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Dienstag, 16.03.2010

Die Furie der Toleranz

Wehe dem, der an ihr zweifelt. Wehe dem, der sie nicht anbetet. Dreimal wehe demjenigen, der nicht bis in die verborgendsten Winkel seines Herzens die Toleranz zur absoluten Maxime seines Handelns macht. Sturmtruppen unserer „weltoffenen“ und „plural ausdifferenzierten“ Gesellschaftsideologie werden ihn niedertrampeln, und man kann nur hoffen, daß man nur im übertragenen Sinne seine Knochen brechen hört.

Nirgendwo schärfer offenbart sich in unserer Gesellschaft die Diskrepanz zwischen begrifflichem Denken und sozialem Handeln mehr, als in der intoleranten Einforderung von Toleranz. Noch die unverschämtesten Anmaßungen müssen geduldet werden, während Kritik an ihnen verfolgt wird. Doch woher rührt dieser groteske „Kampf gegen die Intoleranz“?

Es gibt zwei unterschiedliche Sichtweisen auf den Menschen. Aristoteles betrachtete den Menschen als zoon politikon, als ein von Natur aus zur Gemeinschaft bestimmtes Wesen. Ein angeborener Sozialtrieb, der durch Tugenden in die Gesellschaft eingepaßt wird, läßt den Menschen als Teil einer Gruppe handeln. Anders dagegen Thomas Hobbes, für den der Mensch nur einen egoistischen Trieb zur Selbsterhaltung besitzt. Gesellschaft ist hier reines Mittel der Befriedigung.

Tatsächlich besitzt der Mensch beide Tendenzen; ja es ist noch nicht einmal sicher, ob diese Antipoden nicht dem gleichen Urtrieb entspringen. So kann sich derselbe Mensch durchaus selbstlos für seine Familie, Sippe oder Nation einsetzen, gleichzeitig aber deren Interessen rücksichtslos gegenüber anderen Gruppen durchsetzen. So ist die Frage nach Altruismus oder Egoismus häufig nur die der Perspektive.

Toleranz entstammt dem menschlichen Egoismus

Das Besondere dabei ist, daß Toleranz eine Eigenschaft des egoistischen Triebes ist. Es ist eben kein Zufall, daß sich sowohl der Toleranzgedanke als auch die Vorstellung des homo oeconomicus  zuerst und am radikalsten in der angloamerikanischen Kultur entfalteten. Denn Toleranz heißt zunächst nichts anderes als Gleichgültigkeit. Wenn der Mensch als solcher nicht mehr interessiert, sondern nur dessen abstrakte Arbeitskraft, dann kann man durchaus tolerant sein.

Der Sozialtrieb dagegen kann nicht aus sich heraus Toleranz entwickeln. Denn sobald man sich dem anderen verbunden fühlt, stülpt man ihm notwendigerweise die eigenen Sozialvorstellungen über. Männer, die sich in einer Gruppe als Männer verhalten, können dadurch gar nicht anders, als gegen sexuell abweichendes Verhalten vorzugehen. Und wenn diese Männer homosexuell sind, dann gehen sie eben gegen die vor, die es nicht sind.

Was ist das denn eigentlich, was heutzutage als „Intoleranz“ kriminalisiert und verfolgt werden soll? Es ist nichts anderes als das soziale Ordnungsmuster der alten Bundesrepublik, bevor diese von den zweifelhaften Segnungen der Revolution von 1968 heimgesucht wurde. Damals gab es durchaus eine klare Rollenvorstellung, wie man sich als Frau oder Mann, als Angehöriger der Arbeiter-, der Bürgerschicht und so weiter zu verhalten habe.

Diese Anmutungen an den einzelnen werden heute mit großem Geschrei zurückgewiesen. Statt dessen strebt man ein „tolerantes Nebeneinander“ der „unterschiedlichsten Lebensentwürfe“ an, in dem ein jeder „selbstbestimmt“ so dahinleben kann. Das mag zunächst ganz nett klingen, nur entspricht dieser Lebensplan dem sozialen Bewußtsein von kleinen Kindern, die sich um nichts kümmern müssen.

Weist man diese Menschen nun darauf hin, oder – schlimmer noch – macht man sich über sie lustig, indem man sagt, daß hier Erwachsene mit Schnuller und Windelhöschen herumlaufen und ernsthaft behaupten, dies sei normal, so werden sie wütend. Diese Wut ist dann dasjenige, was als „Kampf gegen Intoleranz“ über uns gekommen ist. Denn obwohl hier der Egoismus gleichfalls Triebfeder ist, kann er keine Toleranz aufkommen lassen.

Hedonimus löst Verzichtsethik ab

Entwickelte sich die angloamerikanische Kultur noch vor dem Hintergrund einer Verzichtsethik, die ihr eine ungeheure Stoßkraft verlieh, so besitzt diese Form des Egoismus keine Sublimation mehr. Es herrscht nur der reine, hedonistische Konsum, der nichts Schöpferisches mehr kennt. Der Futtertrog als nie versiegendes Füllhorn, das ist das neue soziale Ideal. Toleranz heute heißt Fressen und Fressen lassen in Zeiten des Überflusses.

Generös und überaus weltoffen verteilt man mit vollen Backen kauend das geerbte Vermögen. Wozu an gestern denken, wozu an morgen? Man lebt im Hier und Jetzt das glückliche Leben einer Sau, die keine Suhle ausläßt. Das Endprodukt von 1968, pointiert gesagt, ist tatsächlich ein System für Schweine. Nur manchmal wird die Herde ängstlich und unruhig. Dann nämlich, wenn in ihrer Mitte Stimmen davon künden, daß bisher Schweine nur zu einem Zweck gemästet wurden.

Für diese Stimmen gibt es dann keine Toleranz. Sie stören die Verdauung.



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Bernd Schmieder aus Berlin

Freitag, 19-03-10 14:57

Lieber Herr Otto Ohnesorge, nein, wir sind garnicht auseinander. Ich habe geschrieben "solange sie unbeteiligte in Ruhe lassen" . Aber genau das tun sie ja nicht mehr ! Es muss mir ja wohl bald peinlich sein, wenn ich in der Öffentlichkeit meine Frau an die Hand nehme. Was der regBM in unserer Stadt tut ist unter der Gürtellinie, jedenfalls unter meiner. Wenn zwei von denen in ihrem privaten (!) Zimmer kuscheln- sollen sie. Ich will aber nicht in den Medien, Politik und Straße meine Kinder damit besudeln lassen ! Also "..solange sie..."
Übrigens zu Reetsma mit seiner Ausstellung: Toller Typ, er killt mit seinen Sargnägeln Menschen, verunglimpft Soldaten und fördert die Kunst.ohne Worte.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Donnerstag, 18-03-10 15:58

Mittlerweile feiern sich die Herrschaften schamlos immer häufiger auf den Straßen selbst. Unterstützt von schwulen Politikern.
Dabei keine Rücksichtnahme auf Mitmenschen. Von anderen Religionen, die das enger sehen als wir, ganz zu schweigen.

Immer mehr und immer weitreichendere Rechte zu fordern ist weder gerechtfertigt, noch klug.

Ich kann jedem Schwulen nur raten, sich dezent zu halten und bescheiden. Das Erreichte zu festigen und sich darüber zu freuen, daß die schlimmen Zeiten vorüber sind.

Noch stehen die Sterne für sexuell Andersartige in Europa gut. Doch die dunklen Wolken zeichnen sich unübersehbar ab.






 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Donnerstag, 18-03-10 15:39

Dabei muß allerdings auch erwähnt werden, daß die Schwulen immer aggressiver in der Öffentlichkeit auftreten. Von öffentlichem GV zu schweigen. Aber auch wenn sich zwei Männer küssen, verletzt das noch immer beim fast allen Menschen ihr Schamgefühl. Dann ist natürlich von Toleranz die Rede.
Auch Ehe und Familie. Sie wurde zugunsten der Schwulen verraten.

Wie Menschen so sind. Immer das gleiche. Gib ihnen den kleinen Finger, sie nehmen die ganze Hand.
Gestern noch geächtet, heute mußt Du Dich als Heterosexueller, der immerhin für den Fortbestand seines Volkes sorgt, immer mehr zugunsten ihrer Abartigkeit einschränken.
Gesetzesänderungen allenthalben.
Mußt Dir anhören, wie groß der Bevölkerungsanteil an ihnen bereits ist.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Donnerstag, 18-03-10 15:28

Lieber Bernd Schmieder aus Berlin,
das ist ja mal selten, daß ich eine andere Meinung habe als Sie.

"Also lasst sie in Ruhe solange sie Unbeteiligte in Ruhe lassen."

Völlig einverstanden. Aber:
Innerhalb meines Lebens habe ich die Entwicklung des Umganges mit Homosexualität beobachtet. Von der totalen Diskriminierung durch die Gesellschaft, über die Jagd auf Schwule durch den Gesetzgeber, bis zur Belächelung dieser Veranlagung, von Perversion zur Ächtung dieses Begriffes und bis zu der heutigen Akzeptanz in der Gesellschaft.

 

Bernd Schmieder aus Berlin

Donnerstag, 18-03-10 13:08

Man muss junge Bäume anbinden um sie gerade wachsen zu lassen. Homosexualität ist aber nach meiner Ansicht keine Entwicklungsstörung. Also leben und leben lassen. Allerdings mache ich auch keine Heteroparty auf dem Kuhdamm. Wer mit den schwulen Jungs nun garnichts anfangen kann : Gebt ihnen einen aus : Er ist ein Konkurent weniger beim Kampf um die Mädels ;-)
Also lasst sie in Ruhe solange sie Unbeteiligte in Ruhe lassen. Was der Staat macht sollte zwar beobachtet aber nicht überbewertet werden.

 

Andre Boine aus Dresden

Mittwoch, 17-03-10 20:46

Herr Kersten,
vielen Dank für Ihre Antwort!
Bedauerlicherweise haben Sie die Ironie meiner Ausführungen nicht verstanden.

Meine Toleranz hört da auf (und da bin ich doch ganz beim Autor dieses Artikels), wo Andere behaupten Homosexuelle würden unsere Gesellschaft allein durch Ihre öffentliche Präsenz und Ihren Wunsch nach Gleichberechtigung der Menschheit "furchtbares" antun.

Es gibt keinen Grund, warum sich Homosexuelle aufgrund individueller Eigenschaften verstecken sollten. Offenbar etwas, dass Sie propagieren und wollen. Sie selbst haben einen persönlichen Charakter, der eines Versteckens nicht bedarf. In Ihrer sexuellen Orientierung mögen sie zur breiten Masse gehören, in anderen Eigenschaften wird sich auch in Ihnen eine Minderheit finden lassen. Kein Grund für Sie und Andere sich vom Hochhaus zu stürzen. Es sei denn, Sie stehen darauf stets zur breiten Masse zu gehören. Ein solcher Kollektivismus ist mir fremd. Ihre weitergehenden Plattenempfehlungenen nehme ich gern entgegen.

Im übrigen meinen herzlichen Dank, was den Rest Ihrer Gesellschaftskritik betrifft. Konzentriert auf den Punkt.

Herr Ohnesorge, herzlichen Dank auch für Ihre Anmerkungen! Dass die meinigen überspitze Ironie waren, sei Ihnen hiermit gesondert mitgeteilt.

 

Dimitrios Toris aus Wuppertal

Mittwoch, 17-03-10 19:52

"Denn Toleranz heißt zunächst nichts anderes als Gleichgültigkeit."

Tja, das ist der feine Unterschied zwischen Toleranz und Maßhaltung. Letzteres frommt dem Bürger, ersteres disqualifiziert ihn vom politischen Entscheidungsfindungsprozess!

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Mittwoch, 17-03-10 15:43

Andre Boine aus Dresden,

ja, nee, is klaa.
Wer am meisten gegen Schwule ist, ist selber schwul.
Jeder Mann ist schwul, er weiß es nur nicht immer.
Ein riesen großer Anteil der Bevölkerung ist schwul.

Ist ihnen in letzter Zeit vielleicht zu warm geworden?
Solch Quatsch verzapfen in der Tat nur Schwule.

Homosexsualität ist nicht ansteckend. Aids ist es aber schon.

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Mittwoch, 17-03-10 13:56

@ Andre Boine aus Dresden

Jetzt geht DAS wieder los... Natürlich: Alle "Heten" (so nennt man inzw. - offenbar auch in Ihren "Kreisen" - völlig normale und gesunde Menschen) sind homosexuell. Am meisten jene, die sich gegen diesen ausgemachten, erpresserischen Schwachsinn mit Händen und Füßen zu wehren wissen: alles verkappte Homos! (Alle Leute, die an ihrem Leben hängen und sich nicht vom Hochhaus stürzen, sind Feiglinge! Klaro...) Sie sollten mal andere Platten als "american beauty" konsumieren. Diese Einflüsterungsversuche, die Sie offenbar tief in Ihrer Seele gebären, hatten wir hier schon des öfteren. Nur ist Ihr Problem: Wir sind IMMUN dagegen (mit Immunität sollten Sie sich auch mal beschäftígen, die bewahrt nämlich vor Krankheit)

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Mittwoch, 17-03-10 13:38

2) Managern großer Konzerne und gefeuerten Behördenchefs, die sich Vermögen an Abfindungen unter den Nagel reißen und dann selbst ins Ausland verschwinden.

3) Allen Branchen, die von Subventionen leben.

4) Hohen Beamten, meistens schon nach Brüssel wegbefördert, wie etwa der OECD-Chef, der in aller Welt Bankgeheimnis und Steuerflucht bekämpft, selbst aber dank Diplomatenstatus keinen Cent Steuern zahlt.

Wer nicht zu diesen privilegierten Kreisen gehört, hat leider schon die "A....Karte" gezogen.

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Mittwoch, 17-03-10 13:31

Hinzu kommt diese staatl. Regulierungswut, die immer schlimmer wird. Der Versuch, die eigenen Bürger zu überwachen und sich auch noch frech bei Ihnen zu bedienen. Sagen Sie mal einem Deutschen, er darf auf einen anderen aufpassen, da wächst er gleich 20 Zentimeter! Und wenn Sie ihm noch eine Dienstmütze aufsetzen, oder gar eine Uniform anziehen, kennt er seine eigene Großmutter nicht mehr!

Wem hat Deutschland heute eigentlich noch etwas zu bieten?

1) Der Großindustrie, deren Bosse den Politikern vorschreiben, was sie zu tun haben (einfach indem sie mit Entlassungen drohen, was Wählerstimmen kostet).

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Mittwoch, 17-03-10 13:19

Deutschland wird laut mehrerer Meinungsumfragen von Menschen regiert, die prozentual weniger Vertrauen genießen als Gebrauchtwagenhändler! Eines der ganz wenigen Dinge, die in Deutschland kein Gesetz regelt, sind die Pflichten eines Abgeordneten. Der ist allein seinem Gewissen verantwortlich. Das heißt, wenn er keines hat, ist er niemandem verantwortlich - außer seiner Partei natürlich, damit sie ihn bei der nächsten Wahl wieder auf die Liste setzt. Wenn er das gar nicht will, kann er notfalls auch vier Jahre gar nichts tun, und er kriegt trotzdem sein volles Gehalt. (Von irrsinnigen, in keinem Verhältnis stehenden Managergehältern, Boni & Incentives nicht zu reden: Ackermann und Ribéry geben sich nicht unter 10 Mio. Euro Gehalt zufrieden.)

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Mittwoch, 17-03-10 13:10

Arrogante, geldgierige, unersättliche Politiker, die sich nur noch vor einer Wahl an den Bürger erinnern. Statt Reformen immer neue Steuern, die längst das Ausmaß einer Enteignung erreicht haben. Immer mehr Bürokratie. Unsinnige Vorschriften und Verordnungen, Behörden; Amtsstuben voller Parasiten, denen der Gesetzgeber auf Kosten der areitenden Bevölkerung eine bequeme Existenz schenkt. Deutschland, so scheint es, hat sich in ein überdimensionales Versuchslabor verwandelt, in dem Politiker und Bürokraten testen, wie weit sie es mit dem Bürger treiben können. Wo die Grenze dessen liegt, was sich Menschen alles gefallen lassen. Sagen Sie mir einen einzigen, der sich heute noch Gedanken um die Menschen im Land macht!

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Mittwoch, 17-03-10 13:09

Aber noch mal was anderes (an dieser Stelle): Der Wind hat sich gedreht (das war wohl mit "wind of change" gemeint). Wir leiden nicht nur unter sagenhafter Überfremdung (sowohl demographisch als kulturell). Jedes Jahr verlassen 100.000 bis 150.000 Bundesbürger ihre Heimat. Eine ganze Großstadt zieht da jedes Jahr ins Ausland, Tendenz steigend (der Letzte macht das Licht aus!). Deutschland hat nicht nur jeglichen Reiz als Industriestandort verloren. Das Land, in dem Goethe, Beethoven oder Adenauer als Vorbilder von Bohlen, Kübelböck und Konsorten abgelöst wurden, verliert im Zeitalter der Globalisierung auch als Anbieter eines Wohnsitzes immer mehr Attraktivität. Vor allem, seit es von einer großen Koalition der Wahlbetrüger regiert wird.

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Mittwoch, 17-03-10 12:53

@ Bernd Schmieder aus dem Osten

PS: "Man kann mit Blumen nicht über Botanik reden", sollte das natürlich heißen (haben Sie meinen Sarkasmus verstanden?). Stilprobleme sind Hauptprobleme, das andere ergibt sich schon! Lassen Sie sich einfach schweifen. Nur Sie wissen es bei Nachdenken. Man kann sich auch z.B. an Dokumaterial o.ä. als Stütze anhängen.

LG aus dem Westen

 

Bernd Sydow aus Berlin

Mittwoch, 17-03-10 10:42

Die Durchsetzung gesellschaftlicher Toleranz zerstört jede Form von (wahrer) Demokratie, in der das eigene Volk, der Souverän, über sein Dasein selbst bestimmt. Sie ist das süße Gift, durch das sich kollektive (nationale) Identität und staatspolitische Gestaltungskraft auflösen wie ein Stück Zucker im Kaffee.

Wer Toleranz als demokratische Tugend ausgibt, will betrügen!

 

Paul Pope aus Baden-Württemberg

Mittwoch, 17-03-10 10:28

Nun Herr Boine, dann hat der liebe Gott wohl auch die dummen "Homophoben" erschaffen - beschweren Sie sich also auf dessen Netzseite, nicht bei der JF...
Ganz zu schweigen von Erbkrankheiten, die Ihrer Argumentation nach auch gottgewollt sind!? Ich hoffe Sie erkennen die Schwäche Ihrer Argumentation selbst...

 

Karl-Heinz Garz aus Berlin

Mittwoch, 17-03-10 01:07

Seien wir doch mal ehrlich: gegenwärtig bedeutet Toleranz in Deutschland widerstandslos Belästigungen durch "andere" hinzunehmen und nicht dagegen protestieren zu dürfen, und auch nicht sich darüber kritisch zu äußern. Die Schwulen-Orgien ("Christopher-Street-Day"), die Straßen-Blockaden durch Demos, die Roma-Kinderbettler, die Kriminalität nach Schengen. Wer was dagegen sagen würde, ist "intolerant", kann sogar bestraft werden. Wie wär´s, wenn wir endlich mal Toleranz gegenüber der Meinungen von der ganz normalen, (leider) schweigenden Mehrheit des Volkes einfordern würden? Die Demokratie wird im Namen der Toleranz jeden Tag vergewaltigt.

 

Andre Boine aus Dresden

Mittwoch, 17-03-10 00:16

Als abstoßende, groteske Warnung möge auch Sam Mendes "American Beauty" dienen, in dem besonders schön sieht, dass die, die am meisten gegen Schwule sind, vermutlich am ehesten schwul sind.

Wer bis heute nicht begriffen hat, dass Homosexualität nicht ansteckend ist und Homosexuelle die Heterosexualität und somit die Liebe zwischen Mann und Frau eben gerade NICHT abschaffen wollen, dem ist wahrlich nicht zu helfen.

Mir ist völlig wurscht, wer wen liebt, und da Gott den Menschen geschaffen hat, darf sich gern jeder bei diesem über die ach so bösen schwulen Tunten beschweren.

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Dienstag, 16-03-10 19:54

@ Bernd Schmieder aus dem Osten

Danke für Ihr gründliches Verständnis. Ich will kurz auf Ihre Lockspeise eingehen: Sie haben da eine "Entschuldigung" geschrieben (Selbstvorwürfe, Ängste aus d. gemeinsamen Unbewußen?). Lassen Sie das nicht nochmal vorkommen! Qui s'excuse s'accuse (de Gaulle): Wer sich entschuldigt, beschuldigt sich. Wozu das? Toleranz heißt Nötigung, aber man kann mit Blumen nicht Botanik reden, kann das Hauptsächliche nicht im Nebensatz sagen. Oder haben Sie diesen Telegrammstil mit Bedacht gewählt? (Wo Ihnen sonst die Gedanken doch nur so aus dem Computer purzeln.) So ein brillanter Schreiber wie Sie (ich wähle meine zweischneidigen Epitheta mit Bedacht) müßte doch nen regulären Schreibjob bei der JF haben?

 

Bernd Schmieder aus Berlin

Dienstag, 16-03-10 17:04

Entschuldigung, ich bin aus dem Osten, hatte kein Latein, aber heißt tolerieren nicht "ertragen" ?
Also ich ertrags nicht mehr lange !

 

Thomas Lentze aus Bonn

Dienstag, 16-03-10 15:21

Die Toleranz heutiger Toleranzprediger ist keineswegs die Tugend der Großmut, als welche sich die Toleranz ausgibt, sondern vielmehr der Wille zur Zerstörung der natürlichen Ordnung.
Dies wird deutlich in der Diskussion um die Homosexualität. Wer sie als das bezeichnet, was sie ist, nämlich als ein Absturz aus der natürlichen Ordnung, und obendrein noch Hilfe anbietet, der setzt sich Erklärungen bedingungsloser Intoleranz, ja schwersten Gewaltandrohungen aus.
Bezeichnend ist, daß nicht nur die gesunde Einschätzung der Homosexualität selbst als Krankheit bezeichnet wird - nämlich als "Homophobie" -, sondern ebenso das Selbstverständnis des Gesunden: Als "Heterosexismus".

Dies sind vorbereitende Schritte einer "Herrschaft des Tieres".

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Dienstag, 16-03-10 15:17

"Wir wollten eine Art Schwulen-Festival organisieren. In den USA haben die meisten Menschen vor der Gay-Bewegung immer noch Angst. Die religiöse Rechte hat großen Einfluss und ist gut organisiert. Diese Show soll zeigen, dass wir auch einfach nur Menschen sind, und man keine Angst vor uns zu haben braucht." (Bell) Nun, daß ihr "Menschen" seid, hat ja auch niemand bezweifelt. Was ihr mit der Menschheit (also auch euch selbst) anstellt, ist eine ganz andere Frage. Du kannst ja gern deine trivialen "Boy trifft Boy/Boy verläßt Boy"-Textchen (die wohl einfach nur aneinandergereiht werden, um sich zu reimen) beim Karaoke trällern, um deine Liebes- und Beziehungssucht und dein Aufmersamkeitsdefizit zu pflegen. Für den Rest sage ich: NULL TOLERANZ!

 

karsten reincke aus berlin

Dienstag, 16-03-10 14:23

Schön geschrieben!
Bleibt mir nur, mit dem Zitat aus dem "Zauberberg" zu antworten:

"Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt"

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Dienstag, 16-03-10 14:18

PS: "Sie werden es für sehr merkwürdig halten, aber ich wollte Hiv-positiv sein. Ich dachte, Hiv wäre ein Prüfstein für das Schwul sein" (pers. Anm.: Kein Wunder, wer Texte singt wie "Don't say your love is killing me"!) und "Ich möchte endlich einmal herausfinden, wer ich wirklich bin" (Andy Bell von der Tunten-Band Erasure). Siehe als abstoßende, groteske Warnung auch "It takes two - Andy Bell - Jimmy Somerville" bei Youtube. Und da rede einer noch davon, daß diese Gesellschaft NICHT persönlichkeits- und identitätssgestört sei! Irgendwo hat die "Toleranz" ein (im wahrsten Sinne des Wortes) Ende. Diese Leute schaufeln sich ja ihr eigenes Grab (und wollen uns am liebsten mit hineinreißen).

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Dienstag, 16-03-10 13:50

1 Mrd. Dollar hatten Sie den Milliardären für eine "Reunion-Tour" geboten! Es ist anzunehmen, daß dieses Phänomen bis heute auch so gut "ankommt", weil es (schon von der Konstellation) als "authentisch wirkendes Männlein-Weiblein-Prinzip" für Abermillionen aus kaputten Familien stammende Halberwachsene die "heile Familie" präsentierte, die sie selber nicht hatten (und die heute so exzessiv in Seifenopern vorgegaukelt und nachgeäfft wird). Und nun Atheismus & Alzeimer: Das paßt irgendwie. Offenbar hat der Liebe Gott dem schwedischen Pop-Opa doch noch einen Strich durch die Rechnung gemacht (siehe auch Schicksal der Kastraten von "The Bee Gees" oder des ABBA-Nachahmers Andy Bell, der mal ein groteskes Ständchen für "Wowi" in Berlin abhielt).

 

Jörg Tippmann aus Minga

Dienstag, 16-03-10 13:40

Sehr guter Beitrag! Sie sprechen mir aus der Seele!

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Dienstag, 16-03-10 13:22

Ein anderer "Mäzen" und Vorzeige-Toleranter und "Humanist" ist offenbar der ehem. Gitarrist der (explizit in der weltweiten Gay-Szene) so überragend gefeierten Pop-"Ikonen" ABBA. In der Wikipedia erfährt man über ihn: "Ulvaeus ist bekennender Atheist [...] Für sein Engagement gegen religiöse Tendenzen in der Welt und für eine aufgeklärte Gesellschaft wurde er vom Verband ausgezeichnet. [...] Im Sommer 2008 erwähnte er in einem Interview mit der britischen Zeitung Daily Mail erstmals die Folgen, welche seine schwere Erkrankung, der fortschreitende Verlust des Langzeitgedächtnisses, für ihn mit sich bringt. Er könne sich, so Ulvaeus, inzwischen nicht einmal daran erinnern, dass ABBA mit Waterloo den Eurovision Song Contest gewonnen hat."

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Dienstag, 16-03-10 13:08

"In Blankenese lernte Reemtsma Ann Kathrin Scheerer kennen. Ihr Sohn ist elf Jahre alt; geheiratet haben sie aber erst vor drei Jahren. Gleiche Wellenlänge zwischen dem Paar auch in der Politik. Ann Kathrin neigte ebenfalls zu grünen Positionen. Die Sinologin lebte mehrere Jahre in China und verfaßte feministische Bücher – womit sich der Kreis schloß: Reemtsma finanzierte das Feministische Archiv in Köln." (Focus)

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Dienstag, 16-03-10 13:07

"Zur Eröffnung des Wielandjahres war deshalb ein Mann geladen, der sich wie kein anderer um den Dichter verdient gemacht hat – Jan Philipp Reemtsma aus Hamburg. Er sorgte für die Wiederauflage des Gesamtwerkes und hat mit seiner Stiftung für Wissenschaft und Kunst das Wielandgut in Oßmannstedt restauriert und zur Bildungsstätte ausgebaut. Reemtsma ist gefangen von der Schönheit der Prosa, von der Haltung, die darin zum Ausdruck kommt. Sein Vortrag über Frauen in Wielands Werken ging nicht der platten Frage nach, welche reale Personen sich hinter den Romanfiguren verbergen. Vielmehr zeichnete er einen Menschen, der sich mit Fragen der weiblichen Emanzipation beschäftigte – ja als Vorkämpfer des Feminismus gelten kann." ("Freies Wort")

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Dienstag, 16-03-10 13:01

Denn zu ihren Zeiten behaupteten ja alle Ideologien, "nur Gutes" mit den Menschen im Schilde zu führen.

Diese "Idealisten" wollen keine Zigaretten verkaufen (wozu auch: bei einem 300-Mio.-Erbe), sondern die eigene Verstrickung möglichst ungeschehen machen!

Die für J.P. Reemtsmas Roman "Das Buch vom Ich" zentrale Figur der Hetäre Lais erklärt Aristipp darin "klipp und klar den Geschlechterkrieg": "Eine Frau, die ihre Unabhängigkeit behaupten will, euer Geschlecht überhaupt als eine feindliche Macht betrachten muß, mit welcher sie, ohne ihre eigene Wohlfahrt aufzuopfern, nie einen aufrichtigen Frieden eingehen kann."

"Es ist überraschend", sagt Reemtsma, "daß die feministische Literaturwissenschaft diese Figur bislang übersah."

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Dienstag, 16-03-10 12:44

"Hamburger Institut für Sozialforschung" (ebenf. Gründung 1984), Finanzier: Jan Philipp Reemtsma. (MitgliedIn des "wissenschaftl." Beirats: Alice Schwarzer, "von Dr. Reemtsma 1981 zur Diskussion 'ein, zwei Jahre lang' zwecks Vorbereitung seines Instituts für Sozialforschung eingeladen.")

Woher dieser ganze fanatische Eifer, diese Geschichts- u. Familienverleugnung?

Reemtsmas Vater zahlte erhebl. Geldmengen in die Parteikassen der NSDAP, um Zigarreten auch an Parteifunktionäre und SA-Leute verkaufen zu können. (Das schon in einer Zeit, in der auch die NSDAP unglaublich viel Geld brauchte für ihre Wahlkämpfe: im polit. Entscheidungsjahr 1932.)

So entpuppt sich auch sein Sohn als Helfershelfer und "Anschubfianzierer" neuer Ideologien.

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Dienstag, 16-03-10 12:32

Ihr Zitat: "Generös und überaus weltoffen verteilt man mit vollen Backen kauend das geerbte Vermögen." Dabei fällt mir ein anderes Zitat ein. Und zwar vom Vorstand des "FrauenMediaTurms" (ehem. histor. BAYERNTURM in Köln): "Wir danken Jan Philipp Reemtsma, der mit seiner großzügigen Anschubfinanzierung die ersten zwanzig Jahre des 1984 gegründeten FrauenMediaTurm (damals noch 'Das feministische Archiv und Dokumentationszentrum') überhaupt erst möglich gemacht hat."

Wer J.P. Reemtsma ist? Na, der große Organisator der sog. "Wehrmachtsaaustellung", der mit seinem "Mäzenatentum" maßgebl. am Auflösungsprozeß dieser Gesellschaft beteiligt ist! Reemtsma jr. gibt sich (wie könnte es anders sein) auch als "Vorkämpfer des Feminismus zu erkennen.

 

Rainer Thesen aus Nürnberg

Dienstag, 16-03-10 12:07

Schmidt-Ahmad trifft ins Schwarze. Peter Scholl-Latour hat die Einstellung der Deutschen zu Krieg und Frieden einmal als "blökenden Pazifismus" bezeichnet. Ich habe das seinerzeit in meiner Abschiedsrede als Bataillonskommandeur aufgegriffen und hinzugefügt, die Einstellung der Deutschen zum Leben könne man als "grunzenden Hedonismus" bezeichnen. Es hat sich seither leider michts geändert.

 

Paul Pope aus Baden-Württemberg

Dienstag, 16-03-10 12:01

Herr Schmidt-Ahmad, Sie sollten eine Sammlung Ihrer Beiträge in Heft- oder Buchform herausgeben. Eine Sammlung von Aufsätzen zu heutigen Dogmen, woher sie kommen und wohin sie führen. Vielleicht etwas ausführlicher als hier im Zeitungsformat, aber noch kurz und prägnant.
Ich wette, viele JF - Leser warten auf so etwas von Ihnen! Ich würde mich jedenfalls darauf freuen!
Lösungsansätze kann man wohl aber nicht erwarten: Man kann einem bockigen Kind eben nicht immer alle Hirngespinste austreiben, schon gar nicht wenn "Mutti" doch gesagt hat, das es schließlich so ist :-)

 
 

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