Nachrichten

Montag, 22.09.2008

Anti-Islamisierungskongreß: Politiker loben Blockade

 

Demonstranten blockieren am Samstag...

...den Zugang zum Kölner Heumarkt

Die Stimmung war aufgeheizt

Steindepot in der Nähe des Heumarktes: Gefährliche Wurfgeschosse Fotos: JF

KÖLN. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat die Proteste gegen den am Wochenende von Pro Köln veranstalteten Anti-Islamisierungskongreß gewürdigt. Er finde die Vorgänge von Köln sympathisch, weil dadurch sichtbar geworden sei, daß die Demokratie nicht nur von Politik, Polizei und Justiz, sondern auch von den Bürgern selbst verteidigt werden müsse, sagte Thierse dem Deutschlandfunk.

In Köln hatten mehrere tausend Demonstranten die Pro-Köln-Veranstaltung erfolgreich blockiert. Aufgrund von massiven Ausschreitungen von Linksextremisten verbot die Polizei die Hauptkundgebung auf dem Kölner Heumarkt am Samstagmittag. Ein Durchsetzen der Veranstaltung hätte aufgrund des hohen Gewaltpotentials der Linksextremisten unkalkulierbare Risiken mit sich gebracht.

Polizei zieht erste Bilanz

Auf die Frage, ob er genauso begeistert gewesen wäre, wenn die Befürworter einer multikulturellen Gesellschaft von einer Mehrheit der Bürger am Demonstrieren gehindert worden wären, was juristisch gesehen doch das gleiche sei, sagte Thierse, man könne in Politik und Demokratie eben nicht formaljuristisch argumentieren. „Es geht schon darum, welches Anliegen welche Gruppierung vertritt“, so der SPD-Politiker. Thierse wünschte sich zudem ein ähnliches Engagement der Bürger gegen Rechtsextremismus bei den anstehenden Kommunalwahlen in Brandenburg.

Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, zeigte sich „stolz auf diese Gegenwehr in Köln“. Gegenüber der Berliner Zeitung sagte Beck, die Rechten seien offenbar nicht mobilisierungsfähig gewesen – und das, obwohl sie bestehende Ängste in der deutschen Gesellschaft ausnützten.

Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet bezeichnete Pro Köln als doppelten Verlierer. Die Bürgerbewegung sei erstens als „keineswegs bürgerliche, sondern rechtsradikale“ Gruppe entlarvt worden. Zudem seien viele Menschen zum Protest auf die Straße gegangen: „Es ist klar geworden, daß viele Menschen weder Angst vor den bei uns lebenden Muslimen haben noch Haß gegen sie empfinden“, sagte Laschet dem Tagesspiegel am Sonntag. Es sei einmalig, daß sich eine ganze Stadt schützend vor ihre Muslime gestellt habe.

Brandanschlag auf Zug-Signalanlage

Die Kölner Polizei zog eine erste Bilanz. Demnach seien sechs Polizisten leicht verletzt worden und ein Sachschaden in fünfstellige Höhe entstanden. Außerdem habe es vierhundert Ingewahrsam- und Festnahmen gegeben. Die Bundespolizei ermittelt zudem wegen versuchten gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

In der Nacht auf Samstag hatten vermutlich Linksextremisten einen Brandanschlag auf eine Zug-Signalanlage in der Nähe der S-Bahn-Station Porz-Wahn verübt. Der S-Bahnverkehr zwischen dem Flughafen und dem Hauptbahnhof war dadurch am Samstag unterbrochen. Dies war der Hauptgrund dafür, daß die gut dreihundert Demonstranten von Pro Köln nicht wie mit der Polizei abgesprochen zum Hauptbahnhof und von dort zur Veranstaltung auf dem Heumarkt gelangen konnten und die Polizei die Veranstaltung dann untersagte.

 



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Peter Freimann aus Schlewig-Holstein

Dienstag, 23-09-08 23:06

Herzlichen Glückwunsch, werter Herr Beck, dass Sie frei von "Ängsten" sind! Na denn, wie wäre es mal, wenn die Moschee in Köln dann erbaut ist, mit ein paar demonstrativen "Solida-ritätsspaziergängen" mit gleichgeschlechtlichem Partner, Arm in Arm, im Bereich des neuen Gebäudes, das die "Vielfalt der Kulturen" repräsentiert, die "uns alle bereichert"?

 

Bernhard W. aus Sachsen

Dienstag, 23-09-08 12:48

Herr Thierse, JUSTICIA , die römische Göttin der Gerechtigkeit, wird dargestellt mit verbundenen Augen , die in einer Hand eine Waage, in der anderen das Richtschwert hält. Dies soll verdeutlichen, dass das Recht ohne Ansehen der Person (Augenbinde), nach sorgfältiger Abwägung der Sachlage (Waage) gesprochen und schließlich mit der nötigen Härte (Richtschwert) durchgesetzt wird.

Demokratie ohne Rechtsstaat ist ohne inneren Halt; Rechtsstaat ohne Demokratie ist ohne Würde. Beide bedingen einander; fehlt eines der zwei Elemente, sind Menschenrechte und Menschenwürde in Gefahr.

Durch Gesinnungspolitiker wie Herrn Schramma und Herrn Thierse sehe ich genau diese Rechte in Gefahr.

 

Tesch Karlfried aus Kerpen

Dienstag, 23-09-08 01:24

Dieser seltsame Mensch namens Thierse zeigt mit seinem Verhalten nicht zum ersten Mal, dass er für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten völlig untauglich ist. Aber leider ist er nicht der einzige Bock, der im Garten unserer vergewaltigten Demokratie den Gärtner spielt.

 

Joachim Reuter aus Mönkeberg

Montag, 22-09-08 20:09

Bundestagsvizepräsident Thierse ist ein in der Wolle gefärbter Kommunist. Mit subtilen Äußerungen versucht er seit Jahren die Ideologie und die Methoden der DDR im vereinten Deutschland salonfähig zu machen. So auch jetzt wieder. Zur Tarnung als Gutmensch missbraucht er sein hohes Staatsamt. Dieses bietet ihm dann immer wieder Schutz für Äußerungen, die an Volksverhetzung grenzen und an Menschenverachtung kaum zu überbieten sind. Man denke nur an die schäbige Behauptung, Helmut Kohl habe seine kranke Frau „im Dunkeln sitzen lassen“. .

 

Alexander D. aus Ebersberg

Montag, 22-09-08 19:25

„Es geht schon darum, welches Anliegen welche Gruppierung vertritt.“

Thierses aufreizend voreingenommene Sonderung entspricht den Tatsachen: Steinewerfer oder nötigende Sitzblockierer werden bei anderen Anlässen entfernt und angezeigt. Hier aber haben sie sich für das Establishment als nützlich erwiesen. Der Zweck heiligt die Mittel und die Zügel blieben auffallend locker.
Hauptsache, die überwiegende Masse der Demonstranten verhielt sich „friedlich“. So konnten die in Wirklichkeit autokratisch denkenden und handelnden Volksvertreter sich auf ein sichtbares, demographisches Massenwirkungsprinzip stützen. Nach außen hin zu ihrer demokratischen Reputation, nach innen hin zur Wahrung ihrer Pfründe und Interessen.

 

Dimitrios Toris aus Wuppertal

Montag, 22-09-08 18:07

Was wirklich deutlich wird ist, dass sich Politiker immer nur gegen Diejenigen zur Wehr setzen, von denen Sie etwas zu befürchten haben; etwa eine alternative und vor allem wählbare Politik. Die Christdemokraten beschäftigen sich z.B. lieber mit den Sozialdemokraten obwohl nominell zumindest der ideologische Gegensatz zu den Kommunisten nach wie vor am Größten ist. So gesehen verwundert es nicht, dass sich die Vertreter aller etablierten Parteien für die Bockade- und Krawallmacher starkmachen. Von Denen haben die offensichtlich nichts zu befürchten...


P.S. an die Initiatoren des Kongresses: Bitte vermeiden Sie jegliche Rechtfertigungs- und Distanzierungsversuche vor laufenden Kameras. Wenn ich mir die recht einseitige Berichterstattung in den Medien anschaue fehlt mir einfach die objektive Referenz und daher auch das Verständnis für solche Bedürfnisse!

 

Klaus Schlenstedt aus Thüringen

Montag, 22-09-08 17:22

Hat irgendwer vom "Waldschrat" etwas anderes erwartet?

 

Bernd Waschke aus Arneburg

Montag, 22-09-08 15:32

Ich finde es beschämend, dass ein Politiker wie Herr Thierse das gewaltsame Unterdrücken der Meinungs- und Versammmlungsfreiheit in Deutschland gut und "sympathisch" findet. Erschreckend finde ich auch seine Ansicht, dass diese demokratischen Grundrechte nur bei Leuten geschützt werden müßten, die seiner Meinung nach politisch korrekte Ansichten vertreten. Man mag es kaum glauben, dass dieser Mann Vizepräsident des Deutschen Bundestages ist. 1989 war ich in der DDR auch mit auf der Straße, um für diese demokratischen Grundrechte einzutreten. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass diese erkämpften Rechte 19 Jahre danach schon wieder in Gefahr sein könnten.

 

Thomas Horst aus Berlin

Montag, 22-09-08 15:10

So so, Thierse und Grüne-Beck finden Brandanschläge auf die Deutsche Bahn, steinewerfende Autonome, Straßenschlachten und Sachbeschädigungen durch gewalttätige Randalierer also „sympathisch“ und „stolz“. Dann verstehe ich nicht, warum die Bundespolizei überhaupt ermittelt. Die Autonomen haben doch mit Wissen und im Auftrag des Staates gehandelt, gewissermaßen als Sturmabteilung der herrschenden Kaste. Solche Zustände kannte man bislang nur aus Simbabwe, wo sich Mugabe nur mit Hilfe seiner „Kriegsveteranen“ an der Macht halten kann. Deutschland auf Simbabwe-Niveau, na dann Halleluja.

 

Olaf Ditges aus MG

Montag, 22-09-08 14:21

Thierse war auch derjenige, der, als nach der Einführung der Praxisgebühr für das niedere Volk herauskam, daß sich die Abgeordneten eine Sonderbefreiung ins Gesetz eingebaut hatten, dies gegenüber der Presse mit den Worten "es gibt wichtigeres" kommentierte.

Aber es gibt eine einfache Lösung. Diese Leute leben von unserem Geld und nehmen sich herraus in unserem Namen zu sprechen. Wenn sie unser Geld nicht mehr bekommen, dann können sie ruhig sagen was sie wollen und die verschrobensden Standpunkte haben, daß wäre dann ihre Sache.

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- Für ein Staatsbürgerschaftsrecht auf vertraglicher Basis.
- Für das Recht und die Freiheit, aus diesem Staat, aus seinen Rechten und Pflichten, sanktionslos austret

 

michael leyer aus Düsseldorf

Montag, 22-09-08 14:04

Vielleicht sollten bei der nächsten kritischen Versammlung Andersdenkender brennende Kreuze aufgestellt werden. So hätte die Achse des Guten wenigstens Licht und könnte die Stadt noch in den Abendstunden besser auseinandernehmen.

 
 

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