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Deutschland

Donnerstag, 12.11.2009

Studie: Berlin ist Hauptstadt des Linksextremismus

 

Zersplittertes Glas: Linksextreme Gewalt richtet sich häufig auch gegen öffentliche Einrichtungen Foto: Pixelio/Thomas Max Müller

BERLIN. Keine andere Stadt in Deutschland hat so sehr unter linksextremer Gewalt zu leiden wie Berlin. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Berliner Verfassungsschutzes, die am Mittwoch in der Hauptstadt vorgestellt wurde.

Als erster Landesverfassungsschutz hat die Berliner Behörde politisch links motivierte Delikte über einen längeren Zeitraum (2003-2008) ausgewertet und die Fakten in einer Studie veröffentlicht.

Die Ergebnisse fördern allerdings nicht wirkliches Neues zu Tage: Es gibt erheblich mehr linksextreme Gewalttaten als rechte. 139 linken Gewalttaten pro Jahr stehen 72 rechtsextreme Delikte gegenüber. Die Täter sind überwiegend männlich (81 Prozent) und im Durchschnitt 23 Jahre alt. Sie sind formal besser gebildet als rechte Täter, dennoch zu einem erheblichen Teil (43 Prozent) arbeitslos.

Erheblicher Nachholbedarf

Bei den Opfern stehen an erster Stelle der Staat und seine Institutionen, wie beispielsweise Polizei und Arbeitsagenturen, gefolgt von der Wirtschaft. Hier befinden sich vor allem Unternehmen wie die Bahn oder der Logistikkonzern DHL im Visier gewaltbereiter Linksextremisten. 28 Prozent der von Linken begangenen Gewalttaten richteten sich zudem „gegen rechts“. Dabei handle es sich zu einem hohen Anteil um Körperverletzungen.

Die Ergebnisse der Studie sind aber nur die eine Seite. Vor allem soll sie als Grundlage zur Diskussion über das Problem des Linksextremismus in der Hauptstadt dienen, wie der Gruppenleiter Linksextremismus beim Berliner Verfassungsschutz, Stefan Mayer, bei der Vorstellung der Publikation deutlich machte: „Die Studie beschreibt, kann aber nicht die Ursachen klären. Dafür bedarf es der Diskussion.“

Daß es hierbei erheblichen Nachholbedarf gibt, darauf wiesen sowohl die Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes, Claudia Schmid, als auch der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hin. Beide betonten zudem, daß es einer breiteren gesellschaftlichen Ächtung linker Gewalttaten bedürfe. Bleibe dies aus, könnten sich die Täter als „Vollstrecker einer schweigenden Mehrheit“ fühlen, warnte Schmid.

Bündnispolitik kritisch hinterfragen

Laut Körting müßten alle Beteiligten daran arbeiten, daß es den gleichen gesellschaftlichen Konsens bei der Verurteilung linksextremer Verbrechen gebe, wie das beim Rechtsextremismus der Fall sei. „Unser Staat läßt alle kritischen Meinungen zu, aber Steine und Brandsätze sind keine Meinung“, sagte Körting. Auch müsse die bisherige Bündnispolitik kritisch hinterfragt werden.

Vertreter aller demokratischen Parteien dürften bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus keine gemeinsame Sache mit gewaltbereiten Linksextremisten machen.

In der Vergangenheit sei während Demonstrationen, bei denen es ein breites Bündnis zwischen bürgerlichen, aber auch linksextremistischen und sogenannten „autonomen“ Gruppen gegeben habe, oftmals ein Anstieg linksextremer Gewalttaten zu verzeichnen gewesen, erläuterte Schmid. Auch hier gebe es offenbar erheblichen Diskussionsbedarf.

Eine ausführliche Auswertung der Studie und ein Bericht über die Veranstaltung erscheinen in der kommenden Ausgabe der JF (48/09).




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Paul Mannstein aus USA

Freitag, 13-11-09 03:44

Nennen wir sie was sie eigentlich sind, links Terroristen.

Dann ist nur noch die Frage was man mit Terroristen tut.

 

H. Schmidt aus NRW

Freitag, 13-11-09 02:28

„Unser Staat läßt alle kritischen Meinungen zu" , sagte Körting.

geht schon in Ordnung - die Karnevalssession hat begonnen

Körting, der erste Schenkelklopfer geht an Sie !

 

Existimator Impius aus Bielefeld

Donnerstag, 12-11-09 22:05

»Es gibt erheblich mehr linksextreme Gewalttaten als rechte. 139 linken Gewalttaten pro Jahr stehen 72 rechtsextreme Delikte gegenüber.«
Schon wieder werden Gewalttaten mit Delikten verglichen. Und dabei ist der Begriff »Delikt« noch weiter gefaßt als »Straftat«.

 

MB. Casonue aus Mbcasonue

Donnerstag, 12-11-09 15:55

---Bündnis zwischen bürgerlichen, aber auch linksextremistischen und sogenannten„autonomen“---

Ich halte diese Bündnisse für sehr gefährlich; auch hier sind wieder die "Biedermänner" beteiligt.
Die "bürgerlichen" sind auch noch stolz und vorallem selbstzufrieden.Sie haben ja was getan, bemerken aber Ihre Undifferenziertheit nicht. Um so schlimmer wird einmal das Erwachen, dann schlägt es um ein ein anderes genauso schlimmes Extrem.
MB.

 

Joachim Reuter aus Mönkeberg

Donnerstag, 12-11-09 12:28

"Unser Staat läßt alle kritischen Meinungen zu ..." (Körting)

Das ist mir neu, Herr Senator.

 

Dirk Pöhlmann aus .

Donnerstag, 12-11-09 12:22

Körting dreht sich um 180°. Sind etwa bald Wahlen in Berlin ??

Und nun liebe Verantwortliche: die moslemisch motivierten Straftaten.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Donnerstag, 12-11-09 11:33

„Unser Staat läßt alle kritischen Meinungen zu".
Ist ja lächerlich. Dieser SPD-Mensch hat doch, zusammen mit der gesamten Linken in der BRD die nackte Angst vor Meinungsfreiheit. Die Deutschen könnten ja die ein oder andere rechte Meinung gut finden. Dann müsste der ein oder andere seiner Genossen vom Trog des Steuerzahlers.
Worum es geht zeigte die Bundestagswahl: 75 Sozis mussten raus.
"Laut Körting müßten alle Beteiligten daran arbeiten, daß es den gleichen gesellschaftlichen Konsens bei der Verurteilung linksextremer Verbrechen gebe."
Dann soll er mal mit Wowereit anfangen. Der ruft völlig undemokratisch regelmäßig zu Gegendemonstrationen auf.
Dann dies: Fast ein 1/3 linker Straftaten eh harmlos, weil, die hauen ja nur Rechte. lol.

 

Nikolas Böck aus Land der Freien

Donnerstag, 12-11-09 11:12

http://www.pi-news.net/wp/uploads/2008/08/nazi-sein.jpg

http://www.wiedenroth-karikatur.de/KariAb[..] Staat handelt wie gewohnt, zuspät.

 
 

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