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Freitag, 30.01.2009

Schulministerium prüft Zulassung von Bonhoeffer-Gebet

 

NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) Foto: NRW-Schulministerium

NEUSS. Nach öffentlichen Protesten soll das Verbot eines Gebetes des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer an einer Gemeinschaftsgrundschule in Nordrhein-Westfalen wieder aufgehoben werden.

Das Morgengebet könne unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts wieder eingeführt werden, heißt es in einem Vermerk des Schulministeriums, aus dem die Kölnische Rundschau zitiert. Nach der Beschwerde eines Elternteils hatte das Schulamt der Schulleitung untersagt, das Gebet sprechen zu lassen.

„Die Ehrfurcht vor Gott ist eines der wichtigsten Erziehungsziele”

Schulministerin Barbara Sommer (CDU) strebt nun ein klärendes Gespräch mit den Eltern der betroffenen Klasse an. „Natürlich darf kein Kind gegen seinen Willen oder den seiner Eltern zum Schulgebet gezwungen werden“, sagte Sommer.

Schüler, die das Gebet nicht wahrnehmen möchten, sollen „in zumutbarer Weise ausweichen“ können. Aber „die Ehrfurcht vor Gott ist eines der wichtigsten Erziehungsziele des Schulgesetzes und der Landesverfassung“.

 



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Dimitrios Toris aus Wuppertal

Samstag, 31-01-09 13:09

Mit dem gleichen Argument mit dem für den „öffentlichen Raum“ im Sinne einer Ablehnungsfreiheit, als zugestandenes Menschenrecht, Religion nicht gelebt werden darf, kann das gleiche für die Familie gefordert werden. Ob die Entscheidung der Religionszugehörigkeit durch die Lehrer (d.h. die Gesellschaft) oder durch die Eltern (d.h. den engeren Verwandschaftskreis) vorweggenommen wird ist im Hinblick auf die Wahrung der „Menschenrechte“ unerheblich.
Man sollte jedoch auch bedenken, dass Religion, neben einem mehr oder weniger verbindlichem Glaubenbekenntnis, auch einen festen Bestandteil der Kultur und Tradition, darstellt. Keine Kultur oder Tradition und damit auch keine politisch organisierte Gesellschaft haben jemals nach dem Veto – Prinzip funktioniert.

 

Horst Schleifer aus Stuttgart

Samstag, 31-01-09 02:30

@ Andreas M: Ich sehe das genau so wie Sie. Wir übersehen jedoch einen Aspekt: Wir drängen damit unsere Christlichen Werte immer weiter in Richtung heimlichkeit, während wir gleichzeitig dem Islam immer mehr Raum geben. Können wir das wollen?

 

Andreas M aus dem Ruhrgebiet

Freitag, 30-01-09 21:26

Es hat allerdings sicher auch noch keinem Kind geschadet nicht in der Schule zu beten...

Ich für meinen Teil lehne sowohl kopftuchtragende Lehrerinnen, als auch christliches Gebet rigoros ab. Nicht aus blanker Ablehnung, sondern aus Prinzip! Religion kann und soll innerhalb der Familie gelebt werden. Im 'öffentlichen Raum' hat Neutralität zu herrschen!

 

Dieter Wolff aus Köln

Freitag, 30-01-09 17:57

Es hat noch keinem Kind geschadet in der Schule zu beten. Aber die Altparteien rücken immer weiter nach Links und die so denkenden haben sowieso nichts mit der Religion am Hut!

 
 

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