Interview

Samstag, 31.10.2009

„Die Vernichtung des Westens“

Von Moritz Schwarz

Caldwell geht davon aus, daß es bereits zu spät ist, die Revolution noch aufzuhalten. 

Vihavainen: Er könnte auch damit recht haben, aber ich meine, es ist auf keinen Fall zu spät, es nicht wenigstens zu versuchen. Voraussetzung ist allerdings – und da bin ich wieder bei meinem Ausgangspunkt –, daß wir Europäer zu unseren ursprünglichen Werten zurückfinden. Unsere gesellschaftliche und politische Kultur muß sich zuvor ändern.  

Sie sind einer von ganz wenigen europäischen Intellektuellen, die sich trauen, offen und frontal die Einwanderung zu kritisieren. Warum wagen Sie dies? Und warum gibt es nur so wenige Intellektuelle, die es Ihnen gleichtun?

Vihavainen: Nun, ich bin 62, ich habe meine Ziele erreicht, und meine Pension ist mir sicher. Ich kann aber verstehen, daß Leute, die beruflich abhängiger sind als ich, sich das gleiche nicht trauen. Ich erinnere mich, als in Frankreich 1997 das „Schwarzbuch des Kommunismus“ erschien, wurde der Autor Stéphane Courtois gefragt, warum das Buch erst Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus erscheine.

Seine Antwort: Es früher zu publizieren, wäre gesellschaftlichem Selbstmord gleichgekommen, denn die französischen Intellektuellen hätten ihn in der Luft zerrissen! Deshalb blicke ich auch nicht ohne Hoffnung in die Zukunft. Vergleichen Sie die Diskussion doch nur mit der vor zehn Jahren.

Denken Sie aktuell etwa an den Fall des früheren SPD-Politikers Thilo Sarrazin bei Ihnen in Deutschland. Die Kritiker werden immer mehr und die Macht der Political Correctness, solche Debatten zu verhindern, immer geringer. Der Wind dreht sich in Europa. 

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Prof. Dr. Timo Vihavainen gehört zu den wenigen etablierten Einwanderungskritikern in Europa. Mit seinem eben in Finnland erschienenen Buch „Die Vernichtung des Westens“ („Länsimaiden Tuho“) schließt der Philosoph und Historiker der Universität Helsinki an das „beunruhigende und exzellente“ Buch (Die Welt) des US-Journalisten und Einwanderungskritikers Christopher Caldwell „Betrachtungen über die Revolution in Europa“ an.

In seinem Heimatland hat der 62jährige Vihavainen, Mitglied der Akademie der Wissenschaften, eine breite Diskussion angestoßen. Finnische Intellektuelle begrüßten öffentlich die Enttabuisierung der Debatte durch Vihavainen. 

JF 45/09




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Frank Fischer aus Erfurt

Montag, 02-11-09 11:58

Es ist nie zu spät und selten zu früh, verloren ist nur, was man verloren gibt und Todgesagte leben länger...Es verbietet sich zwingend, sich selbst und Andere ins Bockshorn zu jagen. Die großen Entscheidungen der Weltgeschichte fallen immer erst auf der Ziellinie und keinen Meter vorher. Gerade die Deutschen haben die Welt mit ihren Renaissancen immer wieder in Erstaunen versetzt. Diese Auferstehungen einzuleiten, war immer die Sache einer ganz kleinen Schar entschlossener, mutiger Männer. Das bleibt auch immer so. Bereit sein- ist alles...

 

Till Eulenspiegel aus Buffalo, Statesside

Sonntag, 01-11-09 02:23

Es sei auf Enoch Powell und dessen Rede 1968 in Birmingham verwiesen. Das Wutgeheul der Pharisäer und das Gekreische der Böoter war noch im fernsten Regenwalde zu vernehmen (shurely not!?)

 
 

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