Front National legt zu / Le Pen deklassiert Chef der Linksradikalen
Marine Le Pen: Erfolg für die FN-Chefin Foto: Marie-Lan Nguyen/Wikimedia Lizenz: bit.ly/GGiwp9
PARIS. Der Front National (FN) hat sein Ergebnis in der ersten Runde der französischen Parlamentswahlen deutlich steigern können und ist mit 13,7 zur drittstärksten Kraft im Land aufgestiegen. Konservative und Sozialisten kamen auf jeweils 34,4 Prozent. Aufgrund des Mehrheitswahlrechtes kann der FN in den Stichwahlen jedoch nur mit drei der knapp 600 Sitze rechnen.
Das linke Lager aus Sozialisten, Linksradikalen, Grünen und regionalen Parteien können laut Prognosen von France Info für den zweiten Wahlgang auf eine absolute Mehrheit hoffen. Sie kommen derzeit auf 310 bis 356 Sitze. Die Konservativen erhalten dagegen nur 224 bis 261 Mandate. Eine endgültige Entscheidung fällt am kommenden Wochenende bei den Stichwahlen. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 57 Prozent einen neuen Tiefststand.
Zu einem aufsehenerregenden Duell war es im elften Wahlkreis im Departement Pas-de-Calais gekommen. Hier forderte der Vorsitzende der Linksfront, Jean-Luc Mélenchon, die FN-Chefin Marine Le Pen heraus, um, wie er betonte, ihre Erfolgsserie zu stoppen. Le Pen konnte sich jedoch gegen den Linksradikalen durchsetzen und erhielt mehr als 42 Prozent der Stimmen. Mélenchon mußte sich mit 18 Prozent begnügen. (ho)
@Sydow betr. Ablehnung des Mehrheitswahlrechts
-----------------------------------------------------
Mag alles sein, aber vergessen Sie nicht, daß es das an anderen Stellen schon gibt und dort auch Sinn macht, z.B. bei der Direktwahl von Bürgermeistern. Warum nicht auch für Wahlkreisabgeordnete, dann sind die Antretenden nämlich gezwungen, sich als Alternativen vorzustellen. Sie müssen hier über alte Lager wie CDU und SPD hinaus weiter denken
Die sog. repräsentative Demokratie führt über das Parteiengekungel und die unsäglichen Koalitionen dagegen tatsächlich oft zum Gegenteil einer Bürgervertretung. Ein Ergebnis davon ist gerade in unserer Volkskammer 2.010 mit ihrer "alternativlosen" EURO-Rettungspolitik zu besichtigen.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Mittwoch, 13-06-12 02:42
@ Jorge Salvador aus Maragojipe
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung, hat mich sehr gefreut.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Mittwoch, 13-06-12 02:40
@ Paul Heller
Ich habe lediglich geschrieben,wo die Wurzeln liegen, wo es herkommt: Multikulti, Schwulenbrimborium, "Gender-Mainstream" (da sogar das Wort selbst), das "Nazi"-Thema usw. usw.
Aber n i c ht, daß die Amerikaner die Nachkriegsdeutschen mit ihrem Schuldkomplex und ihrer Identitätsproblematik brutal gezwungen hätten, Ami-Kopien zu werden, von der anfänglichen "Re-Education" einmal abgesehen.
So etwas haben die Römer in Gallien und anderswo in i h r e m Imperium auch nicht gemacht. Trotzdem heißen noch heute Socken deswegen so, weil die Römer sie soccus nannten. Unter anderem...
Und das Telegrammstil-Thema: hatten wir beide schon ein paarmal, nicht wahr? Mein Tipp nach wie vor: einfach nicht lesen, wenn´s nicht gefällt!
Paul Heller aus München
Dienstag, 12-06-12 16:38
und zu deinem Beitrag Ecki:
wo lebst Du eigentlich, das Du jetzt noch mit "Ami go home" - Sprüchen ankommst?
Dir ist es vielleicht noch gar nicht aufgefallen, aber die Amis sind mittlerweile fast alle wieder "home"...
Wo gibt es denn noch grosse Stützpunkte, die sind doch inzwischen fast alle verschwunden!
Wach mal auf in der Realität: McDonalds, 148 Satelliten-TV Sender und Einkaufszentren auf der grünen Wiese haben wir nicht weil gezwungen worden vom bösen Ami, nein der Deutsche wollte das so also hat er es bekommen...
Paul Heller aus München
Dienstag, 12-06-12 16:23
@Ecki Eckstein
Warum wohl macht die JF in der Kommentarfunktion eine Zeichenbegrenzung? Fass Dich doch mal kurz und unterlass mal das ewige (1), (2), (3),... (7) dann wird es auch eher gelesen.
Von der Redaktion würde ich mir wünschen dass solche Fortsetzungsromane wie vom Eckstein einfach konsequent gelöscht werden bzw. gar nicht erst freigeschaltet werden, es kann doch nicht so schwer sein sich einigermassen kurz zu fassen...
Bernd Sydow aus Berlin
Dienstag, 12-06-12 08:33
Ich bin ein entschiedener Gegner des Mehrheitswahlrechts. Denn wie funktioniert es?
Derjenige Kandidat einer Partei, der in seinem Wahlkreis die Stimmenmehrheit erzielt (sie kann weit unter 50 Prozent liegen), kommt ins Nationalparlament. Die übrigen Kandidaten und Parteien des Wahlkreises sind weg vom Fenster und - was noch wesentlicher ist - deren Wähler mit ihren abweichenden politischen Ansichten (auch wenn sie zusammen weit über 50 Prozent ausmachen) sind vom politischen Gestaltungsprozeß ausgeschlossen.
Und das soll demokratische Gerechtigkeit sein? Nein, das ist die Diktatur der Mehrheit!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 12-06-12 04:30
@ Paul Heller: "Leg mal ne neue Platte auf, es langweilt..."
Manche Wahrheiten kann man den Leuten nicht oft genug um die Ohren hauen.
# "...Solange die deutsche Rechte ständig diese ewig abgedroschene Leier spielt..."
Umgekehrt wird wohl eher ein Schuh draus. Ich hatte in den letzten 40 Jahren eigentlich immer den Eindruck, der Leiergesang der Rechten wäre: "Vorsicht, die Russen kommen...!"
"Ami go home!" hingegen tönte wenn überhaupt von links.
Und wissen Sie was mich langweilt? Sie ahnen es sicher: das ständige Gejammer über böse Linke - die meist garkeine sind, sondern nur Clowns, Psychopathen, Kryptofaschisten und nützliche Idioten -, ohne den geringsten Schimmer, so scheint es jedenfalls allzu oft, was wirklich los ist.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 12-06-12 04:29
(2) Säße ich mit der Cola-Dose vor mir im Think-Tank der Google- oder Facebook-Zentrale oder dem beim CIA, ich würde mich köstlich amüsieren über die lustigen "Konservativen" und diverse (glücklichherweise nicht alle) Rechten over there in Germany made in USA, - wie sie ihr Land vor bösen Sozialisten und "linken" Grünen retten wollen!
Solchen z.B. wie diesem Taxifahrer, wie hieß er noch, der es ohne Hauptschulabschluß bis zum Professor brachte.
Und wo isser das? Richtig: in Amerika! Und warum wissen wir auch, ich jedenfalls. Aber gaaanz linker Groschen, der reinste Kommunist, deswegen ja, wie all die anderen aus seinem Ex-Verein auch, jaja...
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 12-06-12 04:20
(3) Punctum saliens: die BRD ist - einschließlich ihrer "Linken" und Grünen -, annähernd so amerikanisch wie einst ganz Gallien römisch war.
Außer diesem kleinen Dorf, das jeder kennt natürlich!
Nur das keltisch-lateinische Kauderwelsch (aus dem später Französisch wurde), das zunehmende Völkergemisch, Gladiatorenspiele, sexuelle Ausschweifungen, dekadente Verweichlichung et cetera, - das kam damals natürlich nicht aus Rom.
Da haben die wenigen Gallier, die das alles nicht gut fanden, nur anderen die Schuld geben wollen, wie wir heute wissen. Es lag vielmehr an den keltischen Kommunisten.
Jorge Salvador aus Maragojipe
Montag, 11-06-12 22:47
Herr Eckstein, bitte ignorieren Sie unangebrachte Kritik. Ihre Kommentare sind stets sehr gut fundiert und entsprechen den Tatsachen. Sehr wahrscheinlich schaetzen viele der Mitkomentatoren dies aehnlich ein.
Ralf Beez Ofw d.R. aus 72250 Freudenstadt
Montag, 11-06-12 19:45
Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, schaue ich immer, um runterzukommen, in den Bildschirmtext und Nachrichten, heute vor allem wegen Frankreich und den Ausgang der Wahlen. Es war immer das gleiche, daß Hollande zugewonnen und Sarkozy verloren hatte, doch
nirgends war von Le Pen die Rede, erst im Bst des BR
wurde ich fündig und erst in der JF erfuhr ich die ganze Wahrheit. Es freut mich ungemein, daß die FN da -
zugewonnen hat und Marine Le Pen ihren Wahlkreis
DEUTLICH behaupten konnte gegen Ihren großmäuligen
Herausforderer.
Darauf muß ich ein Glas Schampus trinken,Prosit!!
Paul Heller aus München
Montag, 11-06-12 18:18
"obwohl sämtliche zu beklagenden Übel ihren Ursprung in den USA haben"
Gääähn...
Leg mal ne neue Platte auf, es langweilt...
Solange die deutsche Rechte ständig diese ewig abgedroschene Leier spielt, ist sie ganz zu Recht vollkommen bedeutungslos...
Erinnert irgendwie an die "Migrantenverbände", da sind auch immer die anderen schuld.
Bodo der Boese aus Boilivien
Montag, 11-06-12 18:16
Die Dame macht mir Mut, beweist sie doch, es geht! 'Rechts' in Deutschland sollte sich ein Beispiel daran nehmen.
schwarzrotgold x aus dem Lande der unterwürfigen Steuerzahler
Montag, 11-06-12 16:29
Das französische Wahlrecht ist aber auch nicht schön. Denn es ermöglicht im Prinzip nur 2 Parteien
die Mitsprache. Das bedeutet letzendes, das die Meinung von 13,7 Prozent der Wähler praktisch ignoriert wird.
Interessant dürfte übrigens sein, dass der ehemalige Bundespräsident Herzog forderte, die 5% -Hürde erheblich heraufzusetzten, damit kleinere Parteien nichts zu sagen haben.
Die Bonzen wollen sich absichern...
Chris Kuhn aus Schland
Montag, 11-06-12 15:29
Spätestens wenn eine deutsche Rechte so stark werden würde wie in Frankreich, bekämen wir in der BRD ein Mehrheitswahlrecht (verordnet).
Bin auch nicht ausdrücklich dagegen; denn erstens wären wir dann die ganzen Schwanz-wackelt-mit-Hund-Koalitionsparteien los und zweitens ist nicht abzustreiten, daß durch ein konsequentes Mehrheitswahlrecht zumeist die lokale Agenda in den Wahlkreisen vor die Parteipolitik gestellt wird, was deshalb auch, ob man das nun schätzt oder nicht, zu jener im Nationalen recht homogenen Elite führt, die unseren westalliierten "Freundesländern" noch ihre militärische und kulturelle Weltgeltung sichert.
Frau LePen hat sicher Charisma, aber das scheint noch nicht auszureichen, um Wahlkreise zu gewinnen.
Marcus Krichbaum aus Absurdistan
Montag, 11-06-12 13:22
@ Eckhard Eckstein
In fast Jedem Land, wo es eine funktionierende Rechte gibt, sind Eingewanderte ein Teil davon. Mir scheint nur in Deutschland und in Österreich der Anteil beträchtlich kleiner zu sein als Anderswo.
Gibt es in Deutschland bekennende Linke für Deutschland?
Ansonsten haben sie Recht, diese bescheuerte Blockadepolitik kann niemand wollen, der für Deutschland ist. Inhaltlich kommt man, wenn man gute Politik machen will, weder an linken noch an rechten Inhalten vorbei.
Was mich an Le Pen und der FN überrascht ist, wieviele junge Frauen sie begeistern kann. Bei Uns sind sie vorallem bei den Jusos und bei den Junggrünen aktiv. Warum auch immer!?
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Montag, 11-06-12 12:47
Und die deutsche politische Rechte?
Nur eine Handvoll Themen. Außerdem entweder zu radikal oder wenn gemäßigt, dann "bürgerlich", "freiheitlich", "konservativ" usw.
Sprich: altbacken, volksfern, wirtschaftsnah, unkritisch transatlantisch (obwohl sämtliche zu beklagenden Übel ihren Ursprung in den USA haben). Schließlich ohne Interesse für die kleinen Leute ohne Jagdrevier und Daimler, - die Masse des Volkes, die es eigentlich zu gewinnen gelte!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Montag, 11-06-12 12:40
(2) Und natürlich notorisch "gegen links", wozu, man höre und staune, neuerdings sogar die amerikahörige Konzern-, Oberschicht- und Globalisierungspartei CDU gehört.
Aus Prinzip, bloß nichts aufgreifen, selbst wenn es ausnahmsweise hundertmal richtig ist - und Wählerstimmen brächte -, sofern es a u c h (neben dem Blödsinn der sich sonst dort findet natürlich) von der SPD , den Grünen oder der Linkspartei vertreten wird!
Konsequenz solcher Stammtischmentaliät: jämmerliche Dauerwahlergebnisse, - aber anscheinend egal.
Le Pen hingegegen: eine S a m m l u n g s b e w e g u n g. Motto: Rechts u n d links f ü r Frankreich!
Sogar Zigeuner sind Mitglied und machen Straßenwerbung mit Gitarre, - für Le Pen!