Abo  | Anmelden  | Rundbrief  | RSS
JUNGE FREIHEIT - Wochenzeitung für Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissen und Debatte


Montag, 23.04.2012

Wochenschau

Dienstag, 10 April 2012

Bild portraitiert den Hitler-Enkel aus Frankreich – eigentlich ein freudiger Anlaß, beweist es doch die Zur Zeit von Andreas Mölzer (FPÖ) postulierte deutsch-französische Erb-Freundschaft.

Mittwoch, 11. April 2012

Realityrest: Mit letzter Tinte – Octopussy Grass.

Donnerstag, 12. April 2012

Ausschuß-Produktion. CDUhu Elmar Brok, Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses im Europäischen Parlament, fordert im Deutschlandfunk „Freiheit“ für Syrien. Der Diktator Assad und seine Familie sollten endlich abtreten. – Wenn es soweit ist, und Syrien im Chaos endet, kann Brok auch dieses Land in seine nächste Osterbotschaft aufnehmen. So hatte er noch vergangenes Wochenende die Situation der verfolgten Christen in Ägypten, Tunesien und im Irak beklagt.

Freitag, 13. April 2012

Volker Beck (Grüne) übt sich in moralischer Hyperventilation und fordert die Prüfung strafrechtlicher Ermittlungen gegen die radikalislamischen Salafisten. Wenn er und seine Fußtruppen wirklich Courage hätten, würden sie auf die provokative Schmähung „Christen fisten!“ zurückgreifen, mit der sie im Jahr 2009 in Marburg den christlichen Psychotherapiekongreß attackierten. Obgleich – die Formulierung liefe in diesem Fall ja fast auf einen Pleonasmus hinaus.

Sonnabend, 14. April 2012

Politische Hygiene müßte auch in der Kalkulation der Krankenkassen Berücksichtigung finden. In „seiner“ taz erklärt Eckart von Hirschhausen: „Je weiter links eine Person steht, desto unglücklicher ist sie.“ Demgemäß, so mein Gedanke, würde Paul Watzlawicks „Anleitung zu Unglücklichsein“ zu einem linkstheoretischen Klassiker avancieren. Zudem, so Hirschhausen, mache Alkohol konservativ. Hierzu, denke ich, ließe sich ja eine großangelegte volkspädagogische Trinkkampagne entwickeln: „Die echte Masche / Dein Griff zur Flasche.“

Sonntag, 15. April 2012

Anteilnehmend berichtet der Tagesspiegel heute über das Ende vom „Rechten Basisforum“ eines ehemaligen NPD-Politikers, das vom Netz geht – natürlich nur solange wir „rechts“ durch „links“, und die NPD durch die Linkspartei ersetzen.

In der Gethsemanekirche in Berlin Prenzlauer Berg predigt Matthias Matussek zum Dritten Gebot und erinnert daran, daß dereinst der Verstoß gegen die Aufforderung „Du sollst den Sabbat heiligen“ zu israelitischen Zeiten mit dem Tod des Delinquenten durch Steinigung bestraft worden sei. Heute in Deutschland herrsche sonntags eine „spirituelle Dürreperiode“. Das Wort Gottes zähle bei uns nicht mehr.

Mittwoch, 18. April 2012

Das Bundeskabinett erteilt der Bundeswehr-Marine ein neues Mandat gegen die Piraten. Künftig darf sie auch mit Luftangriffen gegen die Infrastruktur der Seeräuber in Somalia vorgehen. Kostengünstiger ginge es, wenn die Marine ihre Einsätze erstmal auf die Landesparlamente von Berlin und Saarland richten würde.

„Salzgitter II“: Im Frühprogramm von Spreeradio witzeln Moderator Jochen Trus und Reporter Toni Schmitt über Innensenator Frank Henkel, weil der in diesem Jahr zum 1. Mai in Kreuzberg wieder Präsenz zeigen will. Mit humorvoller Stimme erinnern sie daran, daß der letzte Innensenator ja „Kloppe“ bekommen habe und mit Steinen beworfen worden sei. – Trus hatte ja einst davon geschwärmt, als Pizzabote von Eva Herman auf die entsprechende Pizza zu spucken, während Schmitt den einstigen Finanzsenator Thilo Sarrazin anläßlich dessen Buchpremiere als geistigen bzw. gefährlichen Brandstifter verleumdete.

Donnerstag, 19. April 2012

Realityrest: Anders ist / Norwegen nicht / zu ertragen.

Freitag, 20. April 2012

Realityrest: „Ich bin kein Berliner“ / „Hiebe für alle, Spaß für keinen.“ – In der S-Bahn eine Muslima in lilafarbenem Gewand, über ihr im selben Farbton die Werbung der islamischen Ahmadiyya-Sekte.

Sonnabend, 21. April 2012

Bild berichtet von der mit 3 Millionen Euro finanzierten Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg, auf dessen Gelände die Grundflächen der 68 Häftlingsbaracken endlich „wieder sichtbar“ gemacht worden sind. Lakonischer Kommentar von A.: „Ich find auch, nach 60 Jahren muß man das mal wieder sichtbar machen.“

Sonntag, 22. April 2012

Besuche die Türkische Filmwoche Berlin, die mittlerweile zum 10. Mal stattfindet. Mir scheint, daß deren Programm politisch deutlich mutiger ist als das durchschnittliche Schaffen der jüngeren deutschen Filmemacher. Ein volles Kino ohne ein einziges Kopftuch. Ziemlich nichtssagend, abgesehen von wenigen Ausnahmen, präsentiert sich dagegen das parallel laufende Filmfestival „Achtung Berlin“.

Im Tagesspiegel verteidigt Harald Martenstein in seinem Kommentar „Autoritärer Politmoralismus“ das Demonstrationsrecht auch von NPD und Freien Kameradschaften. Wird ja auch nötig, jetzt, wo die Piraten – so Martin Delius, Fraktionschef im Berliner Landtag – genauso rasant wachsen wie einst die NSDAP.



Anzeige

 
Anzeige: 1 - 2 von 2.

Anmelden um Kommentare zu schreiben.