Deutschland

Mittwoch, 13.01.2010

SELK weist Kritik am Minarettverbot zurück

 

Moschee mit Minarett: Für die SELK nicht mit einer Kirche vergleichbar Foto: Pixelio/Angela Parszyk

HANNOVER. Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) hat Verständnis für das Schweizer Minarettverbot gezeigt und dessen Gegner scharf zurechtgewiesen. In einem Kommentar des Informationsdienstes der Kirche kritisierte Ökumenereferent Gert Kelter die Verunglimpfung der Schweizer durch den Vorwurf einer diffusen Angst: „Es könnte ja durchaus Angst gewesen sein, die die Schweizer mehrheitlich für ein Minarett-Verbot stimmen ließ. Die Frage ist nur: Ist solche Angst vielleicht gar nicht so unbegründet?“

Tatsächlich gehöre es „zum Wesen des Islams“, die Welt zu unterteilen in ein „Gebiet des Islams“, der die im Koran und der Scharia festgelegten Gesetzte befolge, und einem „Gebiet des Krieges“.

Es sei religiöse Pflicht eines Moslems, den islamischen Herrschaftsbereich auszudehnen. „Der ‚Heilige Krieg’ kann natürlich auch friedlich (...) geführt werden, notfalls aber auch mit Gewalt.“ Auch gelte er „in Kairo genauso wie in Köln oder Bern“. Das Ziel der Islamisierung sei, zunächst die mengenmäßige Mehrheit zu erreichen.

Minarette nicht mit Kirchtürmen vergleichbar

Kelter lehnte einen Vergleich mit der christlichen Religion ab: „Eine Trennung von Staat und Glauben kennt und will der Islam nicht.“ Der Muezzin-Ruf des Minaretts sei nicht eine Entsprechung zum christlichen Glockenturm, da er nicht bloß ein Ruf zum Gebet, sondern eine ausdrückliche Ausrufung des „islamischen Absolutheitsanspruches“ sei. „Offensichtlich will sich der Islam gerade nicht (...) an unsere Kultur anpassen, sich nicht integrieren, sondern seine Kultur und seine Gesellschaftsvorstellung exportieren.“

Unbegründet sei die Angst angesichts von Einwanderung und Geburtenrate nicht. Allerdings könne man ihr „nichts anderes als die Re-Christianisierung Europas“ entgegensetzen. Denn der Islam finde mehrheitlich „unreligiöse und nach islamischen und ursprünglich auch mal christlichen Maximen unmoralische Massen“ vor. „Bedauerlich, wenn dann auch noch von seiten der Kirche nichts weiter zu hören ist als politisch korrektes, mehrheitsfähiges Empörungsgehabe und der Hinweise auf eine gewisse ‚Angst’.“

Scheinbar geschlossene Ablehnung des Verbots

Tatsächlich hatte bisher nur die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinden (IKBG) öffentlich mit Zustimmung auf das Schweizer Minarettverbot reagiert. Als Grund  für die scheinbar geschlossene Ablehnung von kirchlicher Seite, auch des Vatikans, vermutete Kelter seinerseits eine diffuse Angst vor dem Islam.

So wies Kelter darauf hin, daß noch vor drei Jahren der Privatsekretär von Papst Benedikt VI., Georg Gänswein, öffentlich forderte: „Die Islamisierungsversuche im Westen sind nicht wegzureden. Die damit verbundene Gefahr für die Identität Europas darf nicht aus falsch verstandener Rücksicht ignoriert werden.“ (FA)




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dor lila aus Berlin

Freitag, 15-01-10 13:28

Es freut mich gute, politisch unkorrekte Töne aus der Evangelischen Kirche zu hören. Man kann die EKD angesichts des aktuellen Titelthemas "Die Kirche sieht rot" doch nicht über einen Kamm scheren. Es gibt überall wachsame, unverblendete und gute Geister, die einen Mut machen und hoffen lassen für seine Kirche!

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Donnerstag, 14-01-10 11:04

B.M. R. aus NRW, ihre Ideen zu II sind aller Ehren wert. Dergleichen werden wir jedoch mit den jetzt an der Macht befindlichen Interessenvertretern nicht bekommen.

Wir brauchen andere Politiker.
Solche, die strenge Auswahlkriterien für Einwanderer durchsetzen.
Und solche, die dem deutschen Volk durch kluge Politik vermitteln, daß es nichts schöneres gibt als möglichst viele eigene Kinder in die Welt zu setzen.
Außerdem brauchen wir wieder mehr Hinwendung zu unserer christlichen Religion. (Putin hat es in seinem Land geschafft)

Dazu bedarf es jedoch strarker Persönlichkeit in Politik und Kirche, die insbesondere Einfluß auf die linkslastigen Systemmedien in der BRD nehmen können.

 

B.M. R. aus NRW

Mittwoch, 13-01-10 20:30

II
Da man aber grundsätzlich davon ausgehen muss, dass sich die Moslems nicht anpassen werden, was ja die Niederlegung der eigenen Identität und der Annahme der abendländischen bedeutet, bleibt Europa nichts anderes übrig, als alle assimilationsunwilligen Ausländer, hier diejenigen aus dem islamischen Kulturkreis, zur Rückkehr zu bewegen oder notfalls des Landes zu verweisen.

 

B.M. R. aus NRW

Mittwoch, 13-01-10 20:24

Die SELK beurteilt die Situation glasklar anhand der Fakten.

I Viele mögen entgegnen, dass es "den Islam" nicht gäbe, weil die Muslime von Region zu Region unterschiedlich eingestellt seien. Hier fundamentalistisch oder erzkonservativ und dort eher liberal. Das mag richtig sein. Tatsächlich aber verbindet jeden gläubigen Moslem ein gemeinsamer Nenner: Der Wahrheitsanspruch der eigenen Religion. Das kann man den Moslems so nicht übelnehmen. Die katholische Kirche erhebt diesen ja auch und es ist überhaupt eine Frage des Selbstbewusstseins und somit der eigenen Glaubwürdigkeit. Der kritische Punkt besteht aber darin, dass es mit unserem abendländischen Weltbild (Christentum-Aufklärung-Identität-Freiheit/Rechtsstaat etc.) nicht vereinbar ist.

 

Ulrich Motte aus München

Mittwoch, 13-01-10 19:41

Die SELK ist eine meist eher konservativere lutherische Kirche "mit katholisierenden Zügen". Sie lebt von Spenden statt Kirchensteuern, ist vom Staat und den Großkirchen anerkannt. Bekannte Mitglieder waren(sind): Königin Sylvia von Schweden, Jürgen Ponto, Erika Steinbach (Vertriebenenverband), Familieministerin Köhler,Flick-Manager von Brauchitsch, die Großverleger Bauer und Springer, die ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Grill und Böhm (großer Preußenfreund), Bismarcks Frau und der preußische Konservativenführer von Thadden (beide in der Vorläuferkiche der Altlutheraner).

 
 

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