Französisches Propagandaplakat aus dem Ersten Weltkrieg: Die Bundesregierung will Angst vor deutscher Hegemonie nehmen Foto: Wikimedia
BERLIN. Die Bundesregierung plant, das Bild Deutschlands im Ausland aufzubessern. Dieses hatte zuletzt durch die Euro-Rettungsmaßnamen, die im Ausland als Durchsetzung deutscher Interessen wahrgenommen werden, erheblich gelitten. Ein zwölfseitiges Strategiepapier aus dem Außenministerium sieht eine „Europa-Kommunikation“ vor, mit der bei ausländischen Politikern um Verständnis für die deutsche Haltung geworben werden soll.
„Wir müssen Ängste vor deutschen Alleingängen und Hegemonie-Bestrebungen nehmen“, heißt es laut Medienberichten in dem Konzept. „Bei einigen Nachbarn sind wieder Ängste vor einem übermächtigen Deutschland erwacht.“ Das gelte insbesondere auch für das krisengeplagte Griechenland. Daher müsse Deutschland gerade denjenigen, die am schwersten von der Krise betroffen sind, seiner Solidarität versichern.
Wohin soll Europa gehen?
Zusätzlich sollen gezielt ausländische „Meinungsführer“ und „Entscheidungsträger“ nach Deutschland eingeladen werden, um ihnen die deutsche Sicht zu vermitteln. „Wir reden nur noch über den Preis, nicht mehr über den Wert Europas“, klagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) laut einem Bericht des Focus. Die Krise zu lösen reiche nicht aus. Die deutsche Politik müsse auch eine Antwort darauf haben, „wohin Europa gehen soll“.
Die neue „Europa-Kommunikation“ der Bundesregierung hat allerdings nicht nur das Ausland, sondern auch das eigene Volk als Zielgruppe. So sieht das Strategiepapier eine Reihe von Bürgerveranstaltungen („Township-Meetings“) vor, in denen Bürger über Europa diskutieren. Auch an Schulen und Universitäten soll es ähnliche Veranstaltungen geben. Zudem will die Werbekampagne verstärkt das Internet nutzen. (FA)
Na, na JF, immer diese Schreibfehler! Es muss nicht "Bundesregierung plant Charme-Offensive" sondern "Bundesregierung plant Scham-Offensive" heißen.
Als Sonderbeauftragten für die geplante Offensive schlage ich Herrn Ehrensöldner Christian Wulff und als Beisitzer Herrn Norbert Blüm ("Di Rende sin sischer!") vor.
Ex-Bundesminister Blühm ist nachweislich ein ebenso präsentabler Scham-Politiker. Immerhin sind die BfA-Renten seit 2006 um erstaunliche 0,41 % pro Jahr gestiegen!
Auch der verdienstvolle Guido Westerwelle, man denke nur an die Steuervereinfachung und Steuerkürzung, käme als Scham-Experte in Betracht (wenn er vom nächsten Besuch in einem islamischen Land heil zurückkehrt).
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Sonntag, 04-03-12 02:04
@ Lutz von Peter: "Die MÜSSEN sich doch denken, dass da irgend ein Geheimplan am Werke ist."
(1) Aber sicher, im Ausland wird seit langem schon von vielen der deutsche hysterische Schuldkult mit Argwohn betrachte. Da es sowas noch nie in der Geschichte gab, und erst erst recht nicht im eigenen Land, war man verständlicherweise ratlos und konnte es nicht nachvollziehen: Was soll das bloß?
Und von da war es ncht mehr weit bis zum: Was mag dahinter stecken?
AHH! Es ist ein mieser Trick, in Wirklichkeit...!
Und gerade jetzt werden sich dieselben Leute sagen:
D a s war es also! Nachdem sie uns jahrzehntelang eingelullt haben mit ihrem gespielten Masochismus setzen sie jetzt wieder zur Offensive an!
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Sonntag, 04-03-12 02:02
(2) Wie ein Mann in Irland einem Reporter sagte:
"Wir dachten,sie hätten den Krieg verloren.Aber sie haben nur so getan und abgewartet,und jetzt sind sie wieder da. Sie haben endgültig gewonnen und regieren uns! Und das tollste ist, sie haben diesmal noch nicht einmal einen einzigen Schuß abgegeben!"
Na, und dagegen ist eine "Charme-Offensive" natürlich wieder genau das richtige, um zu beruhigen und Vertrauen zu schaffen.
Meine Güte, ja, uns regieren Idioten! Aber anscheinend haben wir keine anderen.
Hoffen wir auf Gauck, was fehlt ist eine öffentliche Statur,die den Stein endlich ins Rollen bringt. Es könnte eine Lawine draus werden, die so manchen Schmutz und manchen Schwätzer hinwegfegt.Ich glaube, das Volk wartet nur darauf.
Der Klaus aus Deutschland
Freitag, 02-03-12 16:36
Der Begriff "Townships" war der allgemein begriff für die Ghettos der Schwarzen in Südafrika. Kein zufall das der hier für Treffen mit den "Bürgern" verwendet wird. Das die Politiker bei solchem Vokabular selbst den gebückten Gang als noch für zu aufrecht ansehen, darf nicht verwundern.
Lutz von Peter aus Brüssel
Freitag, 02-03-12 13:17
Diese Idioten.
Haben die immernoch nicht gemerkt, dass den Deutschen dauernd ans Bein gepinkelt wird, weil sie sich dauernd entschuldigen?
Die anderen haben doch nur Bammel, WEIL wir uns nicht benehmen wie es der stärksten Wirtschaft Europas ansteht. Die MÜSSEN sich doch denken, dass da irgend ein Geheimplan am Werke ist.
Keiner pisst den Franzosen oder Engländern ans Bein, weil jeder weiss, dass es denen egal ist.
Na und wenn uns die Griechen nicht mögen ist doch logisch. Wer leibt die Bank, die ihm Geld geliehen hat. Und die Griechen haben noch nie irgendjemand gemocht, ausser sich selber.
Deshalb: lieber endlich mal auf den Tisch hauen, ansagen was Sache ist und aufhören mit dem Entschuldigen.
Eric Schlegel aus Mettmann
Freitag, 02-03-12 12:29
Demnächst werden wir bestimmt Strafgeld für unsere ''Solidarität'' an die Empfängerländer zahlen dürfen.Denkbar,das die Südländer dem irren Treiben durch Wahlverhalten oder Randale u. Massenstreiks ein Ende bereiten.Die Insassen der BRD könnten davon vielleicht provitieren.
Lutz aus D aus .
Freitag, 02-03-12 09:27
"...nicht mehr über den Wert Europas".
Unter einem wertvollen Europa stelle ich mir ein Europa der Vaterländer vor und keine EUdSSR.
von Lawsken aus Preußen im Herzen
Freitag, 02-03-12 08:30
Schwachsinn!
Herbert H. aus S.
Freitag, 02-03-12 07:48
Übrigens, hat man uns schon seit Jahren nicht immer mit Umfragen traktiert, in denen Deutschland in der Beliebtheit immer Spitzenplätze eingenommen hat?
Wer immer spendiert, ist eben Spitze. Was sollen dann noch zweifelhafte und dumme "Charme-Offensiven"?
Oder war das alles auch nur "kalter Kaffe" wie so Vieles?
Deutscher Zahlemann & Söhne aus Versailles ohne Krieg
Freitag, 02-03-12 06:49
Wenn "das Bild Deutschlands im Ausland durch die Euro-Rettungsmaßnamen erheblich gelitten" haben soll, sollten wir in die deutschen Spezial-Disziplinen "Geld-Fremden-Hinterherschmeißen" und "deutsches Steuergeld-in-schwarzen-Löchern-versenken" sofort und für alle Zeiten einstellen, damit wir zumindest selber wieder beginnen, uns Deutsche zu achten!
Hans Holt aus Panama
Donnerstag, 01-03-12 22:51
Die beste Charme-Offensive, welche die Gurkentruppe um IM Erika machen könnte, wäre zurückzutreten. Hoppla, ich war etwas zu schnell. Wer soll denn diese ersetzen? Etwa die grüne Fatima mit der sozialen Speckbacke? Da kämen wir vom Regen in die Jauche (frei nach Biermann 1975). Also Obama, setzte doch gleich einen Reichsprotektor oder eine Heuschrecke von der Wall Street, bzw. direkt vom IWF ein.
So wie sich Wilhelm angeblich festbeißt, haben sich Andere tatsächlich fest gebissen. Oder sehe ich da etwas falsch?
Klaus Schricker aus Senden
Donnerstag, 01-03-12 22:33
Das übliche "Solidaritäts-Problem": Die einen sollen solidarisch bezahlen, sollen aber keinen Einfluß darauf haben oder noch besser nicht wissen dürfen, in welche Projekte bzw. dunklen Kanäle das solidarische Geld fließt. In Griechenland gibt es dafür das Beispiel Olympiade, in Italien das Beispiel Erdbebenhilfe etc. und in Ostasien die Hilfen für die Tsunami-Opfer.
Clemens Pankert aus Heidelberg
Donnerstag, 01-03-12 22:05
Jetzt entschuldigen wir uns schon dafür, daß wir Pleitestaaten und Banken mit Milliarden Steuergelder "zwangsretten". Realsatire pur! Und ich dachte schon, tiefer katzbuckeln geht nicht.
"Township-Meetings". Naja, von Townships sind wir ja mittlerweile auch nicht mehr weit entfernt...
Herbert H. aus S.
Donnerstag, 01-03-12 21:48
Schon der Begriff "Township-Meetings" ist verräterisch. Er weist auf Leute, die ihre Sprache bereits verloren haben.
Eure Karikatur müßte wohl eher einen anderen gefräßigen Welteroberer zeigen.
Aber zu der planmäßigen Sündenbockfunktion ist das Bild wohl passend!
Absurdes Deutschland aus Mannheim
Donnerstag, 01-03-12 21:24
Es handelt sich doch lediglich um das übliche pathologische Verhalten des hochgradig neurotischen( psychotische Züge?) Patienten Deutschland: Ein unmündiges, unreifes Wesen mit sehr stark ausgeprägten autoaggressiven, autodestruktiven Tendenzen, welches in seiner existentiellen Sucht danach, permanent geliebt zu werden, sich der Lächerlichkeit und Verachtung preisgibt. Je mehr dieser Unterwürfling um die Zuneigung externaler Bindungen buhlt, desto mehr wird er verachtet. Auf psychosexueller Ebene ist dieser Patient das Idealmodell eines Masochisten, der aufgrund seiner sklavischen Gesinnung von der Gnade des Meisters abhängt.
Die Verachtung durch Griechenland ist in dieser Interaktion nicht die Ausnahme, sondern die symptomatische Regel
Jürg Rückert aus Südwest
Donnerstag, 01-03-12 20:44
Demutsgesten bis zum Abwinken? Wer sich selbst nicht achtet wird auch nicht geachtet.
Die Deutschen konnten sich nie gut selbst verkaufen, nur im Selbstverkaufen sind sie immer gut.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Donnerstag, 01-03-12 19:54
Das eigene Volk als Zielgruppe?
Dann sollte man mit deutschen Begriffen anfangen.
Im übrigen glauben diese überforderten Hansel, die Bürger anderer europäischer Völker seien medial ebenso leicht zu manipulieren, ebenso identitätslos und unterwürfig wie das deutsche Volk.
Die werden sich noch wundern, wie wenig solch millionenschwere Sinnlos-Kampagne hilft.
Die Griechen, Engländer und Spanier randalieren schon jetzt.
Verschärft sich die -Krise- noch, geht da der Bär noch ganz anders ab.
Da hilft ein "Laß uns mal drüber reden" sicher nicht.
Einstein: Es ist leichter einen Atomkern zu zertrümmern als Vorurteile.
Und die wurden gerade von unseren Interressenzertretern in der Vergangenheit ununterbrochen geschürt.
Gegen uns.
Andreas Muscarius aus Hamburg
Donnerstag, 01-03-12 19:19
Ich befürchte dass Schlimmste, und vermute, die Offensive wird in die Richtung gehen, dass es Deutschland als solches gar nicht mehr gäbe, sondern nur noch eine "neue, bunte und vielfältige Region in Europa", die für alle da ist...
„Township-Meetings“, ich bin sicher, die Denkfabriken in den USA nebst Ablegern haben schon eine Kampagne erarbeitet.
Ralf Beez Ofw d. R. aus 72250 Freudenstadt
Donnerstag, 01-03-12 19:16
Mann, wenn ich das lese wird mir schon wieder total
schlecht.
Wenn ausgerechnet die Volldemokraten dieser Regierung
solch eine Aktion starten, dann weiß der wirklich
informierte Bürger dieses Landes das man uns noch viel
lächerlicher machen wird als wir es eh schon sind.
stefan samhuber aus ED
Donnerstag, 01-03-12 18:52
Wer sich so erpressen lässt muss ein Sklave sein der drauf steht!!!
Deutschland Allmächtig? :D
Nur weil wir mal frei und unabhängig waren und ne gute Armee hatten. Was hatten die anderen? Die halbe Welt unter kolonialer Herrschafft... ist aber nichts im Vergleich dazu das alle Deutschen in einem einzigen Staat leben wollten und sich nicht verarschen lassen wollten...
Klaus Wiegand aus Espenau
Donnerstag, 01-03-12 18:14
Das Ausland schürt doch das Bild des "bösen" Deutschen und wird es auch immer frisch halten, denn nur dadurch sind deutsche "Politiker" auch bereit Deutschland immer mehr zu melken.
Berta Schwarz aus Nürnberg
Donnerstag, 01-03-12 17:41
Vor deutschen Zahlungen hat das Ausland aber keine Angst?
Klaus-D B aus Sachsen-Anhalt
Donnerstag, 01-03-12 17:41
„Wir müssen Ängste vor deutschen Alleingängen und Hegemonie-Bestrebungen nehmen“, heißt es laut Medienberichten in dem Konzept. „
Das verstehe ich nicht, tiefer kann man doch garnicht mehr der ganzen Welt in den Allerwertesten kriechen.
Olaf Ditges aus NRW
Donnerstag, 01-03-12 17:13
Weder irgendwelche Rettungsmaßnahmen noch das Bild der Deutschen im Ausland fallen in die Zuständigkeit des Staates. Der Staat hat sich um die Gebietsverteidigung nach Aussen und vielleicht um eine rudimentäre innere Ordnung zu kümmern.
Das Bild der Deutschen im Ausland ist Sache der deutschen Menschen und Ihrer Begnegnungen. Wenn es personelle Kapazitäten in der Staatsverwaltung gibt, die sich mit sochen Dingen beschäftigen, dann ist diese offensichtlich überbesetzt und überfinanziert mit Geld, daß der Bürger selber wesentlich effektiver und verantwortungsvoller einsetzen würde.