Abo  | Anmelden  | Rundbrief  | RSS
JUNGE FREIHEIT - Wochenzeitung für Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissen und Debatte
Deutschland

Donnerstag, 10.01.2013

Polizeigewerkschaft kritisiert Justiz als zu milde

 

Polizeigewerkschaftschef Rainer Wendt beklagte die zunehmende Gewalt gegen Polizisten Foto: DPolG

BERLIN. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat die zunehmende Gewalt gegen Polizisten beklagt. „Der Respekt gegenüber der Autorität des Staates hat insgesamt nachgelassen. Das ist auch eine Folge der antiautoritären Erziehung“, sagte Wendt der JUNGEN FREIHEIT. Davon seien nicht nur Polizisten betroffen, sondern auch Feuerwehrleute und Rettungskräfte.

Ein Problem sei, daß die Mehrheit der Richter in ihren Urteilen nicht das mögliche Strafmaß ausschöpfe. Oftmals fielen Urteile viel zu milde aus, kritisierte der Gewerkschaftschef.

Scharfe Kritik an Grünen-Chefin Roth

Allerdings gehe es nicht nur um höhere Haftstrafen. Es bringe nichts, lediglich die Gefängnisse zu füllen. Insgesamt müßten Strafen kreativer ausfallen. Maßnahmen wie beispielsweise den Führerschein zu entziehen, halte er für sinnvoll, erläuterte Wendt.

Zugleich kritisierte er den mangelnden politischen Rückhalt für die Polizei. So gebe es in Berlin inzwischen pro Tag zehn Angriffe auf Polizisten. Dennoch werde die Berliner Polizei im Vergleich zu allen anderen Bundesländern am schlechtesten bezahlt und weiter Personal abgebaut.

Hinzu komme, daß sich Politiker an Gewaltaktionen gegen die Polizei beteiligten. So habe zum Beispiel Grünen-Chefin Claudia Roth bei einem Castor-Transport aktiv mitgeholfen, Nachschubwege der Polizei zu blockieren. (JF)

Das gesamte Interview mit Rainer Wendt ist in der aktuellen Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT (Nr. 3/13) erschienen.



Anzeige

 
Anzeige: 1 - 21 von 21.

Anmelden um Kommentare zu schreiben.