Friedrich Merz hat Wähler an die Union gebunden, die sich durch Rüttgers oder Rötgen nicht vertreten sehen Foto: Ronald Gläser
Das Ergebnis der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist eine Watsche für den Linkskurs der CDU. Die Union ist mit einem guten Viertel der Stimmen auf den Hund gekommen. Mit Norbert Röttgen an der Spitze kommt sie noch nicht einmal mehr an die Wahlschlappen unter Norbert Blüm vor zwei Jahrzehnten heran. Was ist passiert?
Unter ihrem Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers hat die CDU es versäumt, an alte Erfolge in dem eigentlich schwarzen Bundesland anzuknüpfen. Rüttgers war mal mit markigen Sprüchen wie „Kinder statt Inder“ angetreten, hat dann aber nach seiner Wahl nur die alte sozialdemokratische Schuldenpolitik fortgesetzt. Rüttgers gefiel sich darin, sich als Arbeiterführer zu inszenieren und Moscheen zu eröffnen.
Ökosozialismus gewinnt keine Wahlen
Seine Abwahl nach nur einer Amtsperiode 2010 war leistungsgerecht. Leider hat die CDU die falschen Konsequenzen aus dem Debakel gezogen: Statt in der Opposition wieder nach rechts zu rücken und verlorengegangene Wähler zu umwerben, gaben die Unionsstrategen dem Linkskurs jetzt auch noch einen grünen Anstrich. Norbert Röttgen, Merkels Umweltminister, wurde zum Landeschef und Spitzenkandidat. Spätestens seit der fragwürdigen Energiewende ist er der „grünste“ Minister in Merkels Kabinett. Er hat angekündigt, diesen Kurs der Stromverteuerung zulasten von Industrie und Verbrauchern noch weiter verschärfen zu wollen. Wie konnte er ernsthaft glauben, damit in einem Industriestandort wie NRW punkten zu können?
Kein Wunder, daß CDU-Wähler zu Hause bleiben. 2009 zur Bundestagswahl hatte die Union noch drei Millionen Stimmen. Diesmal nur noch zwei Millionen. Viele Wähler sind zu Hause geblieben. Mit über vierzig Prozent war die Partei der Nichtwähler wieder die stärkste von allen. Der Friedrich-Merz-Flügel der Union ist zudem zur FDP abgewandert. Wenn die CDU alle diese Wähler zurückhaben will, dann muß sie sich ein konservatives Programm verpassen: Statt einer Moschee öfter mal eine Kirche besuchen. Niedrigere Steuern und Abgaben statt Umverteilung zugunsten von ineffizienten Ökostromproduzenten. Statt Krippenausbau, Gender Mainstreaming und Wohlfahrtsstaat Rückzug des Staates aus dem Privatleben der Bürger. Niemand in Deutschland braucht eine fünfte sozialdemokratische Partei.
Was der Rechten fehlt, ist nicht eine Partei. Was der Rechten fehlt, ist eine Subkultur, d.h. ein landesweites Netz von lokalen, gut sichtbaren Einrichtungen, über die sich dann auch Menschen als zukünftige Politiker profilieren können.
Wer nicht einmal die Subkultur schafft, braucht an eine Partei gar nicht zu denken.
Rainer Möller aus Krefeld
Dienstag, 15-05-12 21:18
"Rüttgers war mal mit markigen Sprüchen wie „Kinder statt Inder“ angetreten"
Muss man diese Legende eigentlich immer wieder aufwärmen? Rüttgers hatte sich ganz normal kompliziert geäußert, und die Bild-Zeitung hatte das auf den markigen Spruch "Kinder statt Inder" verkürzt.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Dienstag, 15-05-12 20:01
Lieber j. w. aus münchen,
"... geht in die cdu, in bayern csu und arbeitet da mit. nur da kann man nämlich änderungen bewerkstelligen."
guter Trick. Netter Versuch.
Kenne ich aber schon.
Allerdings ein untauglicher Versuch am tauglichen Objekt.
Glauben Sie tatsächlich und ernsthaft, hier würde jemand in eine Partei eintreten, die ausschließlich ihrem eigenen Machterhalt dient?
Die jeder anderen Partei nachgelaufen ist, um sie links zu überholen?
Die gezeigt hat, wie sie mit Andersdenkenden innerhalb ihrer Partei, wie mit Martin Hohmann, umgeht?
Die nun wirklich alle konservativen Werte verraten hat?
Mit einer Feministin an der Spitze?
Bei 99,99% korrupten Mitgliedern hätte man da Chancen auf Veränderung?
Geh weider.
Ralf Beez Ofw d. R. aus 72250 Freudenstadt
Dienstag, 15-05-12 18:31
@Karl Siebenstein aus Pullach
Danke für Ihre Ergänzung, bin ein wenig erschrocken,
als ob Sie meine Gedanken gelesen hätten, kann jedes
Wort zustimmend unterstreichen.
Albrecht von Wallenstein aus Herzogtum Friedland
Dienstag, 15-05-12 18:07
Herr Alexander Schonath aus Heilbronn,
das mit der DSU habe ich mir auch schon mal gedacht. Gegen eine Partei rechts von CDU/CSU würde von unseren "unabhängigen" Medien ständig gehetzt werden. Wenn Sie Glück haben sind sie nur Rechtspopulisten. Wenn sie Pech haben sind sie Neonazis oder gleich Wiedergänger des Führers.
Dieses Spiel würde bei einer Partei, die früher von der CSU unterstützt wurde und eine positive Rolle in der letzten DDR-Regierung spielte, erheblich schwieriger.
Wenn sie klug wären, alle die Kleinstparteien die es ja heute schon gibt(was bei den selbstverliebten Parteifunktionären aber leider sehr unwahrscheinlich ist), würden sie sich alle unter der Fahne der DSU sammeln und mit einer Stimme sprechen.
Julius Recht aus Irrenheim
Dienstag, 15-05-12 15:36
Auch wenn Merz und Co. mundtot gemacht worden, bin ich der Meinung, daß Herr Röttgen ohne Schließung von Atomstrom, welche von vorne bis hinten falsch gewesen ist (wir merken erst jetzt und wenn das Licht mal ausgeht bzw. dreifach teuer wird!) hätte er
gewonnen. Außerden von Curry-Wurst ist noch niemand
klüger geworden ist...
Geberländer aufpassen auf NRW, wann der erste Notruf
kommt...
Karl Siebenstein aus Pullach
Dienstag, 15-05-12 13:33
@ Kersti Wolnow aus Irrenhaus BRD
"Der nächste Kandidat wird auch nur von der amerikanischen Hochfinanz eingesetzt."
Richtig, man darf nicht vergessen, daß Merz den Vorsitz der Atlantik-Brücke innehat. Und wenn man sich erinnert, was für ein Brimborium er um die Offenlegung seiner Nebeneinkünfte machte, dazu die 5000 Euro pro Tag bedenkt, die er aus Steuergeldern für seine Beteiligung am Verkauf der WestLB verlangte, macht es deutlich, um was für einen gnadenlosen Selbstbereicherer es sich hierbei handelt. Eben genau jene Sorte, bei der Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim staats- und verfassungsrechtliche Zweifel hegt. Einer wie er paßt auch wunderbar zu den Bilderbergern, die (wat'n Zufall) in diesem Jahr in Haifa/Israel konferenzieren.
j. w. aus münchen
Dienstag, 15-05-12 13:20
das dümmste und dadurch von den sozis gerne gesehen, ist die forderung nach einer neuen rechten partei. die wird sofort wieder den nazis zugezählt. also hebt eure ärsche und geht in die cdu, in bayern csu und arbeitet da mit. nur da kann man nämlich änderungen bewerkstelligen. ist mühsam, dauert lang, ist aber der einzige weg der auf dauer was bringt. alles (!!!) andere sind hirngespinste. und einen förderer, der so einen neuen spinner wirklich fördert, den gibt es nicht mehr. das war damals der alte henkel mit hitler. seitdem haben die was dazugelernt ...
Klaus-D. Endrulis aus noch Altenburg
Dienstag, 15-05-12 11:10
Merz, ein U-Boot-Christ, denn christliche Positionen vertritt er nicht öffentlich.
Merz, mehr Aufsichtsratsposten und Pöstchen in Banken und Wirtschaftsgrößen als Vaterlandsliebe!
Viel ist von ihm nicht gekommen. Ein moderner Rechtsanwalt eben, mit Pareibuch.
Röttgen? Blasser und konturloser Typ ohne Kampfgeist, wie ehemaliger Musterschüler beim Bestatter, nun mit Pareibuch.
Die CDU?
Eine matriarchalische Merkel-Partei mit Albrecht-Tochter Von-der-Leyen & Co.
Die christliche Werte und Tugenden sowie konservative Positionen massiv verraten und echte Konservative wie Hohmann rausschmeißen. Schlimme Partei, wie LINKE, GRÜNE, SPD, FDP.
CDU hat fertig, momentan!
Barnabas B aus (B)unte (R)epublik (D)himmistan
Dienstag, 15-05-12 11:04
@Bernd Sydow aus Berlin Dienstag, 15-05-12 09:50
Das sehe ich ähnlich. Nur bringt man Wahlpflicht ins Gespräch..... Oh oh, was man sich dann so alles anhören muss.
Zum Punkt 3 ist anzumerken das dies nur fast richtig ist. Denn wenn nur noch 40% zur Wahl gehen, ist es auch kein Mehrheitsentscheid mehr und die Wahl könnte dann wohl vor dem BVG angefochten werden. Suchen tut man jedoch vergeblich nach einer Grenze nach unten, bisher konnte ich da nichts finden, wohl weil die Väter des GG nicht damit gerechnet haben das die Wahlbeteiligung irgendwann so schlecht werden würde.
Barnabas B aus (B)unte (R)epublik (D)himmistan
Dienstag, 15-05-12 10:56
Ich lese da etwas von
"Die Union ist mit einem guten Viertel der Stimmen auf den Hund gekommen."
Kann ich nicht rechnen? Die CDU hat 15,78% der Stimmen erhalten und die SPD 23,46%. Keine der beiden Parteien hat also 25% auf sich vereinigen können.
Oh ich vergaß. Bei den Wahlen wird ja ständig betrogen was das Zeug hält und keiner klagt vor dem BVG dagegen (Wohl aus gutem Grund).
Und dieser Betrug geht so und ist auch staatlich legitimiert. Man nehme die Wahlbeteiligung, rechne diese auf 100% hoch und verteile danach erst die Stimmen auf die Parteien. Somit fallen die ganzen Nichtwähler unter den Tisch und die Stimmen der Wähler zählen nicht mehr 1,0 sondern 1,X.
Nichts von wegen "One Man, one Vote", sondern Pseudodemokratie!
Bernd Sydow aus Berlin
Dienstag, 15-05-12 09:50
(2) Mögliche Gründe sind:
1. Asoziale Grundeinstellung: "Das Gemeinwohl ist mir doch scheißegal!".
2. Resignation: "Meine Stimme ändert doch sowieso nichts an den politischen Verhältnissen".
3. Naivität: "Mit meiner Wahlenthaltung verpasse ich den etablierten Politikern einen Denkzettel!". Diese Gruppe verkennt, daß diesen die Wahlbeteiligung schnurzpiepegal ist, solange ihre Mandate gesichert sind.
4. Bequemlichkeit: "Am Sonntag zum Wahllokal latschen? Da haben wir was besseres vor!". Dieser Gruppe ist offenbar nicht bekannt, daß man heute ohne Begründung per Briefwahl an Wahlen teilnehmen kann.
Gibt es ein Mittel gegen Wahlverweigerung? Ja durchaus, nämlich Wahlpflicht!
Bernd Sydow aus Berlin
Dienstag, 15-05-12 09:25
(1) "... Viele Wähler sind zu Hause geblieben. Mit über vierzig Prozent war die Partei der Nichtwähler wieder die stärkste von allen. ..."
Klingt irgendwie nach Verständnis für diese Wahlverweigerer. Ein solches habe ich aber definitiv nicht!
Nach der Schleswig-Holstein-Wahl habe ich mich (auf diesem Forum) mit der Frage "Wie tickt der deutsche Wähler?" auseinandergesetzt; nach der NRW-Wahl indes drängt sich die Frage auf: "Wie tickt der deutsche Nichtwähler?"
Warum machen deutsche Wahlberechtigte in zunehmender Zahl keinen Gebrauch von ihrem Wahlrecht? Welche Gründe liegen dieser Wahlverweigerung zugrunde? (2)
Kersti Wolnow aus Irrenhaus BRD
Dienstag, 15-05-12 07:37
@ Erwin der Querdenker,der Thron von Frau Merkel mag wackeln, aber der nächste Kandidat wird auch nur von der amerikanischen Hochfinanz eingesetzt. Es ist egal, wer regiert, es wird keine deutsche Politik gemacht. Wer von all den Kanzlern hat ein Ende der Besatzung gefordert? Kniefall in Polen, Händchenhalten mit Mitterand, zahlen für alle, Ausrauben unseres Sozialsystems für das Elend der Welt, unser Gold in fremden Händen, deutsche Politik sieht anders aus als die jahrzehntelange Kriecherei vor den Siegermächten.
Eine Diskussion darüber findet nicht statt, herrlich war der Schachzug mit den 68ern, ein trojanisches Pferd, Erfüllungsgehilfen für die Besatzer, vor allem bei der Gehirnwäsche durch die Medien. Merz, Röttgen oder Laschet, egal.
Maximilian Irrlicht aus Berlin
Dienstag, 15-05-12 07:34
Merz eignet sich kaum als konservativer Ersatz-Hoffnungsträger für den so kläglich gescheiterten Guttenberg. Die einzige programmatische Äußerung, an die ich mich bei diesem aalglatten Karrieristen dunkel erinnere, ist die Bierdeckelreform, einer Idee, der selbst Merkel anhing, bevor sie wegen der beinahe verpatzten Abwahl von Schröder, geschmeidig wie sie ist, eine Kehrtwende vollzog. Merz könnte allenfalls auf rein symbolischer Ebene handeln, Pflästerchen für die vergrätzte Klientel verabreichen, wie es die CSU ab und an praktiziert. Jeder, der die Probleme des Landes ernsthaft in Angriff nehmen wollte, würde sich mit Zuschreibungen wie "rechtsextrem", "nazistisch" und der vollen Wucht des "Kampfes gegen Rechts" konfrontiert sehen.
E R aus D
Montag, 14-05-12 22:48
Die Wahl hat einiges deutlich gemacht:
1. Nachdem die Presse die FDP für systemrelevant erklärt hatte, setzte eine Kampagne zur Rettung der FDP ein. Allen voran Springers Medienproleten. Das man dafür Röttgen zertrümmerte, ist eine noch bessere Entwicklung, als die Zerstörung der FDP.
Es hat aber auch deutlich gemacht, gegen die Medien geht wenig. Umso wichtige ist eine unabhängige Zeitung, wie die JF.
2. Röttgen ist Merkels Erfindung. Sie hat ihn berufen, sie hat ihm den Weg in NRW geebnet. Die Vernichtung von Röttgen ist deshalb vor allem auch eine Niederlage für Erika. Die Wähler haben die Merkel CDU abgewählt und Merkel für 2013 jeglicher Machtperspektive beraubt.
Ob jemand wie Merz die CDU noch retten kann, wage ich zu bezweifeln. Ich denke, die CDU wird sich nur in der Opposition erholen, wenn überhaupt.
Ehemaliger Christdemokrat aus Berlin
Montag, 14-05-12 22:06
Grüner als die Grünen, Sozialdemokratischer als die SPD will die CDU sein. Sie ist schon lange keine konservative Alternative mehr. Warum also CDU wählen? Da wählen die Menschen eben gleich die rotgrünen Orginale oder bleiben zu Hause
Joachim Reuter aus Mönkeberg
Montag, 14-05-12 21:32
Ich stimme den Kommentatoren zu, die sinngemäß sagen:
Was die CDU gebraucht, ist nicht mehr relevant.
Fest steht aber, daß Deutschland die CDU nicht mehr gebraucht. Diese Partei ist nämlich mittlerweile überflüssig, weil sie keine konservativen Positionen mehr vertritt.
Das Spektrum der Linksparteien ist hingegen groß und dahinein gehört in diesen merkelwürdigen Zeiten inzwischen auch die CDU.
Merz mag im wirtschaftlichen Sinne konservative Positionen vertreten. Aber reicht das aus? Was ist mit der Ausländer-, Bildungs-, Euro(pa)- und Familienpolitik? Ich habe da bisher keine klare Aussage gehört - und erwarte sie von Herrn Merz auch nicht.
Thorsten Müller aus Berlin
Montag, 14-05-12 21:09
Die CDU ist schon lange nicht mehr wählbar. Da spielt es auch keine Rolle mehr, welche ihrer Politiker an der Spitze stehen. Unter Kohl hat sich die Ausländerzahl mehr als verdoppelt. Jetzt zeichnet sich eine nicht mehr allzu ferne Zukunft ab, in der wir eine Minderheit im eigenen Land sein werden. Wer dieser volksfremden Partei noch eine Träne nachweint, muß sich fragen, ob er auch noch Spaß am eigenen Untergang hat.
Ewig Gestriger aus Königsberg
Montag, 14-05-12 20:16
Na super, wir sind uns hier alle einig, dass die CDU wieder mehr konservatives Profil entwickeln sollte. Aber das ändert doch leider gar nichts daran, dass wir mit dieser Meinung ganz offensichtlich in der Minderheit sind und wir in Deutschland inzwischen eine klare sozialistische Mehrheit haben.
Bernd Schmieder aus Berlin
Montag, 14-05-12 20:13
@ schwarzrotgold x aus einwandererland brd : „
Es wird Zeit für eine neue Partei am Rechten Rand.“
Von mir aus gerne, nur glaube ich das nicht. Ich denke, wir brauchen eine Rechte Partei, die auch den Rand mit abdeckt. Aber noch unendlich viel wichtiger erscheinen mir freie Medien, freie Gerichte, freie Universitäten, weniger Lobbyarbeit und freie Abgeordnete, die verdeckt abstimmen können und die bei offenen Abstimmungen nicht die „richtige“ Wahlkarte an der Urne vorgehalten bekommen. Dann nämlich würden die Rechten, freien und damit demokratischen Parteien von selbst kommen. Ein Schäffler, Hohmann oder Sarrazin sind zwar mutig aber nicht sehr hilfreich weil vergeblich. Vergessen Sie Merkel, die ist austauschbar. Die CDU duldet diese Marionetten weil sie ganz andere Ziele als den Volkswillen haben. Mehr Merz nützt gar nichts, wenn sie nicht vorrangig für das deutsche Volk arbeiten. Wie sagte Seehofer (CSU): „Die was zu sagen haben werden nicht gewählt und die gewählt werden haben nichts zu sagen.“ Wir sind besetzte Zone, dürfen nicht über unsere Grenzen, unsere Währung, unsere Medien oder unsere Verfassung selbst bestimmen.
Wenn die Deutschen das endlich kapiert haben oder sich mal dafür interessieren sollten, wird es zu spät sein.
Karl Siebenstein aus Pullach
Montag, 14-05-12 20:00
@ Ralf Beez
Richtig: Merz denkt zu allererst an seine eigene Tasche, weiß sich gut in Szene zu setzen. Der Typ ist knochenhart und furztrocken. Kann man ihm's verübeln? Dieses Land züchtet Duckmäuser (die gerade in seiner Partei um "Muttis" Hinterausgang herum grassieren) oder eben knallharte Egoisten wie ihn, die dann irgendwann in die Wirtschaft abwandern. Da wird einfach nur gerechnet, was Vortrag XY so unterm Strich einbringt. Ich würde gar nicht sagen, daß er mir unsympathisch wäre. Aber hohe "Ideale" außer seinem trauten Heim, seinen Vorstandsposten und Sparguthaben hat der gewiß nicht! Der Mann ist gut beraten, ein Rechtsanwalt zu bleiben. Der hat den Drecksjob als Blitzableiter in einer Versagerpartei wie der CDU gar nicht nötig.
Erwin der Querdenker aus Dummerland
Montag, 14-05-12 19:26
Das desaströse Wahlergebnis der CDU ist auf das Merkelsche Machtsystem zurückzuführen, die SPD links zu überholen. Entsprechend kommen in der CDU nur noch Bubis und genderisierte Damen zum Zug verbunden mit öko-multikultureller Einfärbung.
Die CDU-Nichtwähler könnten ja auch eine wirklich konservative Partei wählen. Doch da kommt offenbar die mediale Hirnwäsche wieder zum Tragen und es verläßt sie der Mut.
Merz wäre mit Abstand der bessere Kandidat der CDU gewesen. Die Differenzen zwischen Frau Merkel und ihm scheinen aber unüberbrückbar zu sein, so dass er frühestens erst nach einem Rückzug der Frau Merkel aus der Politik für ein Amt zur Verfügung stehen wird.
Ich denke, er wartet ab.
Der Thron von Frau Merkel wackelt erheblich!
Carsten Schulz aus Mannheim
Montag, 14-05-12 19:03
'Niemand in Deutschland braucht eine fünfte sozialdemokratische Partei.'
Das ist wahr, aber eine Erkenntnis, die sich in der CDU noch nicht verbreitet hat. Solange dort solche weichgespülte Typen wie Röttgen ('Muttis Klügster') oder vorher Wulff ('Muttis Großer') Karriere machen könne, wird die CDU weiter in die Konturlosigkeit abrutschen und Stimmen verlieren.
Interessant ist, dass sich die FDP als die einzig verbliebene 'bürgerliche Kraft' fühlen kann und das auch so artikuliert. Von einer wirklichen Alternative für rechtsdemokratische Wähler ist sie aber genausoweit entfernt wie die CDU. Aber eine Ventilfunktion hat sie schon, zum Nachteil der kleinen Parteien am rechten Rand, die weiter in der Bedeutungslosigkeit dahindümpeln.
Alexander Schonath aus Heilbronn
Montag, 14-05-12 18:48
Was nützt es, wenn ein Friedrich Merz Konservative an die CDU bindet, die dann wegen dem stetigen Linkstrend der CDU doch wieder verraten werden?
Auch die permanente Anbiederung der CDU an SPD und Grüne verprellt CDU-Wähler.
So blieben CDU-Konservative der Wahl fern und andere ehemalige CDU-Wähler machten ihr Kreuz gleich bei der SPD oder bei den Grünen.
In der Parteienlandschaft fehlt eine konservative Partei wie die Deutsche Soziale Union.
Dirk Bagel aus dem Süßwasseraquarium
Montag, 14-05-12 18:47
Ich wage zu behaupten, daß eine bundesweite CSU heutzutage mehr Stimmen erhalten würde, als die CDU.
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Montag, 14-05-12 18:47
"Wie konnte er ernsthaft glauben, damit in einem Industriestandort wie NRW punkten zu können?"
Er glaubte das niemals ernsthaft,
denn
Landeswahlergebnisse sind vorher abgesprochen,
die Länder vorher zwischen den Blockparteien aufgeteilt:
immer wieder werden wechselseitig absolute Nullnummern in den sogen. "Wahlkampf" geschickt,
und jeder weiß vorher: der wird`s oder bleibt`s bestimmt nicht,
z.B.Henkel, Pflüger in Berlin, Stegner, de Jager (Schl.), Ahlhaus (HH), alles Luftnummern just for show...
Jürg Rückert aus Südwest
Montag, 14-05-12 18:40
Die Wähler halten sich lieber an ein Original als an eine Kopie.
Außerdem nimmt die Zahl der klammen Bürger zu, die der populistisch angebotenen Nestwärme erliegen.
Ralf Beez Ofw d. R. aus 72250 Freudenstadt
Montag, 14-05-12 18:26
@Karl Siebenstein aus Pullach
Genau so sehe ich das auch, Merz war mir noch nie sym -
phatisch, auf solche "Retter" kann Deutschland gerne
verzichten.
Niels A. aus Eimsbüttel
Montag, 14-05-12 18:12
Die mainstream-Medien ebnen bereits den Weg für ihren Wunschkandidaten:
"Laschet, Rüttgers Integrationsminister, verkörpert die großstädtische, bürgerlich-liberale CDU."
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nrw-cdu-laschet-und-laumann-streiten-um-parteivor[..] 46-jährige Aachener, wortgewandt, rhetorisch gewieft, will die Partei modernisieren."
Worauf das hinausläuft, hat JF-Autor Thorsten Hinz bereits 2008 zutreffend beschrieben:
"NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU): Mops-Charakter am Ende der deutschen Geschichte"
Der Friedrich Merz ist ein intelligenter Mann und sehr fähig, er hat die Politik nicht nötig und könnte sein Geld auch außerhalb verdienen. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, daß er finanziell orientiert ist und nicht wertemäßig, letzterer fehlt in der Politik. Wer sich am Trog nur sattfressen will, den wähle ich nicht, und hat der Merz nicht viele lukrative Nebenbeschäftigungen? Er hat für seine Überzeugung, für ein vereinfachtes Steuerrecht, auch nicht gerade gekämpft. Sein Profit scheint wichtiger als seine Überzeugung, davon gibt es zu viele im Politikbetrieb, als daß man ihn honorieren wollte. Laßt ihn mal da, wo er ist, weg vom Fenster.
Laurelle-Zarah Laval aus NRW am See
Montag, 14-05-12 16:55
Die CDU ist schon auf der Suche nach einem Nachfolger für Röttgens. Ausgerechnet Armin Laschet soll für ein schärferes Profil der Partei sorgen. Der Artikel hier passt dazu wie die Faust aufs Auge. Laschet der große Integrations- uns Zuwanderungsminister. Immer rein in die deutschen Sozialsysteme. Die Mehrheit der rot-grünen Wähler scheinen Kohle vom Staat zu beziehen, ansonsten ist das Ergebnis nicht erklärbar.
Es waren doch genügend Alternativen dabei.
DIETER MARTIN aus WOLFEN
Montag, 14-05-12 16:23
Wir brauchen einen völlig neuen Anfang ohne die bekannten Nasen, die eventuell nach vorgegebener Windrichtung die Jacken wenden oder sich verfärben wie Chamäleons. Es gibt zuwenige, denen es zuzutrauen wäre. Außerdem bekennen sich sehr viele erst nach Erreichen des Rentenalters zu ihrer wahren Überzeugung, was auch verständlich sein kann. Bei diesen Leuten geht Eigennutz prinzipiell vor Gemeinnutz. Wer rettet uns vor dem Untergang unserer Ersparnisse? Freiwillige vor...! Röttgen und Co. schon gar nicht.
Nemesis der Racheengel aus Universum
Montag, 14-05-12 16:18
so kann es kommen, wenn man in fremden Wässerchen fischt. So entgehen einem die eigenen Kundschaften. Das weiß jeder Kaufmann.
P. Böttcher aus Wirtshaus
Montag, 14-05-12 16:16
Ich glaube nicht, dass Merz die große Wunderwaffe der CDU ist.
Was soll er in diesem ganzen Sodom und Gomorra bringen?
Wir brauchen endlich kreative Köpfe um wieder Werte und Zukunft vermitteln zu können.
Die Zeit der „Anwaltskanzlei Deutschland“ hat nicht viel positives gebracht und sollte umgehend beendet werden.
Manno Mann aus Abwrackrepublik Canossistan
Montag, 14-05-12 16:12
Auch nur eine Sekunde über das weitere Schicksal der "Merkel-CDU" nachzudenken, ist reine Zeitverschwendung. Für unser Land kann man nur hoffen, dass sich eventuell noch vorhandene Konservative von diesem Haufen abspalten und zusammen mit Gleichgesinnten aus kleineren konservativen Parteien eine neue Opposition bilden. Merkels "Auftrag" ist es offensichtlich, die deutschen Konservativen zu vernichten - auch um den Preis der Ruinierung der CDU!
Chris Kuhn aus Schland
Montag, 14-05-12 16:01
Ich halte Friedrich Merz nicht für einen potentiellen Überzeugungstäter, geschweige glaubhaften Überzeuger, sondern zuvörderst für jemanden, der seine politischen Kontakte zum Absahnen in der Wirtschaft nutzt wie ein Laurenz Meyer, Gerhard Schröder, Roland Koch, Christian Lindner (im nächsten Anlauf) u.v.a.m.
Wenn man die bei allen Herren persönlich fehlende strategische Dimension ausblendet, wird Merz ohne entsprechendes Umfeld auch taktisch in und mit der CDU nicht mehr reüssieren.
Karl Siebenstein aus Pullach
Montag, 14-05-12 15:01
Allerdings schreiben Sie auch von "mehr Merz statt Röttgen", womit Sie einen Politikertypus wie Merz meinen. Sicher: Gegenüber Merkel ein Quantensprung! Aber wenn hier ein Kurs oder eine Politik Gesicht bekommen soll, würde ich keine halben Sachen machen, gleich schärfer formulieren: Die Union braucht weniger Merz – und mehr Strauß! Der war zwar bei der Schwesterpartei. Aber, um wirkl. was zu bewegen, ist mir der Merz zu glatt, zu interessengeleitet. Er ist Lobbyist, aber weit davon entfernt, in nat. Kategorien zu denken. Machen wir uns nichts vor: Diese Leute werden uns nie "erlösen", was meint: Deutschland aus seiner Knechtschaft führen, aus seiner ökonom. und polit. Gefangenschaft führen. Sie haben den Knebel und den Maulkorb akzeptiert.
Albrecht von Wallenstein aus Herzogtum Friedland
Montag, 14-05-12 14:54
Es wäre interessant zu wissen was die 40% Nichtwähler, die sich von diesen Politikern nicht mehr vertreten fühlen, früher, als sie noch an Wahlen teilnahmen, gewählt haben, bzw. welcher politischen Gedankenrichtung sie heute anhängen. Das wäre mal eine wissenschaftliche Untersuchung wert.
Ich würde behaupten wollen, Linke werden wohl sehr wenige darunter sein, da das Angebot auf dem linken politischen Spektrum, im Gegensatz zum rechten, riesengroß ist.
Karl Siebenstein aus Pullach
Montag, 14-05-12 14:40
Es entspricht der Realität, daß Merz ein ganz passabler, streitbarer Geist zu sein scheint. Aber ich finde es immer bedenklich, wenn wir anfangen, unser Schicksal an ein paar einzelne Köpfe zu klammern. Ob Merz den moralisch verdorbenen Sumpf in der CDU vorm Schiffbrucherleiden retten könnte, ob er "das Steuer rumreißt"? Einer Partei, die ihn so sträflich behandelte? Vermutlich ebenso illusionär wie ein Sarrazin, der es mit seinen Genossen nur gut meinte, als er ihnen riet, aufrichtig den Schlammassel zu kommunizieren, den sie selber durch jahrelanges Verheimlichen, Verdrängen und Schönreden angerichtet haben. Das Imperium schlägt zurück, kennt keine Gnade. Die Lüge und Selbstverleugnung sind in der CDU strukturell geworden, systemimmanent.
Ulrich Motte aus Dortmund
Montag, 14-05-12 14:25
Auch F. Merz ist für unsoziale Mindestlöhne (die Leistungsschwache zu Arbeitslosen macht) statt sozialer MindestEINKOMMEN. Und hat er sich gegen die Rettung von Banken durch Steuerzahler gewandt (FRAGE)?
Markus Junge aus Deutschland, nicht die BRD
Montag, 14-05-12 14:23
Weierhin würde ich gerne wissen, woher die Annahme kommt, die Wähler der CDU wären nicht wählen gegangen? Wahlbeteiligung 2010 zu 2012 ist unverändert. Die Wanderungen gleichen sich fast aus.
SPD +5%
CDU -8%
FDP -2%
Grüne -1%
SED -3%
Piraten +6% (grob gerundet)
Also entweder sind 1Mio Wähler, der auch 2010 schon vielen linken Parteien, gestern aus dem Bett gefallen und wählen gegangen oder 1Mio CDU-Wähler haben diesmal gleich ganz offen Sozialismus gewählt.
Und ich glaube nicht an Variante 1!
Ich glaube auch nicht an die Wanderung zur FDP. Dieses Lindner-Konstrukt, der erst Schäffler sabotiert, panisch abhaut, weil er glaubt nicht genug sabotiert zu haben und jetzt von den Toten aufersteht, aber trotzdem kein Schäffler ist.
Bodo der Boese aus Bolivien
Montag, 14-05-12 14:22
Klasse geschrieben, so sieht es aus in Deutschland!
Mohrs Schmettau aus Leipzig
Montag, 14-05-12 14:20
Die Union braucht vor allem weniger Merkel, denn unter der Ägide dieser Dame sind die Konservativen von Bord gegangen, während Opportunisten und Feministen das Schiff geentert haben.
Markus Junge aus Deutschland, nicht die BRD
Montag, 14-05-12 14:11
Die Überschrift geht am Thema vorbei. Niemand braucht die Union, diese pseudokonservative Partei, die ungehemmte Einwanderung, EUdSSR, Gender und Ausplünderung vertritt.
Was soll Merz an einer Partei ändern können, die so im A**** ist? Einen Gebrauchsgegenstand (ohne sentimentalen Wert) würde man bei solchen Schäden nicht reparieren, sondern entsorgen und sich was besseres suchen. Und es gibt Alternativen zur CDU, der Wahlverein für Merkel ist nicht alternativlos und darf untergehen. Ja er muß es sogar.
Also, laßt den Zombi endlich sterben.
schwarzrotgold x aus einwandererland brd (15 jahre nach den usa)
Montag, 14-05-12 14:10
Die Zukunft der CDU entscheidet sich an der Frage, ob Sie (noch) in der Lage ist, ihre im alten Parteiensystem eingenommene Position rechts von der Mitte, mit den Themenschwerpunkten "Schutz der Nationalen Wirtschaft" oder "Schutz der Identität des Deutschen Volkes" einzunehmen. Dagegen spricht, dass die CDU den seit Jahrzehnten versursachten Linksrutsch aller Parteien - hervorgerufen durch das Auftauchen der Grünen - nicht wiederstehen konnte.
Es fehlt ihr bereits seit Jahrzehnten an Leuten mit Rückgrad. Merkel zb. hat alle Konkurenz beseitigt, und damit auch kompetente Leute. Die Chancen sind vertan.
Es wird Zeit für eine neue Partei am Rechten Rand.
Und die könnte genauso wie die PVV in NL erfolgreich sein.
Holger Dieske aus WÜ
Montag, 14-05-12 13:37
Die Überschrift des Kommentares bringt es auf den Punkt. Mir ist unverständlich, wie die CDU Strategen glauben konnten, dass in einem "Land der Stahlwerker" ein Mann wie Röttgen die Hirne oder wenigstens die Herzen der Wähler erobern kann. Nun gut, mich freuts wenigstens für die Liberalen :-)
HD