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Ausland

Donnerstag, 11.03.2010

Eine Frau fordert die Etablierten heraus

Von Ernst Brandl

Barbara Rosenkranz Foto: Privat

WIEN. In Österreich stehen demnächst mehrere Urnengänge an. Neben den Kommunalwahlen in Tirol, Vorarlberg, Niederösterreich und Steiermark (im März) sowie den Landtagswahlen im Burgenland (Mai), Steiermark (September) und Wien (Oktober) sorgt vor allem die Wahl des Bundespräsidenten für viel Diskussionsstoff.

Denn das österreichische Staatsoberhaupt wird am 25. April nicht von einer Bundesversammlung, sondern direkt vom Volk gewählt. Daraus ergibt sich auch die vergleichsweise starke staatsrechtliche Stellung des Amtes. Die Beauftragung mit der Regierungsbildung und Ministerernennung zählen dabei zu den sensibelsten Bereichen.

Seit bald sechs Jahren amtiert das SPÖ-Urgestein Heinz Fischer in der kaiserlichen Wiener Hofburg. Der 71jährige promovierte Jurist und Politologe hat sich vom Parteisekretär und Nationalrat zunächst bis zum Nationalratspräsidenten hochgedient. Bei der Bundespräsidentenwahl 2004 errang er gegen die ÖVP-Kandidatin und Außenministerin Benita Ferrero-Waldner einen klaren Sieg. Mit Amtsantritt stellte Fischer seine Parteimitgliedschaft zwar „ruhend“, in seinem Amtsverständnis zeigte er sich aber stets als großkoalitionärer Wegbereiter mit sozialistischer Grundierung.

Die ÖVP nominerte keinen eigenen Kandidaten

Nun stellt er sich als „überparteilicher“ Amtsinhaber zur Wiederwahl. Aus unerklärlichen Gründen nominierte die ÖVP keinen eigenen Kandidaten. Der aussichtsreichste ÖVP-Politiker Erwin Pröll, seit 1992 Landeshauptmann von Niederösterreich, verweigerte sich. Nicht einmal sein Neffe, ÖVP-Chef und Vizekanzler Josef Pröll, vermochte den 63jährigen Medienliebling umzustimmen. Lapidar hieß es aus der Wiener ÖVP-Zentrale, es „zeige die Geschichte“, daß ein Kandidat, der sich der Wiederwahl stelle, diese immer klar für sich entschieden habe.

Nachdem auch die Grünen und die von Jörg Haider gegründete FPÖ-Abspaltung Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hatten, oblag es der FPÖ mit der niederösterreichischen Landesrätin und langjährigen Nationalrätin Barbara Rosenkranz, die einzige ernstzunehmende Gegenkandidatin aufzustellen. Der FPÖ schien damit zunächst ein meisterhafter taktischer Schachzug gelungen zu sein und die Chance eröffnet, im bürgerlichen Wählersegment zu fischen.

Die 51jährige Mutter von zehn Kindern gilt als wertkonservative Politikerin mit Rückgrat. Zudem eröffnete der Herausgeber der Kronen Zeitung, Hans Dichand, persönlich ihren Wahlkampfauftakt mit einem unmißverständlichen Unterstützungsaufruf: „Wählen wir sie, sie wird eine gute Bundespräsidentin für Österreich sein“. Die Kronen Zeitung ist die einflußreichste und auflagenstärkste Tageszeitung Österreichs. >>



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Theo Brandt aus Jena

Donnerstag, 11-03-10 13:59

Erst kürzlich habe ich mir ihr Buch über Gender Mainstreaming bestellt.

Ich bin gespannt, was sie darin so schreibt.

 

Lutz aus D aus D

Donnerstag, 11-03-10 13:28

Frau Rosenkranz ist eine echte Alternative zum Genossen Fischer.

Man erinnert sich:

Der saubere Genosse Fischer hatte den Schandvertrag von Lissabon unterschrieben, obwohl er genau wußte, daß dies nicht dem Willen des Volkes entsprach.

Bei den tschechischen Frechheiten bezüglich der Benes-Dekrete in diesem Zusammenhang hielt er vornehm die Gosche.

 
 

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