Deutschland

Montag, 25.01.2010

CSU-Politiker befürchtet Entstehen rechter Sammlungsbewegung

 

Manfred Weber Foto: CSU-Europagruppe

MÜNCHEN. Der Vorsitzende der CSU-Zukunftskommission, Manfred Weber, hat vor dem Entstehen einer Partei rechts der Union gewarnt. Der von der CDU eingeschlagene politische Kurs und die schwindende Anziehungskraft der Union bei konservativen Wählern könnte nach Ansicht des bayerischen Europaabgeordneten schwerwiegende Folgen haben: „Ich habe die Sorge, daß eine Sammlungsbewegung rechts der Unionsparteien entsteht“, sagte Weber der Süddeutschen Zeitung.

Der CSU-Politiker warnte gleichzeitig davor, die Strategie aus dem Bundestagswahlkampf auf die Zukunft zu übertragen. Eine geringere Mobilisierung der eigenen Klientel zu riskieren, nur um Anhängern von SPD, Grünen und Linkspartei keine Angriffsfläche zu bieten, führe „mittelfristig zur Auszehrung der Volksparteien“.

Zuwanderung begrenzen

In einer Volkspartei müsse aber auch um kontroverse Themen gekämpft werden. „Wer die gesamte Breite der Volkspartei Union abdecken will, der muß auch deutlich machen, daß wir für innere Sicherheit stehen, bei der Zuwanderung Grenzen ziehen und in der Außen- und Europapolitik deutsche Interessen durchsetzen wollen. Das fehlt“, sagte Weber.

Die CDU hatte auf ihrer Vorstandsklausur vor gut einer Woche die sogenannte Berliner Erklärung verabschiedet, in der der künftige politische Kurs der Partei skizziert wird. Unter anderem will sich die CDU verstärkt um bisherige Wähler der SPD bemühen und attraktiver für Ausländer werden. (krk)




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Martin Keller aus Lohmar

Mittwoch, 27-01-10 08:56

Ich kann nur hoffen, dass eine neue konservative, freiheitliche Partei entstehen wird. Union, aber auch FDP, sind nicht mehr wählbar.

 

Ferdinand S aus Nürnberg

Dienstag, 26-01-10 19:06

Sobald es eine Partei rechts von CDU/CSU gibt, die prinzipiell modern und antitotalitär wäre, würde ich die wählen. Gepaart mit einem marktwirtschaftlichen Kurs könnte man sogar die FDP ganz böse ins Schwitzen bringen.

 

Bernd Sydow aus Berlin

Dienstag, 26-01-10 09:49

Wie die Auswertung der letzten Bundestagswahl gezeigt hat, hat das Gros der konservativen Unions-Stammwählerschaft entweder sich der Wahl enthalten oder wieder die Union gewählt (allerdings mit geballter Faust in der Hosentasche). Dabei gibt es schon seit langem Parteien, die rechts von der Union zu verorten sind.

Bei soviel politisch-strategischer Phantasielosigkeit des konservativen Lagers ist die "Sorge" dieses CSU-Politikers wirklich völlig unbegründet.

 

Holger Forst aus Köln

Montag, 25-01-10 22:10

In NRW gibt es schon diese Partei. Und dreimal darf geraten werden, um welche Partei es sich dabei handelt.

 

Frank F. aus Franken

Montag, 25-01-10 22:02

Das Problem für die Union dürfte nicht in einer Sammlungsbewegung bestehen, sondern in einer Abspaltungsbewegung. Was sollte man rechts der CSU auch sammeln?
Ich bin mir sicher, dass es weder zum einen noch zum anderen kommen wird. Abspaltungen werden weiterhin kontinuierlich und in so geringer Zahl stattfinden, dass die Parteistrategen der Union damit fertig werden, so wie sie mit Schönhuber, Hohmann, Nitzsche usw. fertig geworden sind.

 

Paul Mannstein aus State Side

Montag, 25-01-10 19:49

"CSU-Politiker befürchtet Entstehen rechter Sammlungsbewegung"

Je schneller desto besser und wunsche allen CDU und CSU Bonzen viele schlafflose Nachte. Gluckliche Traume eure Zeit am Trog geht zu Ende. (Happy dreams your days at the trough are numbered.)

 

N. B. aus W.

Montag, 25-01-10 19:36

Eine Wahlalternative rechts der CDU/CSU wäre ja gut und schön. Aber es hat bereits einige Versuche gegeben. Doch wurden bis jetzt alle als Nazis totgekeuelt. So wird es auch einer weiteren Partei gehen. Dagegen ist (noch) kein Kraut gewachsen.

 

Viktor Heisert aus München

Montag, 25-01-10 17:50

Wenn es nur die Angst vor den Rechten ist, die diese Leute zu einer einigermaßen patriotischen und konservativen Politik bewegen könnte und nicht die tiefste innere Überzeugung, dann ist für sie ohnehin längst alles verloren.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Montag, 25-01-10 17:42

Lieber Marc Rudolf aus Karlsruhe/Kiel,

starker Artikel.

 

S. Hoffmann aus V.

Montag, 25-01-10 17:38

Warum redet der CSU-Politiker von einer "Befürchtung"?
Die CDU/CSU ist in den letzten Jahren deutlich nach links gerückt- es gibt kaum noch nennenserte Unterschiede zur SPD. Noch halten es einzelne Konservative in der Union aus, aber sollte dieser Linksdrall in der Union anhalten, könnte die CDU/CSU tatsächlich Konkurenz bekommen- wie derzeit die SPD von der Linkspartei Konkurenz bekommt. Die Linke jagt der SPD die Stimme ab- wird Zeit das die Union auch einmal wirkliche Konkurenz bekommt. Allerdings, wer soll eine demokratische rechte Partei rechts von der Union auf die Beine zu stellen? Dafür könnte ich mir Friedrich Merz, Martin Hohmann, Henry Nietsche in einer solchen Partei vorstellen.

 

bernd langheinrich aus Kirchberg

Montag, 25-01-10 15:37

Wir brauchen keine NPD.Die Leute in Deutschland, die noch vernünftig denken und handeln können sind ein riesiges Potential.Denen platzt bald der Kragen. Ich kann mir eine zweite friedliche (hoffentlich)Revolution durchaus vorstellen.

 

Hannes Waterkant aus Hamburg

Montag, 25-01-10 14:59

Die Altparteien, einschließlich der CDU, stehen soweit links, da steht man doch ganz automatisch rechts! Also sollten wir uns dort auch sammeln! Eine gute Idee!

 

Lothar Mack aus CH-Thalheim

Montag, 25-01-10 14:49

Na, das ist doch zur Abwechslung mal eine konstruktive Befürchtung, die der Mann da bewegt!

 

Carsten Schulz aus Mannheim

Montag, 25-01-10 14:47

Es wird höchste Zeit für eine deutsche FPÖ! Ich bin sicher, dass sich solch eine Partei etablieren könnte. Allerdings bräuchte sie ein paar gut bekannte, seriöse Leitfiguren, als ersten Anschub gewissermaßen.

 

MG 42 aus Oberbayern

Montag, 25-01-10 14:38

Herrn Gerald Wissler aus Mainhausen

Möllemann war kein "nasser" Einsatz. War ein sauber ausgeführter Selbstmord (jeder Fallschirmspringer, der sich mit der Materie auskennt und die Fakten auf dem Tisch hat, wird das bestätigen). Jedoch wurde die Entwicklung bis zum Suizid massiv "politisch begleitet".

 

Berthold aus aus Franken

Montag, 25-01-10 14:30

Warum "befürchtet" man das Entstehen "rechter Sammelbewegungungen?
Einzig und allein, weil ein Teil der bisherigen Wähler mit fliegenden Fahnen überlaufen würde. Dann gäbe es kein - wenn überhaut - das kleinste Übel wählen mehr.
Jedes gesunde(!!) und demokratische Land hat eine rechte Partei (nicht rechtsextremistische). Wer nur mit dem Blick nach rückwärts argumentiert verliert zukünftige Wähler.

 

Marc Rudolf aus Karlsruhe/Kiel

Montag, 25-01-10 13:53

Eine typische Argumentation von Unionsvertretern. Eines war die Union gewiß nie: eine Partei, die als Aufgabe den Erhalt des hier lebenden Volkes und seiner Lebensgrundlagen sah. Durch nichteingehaltene Versprechungen täuschte man über Jahrzehnte Millionen Konservative, Patrioten, Nationale und Vertriebene. Der hervorstechendste Vertreter dieser Gattung Unionisten war der erste Neokonservative der BRD, der "geniale" Franz-Josef Strauß. Auf diese Art aktivierte man Stimmpotential und beschaffte sich Mehrheiten. Man schädigte die "Rechte" personell und organisatorisch, nahm ihr jeden Einfluß, brüstete sich dessen als Verdienst. Lieferte die Republik den Linken aus, welche man aber nicht zu beherrschen verstand!

 

Betty Schlegel aus Weißenhorn

Montag, 25-01-10 13:49

Das Entstehen einer neuen Partei rechts der CDU/CSU wäre dringend geboten. Links der SPD gibt es ohne einen Aufschrei der Medien DIE LINKE, durchsetzt mit bekannten SED-Kadern. Und da schauen wir einfach zu. Ist aber eine konservative Parteingründung nur im Gespräch... Wehe, wehe. Diese Doppelzüngigkeit ist abstoßend. Wir brauchen DRINGEND eine Partei, die sich der Bedürfnisse des deutschen Volkes annimmt. (Eigentlich hatten ja alle Politiker geschworen Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, aber das ist eine andere Geschichte.) Es muss doch möglich sein etwas "rechter" als die CDU zu sein ohne gleich in eine bestimmte Ecker verwiesen zu werden.

 

Alfred Tetzlaff aus Bremen

Montag, 25-01-10 13:20

"CSU-Politiker befürchtet Entstehen rechter Sammlungsbewegung"

Da kann ich nur sagen: Hoffentlich ! schön wäre etwas in der richtung wie FPÖ.

Das man wenigstens mal ein bischen unterschiedliche Politik bekommt.

 

T S aus Absurdistan

Montag, 25-01-10 12:58

Sicher wird es irgendwann in der Bunzelrepublik eine "rechte" Partei geben.Es wird aber noch ein wenig dauern bis eine Partei sich wirklich für das deutsche Volk einsetzt. Der Michel ist noch nicht bereit dafür. Erst wenn Väter wieder Nachts umherschleichen um Ihrer Familie Nahrung zu besorgen wird der Michel aufwachen und kapieren das er mal wieder verarscht wurde.Aber es wird nichts nützen den sollte es zur einer Nationalen Bewegung in Deutschland kommen wäre die Konsequenz eine Abkehr von den Europäischen Parasiten. Diese unsere "Verbündeten" würden uns dann zurück in die "Demokratie" bomben.

 

Gerald Wissler aus Mainhausen

Montag, 25-01-10 12:50

Wovor hat der Kerl Angst ?

In der Vergangenheit haben doch VS-Provokateure und Antifa-Rollkomandos genügt um die Konkurrenz klein zu halten.
Im Zweifelsfall tut es auch eine "nasser" Agenteneinsatz a´la Haider und Möllemann.

Die Unions-Demokratur wird uns also unbehelligt von konservativer Konkurrenz erhalten bleiben.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Montag, 25-01-10 12:20

Der Tanker CDU ist viel zu schwerfällig, als daß eine Wende hin zu den Konservativen und vor allem eine Politik für Deutschland (und nicht für bisherige SPD-Wähler und Ausländer) möglich wäre.
Schon gar nicht mit Mutti an der Spitze.

Für mein Teil müßte die CDU schon mehrere Jahre das Richtige tun, damit sie für mich wieder wählbar wird.
Aus meiner Sicht ist es aber auch nicht schade um diese Opportunistenpartei.

Ich würde mich sehr über eine wirklich konservativ ausgerichtete Partei, von mir aus auch eine Sammlungsbewegung (was immer das sein soll) aufrichtig freuen.
Denn mit der CDU ist, im wahrsten Sinne des Wortes, kein Staat mehr zu machen. Sie soll dann später als kleiner Teil der konservativen Partei beitreten.

 

Horatio Germaniae aus Deutschland

Montag, 25-01-10 12:05

'Gut informierte Kreise' wissen seit ca. zwei Jahren, daß eine solche Partei vorbereitet wird. Die Union hat deshalb schon seit Monaten Muffensausen. Zu Recht. Laßt es uns zum richtigen (!) Zeitpunkt bekannt geben.

 

MG 42 aus Oberbayern

Montag, 25-01-10 11:55

"Ich habe die Sorge, daß eine Sammlungsbewegung rechts der Unionsparteien entsteht"

Sorge? Nein, Hoffnung!

 
 

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