Klingelschilder mit ausländischen Namen: Für deutsche Gerichte kein Grund zum Namenswechsel Foto: Pixelio/Rainer Sturm
GÖTTINGEN. Zugezogene Ausländer dürften sich keine deutsch klingenden Vor- und Nachnamen zulegen. Dies entschied das Verwaltungsgericht Göttingen und wies damit die Klage einer Familie aus Aserbaidschan zurück. Die als Asylanten anerkannten Eltern hatten für sich und ihre drei Kinder geltend gemacht, deutsch klingende Namen würde sie vor Diskriminierung schützen.
Für das Gericht gab es keinen triftigen Grund, der eine Namensänderung nötig gemacht hätte. Es reiche nicht aus, wenn ein Name fremdsprachigen Ursprungs sei, heißt es in der Urteilsbegründung. Weder würden Vor- noch Nachnamen die Familie aus der Masse der ausländischen Namen in Deutschland hervorheben, noch seien diese kompliziert zu schreiben.
Zwar wurde die von der Familie vorgetragene Möglichkeit zur Diskriminierung über den Namen vom Gericht prinzipiell nicht ausgeschlossen. Doch ein muslimischer Vorname alleine werde von anderen nicht als eine aktive Glaubensausübung wahrgenommen. Zudem sei es nicht Aufgabe des Namensrechtes, gesellschaftlichen Fehlentwicklungen entgegenzusteuern. (FA)
vielleicht haben Sie Recht. Andererseits wäre es möglich, daß Marco Huck und Kollegen ihren Namen über die Schiene "Künstlernamen" geändert haben, denn das ist, so weit ich weiß, möglich.
Natürlich lustig bei Boxern, aber es geht dabei ja darum, in der Öffentlichkeit unter einem anderen Namen bekannt zu sein.
Fritz Fuchs aus Westpreußen
Freitag, 11-05-12 14:17
@ Marie Podlech aus Erlangen
Der derzeitige Wirtschaftsminister Philipp Rösler ist das wohl bekannteste Beispiel für die Anwendung des Namensrechts, da er mit Vollzug der Adoption als Kind deutscher Eltern einen Anspruch auf einen deutschen Namen hat.
Sportler fremder Herkunft haben mit der Einbürgerung bei entsprechendem Interesse ihre Namen problemlos 'germanisieren' können (z.B. Artur Abraham [eigtl. Awetik Abrahamjan], Marco Huck [eigtl. Muamer Hukić] etc.).
Marie Podlech aus Erlangen
Freitag, 11-05-12 11:17
Beim nochmaligen Lesen dieses Artikels, auch aufgrund eines gerichtsscheltenden Kommentars in der Welt, fällt mir auf, daß es sich um Asylbewerber handelt, nicht etwa um Eingebürgerte, was nach meiner Ansicht einen sehr großen Unterschied ausmacht. Es wäre interessant, wie es sich in einem solchen Fall verhielte. Vielleicht kann die Redaktion der JF darüber aufklären?
Eswird Eng aus dem Schwarzwald
Freitag, 11-05-12 10:38
@Ralf Beez Ofw d. R. aus 72250 Freudenstadt
Heute heißen die nicht mehr Hans, Georg und Rüdiger sondern Mandy, Kevin, Chantal und Justin. Wobei deren Eltern vermutlich oft Drogensüchtige sind.
Es gibt doch auch den Kicker Hans Sarpei aus Ghana. Das ist ulkig.
Aber wo und von wem werden die Burschen denn hier diskriminiert? Geld vom Staat ohne sich die Hände mit Arbeit schmutzig gemacht zu haben, ist doch keine Diskriminierung, oder?
Übrigens, wenn´s denen hier nicht gefällt...
Otto Ohnesorge aus Berlin
Freitag, 11-05-12 10:35
Und immer wieder Unkenntnis, die zu Schnellschüssen führt.
Es gab einen -C-DU-Abgeordneten namens Penner.
Ich meine, wer will schon gerne Penner heißen.
Dem Manne machte dies jedoch offenbar nichts aus.
Der Penner war im Mittelalter der Pfänner, jemand der Pfannen herstellte. Ein ehrenwerter "Berufe-Name".
Erst in unserer Zeit wurde aus einem Landstreicher ein Pennbruder und daraus dann der Penner.
Eine unehrenhafte Bezeichnung.
Wer darum weiß, stört sich überhaupt nicht an dem Namen Penner.
Was die Ausländer angeht:
Deren Wunsch hat seine Wurzeln doch eher in der "Korruption".
Dem Nachhelfen zum Vorteil in einer Gesellschaft.
Also ebenfalls wenig seriös.
Otto Ohnesorge aus Berlin
Freitag, 11-05-12 10:30
Lieber Iudex aus Hannover aus Deutschland,
vielen Dank, daß Sie das Thema im ersten Teil Ihres Beitrages einmal versachlicht haben.
Wir sollten nicht jedem scheinbar sinnvollen Impuls nachgeben wollen.
In aller Regel sind solch alte gesetzliche Regelungen durchaus sinnvoll.
Mir persönlich war schon die Änderung bezüglich des Namensrechts bei Heirat zu viel.
Heute schon sehr verwirrend, wenn Eheleute nicht denselben Namen haben. Doppelnamen. Wie heißen die Kinder.
Namensänderungen haben meist nur kosmetische Gründe.
In der Fremdenlegion bekommt man bei Eintritt einen neuen Namen.
Ist das seriös?
Martin Kerber aus Hannover
Freitag, 11-05-12 10:13
"Anerkannte" Asylanten aus AISERBAIDSCHAN?? Dann handelt es entweder um militante Islamisten oder um verurteilte Kriminelle, die im demokratischen(!) und der Türkei vergleichbaren Aserbaidschan keinen Anspruch auf Kuscheljustiz Mit Migrantenbonus und 120,-€/Tag-Luxusknast haben und mit dieser Begründung hier als Asylanten anerkannt wurden. Kurz: Deutschlands Lieblingsmigranten.
Nun dürfen sie Dank dem bundesdeutschen Netzwerk von Landesverrätern in Politik bis hinunter zu den kleinen schäbigen willigen Lakaien in den Behörden, als Bürger erster klasse und zukünftige Linkswähler in der Ausländerversorgungsanstalt BRD, dem Land wo (für Ausländer) Milch und Honig fließt, ein bequemes Leben auf Kosten des geknechteten Steuerzahlerviehs führen.
Olaf Ramcke aus Fellin
Freitag, 11-05-12 08:55
Das ist wirklich ein Skandalurteil.
Die Verlogenheit in der BRD ist wirklich schwer zu ertragen.
Der Richter mag ja Recht gesprochen haben, aber dann ist das Recht in Kombination mit dem übrigen Recht, das wir haben, ein Skandal.
Iudex aus Hannover aus Deutschland
Freitag, 11-05-12 07:37
Verehrter Olaf Ditges,
ein Kommentator in der Welt erkennt zu diesem Thema zutreffend:
„Eine Änderung des Familiennamens ist nach dem Namensänderungsgesetz nur in Ausnahmefällen erlaubt. Inhaltlich steht dabei der Schutz der Rechts- und Verkehrssicherheit im Vordergrund, z.B. bei Verträgen, Zeugnissen und etc. Bei angeheirateten Partnern steht daher auch in amtlichen Urkunden der Geburtsname. Die Identitätszuordnung würde wesentlich erschwert, wenn sich jeder einen anderen Namen wünschen könnte.“
Nicht umsonst wird im kriminellen Milieu unter Falschnamen operiert.
Dennoch werden sich die Staatsorgane, für die es ja bald keine Menschen, sondern nur noch finanztechnische Steuernummern gibt – wie ja auch P. Böttcher schreibt -, für ein willkürlich wählbares Namensrecht begeistern. Man stelle sich in unruhigen Zeiten nur die Situation vor, in der heißt:“ Seht, da ist die Fatima Üglück, die sieht ja genauso aus, wie die verschwundene Angela Merkel…..
Freddy Flopp aus RLP
Freitag, 11-05-12 00:30
Abdul-Horst-Kevin Meisenkaiser-Yildirim klingt für mich schon etwas befremdlich...
Helmut M. aus Unfreiburg
Donnerstag, 10-05-12 22:48
Im Elsass wurden nach jedem Herrschaftswechsel die Vornamen frankisiert oder eingedeutscht. Heute wäre im Prinzip die Vergabe eines deutschen Vornamens im Elsass möglich, aber die Meyer, Muller, Spielmann, Breysacher usw. usf. nennen ihre Kinder Francois, Pierre, Yvonne usw. - sie zeigen damit, dass sie loyale französische Staatsbürger sein wollen. Auch Türken könnten ihre hier geborenen Kinder Anna und Hans nennen, sie zeigen aber durch die Namensvergabe, dass sie bleiben wollen, was sie sind: Türken und Moslems.
Der Familie aus Aserbaidschan steht offen, ihren weiteren Kindern oder Enkeln deutsche Vornamen zu geben. Ich würde den Namen Hans Hadjibekov als Zeichen für Intergrationswillen auffassen.
Kassandra Priamos aus Troya
Donnerstag, 10-05-12 21:45
Na das ist aber komisch!
Dann hätte Ron Sommer aber Aaron Lebowitsch heißen müßen!
Sachen gibts!! Sind halt nicht Alle gleich, gelle.
Ralf Beez Ofw d. R. aus 72250 Freudenstadt
Donnerstag, 10-05-12 21:03
Finde ich absolut richtig!
Wäre ja noch schöner, wenn sich jetzt Ali, Mohammed und
Yussuf umbenennen dürften in Hans, Georg und Rüdiger.
Das stiftet nur Verwirrung, wenn dann ein anderer Name
gerade in Mode ist, wird wieder umbenannt. Wie oft soll
eine Umbenennung möglich sein, monatlich, jährlich???
Hoffentlich hat der Richter nun keine beruflichen
Nachteile zu befürchten, weil er ein im Interesse des
deutschen Volkes gemäßes Urteil gesprochen hat.
Es lebe das freie deutsche Vaterland und Preußen!
Justinian der Große aus Konstantinopel
Donnerstag, 10-05-12 20:56
Das Urteil hält sich schlicht an die Rechtslage. Nach deutschem Namensrecht muss man einen triftigen Grund haben, wenn man seinen Namen ändert. Das ist auch gut so, denn der Name ist ein wichtiges Identifizierungskriterium. Wenn man was Anderes will, muss man das Gesetz ändern, nicht die Richter kritisieren.
hans müller aus 30xxx
Donnerstag, 10-05-12 20:39
>Und warum soll ein hier integrierter und aufgeschlossener
>Mohammed (solche gibt es) nicht seinen Vornamen ändern
>dürfen?
genau meine Meinung. Und da es Azeris sind, nehm ich mal an, dass die eh ziemlich säkular und locker drauf sind (UdSSR sei dank).
schnurzpiep egal aus Alleswasimfernsehnisbeeinflusstuns
Donnerstag, 10-05-12 19:10
Wer es im realen Leben nötig hat,
sich hinter einem anderen Namen zu verstecken (am Telefon, per mail),
wie weit wird der kommen?
Über meine (und anderer Leute) Schwelle sicher nie.
Manno Mann aus Abwrackrepublik Canossistan
Donnerstag, 10-05-12 18:35
Bald werden wir uns türkische Namen zulegen (müssen?), um uns in die "Mehrheitsgesellschaft" zu "integrieren". Bin schon gespannt, wie solche Richter dann urteilen. Ach was, die werden dann auch durch Türken ersetzt sein, die das nach islamischem Recht klären!
Jürg Rückert aus Südwest
Donnerstag, 10-05-12 18:31
Der Gerichtsentscheid ist für uns nur nachteilig. Warum darf ich mich in 15 Jahren nicht Mohammed Ibn Atta nennen, um mich vor möglicher Diskriminierungen zu schützen?
Die Zahl der Salafisten und Allah-Christen nimmt nur weiter zu. Die Juden aus Frankreich, Holland u. Schweden nehmen ab, heim nach Israel - aus gutem Grund.
Marie Podlech aus Erlangen
Donnerstag, 10-05-12 18:31
Diese Überschrift ist genauso irreführend, wie es die in der WELT war. Man könnte meinen, Ausländer dürften ihren Kindern keine deutschen Vornamen (bei der Geburt natürlich) geben. In Wirklichkeit ging es hier doch um eine gewünschte Änderung schon bestehender Namen. Hätten die Leute sich einen chinesischen Namen gewünscht, wäre das genauso abgelehnt worden. Ich hoffe, es bleibt dabei, sonst ist der Präzendenzfall da, so lauter die Motive dieser Familie auch sein mögen.
Im Zuge der Masseneinwanderung ist es gar nicht so schlecht, wenn man anhand des Namens seine Schlüsse ziehen kann. Wenn aber zum ausländischen Familiennamen dem Neugeborenen ein deutscher Vorname gegeben wird, kann man sogar von guten Absichten der Familie ausgehen.
Julius Recht aus Irrenheim
Donnerstag, 10-05-12 18:01
Endlich mal was Gutes in Irrenheim, denn es gibt
immernoch eine Möglichkeit zurück nach Südosten....
Olaf Ditges aus NRW
Donnerstag, 10-05-12 15:50
Ich finde nicht, das der Staat das Recht hat jemandem vorzuschreiben wie er heißen will.
Der Staat hat sich um die öffentliche Ordnung auf öffentlichen Straßen und Plätzen und die Verteidigung der Grenzen nach Aussen zu kümmern, alles andere haben die Bürger untereinander zu regeln.
Dirk Bagel aus dem Süßwasseraquarium
Donnerstag, 10-05-12 15:21
Es gibt durchaus Eltern, die aus ihrer eigenen politischen, religiösen oder sonstigen Überzeugung heraus ihren Kindern das Leben verbauen, bzw. Steine in den Weg legen.
Lassen wir den Nachnamen mal außen vor:
Ein Kind namens Mohammed, Adolf oder Kevin hat schon ein hartes Los.
Warum sollte man dem Kind, bzw. später dem Erwachsenen (z.B. bis zum Alter von 25 Jahren) nicht erlauben, den eigenen Vornamen zu ändern?
Und warum soll ein hier integrierter und aufgeschlossener Mohammed (solche gibt es) nicht seinen Vornamen ändern dürfen?
Annika Hansen aus Sachsen
Donnerstag, 10-05-12 15:16
Käse, meine Vorfahren waren Hugenotten. Irgendwann haben die ihren Nachnamen eingedeutscht und so wurde aus Moussans Mossanz. Für mich ein Zeichen der Integration.
P. Böttcher aus Lumpendorf
Donnerstag, 10-05-12 15:11
Sicherlich wird sich sowieso in nächster Zukunft etwas ändern.
Die Eurokraten werden alle persönlichen Namen der Steuerbürger abschaffen und durch die Steuernummer ersetzen.
Namen und Herkunft sind unwichtig. Steuereinnahmen sind wichtig.
Dann gibt es auch keine Verwechselungen mehr.
Iudex aus Hannover aus Deutschland
Donnerstag, 10-05-12 14:44
Na, da warten wir doch ´mal ab, bis unsere gleichmacherischen Gesellschaftsingenieure sich dieses Themas annehmen.
D. Native aus Dwareinmal
Donnerstag, 10-05-12 14:28
Noch ...!
Wetten, die nächsten Schritte der MuKu-Verblendeten und Volksverräter sehen so aus: jeder Türke, Araber, Afrikaner, der herein geschleust wird, bekommt an der Landesgrenze nicht nur einen deutschen Pass, die schriftliche Zusage auf eine kostenlose Wohnung, HartzIV, Kindergeld und das Recht zugesichert, hier lebenslang nichts arbeiten zu müssen, um den Tag über zuhause rumhocken und Kinder machen zu können.
Wichtig ist, daß er sich dann gleich an der Staatsgrenze einen unverfänglichen deutschen Namen aussuchen darf. Damit dann in der Zeitung nicht mehr steht "Murat Z. und seine drei Brüder treten Hans S. ins Koma!", sondern "Max M. und seine drei Brüder ..." Und schon ist die Ausländerkriminalität kein Thema mehr! q.e.d.
Clemens Pankert aus Heidelberg
Donnerstag, 10-05-12 14:20
Gegen eine Namensänderung aus dem Wunsch heraus, dazuzugehören und sich zu assimilieren, spricht nichts und ist zu begrüßen. Wenn die innere Einstellung gegenüber dem Aufnahmeland und das Verhalten in der Öffentlichkeit allerdings nicht stimmt, hilft auch kein deutsch klingender Name vor Vorurteilen oder vermeintlicher Diskriminierung.
Allerdings dürfte ein solches Ansinnen eher die Ausnahme bleiben und Mohammed wird auch noch in der 10.Generation nicht Markus heißen wollen.
Bodo der Boese aus Bolivien
Donnerstag, 10-05-12 14:08
Ab und an gibt es doch noch Lichtblicke, diesmal war es der zustaendige Verwaltungsrichter. Gratulation nach Goettingen!
Marcus Krichbaum aus Absurdistan
Donnerstag, 10-05-12 13:52
Man könnte jetzt so Allerhand bezüglich solcher Urteile in den Raum werfen und über Hintergründe philosophieren oder gar streiten. Aber in Diesem Fall mit Dieser Begründung, in Bezugnahme auf Urteile in Anderen Bereichen. Wie Spielverbote für Kinder wegen angeblicher Ruhestörung durch Kindergeschrei. Entschädigungen für Triebtäter, Arbeitsplätze in Kitas oder Schulen für Pädos. Haftverschonungen gegen Gewaltäter aus dem Kulturbereichernden Unterschichtmilieu, und vielen mehr....möchte ich es schlicht in dieser krassen Form benennen.
Einem beträchtlichen Teil Deutscher Richter hat man schlichtweg ins Hirn geschissen!!!
Da sind ein Haufen Leute dabei, die sich in der Studienzeit anscheinend den Restverstand weggekifft haben.