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Dienstag, 17.03.2009

Umfrage: Türken bevorzugen Rot-grün

 

Türkisches Leben in Deutschland: Viele Türken würden SPD wählen Foto: pixelio/stihl024

BERLIN. SPD und Grüne sind die beliebtesten Parteien unter in Deutschland lebenden Türken sowie türkisch-stämmigen Deutschen. 55,5 Prozent von ihnen würden am nächsten Sonntag die Sozialdemokraten wählen, 23,3 Prozent die Grünen.

CDU und CSU kämen auf ein Ergebnis von 10,1 Prozent, knapp gefolgt von der Linkspartei mit 9,4 Prozent. Die niedrigste Zustimmung erhielte die FDP (0,9 Prozent). Diesen Zahlen liegt eine Umfrage des Berliner Marktforschungsinstituts „Data 4U“ zugrunde, das Anfang März deutschlandweit knapp 3.000 Türken im Alter ab 18 Jahren über ihre Wahlabsichten befragt hat.

Allerdings habe nur etwa ein Drittel dieser Befragten die deutsche Staatsangehörigkeit und sei daher in Deutschland wahlberechtigt, teilte „Data 4U“ mit. Das Berliner Meinungsforschungsunternehmen hat sich nach eigenen Angaben auf die Datenerhebung unter ethnischen Minderheiten und dabei „insbesondere auf die türkische Community“ spezialisiert.

Positionen zur Integration als wichtigstes Kriterium

Könnte der Bundeskanzler direkt gewählt werden, würden 25,1 Prozent der sogenannten „Deutsch-Türken“ den Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir bevorzugen. Der SPD-Kandidat Frank-Walter Steinmeier käme auf 20,2 Prozent, Angela Merkel nur auf 7,5 Prozent Zustimmungswerte. Gregor Gysi (Linke) erhielte 3,1 Prozent, Guido Westerwelle (FDP) sogar nur 2 Prozent.

Obwohl die meisten „Deutsch-Türken“ von ihrer Grundeinstellung „mehrheitlich eher religiös-konservativ einzuschätzen“ seien, bevorzugten sie SPD und Grüne offensichtlich wegen deren Positionen in der Ausländer- und Integrationspolitik, kommentiert Joachim Schulte, Geschäftsführer von „Data 4U“, das Ergebnis der Umfrage. (vo)

 

 



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A. Schulze aus Berlin

Mittwoch, 18-03-09 10:38

Herr B. , bei aller Kritik an einer völlig verfehlten Ausländerpolitik vor allem der Konservativen in diesem Land, die Zeiten von Lagern, Ghettos und Rückführungen sind lange vorbei. Der Staat hat andere Möglichkeiten in den Vermehrungsprozess einzugreifen, indem er zum Beispiel diesen Gruppen kein Kindergeld mehr zahlt oder wenn, es an nachweisbare Integration wie Erlernung der Sprache und anderen knüpft. Ich glaube nur die wenigsten von uns wissen, ob wir nicht vor einigen Jahrhunderten die Ausländer der damaligen Zeit gewesen sind. Wir müssen die starke Vermehrung stoppen und die Integration zwingend fördern, alles andere wäre ein inhumanes Verhalten auf dem Rücken eher Unschuldiger, während die wahrhaft Schuldigen die vor allem konservative deutsche Wirtschaftklientel weiter ihre Millionen scheffelt und den deutschen Arbeiter und Kleinbürger, auch den Mittelstand mehr und mehr verkommen lässt.
Etwas zu der Umfrage: Um diese so oder so schon immer zweifelhaften Umfragen genauer bewerten zu können, müsste man wissen wie alt zum Beispiel der Schnitt der Befragten war. Weicht der Schnitt von dem tatsächlichen Altersdurchschnitt dieser Gruppen ab? Da unter den Migranten der Altersschnitt deutlich niedriger liegt, ist es auch ein normales Ergebnis, dass bei solchen Umfragen eher SPD oder Grün als Ergebnis gewählt wurde als vielleicht bei Türken über 50, ähnliche Wahlstrukturen gibt es auch unter den Deutschen!

 

A. Schulze aus Berlin

Mittwoch, 18-03-09 09:21

Es ist eben nicht so, dass der große Zustrom an Ausländern in der Regierung Schröder oder früher bei Schmidt und Brandt ins Land kam, sondern es waren die konservativen Regierungen Adenauer, Erhard und vor allem Kohl, unter denen es geschah, vor allem um ihre Wählerklientel in den Führungsetagen der Unternehmen und reicher Privathaushalte billigste Arbeitskräfte in Konkurrenz zu teuren deutschen Arbeitnehmern zu zuführen!! Damit konnten als Folge diverse Errungenschaften an sozialen Leistungen für die der deutsche Arbeiter gekämpft hatte, wieder ausgehebelt werden. Übrigens nicht nur die Probleme mit den erwähnten Ausländergruppen sind eine Folge konservativer Politik, sondern auch der Zustrom an „Spätaussiedler“, einer Gruppe bei denen oftmals schon der Besitz eines deutschen Schäferhundes vor drei Generationen ausreichte, als Spätaussiedler tituliert werden zu dürfen und hier sich anzusiedeln ohne vermutlich jemals aber richtig integriert zu werden. Auch hier ein „danke“ an die typisch konservative Politik!! Von dieser Seite dann auch noch kritische Töne gegenüber Ausländern zu hören ist eine Verdrehung der Tatsachen! Während in der Linkspartei und auch in einigen Teilen der SPD eine gespaltene Diskussion zum Thema Migration und Integration gibt, kann ich verstehen, dass es diese in der sich zur FDP mutierenden (Wirtschafts-)Grünen diese nicht mal als Problem erkannt wird.

 

Kai Karstens aus Leipzig

Dienstag, 17-03-09 22:48

''Obwohl die meisten „Deutsch-Türken“ von ihrer Grundeinstellung „mehrheitlich eher religiös-konservativ einzuschätzen“ seien, bevorzugten sie SPD und Grüne offensichtlich wegen deren Positionen in der Ausländer- und Integrationspolitik...''
WAS wird wohl der Schluss sein, den die CDU-Führungseliten aus dieser sicher bestellten Umfrage ableiten?? Dreimal darf man raten, muss man aber nicht!

 

Michael Wolf aus stuttgart

Dienstag, 17-03-09 20:41

@Herrn Constantin: ich stimme Ihnen zu - das sehe ich genauso!
Eines Tages wird es eine richtig schöne Rückführaktion geben....
mal schaun wie integrationswillig sich unsere lieben Türken dann auf einmal zeigen werden...

 

Constantin B. aus Baden-Baden

Dienstag, 17-03-09 16:38

Sehr geehrter Herr Sebastian W. ,

ich stimme Ihnen weitgehend zu. Nur eins ist meiner Meinung nach falsch : Intergration zu fordern ! Desto mehr sich diese Menschen abschotten , desto leichter wird es einmal sein eine gross angelegte Rückführungsaktion zu starten. Es liegt also im Interesse der Deutschen dass die Türken unter sich heiraten usw .

mfg

Constantin B.

 
 

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