TEL AVIV. Der israelische Generalstabschef Benny Gantz hat erklärt, seine Streitkräfte seien gefechtsbereit und auf einen Angriff gegen den Iran vorbereitet. „Im Prinzip sind wir fertig, um zu handeln“, sagte er in einem Interview mit der Tageszeitung Yediot Aharanot.
Generalleutnant Gantz bezeichnete 2012 als kritisches Jahr in Bezug auf das iranische Atomprogramm, das Israel unbedingt stoppen möchte. Israels Armee führe schon jetzt mehr verdeckte Aktionen hinter den feindlichen Linien durch als früher, sagte Gantz, und sei zudem bereit für einen Krieg gegen das Atomprogramm einerseits, den Libanon und den Gazastreifen andererseits.
Bislang haben die Israelis unterschiedliche Mittel für den Kampf gegen das Atomprogramm eingesetzt: So schickten sie 2010 den Computervirus Stuxnet los, der das Programm erheblich zurückgeworfen hat. Später wurden Mordanschläge auf iranische Atomwissenschaftler verübt. Iran beschuldigt die Israel, dafür verantwortlich zu sein. Nun wird ein israelischer Luftangriff gegen iranisches Territorium offen diskutiert. Gantz sagte jedoch in dem Interview, er habe den Befehl dazu noch nicht erteilt. (rg)
Das einzig Spannende daran ist noch, was die sich als "False Flag Operation" einfallen lassen, um die Invasion zu begründen und ob die "Original-Zeugen" der "unmenschlichen Grausamkeiten" und der Kriegsgelüste des geschlagenen Gegners wieder einen US-Amerikanischen Akzent haben werden. Die Grammatik- und Deklinationsfehler in den erbeuteten "original Iranischen Geheimdokumenten", die dereinst als Beweise veröffentlicht werden werden, sowie die Sprünge in der Logik der zukünftig offiziellen Agenda für die Verwendung durch die freiheitlich demokratischen West-Historiker muss dieses Mal leider jemand anders heraussuchen.
Eckard Eckstein aus Deutschländ einig Kasperländ
Donnerstag, 26-04-12 04:33
Oh, oh! Nicht auszudenken, was daraus dann werden könnte!
Hinter Teheran steht Moskau, darüber gibt es seit langem klare Putin-Worte. Das könnte beruhigen, - sie würden es wohl doch nicht wagen.
Andererseits lehrt die Geschichte, daß es immer wieder Fanatiker gab, die bedenkenlos die Lunte ans Pulverfaß legten.
Das Allergefährlichste dabei: die leichtfertige Annahme, Putin würde stillhalten. Mit Sicherheit ein Irrtum, der Mann ist kein Papiertiger, und seine Generäle würden ebenso gerne auf den Knopf drücken, wie ihre israelischen Kollegen!
Die blutige Nase, die sich der Ami-Knecht Sakaschwili holte, sollte man nicht vergessen, auch wenn das noch einige Nummern kleiner war. Und China gibt es auch noch!
Matthias Baumann aus Dummerland
Dienstag, 24-04-12 20:13
Das ist die GANTZe Wahrheit.
Paul Mannstein aus dem Amiland
Dienstag, 24-04-12 16:54
Wenn die Israelis wirklich so dumm sind das Bushehr Kernkraftwerk dass schon in Betrieb gesamt mit Brennmaterialstabe ist zu bombadieren dann wurde es gottliche Vergeltung sein sollte sich der herrschende westliche Wind nach osten wenden.
Simon Boccanegra aus Katzenelnbogen
Dienstag, 24-04-12 15:19
Angriffskrieg ist ein Verbrechen. Verbrecher gehören vors Gericht in Den Haag. Oder wird hier wieder einmal aufgezeigt, daß es nach Ansicht der Mächtigen zwei Sorten von Menschen geben soll: Jene, die morden dürfen - und jene, die sich der Tyrannei des Stärkeren unterzuordnen haben? Orientieren sich die zionistisch-amerikanischen Think-Tanks nicht am Melier-Dialog des Thukydides?
Jürg Rückert aus Südwest
Montag, 23-04-12 17:59
Ein Überfall auf den Iran wird Ströme von Blut kosten (Darf man das Ü-Wort als Deutscher überhaupt in den Mund nehmen? Ist der Begriff nicht bereits fest vergeben? Wäre nicht sekundäre Prävention besser, das klänge so nach chirurgischer Heilung?).
Vielleicht reißt uns das alle aus unserer Comfort-Zone, wenn dann auch hier mal Krieg u. Euroverarmung die Wutbürger entfesselt und der Halbmond lossichelt?
Die Grünen u. ihre protestantische Vorfeldorganisation tun mir am meisten leid, denn statt Sonnenblüten wird es Feuer regnen.
Vielleicht denken sie dann mehr über ihre Sünden nach.
Dirk Bagel aus dem Süßwasseraquarium
Montag, 23-04-12 17:15
Nur mal angenommen, der Iran entwickelt tatsächlich Atomwaffen, was wohl letztlich nicht bewiesen, aber immerhin möglich ist:
Mit welchem Recht will eigentlich eine Atommacht (USA, Israel) einem anderen Staat die Entwicklung von Atomwaffen verbieten? Israel ist gut, der Iran ist böse?
Was sagen die Iraner zu dieser Auslegung??
Sicherlich sollten Atomwaffen abgeschafft werden.
Dies könnte wie folgt ablaufen:
1. Es dürfen keine neuen Atomwaffen gebaut werden. Weder in Frankreich, USA, Israel noch Iran.
2. Die bestehenden Atomwaffen werden nach und nach verschrottet.
Wo ist dieses Angebot?
schwarzrotgold x aus einwandererland brd (15 jahre hinter den usa)
Montag, 23-04-12 15:20
Wer fragt,was die die deutsche Linke mit der Sache zu tun hat ? Schlieslich hat sie ganz massgeblich den Begriff "Technologie-Transver" geprägt. Was nicht anderes bedeutet, als deutsche (Hoch)-Technologie an 3.Welt- oder Schwellenländer zu liefern. Mit Erfolg: die zur Herstellung von
atombombenfähigem, hochangereichertem Material aus KKW`s kamen aus Gutmenschdeutschland- die BRD lieferte die Zentrifugen.
Das passiert, wenn man naive Politik betreibt. Die BRD-Blockparteien gefärden den Weltfrieden. Jetzt folgt noch die Lieferung deutscher U-Boote an Israel ? Umrüstbar für den Abschuss von Nuklearraketen..
Der Wähler darf sich auf radioaktiven Fallout freuen...wenn er Arbeigeber beim deutschen Hersteller von ABC-Schutzausrüstungen ist !
Erwin der Querdenker aus Dummerland
Montag, 23-04-12 14:21
Ja, da ist sie wieder, die Arroganz der Macht!
Geblendet durch einen Größenwahn, zu allem bereit und dabei die Konsequenzen stets ignorierend!
Wer sich so präsentiert, dem geht es nicht um eine diplomatische Lösung dieses schwelenden Konfliktes!
Wer sich so aufführt, der möchte diktieren und ist ganz sicher nicht kompromißbereit!
Sie wissen doch ganz genau, dass dieses autoritäre iranische Regime sich einem derartigen Diktat nicht beugen wird!
Wer seinem Gegner keine andere Wahl läßt, außer dem Gesichtsverlust, der darf sich auch über eine Eskalation dieses Problems nicht wundern.
Wo befinden sich die "gespendeten" deutschen U-Boote zu dieser Zeit eigentlich? Liegen sie schon vor der iranischen Küste oder sind sie auf dem Weg dorthin?
Chris Kuhn aus Schland
Montag, 23-04-12 13:35
Parbleu! (Fortsetzung):
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Der Weg zur Verständigung erfordert einen völligen Paradigmenwechsel. Israel müßte sich wie in der Kibbuz-Zeit wieder als örtlicher Musterstaat präsentieren, und dazu gehört endlich Wiedergutmachung an den Palästinensern und deren rechtlich völlige Gleichstellung.
Anschließend müßte ebenfalls lokal (also ohne die Beteiligung der USA, Rußlands, Chinas) an einer Sicherheitsarchitektur gearbeitet werden, bis hin zu einer militärischen Zusammenarbeit und Ko-Hegemonie mit dem Iran als der natürlichen Vormacht der Region und auch unter (Wieder-)Einbeziehung der Türkei, die mit den Kurden leider ein ungelöstes Problem von palästinensischer Dimension hat.
Ausweislich der zu 2/3 unter 30-jährigen Bevölkerung des Iran, die im Grunde des Mullah-Regimes mehrheitlich überdrüssig ist, ohne jedoch ihren Staat in Frage zu stellen, und der vergleichsweise hohen Bildung bestehen hier klare Chancen, die auch von jungen Israelis so gesehen werden.
Zu den Spänen dieses nötigen Hobelns könnten dabei allerdings die archaischen wie modernen "Undemokratien" auf der arabischen Halbinsel gehören, um die es aber im Grunde nicht schade ist.
Hein Mück aus Bremerhaven
Montag, 23-04-12 13:01
Das politische Geschehen im Nahen Osten (und nicht nur das) hat etwas beängstigend Irrationales.
Nach den Morden in Toulouse im März sagte der Parlamentspräsident Israels, Reuven Rivlin, anlässlich der Beerdigungsfeierlichkeiten gemäß ARD (zu Deutsch): "Das jüdische Volk in Israel und in der Dispora steht wilden Tieren gegenüber, die unersättlich und vom blinden Hass angetrieben werden." und
Eva Sandler, die ihren Ehemann und ihre Söhne verloren hatte, schrieb (ins Deutsche übersetzt): "Ich weiß, dass sehr bald die Zeit kommen wird, wenn wir mit dem kommenden Messias wieder zusammen sein werden."
Chris Kuhn aus Schland
Montag, 23-04-12 13:00
Ja, ja, "Allzeit bereit - Be prepared" der alte Pfadfindergruß. Na dann zündelt mal schön weiter.
Egal, was passiert, der Iran wird sich nicht so einfach in ein Protektorat verwandeln lassen, das war er historisch nur vergleichsweise kurz, nämlich in der Schahzeit. (Die Feldzüge Alexanders des Großen waren militärisch genial, aber politisch so gut wie ohne ein Programm. Was die Zeit der Mongolenherrschaft angeht, halten gebildete Iraner dafür, daß deren Statthalter mehr von der persischen Kultur angenommen hätten als umgekehrt - in China war es übrigens ganz genauso.)
Israel hat hinter seinem Säbelgerassel dem Iran keinerlei politisches, geschweige kulturelles Angebot zu machen. Die Hoffnung, mit einem punktuellen Schlag wie seinerzeit gegen den irakischen Reaktor schon alle Ziele zu erreichen, könnte trügen und in jahrelange Auseinandersetzungen münden. Die US-Amerikaner wissen das alles und stehen erkennbar nicht mehr hinter den Falken in Tel Aviv und Jerusalem.