Samstag, 20.09.2008 Anti-Islamisierungskongreß endet nach massiven Behinderungen
 Einladung von Pro Köln zum Anti-Islamisierungskongreß  Linksextremisten blockieren in der Kölner Altstadt...  ... den Zugang zum Heumarkt  Ein Stein hat am Freitag die Scheibe des Rheindampfers durchschlagen Fotos: JF
KÖLN. Der von der Bürgerbewegung Pro Köln organisierte Anti-Islamisierungskongreß von Islamkritikern aus ganz Europa ist am Mittag angesichts von Übergriffen und Blockaden durch Linksextremisten vorzeitig zu Ende gegangen.
Zuvor hatte der Kölner Polizeipräsident Klaus Steffenhagen die auf dem Kölner Heumarkt geplante Hauptkundgebung aus Sicherheitsgründen verboten. Zu diesem Zeitpunkt war es erst rund 100 Teilnehmern des Kongresses gelungen, auf den von Linksextremisten blockierten Platz zu gelangen. Dennoch hatte die Kundgebung bereits begonnen.
Der Pro-Köln-Politiker Manfred Rouhs warf der Polizei Versagen vor. Obwohl die Sicherheitskräfte seit Monaten über die Veranstaltung informiert waren, seien sie nicht in der Lage gewesen, den Ablauf zu garantieren. Das Verbot der Kundgebung bezeichnete er als „nicht nachvollziehbar“.
Gegendemonstranten blockieren Gleise
Mehrere hundert Islamkritiker saßen gleichzeitig am Flughafen Köln/Bonn fest. Die von dort geplante Anreise mit der Bahn scheiterte, nachdem Gegendemonstranten die Gleise blockiert hatten und die Polizei auch hier nicht mehr für die Sicherheit garantieren wollte. Am frühen Morgen hatten zudem Unbekannte einen Brandanschlag auf eine Signalanlage der Bahn verübt.
Auf der Veranstaltung auf dem Heumarkt, zu der Pro Köln ursprünglich 1.500 Teilnehmer erwartet hatte, sollten unter anderem FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, der FPÖ-Europaabgeordnete Andreas Mölzer, der Fraktionsvorsitzende des Belgischen Vlaams Belang, Filip Dewinter, sowie der parteilose Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche sprechen.
Der Vorsitzende von Pro Köln, Markus Beisicht, machte den Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma für die Eskalation der Sicherheitslage in der Domstadt verantwortlich. Schramma, der als einziges CDU-Mitglied im Kölner Stadtrat für den Bau der Großmoschee im Stadtteil Ehrenfeld gestimmt hatte, hatte die islamkritischen Kongreß in den vergangenen Wochen mehrmals heftig kritisiert.

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