Zeitgeist

Freitag, 27.01.2012

Spaemann fordert Aufhebung des Schreibverbotes für Pfarrer Oblinger

 

Robert Speamann: Pfarrer Oblinger soll wieder schreiben dürfen Foto: Wikimedia/Jörg Noller Lizenz: bit.ly/ljun39

BERLIN. Der renommierte Philosoph Robert Spaemann hat eine Aufhebung des Schreibverbotes für den katholischen Pfarrer Georg Oblinger in der JUNGEN FREIHEIT gefordert. Dies wäre die „einzig faire“ Entscheidung, die der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa treffen könnte, sagte Spaemann im Gespräch mit dieser Zeitung.

Es handele sich hierbei um einen „schwerwiegenden Fall von Verleumdung, der sich einreiht in eine Anzahl anderer Vorfälle, bei denen Konservative in der Kirche gemobbt werden, kritisierte der Philosoph. Er gehe jedoch davon aus, daß Zdarsa nicht aus Bösartigkeit, sondern Leichtgläubigkeit heraus gehandelt habe und zum „Opfer seiner Berater“ geworden sei.

Kesseltreiben gegen konservative Pfarrer

Spaemann sagte, er fühle sich durch die Unterstellung, Oblinger habe für ein „extremistisches Blatt“ geschrieben, betroffen. „Ich möchte jedenfalls die JUNGE FREIHEIT in der Presselandschaft nicht missen.“

Mit Blick auf die Entwicklung der katholischen Kirche warnte der Professor vor einem „Kesseltreiben“ gegen konservative Pfarrer. Die Kirche sei leider in vielen Fällen zu feige, sich vor ihre Mitglieder zu stellen. „Es ist, als hätten diese Leute alle Hans Küng verinnerlicht, der ‚Zukunftsfähigkeit’ für wichtiger hält als Wahrheit.“ (ho)

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Robert Speamann ist einer der bekanntesten Philosophen in Deutschland, war mehrfach Gesprächspartner des Papstes und hat in der Vergangenheit in Stuttgart, Heidelberg, München, Salzburg, an der Sorbonne und Rio de Janeiro gelehrt.

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe (5/12) der JUNGEN FREIHEIT.



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Ingo W aus Westfalen

Samstag, 28-01-12 18:30

Bei rechtsextremistischen Portalen werden andere Meinungen nicht zugelassen. Bei linken Portalen werden abweichende Meinungen ebenfalls nicht zugelassen.

Hier ist bislang immer alles zugelassen worden.
Also kann die JF garnicht so böse sein.

Zu guter letzt muss ich erwähnen, dass die Kommentare hier meistens sehr differenziert sind.

@Klaus Hoffmann

Ich würde selbst gläubigen Katholiken mal raten sich zu informieren und dann auszutreten. In die Kirche kann man trotzdem noch gehen, dann gibt man wenigstens kein Geld mehr für die Geldwechsler in Rom aus.

 

Margit Baierl aus Heilbronn

Samstag, 28-01-12 13:35

Der Kirchenfürst Bischof Konrad Zdarsa von Augsburg wird es wohl bei einer Machtdemonstration belassen lassen.

Die Religion und der Gründer der Kirche, Jesus Christus, interessieren ihn sicher nicht. Den Kirchenfürsten geht es nur um ihre Selbstdarstellung.

 

bernd langheinrich aus Freistaat

Samstag, 28-01-12 11:52

Wenn man das alles so verfolgt: Redeverbot, Schreibverbot, flächendeckende Überwachung,Unterstellungen, Justizwillkür, Gesinnungswäsche u.s.w. dann muß ich feststellen, es gibt kaum Unterschiede zum ehem. DDR-System!
Aber doch, die Marmelade ist bunter verpackt und schmeckt besser!

 

Toni von Schlummerland aus und vorbei isses schon lange!

Samstag, 28-01-12 10:04

"Siehst Du, der kann nicht einmal schwimmen."

Vollkommen richtig was sie schreiben, aber zeugt das nicht von: über das offensichtliche hinausdenken?

 

Ralf Beez Ofw d. R. aus 72250 Freudenstadt

Freitag, 27-01-12 18:31

Was für mich das erschreckende ist, welche Leute haben
diesen ungebildeten Menschen in sein Bischofsamt
gehieft? Dies kann unmöglich mit rechten Dingen
zugegangen sein! Denn wenn dieser Herr selbstständig
NICHT dazu in der Lage ist, zu beurteilen ob die Zeilen
von Hr. Oblinger in irgendeiner Form oder Weise
unmoralisch oder sonst irgendwie anstössig sind und hierfür auch noch Berater (wieviele und wen)benötigt,
dann ist er schlichtweg ungeeignet. Dann kann er auch
unmöglich die Heilige Schrift auslegen geschweige denn
die Gläubigen lehren!!!
Die Paralellen zum Fall Wulf sind frappierend!!

 

Ulrich Motte aus Dortmund

Freitag, 27-01-12 15:08

S. g. Herr Hoffmann! Was ist "Abgrenzung" vom Islam? Ohne Abgrenzung ist die RKK nicht, lehrt aber, daß Moslems in Allah den wahren Gott anbeten, worin ein zentraler Unterschied zu den wohl meisten evgl. Kirchen liegt, die in der Anbetung Allahs Götzenanbetung sehen.

 

Der Stachel im_Fleisch_des_Systems aus Hamudistan

Freitag, 27-01-12 14:47

Die unwürdige Aktion gegen Pfarrer Oblinger war eine gezielte Kampagne linksliberaler Abweichler innerhalb der Kirche in Verbindung mit hochgradfreimaurerisch verschwörerischen Kräften von außen, mit dem Ziel, der Katholischen Kirche zu schaden. Es kann keine Absolution für Bischof Zdarsa geben, er alleine ist verantwortlich für seine falsche Entscheidung und seine falschen Berater. Die vielen Gruppen und Organisationen innerhalb der Kirche, ob ZDK, DBK, „Kirche von unten“ oder „wir sind Kirche“, stehen Rom kritisch bis feindlich gegenüber. Sie wurden systematisch infiltriert und durchsetzt mit kirchenfeindlichen Elementen. Die großen ecclesialen Veränderungen nach dem II. Vatikanum, von der Liturgie bis zu grundsätzlichen Glaubensfragen, haben die RKK in eine selbstzerstörerische Konfrontation zu ihrer zweitausendjährigen Tradition und ihren Kirchenvätern versetzt. Für die Zukunft braucht die Katholische Kirche in Deutschland glaubensstarke und mutige Oberhirten, wie Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln und den zu früh verstorbenen Bischof Dyba von Fulda.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Freitag, 27-01-12 12:11

"..... der ‚Zukunftsfähigkeit’ für wichtiger hält als Wahrheit.“ (ho)"

Wenn die Wahrheit nicht zukunftsfähig ist, dann Gnade uns Gott.

Wer will in solch Gesellschaft leben, in der nur Lug und Trug herrschen?

Wer Grundüberzeugungen aufgibt, gilt als wankelmütig.
Erleidet schweren Vertrauensverlust.

Vertrauensverlust, der leicht in Ablehnung übergehen kann.

Es folgt die menschliche Ungerechtigkeit, daß,

wenn jemand die Fähigkeit hat über das Wasser laufen zu können, man von ihm sagt:

"Siehst Du, der kann nicht einmal schwimmen."

Danach trennt nur noch ein kleiner Schritt zur völligen Bedeutungslosigkeit.

 

Klaus Hoffmann aus Münsterland

Freitag, 27-01-12 11:54

Die "Kässmannisierung" der katholischen Kirche muss gestoppt werden. Denn sonst laufen die konservativen unter uns alle weg. Ich rufe zum Boykott der hl. messe auf solange es keine Abgrenzung vom Islam gibt.

 

Martin Böcker sen. aus Vilseck

Freitag, 27-01-12 11:04

Ich wage nicht zu glauben, daß (ein) der Bischof die Stärke besitzt, einen Fehler zuzugeben.
Auch er wird mehr Sorgen um die
"‚Zukunftsfähigkeit’", als um die Wahrheit haben

 
 

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