Krisenländer drängen auf grenzenlosen Rettungsschirm
Sitz der EZB in Frankfurt: Euro-Rettung ohne Grenzen Foto: ArcCan/Wikimedia Lizenz: http://bit.ly/4Ynp37
BRÜSSEL. Spanien und Italien haben eine Ausweitung des dauerhaften Rettungsschirmes ESM gefordert. Derzeit werde erwogen, dem ESM einen grenzenlosen Kredit bei der Europäischen Zentralbank (EZB) einzuräumen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Mit diesem Geld sollen nach dem Willen der Regierungen in Rom und Madrid Staatsanleihen von Krisenländern in der Euro-Zone aufgekauft werden.
Dem Bericht nach, werden sie dabei von Teilen des EZB-Direktoriums unterstützt. Nötig sei jedoch eine Banklizenz für den Rettungsschirm. Sollten die Pläne umgesetzt werden, müßte der Bundestag nicht mehr bei weiteren Rettungspaketen zustimmen. Zugleich würde sich jedoch die Haftungssumme der Bundesbank und damit auch der Bundesrepublik deutlich erhöhen. Diese liegt derzeit bei mindestens 310 Milliarden Euro.
Bundesregierung zeigt sich skeptisch
Die Bundesregierung zeigte sich gegenüber diesen Überlegungen skeptisch. Es bestehe die Gefahr, die Inflation anzuheizen und die Unabhängigkeit der EZB zu gefährden. Auch die Bundesbank lehnte die Pläne ab. Dagegen zeigte sich der luxemburgische Finanzminister Jean Asselborn offen für die Idee eines grenzenlosen Rettungsschirms: „Es heißt nicht, Geld ohne Limit und ohne Bedingungen zu bekommen. Aber wir müssen ein Instrument entwickeln, das effektiv die Spekulation unterbindet.“
Bereits in der vergangenen Woche hatte EZB-Chef Mario Draghi angekündigt, er werde alles Nötige tun, um den Euro zu sichern. Auch Frankreichs sozialistischer Präsident Francois Hollande und Bundeskanzlerin Merkel (CDU) bekräftigten, den Euro unter allem Umständen zu stützen: „Deutschland und Frankreich sind der Integrität der Eurozone zutiefst verpflichtet. Sie sind entschlossen, alles zu tun, um die Eurozone zu schützen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. (ho)
Liebe Leute, ihr habt alle recht in euren Kommentaren,
aber wie sieht es mit konkretem Handeln aus?
Wenn alle Leser der JF auch über das Aktionsbündnis
Direkte Demokratie Strafanzeige wegen des Verdachts auf
Hochverrat stellen würden so könnten wir den ESM
vielleicht noch stoppen, zumindest aber den Rechtsbruch
überdeutlich klar werden lassen. Zumal das nichts
kostet und JEDER mitmachen kann, wir sind schon über
2000 Leute, da ist noch viel Potenzial nach oben hin
möglich!
Angelika H. aus Sachsen
Mittwoch, 01-08-12 12:19
Die Europäische Union (EU) ermittelt gegen den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, nach einem Einspruch wegen dessen Mitgliedschaft in der Organisation Group of Thirty (G 30). "Wir haben eine Beschwerde erhalten und einen Brief an die EZB geschickt", ließ EU-Ombudsmann Nikiforos Diamandouros mitteilen. Die EZB müsse bis Ende Oktober reagieren. Die Organisation Corporate Europe Observatory, die sich der Korruptionsbekämpfung verschrieben hat, hatte im Juni Draghis G-30-Mitgliedschaft kritisiert. Das 1978 gegründete private und hochkarätige Gremium erörtert zweimal jährlich Entwicklungen in der Wirtschaft. Kern der Kritik: Durch die Mitgliedschaft fehle dem EZB-Präsidenten die Unabhängigkeit. Die G 30 weise alle Charakteristika einer Lobbyorganisation für Großbanken auf.
Toni von Schlummerland aus und vorbei isses schon lange!
Mittwoch, 01-08-12 10:18
Blankoscheck für Banken, sonst nichts!
@DIETER MARTIN aus WOLFEEN
Schon richtig, aber mehr als 2-3 Tausend, wenn überhaupt, erfahren etwas von solch einer Petition.
Den Rest spar ich mir.
"Sehen wir also dem Bürgeraufstand entgegen."
Kann ich mir bei dessen Intelligenz nicht vorstellen.
Der macht doch mit einem Strick um den Hals noch einen Bückling!
Hans Holt aus Berlin
Mittwoch, 01-08-12 09:18
... ja, und der Bund der Drogenabhängigen, Sozialschmarotzer und Nichtstuer (DdDSN) auf die Freigabe von Heroin, Zugang zu Hatz IV für alle und Urlaub über das ganze Jahr.
Wer wundert sich noch darüber? Dort wo der Betrüger noch den Betrogenen beschimpfen werden kann, wo der Dieb am lautesten "Haltet den Dieb!" ruft und wo die dümmsten Kälber ihre Metzger selber suchen - dort ist ALLES möglich.
... Deutschland, wir weben Dein Leichentuch ... (Heinrich Heine, aus Die schlesischen Weber) Ich empfehle jeden JF-Leser, sich dieses Gedicht einmal durchzulesen. Es ist brandaktuell, nur dass der König durch die Kanzlerin ersetzt werden sollte. Und es ist vielleicht noch nicht ganz so schlimm.
Bernd Schmieder aus Berlin
Mittwoch, 01-08-12 09:10
@Otto Ohnesorge aus Berlin: Nö, ick wette nicht dagegen. Das wird kommen. Es gibt den Wunsch , unser Land zu vernichten, es wird geschehen. Wir haben keinen Friedensvertrag, werden belächelt, wenn wir Verschwörungstheorien erwähnen und reiben uns bei den Wahlen ungläubig die Augen. Wir werden also weiter Schulden aufnehmen, um die Schulden der Anderen zu bezahlen. Ich glaub, wir kaufen uns lieber zusammen den Kasten und kippen ihn uns in den Hals.
Falko Bengen aus München
Mittwoch, 01-08-12 09:04
Es gibt doch realiter nur 2 Möglichkeiten:
Entweder Euroland demaskiert endlich vor der Weltöffentlichkeit die "Schuldennation Nr. 1" mit ihrer FED, wo grenzenlos die Geldmenge vermehrt wird, und klinkt sich aus diesem Gefüge aus (auch mit D-Mark ab morgen!)
ODER
Euroland macht sich quasi konkurrenzfähig zum US-Dollar und steigt mit der EZB-Notenpresse in die gleiche Spirale ein!
Andere Alternativen gibt es nicht!
Schöne Woche noch...
Volker Thorwald Meyer aus Drakenburg
Mittwoch, 01-08-12 08:32
da fällt mir nur der Songtext von Pink Floyd aus dem Jahre 1973 ein....
"money- it´s a crime. share it fairly but don´t take a slice of my pie."
oder auch: "money, so they say. is the root of all evil today!"
wie wahr, wie wahr.
Die Wahrheit wusste man schon damals...
Bernd Sydow aus Berlin
Mittwoch, 01-08-12 07:48
(F) Sarrazin prophezeit, daß die Sparguthaben in Deutschland und Österreich in den nächsten zehn Jahren um 40 bis 50 Prozent an Wert verlieren werden. Das sei der Preis, den diese beiden Länder für die Erhaltung des Euro zu zahlen hätten.
Dazu ein kleines (vereinfachtes) Rechenbeispiel:
Guthabenzins p.a. 2%, Inflationsrate 6%, macht Wertverlust p.a. 4%. 4% mal 10 (Jahre) ergibt Gesamtwertverlust 40%.
Eine Euro-Rettung ist für Deutschland in erster Linie eine Vernichtung deutschen Spar- und Volksvermögens! Ob sich die Deutschen wohl dessen bewußt sind?
Bernd Sydow aus Berlin
Mittwoch, 01-08-12 07:28
Wenn man die Äußerungen dieser Möchtegern-Euroretter - Juncker,Draghi,Merkel,Hollande und wie sie alle heißen - mit der Elle der knallharten Realität der in Wahrheit längst gescheiterten Euro-Währungsunion mißt, dann erscheinen sie einem klardenkenden Finanzkundigen nur noch wie ein hilfloses Pfeifen im Walde.
Einer dieser Klarsichtigen ist Thilo Sarrazin. Er rechnet angesichts der Euro-Krise (Anm.d.Verf.: die in erster Linie strukturbedingt ist!) mit einer starken Entwertung der deutschen Sparguthaben durch eine deutlich höhere Inflationsrate als bisher (Auch das leuchtet ein: Wann immer die EZB die Gelddruckmaschinen heißlaufen läßt, erhöht sich die Inflationsrate). (F)
Till Eulenspiegel aus Québec (ville), Québec (pays)
Mittwoch, 01-08-12 03:28
(«verbatim» & "Zitat" & 'italics')
«...den Euro unter alle[n] Umständen zu stützen...» (Artikel, oben)
« ... "...alles zu tun, um die Eurozone zu schützen..." ...» (ibid)
"Vermeiden Sie die rein kategorische Aussage wie der Teufel das Alte Testament," pflegte unser alter jüdischer Professor (selig) aus Wien zu sagen, wenn man sich in einer Redewendung erging, deren Tendenz Alles in Nichts zu verwandeln schien -- und umgekehrt.*
A true Brit (and Grit) might have said, "...if at all possible..." respectively "... doing everything in our power..." ¹
Warum wollen die Kontinental-Europäer -- insbesondere die Deutschen! -- immer alles oder nichts? Oder umgekehrt! Alternativelos??!! Eh oui!!!
Then again, "Fog across the channel...continent isolated"
And, possibly not too far in the future, at Sotheby's, most likely, the last Euro coin is being successfully auctioned off to the highest bidder: three pence the piece (shurely not!!!???...)
Klingt fast nach 'Dreigroschenoper.' Et je m'en passe.
Salut à tous et tout, mes amis, depuis ma casemate ...&c
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* Kategorisch gesprochen, sozusagen
¹ not 'all in our power..,' as Dr. Strangelove might have said...
¹ ...or did say the other day
C. D. aus Deutschland
Mittwoch, 01-08-12 03:14
Warum eigentlich sollen sich die Bürger dieses Landes noch an Recht und Gesetz, an Verträge und Absprachen und an Eide und Moral halten, wenn gerade unsere Ober-Gurus eben Solches in immer kürzeren Abständen und immer rabiater brechen? Nichts von all dem Versprochenen ist eingetreten oder wurde eingehalten, sondern das, was Kritiker von Anbeginn befürchtet haben. Und auf diese Weise wird es auch enden. Wie kann man nur SO dumm sein?
Zadok Allen aus Innsmouth
Mittwoch, 01-08-12 00:16
Deshalb streben die Mächtigen, i.e. die Geldherren und ihre politischen Lakaien, aus meiner Sicht bewußt und gezielt die endgültige Pervertierung des fiat-money-Systems an, um auf diese Weise eine halbwegs "kontrollierte" Hyperinflation einzuleiten.
Die Alternative wäre der offene Staatsbankrott, also die Schließung aller Banken und Einfrierung aller Privatkonten an einem Sonn- oder Feiertag. Das geschähe spätestens in dem Moment, in dem die überschuldeten Staaten die Zinsen für ihre Schulden nicht mehr aus den laufenden Einnahmen bedienen können. (Von Tilgung kann selbstverständlich gar keine Rede sein.)
Man kann es drehen und wenden wie man will, die Zeche zahlen die kleinen privaten Vermögensbesitzer, denen es an Arcanwissen fehlt.
Zadok Allen aus Innsmouth
Mittwoch, 01-08-12 00:10
Herr Ohnesorge, Herr Wernscheid, Sie haben recht.
Noch einmal: Alle führenden Industriestaaten sind faktisch bankrott. Die ordnungsgemäße Rückzahlung der in den vergangenen Jahrzehnten aufgetürmten Schulden ist nicht mehr möglich.
Ist es denkbar, daß in dreihundert Jahren völlig unbeteiligte Leute Jahr für Jahr die eine oder andere Milliarde nach heutigem Gegenwert für die Schulden ihrer Altvorderen an die anonymen Erben heutiger anonymer Kapitalbesitzer abtreten? Die Frage stellen heißt sie beantworten.
Zudem geht die Rückzahlungs-Idee vom Fortbestand der derzeitigen epochal niedrigen Zinsniveaus aus.
Das Finanzsystem ist am Ende. Es hilft nur nur "Ausschalten - wieder einschalten".
Herbert Weiß aus Stahnsdorf
Dienstag, 31-07-12 22:50
Glauben denn diese Quatschköpfe selbst, dass das wirklich funktioniert? Dass der deutsche Michel auf die Dauer für diese Lotterwirtschaft aufkommen kann? Wohl kaum. Wahrscheinlich wollen sie sich nur noch etwas Zeit verschaffen. Bis zur nächsten Fußball-WM. Das könnte klappen. Und dann...
"Liebe Fluggäste. Sehen Sie bitte nach rechts. Wir haben soeben ein Triebwerk verloren. Sehen Sie nach links. Dort brennen beide Triebwerke. Sehen Sie nach unten. Fünf weiße Punkte, die immer kleiner werden. Das ist die Besatzung, die sich mit dem Fallschirm in Sicherheit bringt. Wir wünschen Ihnen weiterhin einen angenehmen Flug!"
Der Wolf aus Köln
Dienstag, 31-07-12 20:59
Der ESM IST bereits unbegrenzt. In dem verabschiedeten Vertragswerk ist die unbegrenzte Nachschußpflicht vorgesehen. Das heißt im Klartext, dass die teilnehmenden Staaten auf Anforderung des ESM Gremiums, unter Leitung von Regling als Direktor, Nachzahlen müssen, wenn die bisher gelieferte Summe nicht ausreicht. Das wird leider nicht so in den Medien berichtet. Die ganze in der Öffentlichkeit geführte Diskussion ist irreführend. Sobald der ESM durch Karlsruhe legitimiert ist, stehen unbegrenzte Summen auf Abruf zur Verfügung. Wir stehen nicht am Abgrund, wir befinden uns im freien Fall, nur der Aufschlag steht noch aus.
Der Querdenker aus Mitten unter uns
Dienstag, 31-07-12 20:38
@ August Heinrich von Loen aus Deutschland
Mit Ihrer Analyse dürften Sie die Sache relativ exakt treffen. Hierbei ist allerdings zu bedenken, dass damit auch die Ersparnisse deutscher Anleger gerettet werden, die über komplexe Finanzprodukte auch in diesen Ländern investiert wurden, der besseren Rendite wegen. Und sei es mit Riesterrenten.
Anstatt den Schnitt aber dort anzusetzen, wo er die notwendigen Korrekturen herbeiführen würde, retten wir Banken und Ersparnisse mit Steuergeld, das wir gar nicht haben, sondern wir uns pumpen von zukünftigen Generationen. Weil zurückzahlen kann unsere Generation diese Schulden schon lange nicht mehr.
Das hat System. Heutige Sparer könnten aufbegehren, noch nicht geborene Generationen nicht.
dr. faust aus chateau d\' if
Dienstag, 31-07-12 19:52
Auch der hyperreiche Graf von Monte CHRISTO forderte - in Umssetzung seiner Rache - vom Bankier Ganzclar UNBEGRENZTEN KREDIT um ihn damit als seinen Widersacher zu vernichten.
Bereits der Abruf einer geringeren Summe treibt Ganzclar in den Ruin !!!
Otto Ohnesorge aus Berlin
Dienstag, 31-07-12 19:48
Öffentliche Arbeitsplätze müssen eingespart werden.
Weniger Einkommen - weniger Konsum. Weniger Steuern, bei gleichbleibenden Schulden ggü. der EU.
Wir Deutsche haften. Bürgen.
Auch mit unseren Einkommen. Mit unserem Vermögen. Mit unseren Renten und Pensionen.
Ohne das wir darauf Einfluß haben, ob in Griechenland, in Spanien, in Italien oder in der Grande Nation gespart oder vernünftig gewirtschaftet wird.
Bereits jetzt fehlt es dort am Willen, z.B. Steuern einzutreiben.
Milliarden wurden ins Ausland gebracht.
Das alles muß den Deutschen klar werden.
Gegen die Bemühungen von Politik und Medien.
Die stattdessen lieber Meinungen unterdrücken und Parteien verbieten wollen.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Dienstag, 31-07-12 19:39
Wie wird unser Staat ohne Geld, ohne die Möglichkeit der billigen Kreditaufnahme, aussehen?
Man wird kaum noch in den Straßenbau investieren können. Nicht mehr in öffentliche Einrichtungen.
Noch weniger als bereits heute.
Unsere Wirtschaft läuft dann auf Hochtouren. Dank geringer Löhne blüht auch der Export.
Vielleicht.
Aber das erwirtschaftete Geld wird nicht für unsere Infrastruktur ausgegeben werden können.
Unsere Kommunen sind bereits jetzt hoffnungslos überschuldet.
Die Sozialleistungen werden gekürzt werden müssen.
Die Kriminalitätsraten steigen.
Jorge Salvador aus Maragojipe
Dienstag, 31-07-12 18:30
Man koennte doch ein Komitee bilden z. B. mit folgender Besetzung: Hr. Trittin, vielleicht einen Camorravertreter aus Neapel und einen hochrangigen Goldman Sachs Banker. Und diese haetten dann unbegrenzten Zugang auf Michels Spareinlagen um diese dann unbuerokratisch und ohne Einspruchsmoeglichkeit in die Krisengebiete der Eurozone zu lenken. Suedeuropa waere uns Deutschen ewig dankbar. Das ewig nehme ich zurueck, aber bestimmt bis zur naechsten Fussballweltmeisterschaft.
Hans-Jörg Wernscheid aus Lüdenscheid
Dienstag, 31-07-12 18:13
Otto Ohnesorge: Ich wette nicht dagegen. Denn bei nüchterner Betrachtung bleibt den Politclowns doch nur die Flucht in die völlige Entwertung, wie soll die Verschuldung sonst zurückgeführt werden? Das ist auch der Grund dafür, warum sie stur auf das schwarze Loch zusteuern, obwohl klar erkennbar ist, wohin das führt. Offenbar fehlte ein Beschleunigungsfaktor, den hat man jetzt gefunden. Ebenso offenbar hat man aber nicht daran gedacht, daß der Michel, wenn er aufwacht, weil sein Schlaraffenumfeld auseinanderbricht, zum Knüppel greifen wird. Sehen wir also dem Bürgeraufstand entgegen.
Rodolfo Panetta aus Horb am Neckar
Dienstag, 31-07-12 17:46
Während Olympiasieger Michael Jung aus unserer Stadt heute gleich zweifach Gold gescheffelt hat, vernichten die verantwortlichen Politiker das Geldvermögen der Deutschen durch Inflation. Denn wenn das geplante Geschäftsmodell von ESM und EZB funktionieren wüde, so hätten wir das Perpetuum mobile erfunden. Es könnte dann ewigen Wohlstand geben und niemand müßte die Zeche für das gedruckte Geld bezahlen. Aber ein Perpetuum mobile gibt es leider in der Natur nicht. Jedes Brot, das von einem Menschen gebacken und von einem anderen Menschen gegessen wird, erfordert einen gerechten Gegenlohn für den Bäcker. Woher aber soll diese Gegenleistung kommen, wenn die Konsumenten nicht produzieren? Wenn sie nur essen, aber niemals liefern?
August Heinrich von Loen aus Deutschland
Dienstag, 31-07-12 17:43
Es muß immer wieder deutlich gemacht werden, es geht weder um die Rettung der Währung, noch um die Rettung der Staaten der südlichen Eurozone, es geht ausschließlich um die Rettung der Banken und damit des Vermögens derer, die im Besitz dieser Banken sind und die Weltkapitalströme kontrollieren. Dafür soll ein großer, ein übergroßer Teil, des vom Bürger geleisteten Steueraufkommens verwendet werden. Ein Kapital, das für wichtige Infrastrukturmaßnahmen zum Wohle der Bürger nicht mehr verfügbar ist. Eine Politik, die das erwirtschaftete Volksvermögen für derartige Ziele zweckentfremdet, ist verbrecherisch.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Dienstag, 31-07-12 17:37
Ich wette einen Kasten Bier und eine Tüte Schnecken, daß diese unbegrenzte Geldvernichtung kommen wird.
Wettet jemand dagegen?
Dann wäre allerdings die natürliche Grenze erreicht.
Dann geht nichts mehr.
Die Krisenländer werden ihre Anstrengungen, wieder auf die Beine zu kommen, zurückfahren.
Die BRD wird zahlen, überfordert und von den Ratingagenturen weiter zurückgestuft.
Das wird immer alles noch nicht reichen.
Dann macht man das, was man schon vor Jahren hätte machen sollen und müssen.
Zu spät. Denn dann sind wir alle arm, weil Hundere von Milliarden einfach verpufft sein werden.
Ach ja, und wir sind natßrlich an allem schuld.
Carsten Schulz aus Mannheim
Dienstag, 31-07-12 17:32
Es sind nicht nur Italien und Spanien. Auch Frankreich will den ESM unbegrenzt erweitern. Damit stehen alle sonstigen großen Länder der Eurozone inclusive der üblichen Verdächtigen in der EU (Juncker und Konsorten) einheitlich gegen Deutschland - oder besser gesagt gegen die Deutsche Regierung. Denn auch die Grünen - wen wundert's? - sind für die bedingungslose Verschuldung Deutschlands. Und auch die SPD dürfte im Kielwasser von Hollande schwimmen, wenn es darauf ankommt.
Kurzum: wenn das BVG den ESM nicht stoppt, werden die Dämme bald brechen. Dann führt der Weg in die Umverteilungsunion mit unbegrenzter Neuverschuldung und über kurz oder lang in den Ruin.
Merkt denn wirklich niemand in Berlin, dass wir im falschen Zug sitzen?
Niels A. aus Eimsbüttel
Dienstag, 31-07-12 17:08
Hier treffen Mathematik und Jura aufeinander.
27 % (64 %) von Unendlich ergibt Unendlich.
"Einnahmen und Ausgaben sind grundsätzlich ohne Einnahmen aus Krediten auszugleichen." (GG Art. 115)
Jedoch macht die Not so erfinderisch, dass in dem Passus die absehbaren Eventualitäten bereits als Ausnahmetatbestand aufgeführt sind.
"Im Falle von außergewöhnlichen Notsituationen, die sich der Kontrolle des Staates entziehen, können diese Kreditobergrenzen überschritten werden."
http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_115.html
Nebenbei: die Mitglieder des Parlamentarischen Rats würden kotzen, wenn sie heute lesen müssten, wie ihr Grundgesetz durch verordnungssprachliches Kleinklein verhunzt wurde. Das fängt schon bei Art 16a an.
Enoch Arden aus Sansibar
Dienstag, 31-07-12 17:07
Die Vorschläge sind in Wahrheit kriminell. Jeder, der solche Finanzmodelle im Privatleben machen würde, käme - zu Recht - auf Jahre in den Knast.
Vorschlag: Wenn der Vorschlag so seriös ist und es nicht nur darum geht, dass Deutschland alles bezahlt, dann wird doch niemand etwas dagegen haben, wenn Deutschland aus dem Euro austritt und die restlichen Länder dann machen können, was sie wollen.
Hans-Jörg Wernscheid aus Lüdenscheid
Dienstag, 31-07-12 16:49
Da ist er ja endlich, der Weg in den wirtschaftlichen Selbstmord! Die Rettungs- und Überlebensparolen hören sich mittlerweile an wie weiland das Gefasel vom Endsieg. Wer in Deutschland so irre ist, daß er das mitmacht, gehört sofort in die Psychiatrie, und zwar lifelongly! Statt Psychiatrie fällt mir noch was anderes ein, aber das ist nicht druckreif.
DIETER MARTIN aus WOLFEEN
Dienstag, 31-07-12 16:24
Mal einen Vorschlag zur Güte:
Alle Zweifler an dieser Materie sollten eine Petition an den Bundestag oder an die verantwortlichen Ministerien richten und darin fordern, daß beim Mißerfolg dieser "Rettungsaktion" alle Verursacher mit ihrem gesamten Vermögen dafür haftbar gemacht werden. Welche Möglichkeit besteht und wer setzt sie um??? Ich HÄTTE bereits unterschrieben!!!
M. H, aus Ffm
Dienstag, 31-07-12 15:53
Grenzenlos bedeutet Crash !.
Herbert H. aus S.
Dienstag, 31-07-12 15:36
Nun kommt langsam der Punkt, wo die Bundesregierung beweisen muß, ob sie den nötigen "Arsch in der Hose" hat oder ob diese Bunte Republik doch nur eine Finanz-GmbH ist.
Entweder beweist man den dreisten Geldschnappern, daß ihre Gier nur in den gemeinsamen Ruin führt und schiebt dem Ganzen endlich einen Riegel vor, kraft noch etwas vorhandener Souveränität, oder man hilft noch mit, auch dieses Land in die Pleite zu schießen, nach dem Motto, schnell rein und deshalb mit der Hoffnung schneller wieder raus.
Aber Recht, GG und Souveränität sind schon abgegeben!
Alles offenbar hoffnungslos.