Deutschland

Freitag, 29.01.2010

Pakistaner wegen fingierten Brandanschlags verurteilt

 

Amtsgericht Wismar: „richtig perfide“ Foto: Wikipedia

WISMAR. Das Amtsgericht Wismar hat einen aus Pakistan stammenden Mann verurteilt, der einen Brandanschlag auf seinen Imbiß vorgetäuscht hatte. Der Angeklagte habe die Gaststätte in Karow vor zwei Jahren selbst in Brand gesetzt, um 40.000 Euro von der Versicherung zu erschleichen. Ein Gutachten deutete zudem auf gefälschte Einbruchsspuren hin.

„Richtig perfide“ nannte der Richter die Hakenkreuz-Schmierereien am Tatort, die den Verdacht auf Rechtsextreme lenken sollten. Tatsächlich hatte der Vorfall deutschlandweit für Aufsehen gesorgt, obwohl schon frühzeitig ein entsprechender Verdacht gegen den Wirt geäußert worden war. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte unmittelbar nach dem Brand noch von einem rechtsextremistisch und ausländerfeindlich motivierten Anschlag gesprochen.

Ansehen Deutschlands schwer geschadet

Das Gericht verurteilte den 42jährigen Betrüger nun zu drei Jahren und drei Monaten Haft. Er habe dem Ansehen Deutschlands schwer geschadet, begründete der Vorsitzende Richter Kai Jacobsen die hohe Haftstrafe, welche die von der Staatsanwaltschaft geforderte Dauer noch um sieben Monate übertraf. Die Verteidigung kündigte an, das Urteil anzufechten und Beschwerde gegen den Haftbefehl einzulegen. (FA)



teilen:Diesen Artikel bei Facebook merkenDiesen Artikel bei Yahoo merkenDiesen Artikel bei Google merkenDiesen Artikel bei MySpace merkenDiesen Artikel bei Technorati merkenDiesen Artikel bei del.icio.us merkenDiesen Artikel bei Mr. Wong merken
Anzeige: 1 - 6 von 6.
 

Bernd Schmieder aus Berlin

Freitag, 29-01-10 14:50

Ich finde die Ausführung des Gerichtes , dass er Deutschland schwer geschadet habe, lobenswert, erstaunlich und richtungsweisend. Wird der abgeschoben ? Sicher nicht, gefährliches Gebiet da unten, der arme Kerl wird hier weiterhin von den Gutmenschen gepflegt und von Euren Steuergeldern finanziert. Wieso ist der hier ?

 

Willi Wunder aus Dresden

Freitag, 29-01-10 14:42

So isses, Carsten Schulz.
Wobei ich die Verbüßung jeweiliger Haftstrafen im Heimatland noch besser fände. Die Gefängnisse hier sind voll genug. Heimreise, Fax an die Kollegen der pakistanischen Justiz mit den Gerichtsakten- und wieder ein Problem weniger.

Der Tathergang -insbesondere der Einsatz von Hakenkreuzpinseleien- zeigt zumindest, dass die Zielgruppe ganz genau weiß, wie hier der Hase läuft. Glücklicherweise gibts noch eine unabhängige Justiz.

Unglücklicherweise nur sehr wenige unabhängige Medien. Die Meldung über die Verurteilung und die Vortäuschung rechtsradikaler Kriminalität ist eben meist nur hier zu finden. Und die Statistik wird sicher jeweils auch keiner mehr rückwirkend korrigieren.

 

Carsten Schulz aus Mannheim

Freitag, 29-01-10 12:00

Hat dieser Pakistaner einen deutschen Pass? Ansonsten sollte man den Typ gleich nach verbüßung der Strafe abschieben. Solche Leute können wir hier nicht gebrauchen.

Bezeichnend ist aber auch die Ansicht des Gerichts, dass er Deutschland schwer geschadet habe. Nicht nur er allein hat das getan, sondern auch diejenigen, die daraus gleich wieder allzu bereitwillig einen 'fremdenfeindlichen' Anschlag konstruiert haben. Auch die sollte man strafrechtlich zur Verantwortung ziehen. Denn leider hatten wir Fälle dieser Art schon öfters.

 

Der Klaus aus Deutschland

Freitag, 29-01-10 11:29

"Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte unmittelbar nach dem Brand noch von einem rechtsextremistisch und ausländerfeindlich motivierten Anschlag gesprochen."

Kann nur gut sein. Je häufiger die Gutmenschen danebenliegen mit ihren Vorverurteilungen, umso schneller nutzt sich der unsinn ab bis sogar der Zipfelmützigste Michel merkt was läuft.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Freitag, 29-01-10 11:10

... jedes Vertrauen verspielt. Muß er doch gleiches Handeln bei ihnen rügen.

Dies umso mehr, weil Caffier aus der Vergangenheit gelernt haben müßte, daß sich schon häufig ein Verdacht gegen Rechtsextreme nicht bestätigte.

Wer aber nicht lernfähig ist, sollte nicht für viel Geld monatlich höchste Ämter bekleiden. Zu groß ist die Gefahr, daß er bei anderen Lagen ebenfalls versagt.

Es bleibt der starke Verdacht, daß hier ein Politiker nicht die Interessen seiner Bürger vertritt, sondern seine eigenen.

Genau das hat der Bürger jedoch nicht nötig. Es gibt genug andere, fähigere Männer und Frauen für das Amt.

Also "Qualitätspresse", ihr seit gefordert. Waltet Eures Amtes und fordert den Rücktritt.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Freitag, 29-01-10 11:01

"Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte unmittelbar nach dem Brand noch von einem rechtsextremistisch und ausländerfeindlich motivierten Anschlag gesprochen."

Warum verlangt die "Qualitätspresse" nicht den sofortigen Rücktritt eines Mannes, der sich in eindeutiger Weise als ungeeignet für die an ihn deligierte Aufgabe erwiesen hat.

Alle Bürger, deren Interessen Caffier zu vertreten hat, haben einen Anspruch darauf, daß er diese besonnen und komptetent wahrnimmt.
Wer vorschnell urteilt verliert den Blick auf das Wesentliche und beschwört die Gefahr herauf, nicht mehr objektiv zu sein.

Insbesondere für seine Polizeibeamten, für die er der höchste Dienstherr ist, hat er durch seine Vorverurteilung ....

 
 

Anmelden um Kommentare zu schreiben.