- ANZEIGE -

 


Samstag, 15.08.2009

Unglaubwürdige Emanzipation

Frauen wollen emanzipiert und gleichberechtigt sein, aber wenn es um die unangenehmen Dinge und die sogenannte Drecksarbeit geht, dann stellen sie sich gerne dumm, hilflos und unbedarft da – und schicken ihre Männer vor. Ich muß gestehen, ich bin da keine Ausnahme – was die Sache aber nicht besser macht.

Als unser Umzug vor der Tür stand, hat mir mein Mann eines Abends seine Bedenken geäußert: Er wisse nicht, wie wir das alles mit den zur Verfügung stehenden Mittel stemmen sollten. „Ach, das kriegen wir schon hin“, sagte ich ein wenig überheblich. Ich wußte nicht, was das Problem sein sollte. Bisher hatten wir noch jeden Umzug geschafft.

„Du verstehst einfach nicht wie viel Arbeit das bedeutet. Das meiste bleibt ja eh an mir hängen“, antwortete er. Das wollte ich natürlich nicht glauben, schüttelte den Kopf und war ein bißchen beleidigt. Tja, der Umzug hat mich eines besseren belehrt. Und einiges über Frauen.

Angenehme Ungleichbehandlung

Ich habe zwar alles gepackt und ausgepackt, geputzt und geschrubbt, für die Verpflegung der Umzugshelfer gesorgt und mich um das Kind gekümmert. Dennoch muß ich gestehen, daß ich nicht einmal am Umzugstag außer Puste gekommen bin und am nächsten Tag keinen Muskelkater hatte – ganz im Gegensatz zu den Männern, die die ganzen Kisten und Möbel geschleppt hatten.

Ich kann nicht gerade sagen, daß ich unglücklich über diese Ungleichbehandlung war und irgendwie schien dies auch für alle Beteiligten selbstverständlich.

Selbstverständlich für Männer scheinen aber nicht nur die körperlich anstrengenden Arbeiten zu sein, sondern ebenfalls die unangenehmen, die ein wenig mehr Mut und offene Konfrontation verlangen. Denn obwohl Frauen heute im gleichen Ring mit denselben Bandagen kämpfen wollen, steigen sie meistens aus, wenn es zu heiß wird – und überlassen das Entscheidende den Männern.

Schwach und peinlich

Dies habe ich nicht nur ein Mal während des Umzugs erfahren müssen und zwar als uns zwei Nachmieter für die alte Wohnung abgesprungen sind. Beide Male hatte ich mit den Frauen verhandelt und kein Wort mit ihren Ehemännern gewechselt, die offenbar die Wohnungssuche und Entscheidungsfreiheit den Frauen überlassen hatten.

Doch als die unangenehme Nachricht übermittelt werden sollte, daß sie die Wohnung trotz vorher fest versicherter Zusage doch nicht nehmen, schoben die Frauen ihre Männer vor. In beiden Fällen teilte mir der jeweilige Ehemann sein Bedauern mit, daß man sich leider nicht an die getroffene Vereinbarung halten könne.

Schwach und peinlich ist das. Nicht, weil wir Frauen das, was die Männer machen, nicht auch können, sondern, weil wir uns selbst etwas vormachen: Wir glauben alles im Griff zu haben, vertrauen aber dann im entscheidenden Moment meistens doch auf die Hilfe des Mannes. Das macht die Emanzipation nicht gerade glaubwürdig.




teilen:Diesen Artikel bei Facebook merkenDiesen Artikel bei Yahoo merkenDiesen Artikel bei Google merkenDiesen Artikel bei MySpace merkenDiesen Artikel bei Technorati merkenDiesen Artikel bei del.icio.us merkenDiesen Artikel bei Mr. Wong merken
Anzeige: 1 - 6 von 6.
 

Thorsten Rüth aus Würzburg

Sonntag, 23-08-09 22:01

Ich danke Ihnen vielmals für die Ausführung Ihrer Ansicht. Es ist wunderbar, von einem realitätsbewusstem Menschen zu lesen. Dankeschön.

 

Joachim Greenwood aus USA

Montag, 17-08-09 02:39

Richtig Rudolf S,
Was soll ich mit einer Frau die gar keine ist? Heiraten? Ja und dann wenn sie genug mit mir gespielt hat darf ich sie unterhalten bis ans Lebensende?
Versprechen tun sie ja vorher viel diese Feministinen nur nachher komste aus der Geschichte ohne wirtschaftlichen Selbstmord nicht mehr heraus.
Nein ich glaube nicht das ich so bloede waehre. Na ja ich bin ja auch ein Mann.
Da ist das Haus in dem sich alle freuen viel billiger und da ist der Vertrag gar real. Ich become was ich bezahle und bezahle nicht was ich nie wollte. Es gibt Barbekanschaften fuers ganze Wochenende, fuer Urlaub und gar fuer die Feiertage.
Also wozu braucht der ManInnininnen eine Feministin? SM fuers Realleben vielleicht?
Als - Danke, nein danke -

 

Rudolf S. aus Stuttgart

Samstag, 15-08-09 18:43

Die so genannte Emanzipation der Frau und insbesondere auch der Feminismus, haben die Frauen um genau das betrogen was sie haben wollen. Nämlich die Freiheit Frauen sein zu dürfen. Meiner Meinung nach sind die Irrtümer der weiblichen Emanzipation mit Schuld an der Zerstörung der Familien. Es gab nie so viele Singles, Scheidungen und kinderlose Partnerschaften wie heute. Warum soll ich als Mann eine Frau heiraten, die eigentlich gar keinen Mann braucht?! Berufliche Karriere ist doch heute vielen Frauen lieber, als ein Mann der sie und die Kinder ernährt und beschützt.

 

Joachim Greenwood aus USA

Samstag, 15-08-09 15:41

Au weia, dachte ich beim lessen dieses Aufsatzes. Jetzt gibts gleich schelte von den Geschlechtsgenossinnen.
Also dachte ich schnell schreiben ehe die Empoerung beginnt. Doch wer wird sich zuerst empoeren?
Nun auch da haben die Damen gelernt. Sie werden die pseudo Frauen also ihre dressierten Maenninen vorschicken die uns erzaehlen wie schwer doch Frauen im Vergleich zu Maennern anpacken. Das es gar Schweisserinnen gibt. Ja es gibt gar die Bauarbeiterin die Zentnerschwere Lasten umherbewegt.
Ja nun ich bin beruflich viel auf Baustellen und habe keine Frau bei solchem tun beobachten koennen.
Interessant finde ich die Stelle bei der sich beschwert wird. Ja, ja schon richtig.
Nur Komisch. Wenn es um Maenner geht weis Frau gleich was sie will, Einen Mann fuer den Spass und eine WeicheiInnIn fuer den Abwasch. Schmunzel.

 

Marie Podlech aus Erlangen

Samstag, 15-08-09 14:34

Genau diese Gedanken habe ich mir auch vor längerer Zeit gemacht und mir gedacht, daß auch die fanatischsten Feministinnen erwarten, daß sie von ihrem Partner oder überhaupt einem Mann, der sich bei ihnen befindet, beschützt werden, sollten sie zum Beispiel nächtens von einem Gewalttäter attackiert werden. Ich habe das auch erlebt, als uns zwar keine Verbrecher angriffen, aber zwei riesige Hunde im Wald knurrend und bellend versuchten, auf uns loszugehen (der Besitzer tauchte erst 10 Minuten später auf). Wie selbstverständlich stellte sich mein Mann vor mich und versuchte, mit Stöcken und lautem Schreien die Hunde abzuwehren. Da wurde mir bewußt, daß "gleichberechtigt" eben nicht "gleich" bedeutet. Ein Mann ist eben doch oft erwünscht.

 

Helmut M. aus Freiburg

Samstag, 15-08-09 13:13

Dass die Frauen viele der härteren Dinge im Leben gerne den Männern überlassen, ist nicht schlimm, sondern durch die Evolution so angelegt und nicht veränderbar. Schlimm ist nur, dass sich sehr viele heute belügen und in machohafter Großkotzigkeit meinen und behaupten, sie könnten alles. Mit dem Machotum der feministischen Weiber, Medien und Staatspolitik ist keine Emanzipation erreicht worden, sondern eine Umkehrung der alten Verhältnisse, wobei so niederträchtig, wie heute Feministinnen und männliche Mitläufer in Medien über Männer reden, früher nie Männer öffentlich über Frauen geschrieben und geredet haben - es sei denn an niedrigsten Stammtischen. Die Folge ist der Niedergang der Familie und das Aussterben der Deutschen.

 
 

Anmelden um Kommentare zu schreiben.

- ANZEIGE -