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Sonntag, 16.08.2009

Gerechte Sprache

„Liebe Christinnen und Christen“ tönt es von der Kanzel. Kein Geistlicher würde es wagen, auf die ausdrückliche Nennung des weiblichen Geschlechts zu verzichten. In Schulgottesdiensten werden die „Schülerinnen und Schüler“ angesprochen sowie die „Lehrerinnen und Lehrer“. Das ist geschlechtergerechte Sprache. Wenn der feministische Einfluß so weiter geht, wird man vielleicht sogar in einigen Jahren von „Menschinnen und Menschen“ sprechen müssen.

Die feministische Theologie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sowohl im evangelischen als auch im katholischen Bereich immer stärker ausgebreitet. Erst vor einem Jahr wurde eine Bibel in gerechter Sprache vorgelegt, die allerdings mehr einseitige Interpretation und Abänderung ist als ehrliche Übersetzung. Für Gott muß abwechselnd ein weibliches und ein männliches Substantiv eingesetzt werden. Neben Jesus Christus tritt Jesa Christa. Die dritte göttliche Person ist die heilige Geistin, was man damit begründet, daß das hebräische Wort für Geist (ruach) weiblich ist.

Natürlich stoßen sich feministische Theologen besonders an dem zentralen Gebet der Christenheit, das auf Jesus selbst zurückreicht. Die Formulierung „Vater unser“ ist in ihren Augen frauenfeindlich und bedarf zumindest einer Ergänzung. „Gott, unser Vater und unsere Mutter“, solle man beten.

Darf die Kirche einfach den Auftrag Christi zurechtbiegen?

Doch darf die Kirche einfach den Auftrag Christi solange zurechtbiegen bis er ihren eigenen Vorstellungen entspricht? Auch wenn Gott in gleicher Weise männliche wie weibliche Eigenschaften zukommen, hat er sich doch bei seiner Menschwerdung als Mann gezeigt.

Doch ich möchte hier einmal einen konstruktiven Vorschlag machen. Das zweitwichtigste Gebet der Katholiken, das „Gegrüßet seist du, Maria“, könnte man wirklich in frauengerechte Sprache übertragen. Die ersten beiden Teile sind dem Lukas-Evangelium entnommen. Hier werden die Worte des Engels Gabriel und die Worte der Elisabeth an Maria wiederholt. Aber der dritte Teil ist eine von Menschen formulierte Bitte.

Da hier kein Schrifttext vorliegt und die Änderung auch nur uns heutige Menschen betrifft, spräche nichts gegen eine Änderung. Man dürfte tatsächlich beten: „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünderinnen und Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.“ Eigenartig, daß diese Änderung von feministischer Seite noch nicht eingefordert wurde!



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Joachim Greenwood aus USA

Montag, 17-08-09 23:09

In einer Diskusion woanderst musste ich jetzt aber (empoert gg) feststellen das die InInnenin Fraktionin auf Satanin, Luziverin, Stoerenfriedin, Vergewaltigerin,usw... jetzt gar nicht so begeistert reagiert.
Da wollen sie dann doch lieber beim der maennlichen Form der Sprache bleiben.
An was das wohl liegt??? Gruebelin.. Gruebelin...

 

Rainer Thesen aus Nürnberg

Montag, 17-08-09 11:57

Ich bin nun alt genug um noch zu wissen, daß wir uns vor der Usurpierung unserer Muttersprache durch Alice Schwarzer und Co durchaus unfallfrei verständigt haben. Der einfache Plural in männlicher Form auch bei Singularen beider Geschlechter wurde von niemandem dahingehend mißverstanden, daß damit nur eine Mehrzahl männlicher Bäcker, Lehrer, Hunde, Rinder etc gemeint sei. Nicht einmal beim Singular Neutrum " das Reh" kam jemand auf die Idee, damit seien nur geschlechtslose Tiere dieser Art gemeint. Man beherrschte halt seine Muttersprache. Der doppelte Plural " Wählerinnen und Wähler" klingt ja auch scheußlich holprig. Ich benutze ihn daher auch nicht einmal in öffentlichen Äußerungen, vom Privaten ganz zu schweigen.

 

Ulrich Motte aus München

Montag, 17-08-09 10:41

Die Evangelisch-Lutherische Freikirche (ELFK) kennt weder Pastorinnen noch Theologieprofessorinnen noch Laienpredigerinnen noch weibliche Gemeindevorstände noch anderen "Feminismus". Das Recht zu wählen wie das Recht gewählt zu werden,sind an das männliche Geschlecht gebunden.
Die Kirche arbeitet unter anderem in Berlin,München, Stuttgart,Dresden,Leipzig,Chemnitz und bei Limburg/Lahn. Ihre Grundschule in Zwickau ist "heiß" begehrt. Ähnliche Gemeinden gibt es fast überall in Deutschland.

 

Carsten Schulz aus Mannheim

Montag, 17-08-09 09:58

Kann und darf der/die gläubige Katholik(In) künftig noch einseitig an die 'Jungfrau Maria' beten? Wie wäre es künftig mit 'Jungfrau/Jungmann Maria/Marius', wobei natürlich im Verlauf der Gebete die geschlechtliche Reihenfolge korrekt abzuwechseln ist.

Berichte aus dem Tollhaus....

 

Bernd Göppel aus Goslar

Montag, 17-08-09 08:32

Folgerichtig sollte es auch so weiter gehen:

"Heiliger Mario, Vater Gottes, ...

 

Joachim Greenwood aus USA

Montag, 17-08-09 01:46

Also Herr Oblinger, machen sie sich mal keine Gedanken. Jetzt noch waehre ein Pastor gut beraten wenn er einfach Liebe GlaeubiginInninen sagen wuerde.
Bei der Geschwindigkeit wie die Amtskirchen auf eine Weltreligion unter der Federfuehrung des Islam zuraaasen, wird sich das InInnenin Geschwaetze von selbst erledigen.
Da bleibt von den FeministinInninen nicht so viel ueber so sie nicht zur priviligierten Kaste gehoeren. Die einen werden Burka tragen und die anderen auf den Baugeraeteboom warten.
Die Bibel so wie wir sie kennen, wird man dann nur noch im tiefen Keller im Kerzenschein lessen. Da macht es dann nichts mehr das man von Jesus Christus liesst.
Liebe Pastoren. Dieser Jesus Christus war mal euer Religionsgruender. Schon vergessen?

 

Erwin Mahnke aus Bahrain

Sonntag, 16-08-09 21:55

Wie soll man dabei ernst bleiben? Man kann die letzten verbliebenen Christen und Christinnen wohl mit anderen Mitteln aus der Kirche treiben als mit Jesa Christa und der heiligen Geistin.

Wie mir das auf eben diese Geistin geht, dass überall nur noch Scheindiskussioninnen geführt werden über die unwichtigsten Dinginnen und keine Schwänzin packt die wirklich existenziellen Themata (Theminnen) an. Und dieweil geht die Deutschland vor die Hündinnen.

Ich glaube, ich werde langsam wirklich zur Rechten ;-)

 

Der Klaus aus Deutschland

Sonntag, 16-08-09 11:35

Wo gegendert wird lasse dich nicht nieder. Genderinnen haben keine Lieder. Kein Zeitgeist als der augenblickliche wollte so penetrant alles verändern was tausende von Jahren funktioniert hat und macht sich so immer mehr zur Lachnummer. "Helige Geistin" was für ein Gedankenschrott.

 

Olaf Ramcke aus Fellin

Sonntag, 16-08-09 10:05

Wie Herr van Crefeld nebenan bemerkte "verliert eine Unternehmung, bei der zu viele Frauen beteiligt sind, am Ende an Prestige – und zwar bei Männern und bei Frauen!"

 
 

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