-02-12 14:48
"Im Zentrum der Gedenkveranstaltung standen die Hinterbliebenen der zehn Ermordeten, die jahrelang im Ungewissen darüber lebten, wer ihre Angehörigen getötet hatte."
Und die Benennung eines Gaunertrios (von dem dummerweise 2/3 nicht mehr reden können)als "mutmaßliche" Täter hat jetzt diese Ungewissheit genommen?
Bei allem Respekt: Bevor überhaupt ein Gerichtverfahren stattgefunden hat, geschweige denn ein Urteil gesprochen wurde, sollte man sich vor zustimmenden Artikeln zu diesem mehr als dubiosen Fall hüten. Von der Mainstream-Presse erwarte ich nichts anderes, aber von der JF...