Deutschland

Mittwoch, 22.02.2012

Brandenburgs CDU-Chefin Ludwig weist Kritik zurück

 

Brandenburgs CDU-Chefin Saskia Ludwig reagiert gelassen auf die Kritik an ihrem Artikel Foto; saskia-ludwig.de

POTSDAM. Brandenburgs CDU-Chefin Saskia Ludwig hat mit Gelassenheit auf die Ankündigung von FDP und Grünen reagiert, die Zusammenarbeit im Landtag auf Eis zu legen. Sie gehe davon aus, daß alle Beteiligten wieder zur sachlichen Arbeit zurückkehren, wenn sich der Ärger etwas gelegt habe, sagte Ludwig der JUNGEN FREIHEIT.

Die Fraktionen von FDP und Grünen hatten der CDU am Dienstag die Zusammenarbeit wegen eines Artikels Ludwigs über den unionsinternen Berliner Kreis in der JF aufgekündigt.

FDP-Fraktionschef Andreas Büttner sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz, solange  Ludwig in dieser Angelegenheit kein klärendes Gespräch mit ihm führe, werde es keine gemeinsamen Anträge mehr geben. Die CDU-Chefin versuche, „mit populistischen Aussagen Stimmen zu gewinnen“ und habe sich dafür eines Mediums der „Neuen Rechten“ bedient, um am „rechten Rand“ zu fischen, klagte Büttner.

 „Das Medium ist die Botschaft“

Auch der Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Axel Vogel, sagte, er sehe derzeit für parteiübergreifende Initiativen mit der CDU keine Grundlage mehr. Dadurch, daß Ludwig ihren Beitrag in der JF veröffentlicht habe, vermische sie rechtes und rechtsextremes Gedankengut und halte die notwendige „Trennschärfe“ nicht aufrecht. „Das Medium ist die Botschaft“, kritisierte Vogel.

Die CDU-Chefin kritisierte dagegen, sie hätte sie sich eine stärkere inhaltliche Auseinandersetzung mit ihren Thesen gewünscht – ohne persönliche Betroffenheit. Schließlich gehe es um eine gesellschaftliche Debatte, die das Land dringend brauche.

In ihrem Artikel „Wir sind basisliberal“ hatte Ludwig die Union unter anderem dazu aufgefordert, sich stärker um die früheren Wähler der FDP zu bemühen. Diese hätten nach dem Niedergang der Liberalen keine politische Heimat mehr. 

SPD attackiert Ludwig

Die Union müsse daher die Rolle eines starken freiheitlichen Gegenpols übernehmen, um das Potential ehemaliger FDP-Wähler in Höhe von elf Prozent nicht ohne Not zu verschenken. Zudem hatte sie sich gegen die Politik der „Alternativlosigkeit“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt und beklagt, „daß es in einer zentralen Frage wie den Milliarden-Rettungspaketen keine nennenswerten Unterschiede von der Linkspartei bis hin zu den Liberalen“ gebe.

Als Reaktion auf den Beitrag schloß SPD-Fraktionschef Ralf Holzschuher am Dienstag eine Koalition nach der nächsten Landtagswahl mit einer von Ludwig geführten CDU aus. Dies halte er für nicht zu verantworten. Das hänge allerdings weniger mit der Partei, als mit der Person Ludwigs zusammen.

CDU-Generalsekretär Dombrowski verteidigt Vorstoß

CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski verteidigte dagegen den Vorstoß. Es sei völlig normal, daß die Union um die Wähler der FDP werbe. In der Fraktion habe es keinerlei Kritik an dem Text oder dem Ort der Veröffentlichung gegeben, betonte Dombrowski. Zudem sei es  nachrangig, was konkurrierende Parteien von der CDU hielten. Vielmehr komme es darauf an, wie die Bürger die Union beurteilten. Im übrigen habe es nie eine „Koalition in der Opposition“ gegeben.

Ludwig selbst reagierte gelassen auf die Kritik von FDP und Grünen. Sie gehe davon aus, daß alle Beteiligten wieder zur sachlichen Arbeit zurückkehren, wenn sich der Ärger etwas gelegt habe, sagte Ludwig der JF. Allerdings hätte sie sich eine stärkere inhaltliche Auseinandersetzung gewünscht, ohne persönliche Betroffenheit. Schließlich gehe es um eine gesellschaftliche Debatte, die dieses Land dringend brauche. (krk)



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schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns

Donnerstag, 23-02-12 14:34


Nur Nazis und rote Nazis
wollen Bürgern vorschreiben,
in welchem Presseorgan sie sich zu Wort melden "dürfen" und in welchem nicht.

 

Andreas Michael Bald aus Marl

Donnerstag, 23-02-12 11:35

Ich aboniere die JF seit mehreren jahren, obwohl ich politisch eher "linksextrem" beheimatet bin, weil ich die unkonventionelle, für mich nicht immer widerspruchsfreie Darstellung des Zeitgeschehen interessant finde. Ich war längere Zeit u.A. Vorsitzender der PDS im Kreis Recklinghausen.
Diesen Beginn der Hexenjagd, den ich selber mehrfach erlebt habe, finde ich einfach zum Speien und ist einer politischen Auseinandersetzung unwürdig.
Früher wurde alles, was links von der SPD war, verteufelt, heute alles rechts von der CDU. Wie Frau Ludwig zurecht bemerkt, fehlt es an inhaltlicher Auseinandersertzung.

„Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“

 

Heinz-Michael Stark aus Bockhorn

Donnerstag, 23-02-12 10:46

Liebe Leute;
ich habe bis heute noch keinen Menschen gefunden, der mir nachweisen konnte, dass Hitler kein SOZIALIST war. Kann das von euch jemand????????? Wenn ich mit politisch interessierten Bekannten darüber zu dikutieren versuche, wird sofort auf Faschismus ausgewichen.
1995 war ich mit einem alten Pfadfinderfreund jüdischen Glaubens zur 50jährigen Gedenkfeier der Befreiung der Häftlinge in Auschwitz. Für ihn war Hitler immer ein SOZIALIST. Zwar ein nationaler Sozialist, aber er war SOZIALIST. Deshalb ziehe ich mir den Diffamierungs-Schuh der sog. Linken auch nicht an. Hitlers Fahne war auch nicht Braun, wie uns die Linken immer weismachen wollen, sondern ROT. Alle diktatorischen SOZIALISTEN tragen/trugen die ROTE FAHNE.

 

schorsch duepre aus Saarlande

Donnerstag, 23-02-12 10:36

Da bin ich aber gespannt wie lange Frau Saskia Ludwig dem verd(r)eckten "Druck" aus den eigenen Reihen standhält und die Brocken hinwirft.

 

Der Boss schießt aus dem Hintergrund

Mittwoch, 22-02-12 21:59

"Wenn die Grünen die JF nicht leiden können, dann weiß ich, daß ich die richtige Zeitung lese."

Schön, daß sich mal eine CDUlerIn nicht von den Linken und Liberalen beeindrucken läßt. Mal sehen, wie lange, sie noch da ist, wo sie ist.

 

schwarzrotgold x aus schlummerland

Mittwoch, 22-02-12 20:11

Es gehört in den unseriöseren Kreisen in der Politik dazu, den Gegner "hintenrum" zu diffamieren, indem man ihm Wählerfang oder Nähe zu Extremen Anschauungen unterstellt.

Leute, die soetwas gerne tun, haben oftmals sachlich nichts entgegenzusetzen. Entweder, weil sie die Sache selbst nicht durchschauen, generell einfach unfähig sind, oder um sich in Szene zu setzten, auf "Wichtig" zu machen oä.

Grüne haben diese untersten Ebenen der "politischen" Auseinandersetzung schnell verinnerlicht.
Solche Leute tun unserem Land deshalb nicht gut, weil auch die Politik eine "Streitkultur" benötigt, damit Dinge klar benannt werden können. Wer es schon nicht zulassen kann, wenn jemand bisher unausgesprochene Wahrheiten anspricht, zeigt Unreife.

 

Ralf Beez Ofw d. R. aus 72250 Freudenstadt

Mittwoch, 22-02-12 18:30

@Otto Ohnesorge aus Berlin
"Vielleicht mal in diese Zeitung reinsehen, lesen und
verstehen"
Das kann man meiner Meinung nach nur von Leuten mit
Charakter, Anstand, einer gewissen Bildung und Intelligenz erwarten aber auf gar keinen Fall von
solchen unterbelichteten Gestalten wie sie die Kritiker
von Frau Ludwig darstellen.
Wie heißt es so schön: Dumm geboren ist keine Schande,
aber dumm geboren und nichts dazugelernt sehr wohl!

 

Dieter Martin aus Wolfen

Mittwoch, 22-02-12 18:24

Wie wäre es eigentlich mit einem Verbot der "JF?"
Gleichzeitig könnten alle Parteien wieder in einer Einheitspartei aufgehen. Unterschiede gibt es ja fast zwischen ihnen sowieso kaum noch.
Im Gleichschritt Marsch nach Europa und endlich die Nation hinter sich lassen.
Den Gleichschritt hatten wir schon zweimal, mit den bekannten Folgen.

 

Wahr-Sager - aus NRW

Mittwoch, 22-02-12 17:57

"Die CDU-Chefin kritisierte dagegen, sie hätte sie sich eine stärkere inhaltliche Auseinandersetzung mit ihren Thesen gewünscht."

Eine INHALTLICHE Auseinandersetzung mit Antifa-Parteien? Na, da muss Frau Ludwig aber noch einiges lernen. Auch, dass die CDU selbst schon zu einer Antifa-Partei geworden ist und sie aus ihren Reihen wohl kaum große Unterstützung bekommen wird.

 

Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ

Mittwoch, 22-02-12 15:16

# "...Dadurch, daß Ludwig ihren Beitrag in der JF veröffentlicht habe, vermische sie rechtes und rechtsextremes Gedankengut."

Mit anderen Worten, unmißverständlich, die JF ist - nach Meinung des grünen Vogels -, rechtsextrem!

Was sagen die Juristen der JF dazu, - muß man sich sowas gefallen lassen?

 

Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ

Mittwoch, 22-02-12 15:07

@ Otto Ohnesorge

In einem Staat auf dem Wege zur De Facto Diktatur mit in Kiellinie segelnden Blockflötenparteien ist Opposition, na sagen wir vorläufig noch: "unerwünscht"

Und die einzige noch verbliebene Opposition - außerparlamentarisch -, ist die "Neue Rechte", das Umfeld der JF. Das gilt es zu bekämpfen, und zwar aus dem einzigen Grund w e i l dort Opposition ausgeübt, kritisiert und aufgedeckt wird.

Da können sich JF usw. noch so sehr und noch so nachweislich vom Rechtsradikalismus distanzieren, ja sogar wenn sie überhaupt nicht politisch rechts stünden, egal. "Rechts", als die übliche Sprechblase verwendet, "Nazis" usw. sind nur nützliche Schlagworte bzw. Schimpfworte ohne echten Inhalt, nur zur Diffamierung gedacht.

 

Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ

Mittwoch, 22-02-12 15:06

(2) Und das wissen die Herrschaften auch ganz genau, sie könnten ebensogut "Kriminelle" oder "Staatsfeinde" sagen, - nur daß sie dann (noch) juristische Probleme bekämen.

 

Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ

Mittwoch, 22-02-12 14:44

# "...habe sich dafür eines Mediums der "Neuen Rechten“ bedient, um am „rechten Rand“ zu fischen, klagte Büttner."

Ja klar, hätte sie sich eines Mediums der Linken bedient, wäre das natürlich in Ordnung oder wenigstens nur halb so schlimm gewesen!

Warum zum Kuckuck darf es keine politische Rechte geben, wenn es eine Linke gibt? Jedem Franzosen oder Italiener z.B. wäre das völlig unverständlich. Schließlich hat Frau Ludwig nicht in einem rechtsradikalen Blatt geschrieben.

Die Linkspartei bleibt natürlich davor geschützt, mit Linksradikalen in einen Topf geworfen zu werden. Obwohl es eindeutig viel mehr Anlaß zur Assoziierung mit Radikalismus gäbe als bei der JF und der "Neuen Rechten", - bei der es definitiv keinen solchen Anlaß gibt!

 

schwarzrotgold x aus schlummerland

Mittwoch, 22-02-12 13:33

"Das Medium ist die Botschaft" - meingott, wie armseelig, Herr Vogel ! Das deutet darauf hin, dass Sie sich für Inhalte nicht interessieren. Schwaches Bild, gerade für einen politischen Menschen.

Populistisch ist nicht die JF oder Frau Ludwig, sondern allein ihre Bemerkung.

Wie wär`s mal mit Bildung, Herr Vogel ? Das hat noch keinem geschadet.

An Frau Ludwig: Lassen Sie sich nicht vom Gebrabbel eines Herrn Büttner beeinflussen. Ich finde es ganz interessant, wenn Sie hier gelegentlich Ihre Ansichten zum Besten geben ! Irgendwo muss man ja mal sagen können, was man wirklich denkt.

 

Carsten Schulz aus Mannheim

Mittwoch, 22-02-12 13:02

'schloß SPD-Fraktionschef Ralf Holzschuher am Dienstag eine Koalition nach der nächsten Landtagswahl mit einer von Ludwig geführten CDU aus.'

Welch eine provinzielle Lachnummer, denn mit einer von Stasileuten geradezu durchtränkten Ex-SED sieht dieser SPD-Apparatschik natürlich kein Problem für eine intensive Zusammenarbeit.

Wie gesagt, eigentlich Nachrichten aus der Provinz. Wenn es nicht mittlerweile leider typisch für das ganze Land wäre.

 

Albert Schweisser aus Rheinland

Mittwoch, 22-02-12 13:02

Nachdem die Hessen in vielen Dingen eine sachliche und klare Linie formulieren kommt nun Brandenburg dazu. Interessant zu beobachten. Aber erst wenn sich hier eine nachhaltige Entwicklung inkl. Handlungen und Perspektiventwürfen abzeichnet kann man das ernst nehmen. Mir geht es aber schon ein wenig besser.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Mittwoch, 22-02-12 12:47

Kommt, wir reden mit der nicht mehr.

Ausgerechnet Leute, für die das Grundgesetz eigentlich Freiheitsstrafen vorsieht.

"Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder. Geh nicht in die Oberstadt. Mach´s wie deine Brüder."

Landespolitiker sind der jeweiligen Landesverfassung verpflichtet.

Da steht nichts davon drin, daß man einer in der BRD-Presse-Landschaft etablierten Zeitung kein Interview geben darf.

Vielleicht mal in diese Zeitung reinsehen, lesen und verstehen.
Da kann man als Politiker der etablierten Parteien noch sehr viel über Demokratie und Meinungsfreiheit lernen.

Wobei das für die meisten wohl eher einem Neuanfang gleichkäme.


 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Mittwoch, 22-02-12 12:40

Der Michel begreift nicht, welche Gesinnung sich in der BRD breit gemacht hat.

Reflexartige Rudelbildung gegen den politischen Gegner, wenn dieser nicht völlig im begradigten Flußbett mit dem Strom, hübsch in der selbst definierten Mitte, schwimmt.

Völlig selbstverständlich und ohne Murren nimmt der Michel dieses undemokratische Mobben, Diffamieren und Ausgrenzen hin.

Egal welche der etablierten Parteien gerade gemobbt wird, die anderen reißen sich die scheinheilige, gierige Fratzenmaske runter und geifern. Mit Schaum vor dem Mund.

Spielen den empörten Saubermann.

Dann sowas wie das Büttner.
Will keine gemeinsamen Anträge mehr.

Das Wohl seines Volkes, dem er seinen Job verdankt, ihm und vor allem seiner 2%-Partei, ist ihm egal.

 
 

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