Deutschland

Donnerstag, 21.05.2009

Stasi-Spitzel erschoß Benno Ohnesorg

 

Ausschnitt der „FAZ“-Internetseite

Bernd Rabehl: Glaubt, daß Kurras in Wirklichkeit für den CIA arbeitete Foto: JF

Der Student Benno Ohnesorg soll 1967 nach Informationen des ZDF und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von einem Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit erschossen worden sein.

Laut dem „Heute-Journal“ hatte sich der West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras, der die tödlichen Schüsse abgab, bereits 1955 der Stasi verpflichtet. Das belegten neu gefundene Dokumente der Birthler-Behörde, hieß es am Donnerstagabend. Danach wurde Kurras von der Stasi als IM „Otto Bohl“ geführt. Ab 1962 sei der Polizist zudem Mitglied der SED gewesen.

Ein Experte der Behörde sagte, es gebe aber keinen Hinweis, daß Kurras im Auftrag der Stasi gehandelt habe, als er Ohnesorg am 2. Juni 1967 während einer Demonstration gegen den Besuch des Schah in West-Berlin erschoß. Vielmehr habe ihn die Stasi direkt nach der Tat angewiesen, seine Arbeit einzustellen und sämtliches Material zu vernichten.

Kurras stand treu zur DDR

Die Berichte stützen sich auf Recherchen der FAZ, die auf die bislang unbekannten Unterlagen in der Birthler-Behörde gestoßen war. So schreibt die FAZ :

„Im SED-Staat war man zufrieden mit Kurras: ‘Die gestellten Aufgaben werden von ihm gewissenhaft erfüllt. Bei der Erfüllung seiner Aufgaben zeigt der K. Mut und entwickelt die notwendige Initiative ... er (steht) treu zur Deutschen Demokratischen Republik’, heißt es in seiner Akte.“

Der Tod Benno Ohnesorgs sorgte für heftige Proteste und Ausschreitungen und führte zu einer Radikalisierung der Achtundsechziger-Bewegung.

Rabehl: „Ich glaube, daß er für den CIA gearbeitet hat”

Überrascht von den Aktenfunden zeigte sich auch der Berliner Soziologe und Publizist Bernd Rabehl. Als ehemalige Vertrauter von Rudi Dutschke war er an der Demonstration gegen den Schah führend beteiligt und sah, wie Kurras Ohnesorg erschoß. „Sein Gesicht war haßverzerrt.

Kurras sah Ohnesorg und schoß mit seinem Revolver auf ihn. Die Polizei wollte, damals eindeutig, daß das eskaliert“, sagte Rabehl gegenüber der JUNGEN FREIHEIT. „Daß er nun für die Stasi gearbeitet haben soll, überrascht mich schon. Allerdings hat das nichts mit dem Tod von Ohnesorg zu tun“. Kurras habe vielmehr aus Haß auf die Demonstranten gehandelt.

„Kurras war Anti-Kommunist”

Rabehl hält es jedoch für möglich, daß der Polizist in Wirklichkeit für den CIA arbeitete. Seinem Wissen nach sei Kurras nach dem Krieg unter den Sowjets in Sachsenhausen interniert gewesen. Diese Zeit habe aus ihm einen Anti-Kommunisten gemacht.

Zudem sei die Polizeiabteilung, in der Kurras arbeitete, eine Art politische Polizei nach amerikanischem Vorbild gewesen und für die Abwehr der Ost-Spione zuständig. Da passe es nicht, daß so jemand plötzlich seine Liebe für die DDR entdecke. „Ich gehe davon aus, daß er ein CIA-Mann war. So konnten die Amerikaner herauskriegen, wer wer bei der Berliner Polizei war“. 



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Michael Karthäuser aus St. Vith

Montag, 25-05-09 20:59

Hochinteressant ist doch, daß diese Geschichte aus der Feder irgendeines Bloggers noch vor einer Woche als Verschwörungstheorie belächelt worden und in den Sümpfen des Internets versunken wäre.

Was verschweigt man uns noch?

 

Hans Holt aus Berlin

Samstag, 23-05-09 15:03

Rabehl: „Ich glaube, daß er für den CIA gearbeitet hat”

Nachtrag: Quatsch Rabehl, es war der Mossad!!! {8=)

 

Benni Ohnesorg aus Bautzen

Samstag, 23-05-09 13:15

Rabehl, dieser Beinah-Bundespräser-Kandidat, war, ist und bleibt ein Wirrkopf wie Dutschke auch. Das 68er-Zeug ist ein BRD-Gewächs, das die DDR kräftig gegossen hat, weil es der gut in den Kram paßte, das ist schon vor den vielen Enthüllungen klar gewesen. Dem Weltgeist ist trotzdem zu danken, was allmählich alles nach oben gespült wird. Das ganze Gewäsch der Alt- und Jungsympathisanten dieser vorgeblichen Emanzipationsbewegung, die uns aus dem Mief der 1950er Jahre befreit haben soll, wofür wir dankbar zu sein hätten, gehört in die Tonne. Bei den Alten ist es Rechtfertigung, bei den Jungen Übernahme von Hörensagen. Die Adenauerzeit war zwar nicht permissiv, aber ziemlich liberal, bei all dem Wiederaufbau, um den man sich kümmern mußte.

 

ALON AMSELLEM aus tel-aviv

Samstag, 23-05-09 11:24

''the end of history'' ...


Die wir gar nicht kennen.

 

Karl Halbritter aus Saaldorf-Surheim

Samstag, 23-05-09 10:57

Es gibt da einen guten Witz in Bezug zum CIA:

Warum kann man sich sicher sein, daß der CIA Kennedy nicht erschossen hat?
Nun, ganz einfach: Kennedy ist tot!

Gleicher "Witz" läßt sich hier auch anwenden.
Es ist schon verräterisch, wie nun die gesammelte Linke versucht und weiterhin versuchen wird, die Tatsachen soweit zu verdrehen, daß die Stasi wie auch die DDR als Schützer des Rechts dastehen werden, die Bösen Buben dann aber bei den Amis und vielleicht auch noch in Deutschland West gesucht werden.

 

Alexander D. aus Ebersberg

Samstag, 23-05-09 10:34

Dass Kurras Benno Ohnesorg im Auftrag der Stasi erschoss, ist ziemlich unwahrscheinlich. Ohnesorg war damals unbekannt und erlangte nur durch seinen Tod posthum traurige Bekanntheit. Auch wenn die Stasi sonst alles Denkbare und Undenkbare in die Wege geleitet hat, um die Bundesrepublik politisch zu destabilisieren. Man hätte sich in diesem Fall als Zielobjekt wohl eher eine bekanntere Leitfigur der 68er Bewegung ausgesucht. Die Radikalisierung eines Teils der 68er bis hin zur RAF wurde natürlich von der DDR für ihre Zwecke ausgenutzt.
So kam vor längerer Zeit im Fernsehen eine Reportage, die darüber berichtete, wie die DDR einigen RAF Terroristen und mit gefälschter, neuer Identität Zuflucht gewährte.

 

pilot men aus Pforzheim

Freitag, 22-05-09 23:11

So löst sich eine Lebenslüge der Linken nach der anderen in Luft auf. Selbst den Mord an Ohnesorg haben diese Verbrecher selbst begangen.

 

karsten reincke aus berlin

Freitag, 22-05-09 19:45

es ist tatsächlich völlig unwichtig, für wen Kurras sein Vaterland verriet. Er hat es getan! Er wird B.Ohnesorg nicht im Auftrag des MFS erschossen haben, aber wie man den einschlägigen Nachrichtenkommentaren der DDR entnehmen konnte, wurde dieser Tod sofort instrumentalisiert.
Allerdings geht den Linksextremisten jetzt ein Lieblingsfeind verloren, da er "...einer von ihnen war..."

 

Martin Trefzer aus Berlin

Freitag, 22-05-09 15:58

In diesem Fall sind noch weitere Fragen offen:
Zu welchem Truppenteil meldete sich der Ostpreuße Kurras, nur anderthalb Monate jünger als Günter Grass, 1944 freiwillig?
Und warum wurde er 1946 in der SBZ zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt?
Kann es sein, dass sein dreijähriger Aufenthalt in Sachsenhausen Kurras nicht zum Anti-Kommunisten, sondern zum Kommunisten machte?

 

Hans Holt aus Berlin

Freitag, 22-05-09 15:11

Ist es nicht egal, für welche Herren Kurras sein Vaterland verraten hat? Der Verrat wiegt alleine schon schwer genug. Wenn noch Mord dazu kommt, sollte man den Kerl so behandeln wie er es verdient hat!

 

ALON AMSELLEM aus tel-aviv

Freitag, 22-05-09 14:50

Die Eigene Vergangenheitsbewältigung.


3 Gute Gründe die dafür zumindest nicht schlecht sind: der 11.10.2008- Jörg Haider,der 11.10.1987-Uwe Barschel,der 8.7.2003-Jürgen Möllemann.

 

Gerhard Bauer aus Bayern

Freitag, 22-05-09 07:17

WICHTIG für alle Kölner:
http://wissen.familie-ist-zukunft.de/wakka.php?wakka=DBOffenerBriefRT

Hier geht es um eine kurzfristig angesagte Diskussionsveranstaltung von RTL.

 
 

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