Professoren beklagen Rechtschreibschwäche von Studenten
Deutsche Studienanfänger verfügen über massive Schwächen bei der Rechtschreibung Foto: Pixelio/Stephan Bachmann
BERLIN. Deutsche Studienanfänger weisen einer Untersuchung zufolge massive Schwächen in Rechtschreibung und Grammatik auf. Auch um die Lesekompetenz des akademischen Nachwuchses ist es alles andere als gut bestellt.
Zu diesem Ergebnis kommt eine bislang unveröffentlichte Studie unter den philosophischen Fakultäten an deutschen Universitäten. Zweck der Untersuchung sei es gewesen, herauszufinden, warum es auf der einen Seite so viele gute Abiturabschlüsse gebe, auf der anderen Seite aber den Hochschullehrern diese Qualitätsmängel bei den Studenten förmlich ins Auge springen, sagte der Bayreuther Philologieprofessor und Initiator der Studie, Gerhard Wolf, dem Deutschlandradio Kultur.
„Es gibt vor allem Schwierigkeiten bei der Rechtschreibung, der Orthographie, der Beherrschung von Grammatik und Syntax. Es ist insgesamt eine mangelnde Fähigkeit beobachtet worden, selbständig zu formulieren, zusammenhängende Texte zu schreiben und vor allem auch eine mangelnde Fähigkeit bei der Lesekompetenz, also etwa bei Vorträgen mitzuschreiben“, beklagte Wolf.
Schulen beachten Bildungsstandards nicht
Den Studenten falle es schwer, den roten Faden eines Textes zu begreifen. Sie seien nicht in der Lage, dem Verlauf einer Vorlesung in ihren Exzerpten so zu folgen, daß sie diese später noch mit Gewinn wieder verwenden könnten.
Zwar wolle er nicht den Schulen den alleinigen Vorwurf für die Schwächen der Studenten geben, sagte der Philologe, insgesamt aber habe er doch den Eindruck, daß dort die Bildungsstandards nicht beachtet würden. Daher seien die Ergebnisse der Studie auch an die Kultusministerien und zuständigen Landtagsausschüsse weitergegeben worden.
Für die Untersuchung waren 135 philosophische Fakultäten befragt worden. (krk)
Oh danke. Naja, habe (auch) mal Biologie studiert, was aber noch ein wenig anders ist als etwa Informatik oder Technik.
Das mit dem Rechts-Linkshirn war natürlich halb scherzhaft gemeint; doch es ist etwas dran, definitiv auch neurobiologisch.
Ich habe z.B. (praktisch tätige) Ingenieure getroffen, die ohne Zweifel hochintelligent waren, u.a. brillante Schachspieler, - hätte man jedoch nur ihre schriftlichen Äußerungen oder gedankliche Beschäftigungen außerhalb technischer Themen betrachtet, hätte man sie für Leute mit schlechtem Hauptschulabschluß halten können. Da darf man also nicht voreilig oder unfair sein.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Donnerstag, 26-07-12 17:25
(2) Es ist auch tatsächlich so, daß mathematisch-technisch-naturwisenschaftliche und sprachlich-musisch-geisteswissenschaftliche Begabungen in unseren Denkdrüsen anatomisch und auch in ihrer Ausprägung jeweils unterschiedlich repräsentiert sind. Bei allgemeiner Hochbegabung wird dann sozusagen das eine vom anderen mit hochgezogen.
Auch Einsteins nicht-naturwissenschaftliche Fähigkeiten waren nur relativ zu seiner naturwiss. Extrembegabung hoch, der Abstand zwischen beiden Begabungsschwerpunkten dürfte derselbe gewesen sein wie bei allen anderen auch. Nur daß es bei ihm nicht so auffiel.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Donnerstag, 26-07-12 17:23
(3) Bemerkenswert ist beispielsweise auch, daß lt. einer entsprechenden Studie Naturwissenschaftler sich so gut wie nie für Geschichte interessieren. Ihre Gehirne wollen das nicht. Für Philosophie usw. dürfte ähnliches gelten, - weswegen ich immer skeptisch bin, wenn etwa Neurobiologen aus dem Laborkeller kommen, um die Welt und des Menschen Seelenleben abschließend zu deuten.
Bei Astrophysikern ist das nicht so schlimm, was daran liegen mag, daß sie zunehmend in eine Welt vorstoßen, von der sie ahnen, in bälde davon nur noch sowenig zu verstehen wie ein Regenwurm von einem Telefon. Was sie womöglich nachdenklicher und bescheidener werden läßt als ihre z.Z. noch euphorischen Bio-Kollegen .
Hochschul lehrer aus Stadt der Billigstnoten
Donnerstag, 26-07-12 12:53
Diese Fakten kennen Hochschullehrer seit Jahren.
Leider ist die Liste unvollständig - es fehlen mangelhafte Fremdsprachenkenntnisse (inkl. Englisch), es fehlen auch ansonsten auf breiter Basis Faktenkenntnisse. Inkl. Mathematik und Naturwissenschaften.
Es fehlt den Studenten weithin Enthusiasmus für das gewählte Fach als solches.
Das Selbstbewußtsein aber ist gut ausgeprägt, und die Präsentationen mit powerpoint werden immer geschliffener - gerne eher als Präsentation des Referenten statt des Gegenstandes.
Die meisten Kollegen haben sich angepaßt - 1 als Standardnote. Quote erfüllt, Studenten da, Gewissen ruhig.
Gelungene akademische Bildung wird zum Ereignis im elitären Kreis. Nur sehen echte und billige 1 auf dem Diplom leider gleich aus.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Donnerstag, 26-07-12 12:09
Lieber Roger Sätt aus Feierinsehohl,
"mit der Rechtschreibung hat auch hier der ein oder andere zu kämpfen..."
Meine Rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt.
Wer Rechtschreibfehler nachahmt oder verfälscht oder nachgeahmte oder verfälschte Rechtschreibfehler veröffentlicht oder in Umlauf bringt, muß abends barfuß ins Bett.
Im Wiederholungsfall muß er eine Folge Schlag den Raab,
Nekst Top-Modell mit Heide Klumpatsch oder wahlweise eine Folge Deutschland sucht den Superstar ansehen.
Ohne Pause.
Ohne Erbarmen.
Jede einzelne Minute. Was sag ich, jede einzelne Sekunde.
Und dann bis zum nächsten Tag eine Zusammenfassung darüber schreiben.
Ist nichts Persönliches.
Roger Sätt aus Feierinsehohl
Donnerstag, 26-07-12 05:31
Wenn ich mir hier die Kommentare anschaue:
mit der Rechtschreibung hat auch hier der ein oder andere zu kämpfen...
Ralf Beez Ofw d.R. aus 72250 Freudenstadt
Mittwoch, 25-07-12 17:39
Wen hier wundert das wirklich?
Und das schlimmste ist:
Auf absehbare Zeit ist keinerlei Besserung in Sicht!!!
Franz Josef Neffe aus Pfaffenhofen
Mittwoch, 25-07-12 13:38
Als Zeichen der Hoffnung würde ich das als Ich-kann-Schule-Lehrer sehen, wenn schon mal die Professoren das Problem = Leck im Schiff entdeckt haben. Umfrageinterpretationen dichten allerdings keine Lecks ab. Da müssen schon die, die das Problem erkannt haben, in die Hände spucken und in der Praxis zeigen, dass sie was Nützliches gelernt haben. Jetzt möcht ich mal konkret erleben, wie & dass Hochschulprofessoren Probleme praktisch lösen.
Freundlich grüßt
Franz Josef Neffe
Der Querdenker aus Mitten unter uns
Mittwoch, 25-07-12 13:09
@ Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Super Kommentar. Obgleich - oder vielleicht gerade weil - ich Naturwissenschaftler bin ;-)
Wobei eine Ursache zumindest der Rechtschreibschwäche unerwähnt bleibt: die automatische Rechtschreibkorrektur der meisten PC-Schreibprogramme.
Solche elektronischen Helferlein sorgen dafür, dass derartige Fähigkeiten verkümmern. Ähnlich wie das Merken von Telefonnummern; das nimmt einem heute ja jedes Mobiltelefon ab.
Bernd Schmieder aus Berlin
Mittwoch, 25-07-12 12:39
In der DDR wurde auch die Arbeiterklasse gefördert, nicht die Intelligenz. Blöd nur, wenn sich die Schulen den Standards der Unterschicht mit fehlenden Sprachkenntnissen anpassen .
Die ersten Jahren fehlen und dieser Mangel zieht sich durch. Sitzenbleiber gibt es (zumindest in Berlin) auch nicht mehr und so sinkt das Niveau auf das Bildungsfernsehen der Privaten am Nachmittag. Wenn ich die Verschwörungstheorie noch bemühen darf : Wer will denn deutsche Intelligenz ? Die Führungsrolle kann problemlos vom Ausland übernommen werden,
die Willigen der klugen Köpfe aus Deutschland können auch im Ausland ausgebildet werden.
Es passt doch.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Mittwoch, 25-07-12 10:47
In einer von Parteien dominierten demokratischen Staatsform setzt sich niemals das durch, was dem Volke nachhaltig dient.
Es setzt sich durch, was den Interessenvertretern dieser Interessendurchsetzungsvereinen dient.
Und da haben wir von Anbeginn einen konkurrierenden Kampf um die Wählerstimmen.
Wer sparen will statt Schulden abzubauen und dafür Zumutungen statt Wohltaten verteilen will (siehe Schröder Hartz IV), wird abgewählt.
In einer Zeit, in der Eltern glauben, daß ihr Kind nur eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat, wenn es zum Abitur gebracht wird, oder wenigstens zu einem Realschulabschluß, läßt keinen Anstieg von höheren Anforderungen zu.
Die Eltern honorieren ausschließlich Wege, die es den Kindern in der Schule erleichtern.
Toni von Schlummerland aus und vorbei isses schon lange!
Mittwoch, 25-07-12 10:47
Weil man selber nicht besser wird, muß der Gegner halt schlechter werden.
Bernd Sydow aus Berlin
Mittwoch, 25-07-12 10:14
Als ich Mitte der Achtziger für einige Zeit in Moskau war, fuhr ich natürlich auch öfter mit der Metro (U-Bahn). Mir fiel auf, daß gerade junge Leute lasen, auch wenn die Züge proppenvoll waren - nein, nicht die Prawda, sondern Bücher -, auch auf öffentlichen Plätzen war das so.
Und heute in Deutschland? Lesen unsere jungen Leute im öffentlichen Raum denn noch Bücher? Nun, die große Mehrzahl von ihnen starrt auf ihr Phone; Bildchen und Kurztexte zu konsumieren ist eben weitaus leichter als Bücherlesen.
M. Richter aus Karlsruhe
Mittwoch, 25-07-12 09:47
Es ist nicht klar erkennbar, wie hoch der Ausländeranteil an den Studienanfängern ist und ob diese Studienanfänger zuvor Absolventen eines deutschen Gymnasiums waren. Dass die deutsche Sprache seit langem immer mehr an Niveau verliert, einerseits wegen gesunkener Anforderungen an den Schulen, andererseits wegen einem "Multikulti-Deutsch", ist bedauerlich. Gegengesteuert wird seitens der Bildungspolitik nicht - im Gegenteil - Schulanfänger lernen nun schon keine Schreibschrift mehr, die Rechtschreibung lässt seit der Reform mehrere Schreibweisen "zur Auswahl" zu - wer weiß denn da noch, was richtiges und gutes Deutsch ist?
Kersti Wolnow aus Irrenhaus BRD
Mittwoch, 25-07-12 08:15
Trotzdem bin ich der Meinung, daß Theater und Kochen in den Freizeitbereich gehören, es gibt viel zuwenig Deutsch- und Mathematikunterricht. Was ist das für eine Relation in Klasse 9? 3 Stunden Sport, 4 Stunden Mathe, 4 Stunden Spaßkurse, 2 Stunden Ethik (die gelebt und nicht gelehrt werden muß), 2 Stunden Physik, keine Stunde Chemie, 6 Stunden Deutsch. Und alles ist rotgrün untermalt und wird wohlwollend zensiert, Neusprech, benotet. Als in der DDR beschlossen wurde, daß man bei jedem Sitzenbleiber nachweisen muß, daß man alles zur Förderung getan hat, da gab es bei mir keine mehr und bei den anderen auch nicht. Durch Bürokratie läßt sich einiges aushebeln.
Steuerknecht Judy aus dem Büro
Mittwoch, 25-07-12 07:50
und mit Bildung erreicht man eh den hohen Status ein ausgepresster, bis zum Blut besteuerter, bemitleidenswerter, unverschämt und respektlos behandelter Steuerbürger zu sein. Na, wenn das kein lohnendes Ziel ist......!
THOMAS MARX aus Paris
Dienstag, 24-07-12 22:52
Im Kampf gegen "Rechts" blieb wie schon lange das Recht auch die Rechts-Schreibung auf der Strecke.
Karl Halbritter aus EUdSSR
Dienstag, 24-07-12 22:22
Die Studie ist die eine Seite, die Interpretation der Professoren die andere. Denn diese Professoren machen einen Fehler! Denn nicht das Niveau der Studierenden ist zu niedrig, sondern die Anforderungen sind schlichtweg zu hoch. Das mussten ja unsere Gymnasien und Realschulen bereits erfahren. Deren Ansprüche waren viel zu hoch, also wurden diese einfach nach unten angepasst, damit der Schnitt der Abiturienten gehoben werden konnte. Und gleiches muß nun noch intensiv an den Hochschulen gemeistert werden. Die Ansprüche müssen weiter nach unten geschraubt werden, damit die geforderte Akademikerquote erfüllt werden kann und auch wirklich jeder der möchte einen solchen Abschluß erhalten kann.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Dienstag, 24-07-12 21:43
Ach, das macht doch nichts. Sie sollen später ja auch bloß und vor allem ohne politische oder sonstige ablenkende Gedanken Mathe und Computerprogrammierung beherrschen, und den Aktionären der Konzerne, bei denen sie "Karriere" machen dürfen, die Renditen sichern. Bis man sie mit vierzig rausschmeißt und durch Jüngere ersetzt.
Goethe oder Platon brauchen sie nicht gelesen zu haben, das schadet nur.
Im übrigen war es schon immer so, daß naturwissenschaftlich-technisch-mathematisch Begabte deutliche Schwächen beim Lesen und Schreiben aufweisen, das hat mit rechtem und linkem Gehirn zu tun. Und fähige Geisteswissenschaftler, Philosophen und Literaten braucht diese Gesellschaft nicht mehr.
Glaubt sie jedenfalls !
Zadok Allen aus Innsmouth
Dienstag, 24-07-12 20:00
Es ist zu befürchten, daß der Bildungskollaps inzwischen eine Dynamik angenommen hat, der - vergleichbar der demographischen Katastrophe - selbst mit beherztestem und vernünftigsten politischen Handeln nicht mehr beizukommen ist.
Auch wenn er einigen zum Halse heraushängen mag, so kann ich nicht umhin, den obligaten Vergleich zur Spätantike zu ziehen. In der Blüte Athens und Roms lag deren Alphabetisierungsrate zumindest unter den freien Bürgern auch nahe 100%.
Erstaunlicher noch ist die Parallele, was den Verfall der hochdifferenzierten Literatursprachen der europäischen Völker angeht. Wie man hört, müssen kanonische Texte der deutschen Literatur heutigen Schülern bereits wie fremdsprachige Literatur erschlossen werden.
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Dienstag, 24-07-12 17:32
Das macht doch nichts, Hauptsache wir sind alle gleich, und wenn wir alle gleich doof sind ist Hauptsache, es wird niemand diskriminiert.
August Heinrich von Loen aus Deutschland
Dienstag, 24-07-12 16:39
Unser bundesrepublikanisches System – oder unsere Lebenswirklichkeit – wird weitgehend, seit ca. 30 Jahren, dem Jahre Kohl, von politischen Parteien dominiert, deren politische Entscheidungen die Volksgemeinschaft immer tiefer heruntergezogen haben bis auf das Niveau einer bildungsgeschädigten, kultur- und geschichtslosen Konsumgesellschaft. Ein Volksschüler vor 100 Jahren war des Regelwerkes unserer Kultursprache mächtiger als ein Akademiker heute. Die legere Umgangssprache hat längst die Herrschaft über die Hochsprache beim Sprechen und Schreiben übernommen. Der Gebrauch des Dativs hat den des Genitivs weitgehend verdrängt. Die Kommunikation im Zeitalter der Hochtechnologie ist auf eine sprachliche Ebene herabgesunken, die der von Steinzeitmenschen nahekommt. Unsere Schulen sind keine Erziehungs- u. Bildungseinrichtungen mehr, sondern Verwahranstalten, in denen es teils lustig, teils chaotisch zugeht. Wen wundert’s, 40 Jahre Bildungsreform haben unsere Schulen kaputtreformiert.
Michael Wolf aus Dresden
Dienstag, 24-07-12 16:18
Teil 1
"...dazu kommen Schulfächer, die keine sind, wie Kochen, Theater und sonstiger Blödsinn."
Sie fällen ein voreiliges Urteil, welches ich als Pädagoge so nicht stehen lassen kann.
Kochen (sprich Hauswirtschaft) als "Blödsinn" zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von weitreichender Sachkenntnis.
Hauswirtschaftlichen Unterricht gibt es nicht erst seit den 68ern, er gehört (im Gegensatz zu echtem Unsinn wie Schmink AG, oder Rap-AG) zu den Inhalten, die dem konservativen Wertekanon entsprechen.
Wer gut in hauswirtschaftl. Dingen ist, der sieht auch seine Verwirklichung eher in der klassischen Rollenaufteilung, die heute (mehr denn je) Grundlage einer intakten Familie ist.
Michael Wolf aus Dresden
Dienstag, 24-07-12 16:17
Teil 2
Gleiches gilt auch für Theaterprojekte: auch das gab es bereits lange vor der linken "Kulturrevolution".
Von der einfachen Volksschule, bis in die Adelkreise hinein galt Theaterspiel seit der Antike als Unterrichtsmittel einer wertkonservativen, humanistischen Erziehung.
Das der Inhalt, der heute in den Theater AGs vermittelt wird, dem linken Zeitgeist unterworfen ist, ändert nichts an deren prinzipieller Notwendigkeit.
Chris Kuhn aus Schland
Dienstag, 24-07-12 16:11
@Holt
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Das stimmt so nur bedingt, nämlich vielleicht bei den oberen 20% der Schulabgänger, unter denen die aus Bayern, Ba-Wü und Sachsen den Rest abhängen.
Wenn man ansonsten mal die methodisch strittigen PISA-Durchschnitte zugrunde legt, differenzieren sich dieBundesländer "nur" im Bereich von ca. 10-15%. M.a.W., das Gros und "Unterhaus" der bayr. und baden-württembergischen Abiturienten hat keine signifikant höheren Kompetenzen. Das Niveau geht demnach seit Jahren i.w. flächendeckend bergab.
Hans Holt aus Berlin
Dienstag, 24-07-12 15:08
Die "erstaunten" Profs hätten sich einmal die Mühe machen sollen, heraus zu finden, woher diese Halb-Analphabeten kommen. Sie kommen überwiegend aus Bundesländern, welche viele Jahre von Grün und Rot regiert wurden und werden, in denen die Schulsysteme einer ständigen Veränderung in Leistungsrichtung "0" unterlagen. Solange die Abgänger wissen, wie sie sich im "Kampf gegen Rechts" einzuordnen haben, brauchen sie keinen zusammenhängenden Satz schreiben müssen. Nur die Blöden sind glücklich!
Kersti Wolnow aus Irrenhaus BRD
Dienstag, 24-07-12 14:54
Am Niedergang der Sprache wird doch seit 2 Jahrzehnten eifrig durch Politik, Medien und Werbebranche gearbeitet. Paar Stichworte: Rechtschreib "reform", Verschleierungsbegriffe, Abkürzungen, Vereinfachung der Schrift, Kanaksprak und Denglisch, um nur einige zu nennen, dazu kommen Schulfächer, die keine sind, wie Kochen, Theater und sonstiger Blödsinn. Diese Sachen sind hausgemacht, und überall, in allen Lebensbereichen klopft das rotgrüne gleichmacherische Hämmerchen der bunten Politikerkaste und haut unsere einstigen Fundamente kaputt.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Dienstag, 24-07-12 14:45
Ale Jahre wieder solch Studie. Die Klagen der Universitäten gibt es seit Jahrzehnten.
Die Gymnasien klagen darüber, daß sie schlecht vorgebildete Grundschüler bekommen.
Die Unis über schlecht vorbereitete Abiturienten.
Diese müßten zu Beginn des Studiums mühsam auf ein etwa gleich hohes Bildungsniveau gebracht werden.
Auch im schulischen Bereich. Nichts wird sich ändern.
In ein paar Jahren gibt es eine neue Studie.
Wie sollte auch, wenn immer mehr Zuwanderer immer weniger Interesse an Integration, auch in Schulen, haben.
Wie sollte auch, wenn die deutsche Sprache, langfristig betrachtet, doch wohl eher der Vergangenheit angehören soll.
Schüler sind heute nicht dümmer.
Es regiert die Ideologie. Da liegt das Problem.
Jan Nordau aus Berlin
Dienstag, 24-07-12 14:35
haubtsache ich hap eine Agadehmische Abschlus, scheihne sint alles, hir bei unz in brD...
Und mahl ganz davon abgeseeen: Schrieft isst gleich cultur und deutsch cultur isst nich erhalltenWehrt! Ja!??? Also, gut Endwichlung, finde ich; gut und schön, also!
Grus: Nordau, stut. jur,
Hödur Fenrirson aus Nifelheim
Dienstag, 24-07-12 14:22
Wundert das noch irgendjemanden? Ein einfacher Blick auf die Kommentarleiste bei Youtube genügt, um auf ein solches Ergebnis zu kommen. Selbst bei anspruchsvollen Videos wird bei einem Großteil der Kommentare die deutsche Rechtschreibung nicht nur missachtet sondern regelrecht geschändet.
Von den asozialen Entgleisungen der heutigen Werbe- und Fernsehlandschaft braucht man gar nicht anzufangen. Auch viele Radiomoderatoren von einst guten Sendungen haben wohl seit langem kein Buch mehr zur Hand genommen.
Das Grundproblem ist wohl, dass es vielen Leuten schlicht egal ist, ob sie richtig sprechen und schreiben. Und weil es eh fast jeder falsch macht, fällt das auch gar nicht weiter auf.