Donnerstag, 02.02.2012

Wider die Denunzianten

Es muß an meiner Hartherzigkeit liegen, wenn ich angesichts der rührend-besorgten Berichterstattung der Medien über die Bespitzelung von Abgeordneten der Linkspartei nicht vor Tränen zerfließe. Eine solche Emotionalisierung ist ja wohl – neben der weiteren Linksverschiebung der Politik – das Ziel solcher Artikel, in denen liebevoll bekümmert gefragt wird, ob Gregor Gysi oder Petra Pau etwa Verfassungsfeinde seien und der Verfassungsschutz – hier wandelt sich die Gefühlslage in einen kalten, habitualisierten Haß – nicht „auf dem rechten Auge blind“ sei.

Man braucht anscheinend keinen Wert mehr darauf zu legen, eine gewisse Überparteilichkeit vorzutäuschen; schon das Ansinnen, Links- und Rechtsextremismus nüchtern zu vergleichen, wird mit Parolen wie „Relativierung des Holocaust“ oder „Verhöhnung der Opfer neonazistischer Mörder“ abgebügelt, schließlich sei „jeder Rechte“ ein „potentieller Mörder“.

Potentielle Morde liegen in den angeblich falschen Gesinnungen, und so arbeiten weite Teile der Journaille daran, Zuträgerdienste „gegen Rechts“ zu leisten. Niemand weiß, wie viele Existenzen bereits durch solche Denunziationen vernichtet wurden (dafür erhalten Soziologen keine Forschungsgelder) – vielleicht wäre es sinnvoll, wenn sich die Betroffenen zu Selbsthilfegruppen zusammenschließen?

Permanente Bedrohung der beruflichen und sozialen Existenz

Unabhängig von allen politischen und juristischen Fragen verbietet schon das Faktum permanenter Bedrohung von beruflicher Existenz und sozialen Beziehungen den Vergleich der – durchaus kritikwürdigen – geheimdienstlichen Beobachtung linksextremer Politiker mit der allgegenwärtigen Ausgrenzung von Bürgern, die es gewagt haben, sich zu Heimat, Nationalgefühl, Geschichts- und Traditionsbewußtsein zu bekennen.

Gregor Gysi und Petra Pau sitzen weiterhin in jeder Talkshow, auch wenn einige Beamte Akten über sie abheften; sie können als verfolgte Unschuld daraus noch Prestige ziehen und kassieren ihre stattlichen Diäten, während andere ihren Job verloren, weil sie für mindestens ebenso demokratische Parteien kandidierten, für konservative Zeitungen schrieben oder Kleidung angeblich „szenetypischer“ Marken trugen.

Wäre es noch erträglich, wenn ein privater Arbeitgeber oder Vermieter jemanden aufgrund seiner politischen Gesinnung nicht duldet – sofern dies auch im Fall religiöser, sexueller oder auf bloße Äußerlichkeiten bezogener Abneigung gelten dürfte –, so tritt ein besorgniserregender Zustand ein, wenn staatliche Organe mit zweierlei Maß messen und – tatsächliche oder vermeintliche – Rechte benachteiligen.

Zahllose kleine Schäbigkeiten

Neben den prominenten Opfern politisch-korrekter Gleichschaltung sowie den großen Hetzkampagnen – „Ermyas M.“ oder „Sebnitz“ – gibt es die zahllosen kleinen Schäbigkeiten, die sich – wenn überhaupt – nur kurz in den Medien spreizen: etwa die peinlichen Versuche des Landes Sachsen-Anhalt, einem Schornsteinfeger wegen seiner Tätigkeit für die NPD die Kehrerlaubnis zu entziehen, oder die widerrechtliche Zurückhaltung einer Patenschaftsurkunde des Bundespräsidenten für das siebente Kind einer „rechtsgerichteten“ Familie.

Weiterhin die zahlreichen gesinnungsmotivierten Strafversetzungen, Entlassungen und Berufsverbote für Lehrer, Dozenten, Polizisten, Soldaten und Erzieherinnen, denen allgemein zugebilligt wurde, ihre Arbeit korrekt geleistet zu haben; die Verbote rechter Vereine, denen einzelne, aus dem Zusammenhang gerissene Äußerungen oder Symbole zur Last gelegt wurden; das schikanöse Dauertheater der Kommunen bei gesetzlich vorgeschriebenen Versammlungen „unerwünschter“ Parteien, das absurde Ausmaße annimmt, wenn ein Catering-Service untersagt, Stühle entfernt oder Heizungen falsch eingestellt werden; oder die zum Normalzustand gewordenen Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit. Und schließlich mehren sich, nach erwiesenen Fällen falsch ausgezählter Stimmen (zuungunsten der „Bürger in Wut“ oder der NPD), die Anzeichen einer möglicherweise systematischen – zumindest aber nicht auf einzelne Irrtümer beschränkten – Verletzung des Wahlrechts.

„Wir sind viele“ 

Natürlich müssen alle politischen, juristischen und publizistischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um diesen Entwicklungen zu begegnen, aber solange noch kein nachhaltiges Umdenken in der Bevölkerung stattfindet, ändert sich nichts. Ein wesentlicher Schritt dürfte in der Solidarisierung bestehen; ich habe dies mit dem Stichwort „Selbsthilfegruppen“ angedeutet, meine damit aber keine Stuhlkreise und Kuschelecken, sondern denke eher an die berufliche Vernetzung: Man kann den Denunzianten-Webseiten der Linksextremisten („Nazi-Leaks“) auch etwas Positives abgewinnen – ja, man sollte sie unter anderem Vorzeichen, um Benachteiligungen abzufedern und Perspektiven für Denunziationsopfer zu schaffen, ausbauen. Das „Anonymous“-Motto „Wir sind viele“ gilt umso mehr für Konservative und Patrioten; sie müssen es nur begreifen.



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Maximilian Irrlicht aus Berlin

Sonntag, 05-02-12 19:11

@Olaf Ramcke
Sie unterschätzen die Bedeutung der öffentlichen Meinung, die in allen Ländern der späteren  Weltkriegsgegner lange vor Kriegsausbruch antideutsch geprägt war, für das Handeln der Regierenden. Der Historiker Hans Uebersberger bewertete die Lage in Russland so: "Nur die überragende, machtvolle Persönlichkeit Bismarcks und das ungeheure, an Furcht vor seinem politischen Genie grenzenden Ansehen, das er im russischen Volk genoss, wäre imstande gewesen, in den Tagen der Entscheidung auch wirklich die Geltung des Vertrages zu sichern. Seinen Nachfolgern wäre dies wohl ebenso wenig gelungen wie mit den italienischen und rumänischen Bundesgenossen im Weltkriege."

Nach 1870 (also nach der Reichsgründung) gab es russisch-französische Annäherungsbemühungen, und selbst nach Unterzeichnung des Rückversicherungsvetrags führte  Russland wegen eines möglichen Krieges gegen die Deutschland Gespräche mit England.

 

Bernd Schmieder aus Berlin

Sonntag, 05-02-12 11:27

Stimmt, man könnte diese Denunzianten-Webseiten nutzen, um Leute gezielt anzusprechen, eine echte Demokratie aufzubauen ! Aber wie Sie schon sagten, Herr Müller : Wir müssen es nur endlich begreifen.
Übrigens ein Wort zur Monarchie : Sie können ihr Volk ausbluten lassen, müssen es aber nicht (besonders heute nicht mehr). Sie werden aber immer für ihr Land entscheiden, nie dagegen. Das ist zumindes ein Vorteil.

 

Olaf Ramcke aus Fellin

Sonntag, 05-02-12 07:07

Maximilian Irrlicht,

Ihnen ist aber bekannt, daß Rußland und Frankreich erst in den 1850er Jahren auf russischem Boden Krieg miteinander führten? Von Napoleon ganz zu schweigen? Und daß die Protokolle der Weisen von Zion kein antisemitisches Pamphlet sind, sondern die Vorbehalte der russischen Aristokratie gegen den französischen Parlamentarismus widerspiegeln?

Mag sein, daß Rußland als unzuverlässig galt, aber das wäre der Dummheit der Beurteilenden geschuldet.

Was die konstitutionelle Monarchie angeht, da haben Sie natürlich Recht, aber Bismarck war durchaus daran gelegen, sie weiter in Richtung Aristokratie zu entwickeln.

Wäre die Situation in Rußland gekippt, hätte man handeln können, dann wäre der Zeitpunkt auch günstig gewesen.

 

Olaf Ramcke aus Fellin

Samstag, 04-02-12 18:08

Fritz Fuchs,

loyal schon, aber ich bitte Sie, welches Marionettenregime wäre denn auch nur mittelfristig unproblematischer gewesen?

Freilich hätte die Lage in Rußland kippen können, aber gerade deswegen konnte sich Rußland auch nicht allzu viel in Richtung Panslawismus leisten. Wie stellen Sie sich das vor? Lauter Fersens, Totlebens etc., welche von der besonderen geschichtlichen Bedeutung der Slawen reden? Und es kommt noch hinzu, daß sie allesamt eher technologiefeindlich waren. Der Funkverkehr der russischen Seite im ersten Weltkrieg war unverschlüsselt, als eine beispielhafte konkrete Folge dessen.

Ich bleibe dabei, die Lage war ideal, besser ging es gar nicht. Und wozu das ganze Zerwürfnis? Damit die Türkei unser Indien werde?

 

Maximilian Irrlicht aus Berlin

Samstag, 04-02-12 17:18

@Olaf Ramcke
Aus deutscher Sicht galt das Zarenreich als unzuverlässich und unberechenbar, weshalb es gegen den von Bismarck ausgehandelten Rückversicherungsvertrag (mit einem geheimem Zusatzprotokoll) einige Vorbehalte gab, dahingehend, das er primär auf die Person Alexanders III und des kleinen deutschfreundlichen Kreises zugeschnitten war und es fraglich war, ob sie im Fall eines Konflikts mit Frankreich der aufgeregten öffentlichen Meinung in Russland standhalten könnten.

Das Kaiserreich war keine Aristokratie sondern eine konstitutionelle Monarchie. Der Einfluss des Parlaments läßt sich z.B. gut an den Schwierigkeiten ermessen, die die Regierung hatte, die gesetzliche Grundlage zum Bau der Flotte durch den Reichstag zu bringen.

 

THOMAS MARX aus Paris

Samstag, 04-02-12 12:33

In der von Deutschland initiierten europäischen Gesetzgebung gegen "Holocaust-Leugnung" ist es strafrechtlich unerheblich, ob derjenige, der angeklagt wird, die Wahrheit sagt. Begründet wird dieses mit dem Schutz der Würde der Opfer. Was es für die Würde der Lebenden bedeutet, ihr Recht auf freie Meinungsäusserung auch bezüglich der Wahrheit verloren zu haben und was man mit dieser Gesetzgebung anrichtet, die sich noch unterhalb der Hexenverfolgung und der Inquisition ansiedelt, denn da glaubte man wenigstens, die Wahrheit zu vertreten, geht über das menschliche Vorstellungsvermögen hinaus.

http://law.fsu.edu/journals/lawreview/downloads/361/knechtle.pdf

 

Fritz Fuchs aus Westpreußen

Freitag, 03-02-12 22:13

@ Olav Ramcke

Ihre Ausführungen sind durchaus bedenkenswert, aber mit "... Rußland von einer mehrheitlich deutschen Aristokratie beherrscht..." erliegen Sie wohl dem gleichen Trugschluss wie Kaiser Wilhelm hinsichtlich des Einflusses der Deutschen in den USA. Der russische General, der nach Ostpreußen einfiel, war nur nominell ein Deutscher. Er war ein ebenso loyaler Untertan des Zaren wie die Balten- und Wolgadeutschen und die deutsche Einwohnerschaft Odessas etwa. Obendrein war der -vermeintlich- "deutsche" Adel den ethnischen Russen ein besonderer Dorn im Auge (in Dänemark war im 19. Jh. die Lage ähnlich), so dass dessen Stellung sehr heikel war.

Die Vorzüge einer Aristokratie sehe ich allerdings durchaus.

 

Olaf Ramcke aus Fellin

Freitag, 03-02-12 19:17

Martin Heine,

ich selbst bin für die direkte Demokratie, das würde die unselige Macht der Parteien brechen und uns allen wäre geholfen. Glaube ich noch immer.

Aber Bismarck war durchaus vernünftig, die technische Entwicklung seinerzeit noch nicht vergleichbar fortgeschritten und eine Aristokratie, wörtlich Herrschaft der Edlen, ist nichts, wofür man sich schämen müßte, wenn man sie vertritt, und durch den Begriff Obrigkeitsstaat reichlich verunglimpft.

Man muß seinen Kindern klar machen, daß Wertungen Folgen haben, und sie zur Rede stellen, warum sie etwas so oder so bewerten. Und wer keine Ahnung von dem Kulturraum hat, welchen jene "Obrigkeit" gestaltet hat, der sollte sich ihn mal ansehen, weitgehend geht das ja sogar heute noch.

Da wird dann sofort Verklärung geschrien, aber genauso gut kann man jeden, der das schreit, mit Verunglimpfung anschreien.

Man muß einerseits das technisch Mögliche bedenken und andererseits die weiterreichenden ordnungspolitischen Folgen. Und genau letztere sind heute ein großes Problem. Demokratien westlichen Zuschnitts sind nach innen liberal und nach außen unerbittlich die Alleinherrschaft anstrebend. Diese Unerbittlichkeit kommt heute schon wie ein Bumerang wieder in die Innenpolitik zurück, da sich andernfalls die Unerbittlichkeit nach außen nicht aufrecht erhalten ließe. Wir werden einen weiteren Anstieg der Kontrollmechanismen erleben, der Bürger ist materialistisch, areligiös und also angsterfüllt und hysterisch. Dies alles sind Geburtsfehler. Wohingegen die Aristokratien in den drei Kaiserreichen damals durchaus Stabilität gewähren konnten, wenn sie es nur konsequent gewollt hätten. Österreich-Ungarn war aus innenpolitischen Gründen in einer verzwickten Lage und konnte deshalb bestimmte Entwicklungen nicht eindämmen, aber es wäre nichts passiert, wenn Deutschland und Rußland standhaft geblieben wären. Leider hat sich dann ausgerechnet Deutschland davon verabschiedet.

Die Lage im Osten war ideal, Polen geteilt, ohne daß Deutschland den Haupthaß darob auf sich gezogen hätte und Rußland von einer mehrheitlich deutschen Aristokratie beherrscht. Und gleichzeitig wurde in Deutschland diskutiert, ob man einen Präventivkrieg führen sollte. Mit welchem Ziel? Man muß sich den Schwachsinn mal klar machen! Und gleichzeit wird Bismarck unterstellt, er hätte sich nur aus geistiger Beschränktheit gegen solche Pläne gestellt.

Es spottet jeder Beschreibung.

 

Martin Heine aus Hannover

Freitag, 03-02-12 10:44

@Olaf Ramcke

Nun, was das genannte Beispiel Bismarcks betrifft, so muß ich gestehen, in einer (Leistungs-) "Aristokratie" oder einem Zwei-Klassen-Wahlrecht allmählich auch den letzten geordneten (hypothetischen) Ausweg zu sehen, denn neben der demographischen Entwicklung haben wir ja auch das Problem, daß das Volk, anscheinend gezielt, verdummt bzw. dummgehalten wird.

Vordringliche Aufgabe wären daher m.E. Überlegungen, wie man den Mitbürgern vor Ort die Aufnahme von Hintergrundinformationen, schierem Basiswissen, schmackhaft machen könnte, damit ihnen nicht mehr so leicht ein X für ein U vorgemacht werden kann. Eine neue Art "Arbeiter"-Bildungsvereine für alle also. Denn nur mit qualifizierten Wählern funktioniert schließlich Demokratie.

 

Nick N. aus Bamberg

Donnerstag, 02-02-12 19:18

Lieber Baal,

wieder ein wirklich exzellenter - wenngleich betrüblicherweise zutreffender - Artikel aus Deiner Feder. Meine Hochachtung.

Darüber hinaus hat Herr Ohnesorge mit seinem Vergleich zwischen der erhaltenden, schöpferisch-aufbauenden Natur des Konservativen mit dem zerstörerischen Charakter des Linken den Nagel auf den Kopf getroffen. Hut ab!

Mit herzlichen Grüßen aus dem „Nabel der Welt"

Nick

 

Olaf Ramcke aus Fellin

Donnerstag, 02-02-12 17:52

Martin Heine,

durchaus nicht. Abgesehen davon, daß ich hier ja gar nicht anonym schreibe, was stört denn daran, wenn jemand anonym Abhandlungen zur Geschichte ins Netz stellt und sie diese über die einschlägigen Seiten, wie beispielsweise eben die JF, finden können?

Falls Sie mit ihnen übereinstimmen, können Sie sie ja als Ausgangspunkt nehmen und dann selbst über Wikipedia die nötigen Fakten zusammentragen.

Die Fakten stehen alle in Wikipedia, lediglich ihre Interpretation und Bewertung ist bedenklich.

Bismarck beispielsweise war kein Egomane, sondern schlicht von der Überlegenheit der Aristokratie als Herrschaftsform überzeugt und ausgerechnet Wilhelm II nicht (wahrscheinlich ohne es selber zu wissen).

 

Eric Schlegel aus Mettmann

Donnerstag, 02-02-12 17:27

Ich denke,das paßt zum Thema.

Am vergangenen Samstag ging ich mit dem Fahrrad und meinem Hund durch die Fußgängerzone unserer Stadt.
Da war ein Stand,soweit ich erkennen konnte,ausschließlich mit Frauen zwischen 40-55 Jahren besetzt mit Infoblättchen und Transparenten "BUNT statt BRAUN".
Als ich begann das "Treiben" aus einem Abstand von ca. 15 Meter zu fotografieren,wurden mir penetrant Infomaterial 20 cm vor den Kopf bzw. Linse gehalten und mehrmals aufgefordert,dieses Infomaterial mit nach hause zu nehmen.
Naja,damit hätte ich rechnen können,aber es ist doch bemerkenswert,wie verunsichert die Betreiber dieses Standes auf einmal waren.
Irgendwie auffällig gekleidet war ich nicht!

 

Martin Heine aus Hannover

Donnerstag, 02-02-12 17:04

@Olaf Ramcke

"Sie denken in die falsche Richtung."

Das mag sein. Ich hatte es in Richtung konkreter gegenseitiger Unterstützung verstanden, was eben einerseits lokal sein kann (z.B. gemeinsame Kinderbetreuung, ergänzender privater Unterricht zum zeitgeistigen Schulstoff, etc.), aber eben auch überregional (etwa in puncto Expertise, d.h. über die unterschiedlichen Berufe, welche die genannten "wir Vielen" ausüben).

Und um diesbezüglich zueinanderzufinden bedürfte es nunmal irgendeiner nicht-anonymen Plattform oder Vermittlung durch einen Koordinator. Wie Herrn Müller zum Beispiel. ;-)

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Donnerstag, 02-02-12 16:11

Lieber M. H, aus ffm,

"wenn es aber dann drauf ankommt ......"

Das liegt vermutlich daran, daß "Rechte" in der Regel Patrioten sind. Heimatverbunden. Familienmenschen. Berufstätig. Kultur haben. Sie sind stolz auf ihr Volk und ihr Land.

Das bedeutet aber auch, daß sie einiges -Existenzielles- zu verlieren haben.

Vergleiche mit "Linken" kann jeder selber bilden. Die haben das alles nicht.

Während Konservative eher konstruktiv ausgerichtet sind, weil sie erhalten wollen, sind SozialKommunisten stets bemüht an anderer Leute Hab und Gut zu kommen.
Wirken zerstörerisch. Gleichmacherisch.

Die heutige Hammelherde hat den gleichen Charakter wie die Hammelherde des Nationalsozialismus.

Wir Nicht-Hammel haben es da schwer.

 

Bernd Schmieder aus Berlin

Donnerstag, 02-02-12 14:35

Da stellt sich aber immer wieder die wichtigste Frage zuerst : Was will die Regierung, ihre Medien und deren Vordenker und -lenker wirklich ? Da bin ich dann ganz schnell bei Kalle Marx und das will ich eigentlich nicht...

 

Olaf Ramcke aus Fellin

Donnerstag, 02-02-12 14:29

Martin Heine,

Sie denken in die falsche Richtung. Wenn es Ihnen um ein Gesinnungsnetzwerk geht, genügt bereits die offene Formulierung der eigenen Position.

 

Olaf Ramcke aus Fellin

Donnerstag, 02-02-12 13:18

"Potentielle Morde liegen in den angeblich falschen Gesinnungen"

Naja, um Hercule Poirot zu zitieren, auf die Frage, ob es überhaupt einen Mensche gäbe, welcher nicht zu einem Mord fähig ist: "Das habe ich mich oft gefragt."

 

Martin Heine aus Hannover

Donnerstag, 02-02-12 13:08

(Teil 2/2) Und wenn man eine parteiunabhängige und dezentrale Vernetzung anstrebte, bei der lokale Koordinatoren nur einander kennen, aber nicht die Mitglieder der anderen Koordinatoren, dann hätte man zwar mangels zentraler vollständiger Liste die Gefahr des Datenklaus der Adressen gleich aller Nicht-Zeitgeistigen reduziert, bräuchte dann aber gleich viele regionale Koordinatoren, welche die Eingangsvoraussetzungen an einen zentralen Datenerfasser allesamt erfüllen müßten. Einschließlich, daß ihm in seiner Region alle grün sind, was bei der allgemeinen Distanzeritis auch schon ein Problem wäre. Während umgekehrt schon rein statistisch mit zunehmender Zahl lokaler Koordinatoren die Wahrscheinlichkeit steigt, daß einer davon ein Maulwurf ist

 

Martin Heine aus Hannover

Donnerstag, 02-02-12 13:05

(Teil 1/2) Richtig, eine stärkere Vernetzung wäre wünschenswert. Aber welche Person/Organisation wäre bereit, solch eine zentrale Datenbank aufzubauen und wie würde vermieden, daß die Daten à la Nazi-Leaks hierdurch dem Gegner gleich auf dem Präsentierteller serviert würden?

Und inwieweit bestünde seitens eines hinreichenden Anteils von uns Otto-Normal-Konservativen auch das Vertrauen sowohl in die Person/Organisation sowie die von ihr getroffenen Sicherheitsvorkehrungen?

Insofern geht es wohl erstmal nur lokal. Da wären dann ein paar Leutchen von bspw. Den Hannoveranern erfaßt, andere über Pro, BIW, etc. Aber diejenigen, die nicht mit Parteien assoziiert sind, wären dann auch wieder unvernetzt.

 

Hans Holt aus Panama

Donnerstag, 02-02-12 12:47

Als ich den etwas angestaubten Roman "Und morgen die ganze Welt" von Michael Burk (vor 1974) las, dachte ich zuerst, er schreibt über die Zustände der deutschen Gegenwart. Aber vor 1974 war es ja noch nicht so schlimm. Man hatte den Kommunismus zum Feind und Helmut Schmidt, keinen SD und keine Gestapo. Und was ist heute? H.S. erzählt senilen Quatsch, die Kommunisten sitzen im Bundestag und SD und Gestapo arbeiten unter neuen Namen. Noch haben sie ihre Foltergeräte eingepackt, sie brauchen sie noch nicht, weil es wieder eine gleichgeschaltete Presse und genug verdummte Menschen gibt. Was ist das Ziel dieser neuen Volksgemeinschaft? Wann kommen die KZs und wann kommt der Krieg?

 

Wahr-Sager - aus NRW

Donnerstag, 02-02-12 12:37

Der "Kampf gegen rechts" ist zu einem einträglichen Geschäft und Hobby geworden für Leute, die sich generell in einer Diktatur wohl fühlen und demzufolge diese nicht als solche beurteilen - sondern in diesem Fall als "bunte Demokratie". Als Mitläufer und Denunziant lebt es sich ja auch enorm leicht.

Das am Ende des Artikels erwähnte Motto von Herr Müller, "Wir sind viele" sollten wir uns in der Tat vergegenwärtigen und deutlich machen!

 

Wahr-Sager - aus NRW

Donnerstag, 02-02-12 12:29

Die sattsam bekannten Phrasen der linken Hetzer - wie eben "Relativierung des Holocaust" - sind deutliche Belege dafür, dass es ihnen nicht um echte Meinungsfreiheit und somit um eine ehrliche Auseinandersetzung bzgl. dieser Thematik geht, sondern um die Fortführung ihrer schon seit Jahrzehnten praktizierten Anmaßung der Meinungs- und Deutungshoheit...

 

Hans Beobachter aus Deutschland

Donnerstag, 02-02-12 12:26

Es ist sehr schwer gegen den Mainstream anzukommen. Die etablierten Politiker, Parteien und Medien haben den Deutschen über Jahrzehnte eine Gehirnwäsche verpasst. Das fängt schon im Kindesalter an. Viele Diskussionen kommen gar nicht erst in Gange weil manche Themen, Parteien und Probleme bereits medial „braun“ voretikettiert werden. Die große Masse der deutschen Bevölkerung wählt seit Jahren die etablierten Parteien obwohl diese schon lange nicht mehr „zum Wohle“ der deutschen Bürger arbeiten. Deutschland baut sich ab und seine Bürger machen munter mit. Das neue, multikulturelle und islamische Deutschland wird jedoch nicht besser werden oder lange Bestand haben.

 

Wahr-Sager - aus NRW

Donnerstag, 02-02-12 12:20

Es ist doch immer wieder das Gleiche: Die (Pseudo?-)Linken fühlen sich selbst dann schon massiv angegriffen, wenn man ihnen einen kleinen Dämpfer verpasst. Sie selbst wollen unantastbar sein und gottgleich angesehen werden, was wohl deswegen auch jüngst die WELT zu einem Artikel mit dem Titel "Linken-Haudrauf-Talk mit Nuschel-Geheimdienstler" bewog.
Dabei sieht die Realität doch so aus, dass gerade in der Links-Partei die geistigen Brandstifter zu finden sind, die den Ton angeben und bellen wollen.

 

Thomas Lentze aus Bonn

Donnerstag, 02-02-12 11:47

Wirklich, Selbsthilfe tut not. Aber wie schon ein Kommentator angemerkt hat, ist die Lust der Betroffenen, sich zu organisieren, sehr gering. Ich bemerke das an mir selbst. Wie Paulus schrieb: "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach."

Wie wird es weitergehen? Ich denke, die Polarisierung wird rapide voranschreiten. Am Ende werden wir Zustände haben vielleicht wie im römischen Urchristentum, als die Nicht-Mainstreamer, also die Verfolgten, sich in Katakomben zurückzogen. Dort sind sie dann wirklich zur Gemeinschaft geworden.

Vielleicht gehört zum Wesen der guten Menschen (nicht der "Gutmenschen") eine gewisse Passivität und Leidensbereitschaft, und vielleicht ist gerade sie Voraussetzung für einen neuen Evolutionsschritt.

 

Rainer Thesen aus Nürnberg

Donnerstag, 02-02-12 11:36

ad "M.H, aus ffm":
Sie tun doch genau das, was Sie zu Recht beanstanden! Schreiben Sie doch unter Ihrem ehrlichen Namen, den jeder im Telefonbuch nachlesen kann! Die linken Strolche sind wie kläffende Köter: Geht man mit festem Schritt auf sie zu und blickt ihnen ins Auge, so weichen sie winselnd zurück, sucht man sich aber vor ihnen zu verstecken, so erkennen sie instinktiv, daß ihr Gegenüber Angst hat und greifen es an.

 

M. H, aus ffm

Donnerstag, 02-02-12 10:09

aber genau das scheinen sie nicht zu begreifen. ich weis nicht woran es liegt aber erzählen tun viele vieles - wenn es aber dann drauf ankommt zu bekennen und entsprechend zu handeln ziehen die meisten den schwanz ein.

 
 

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