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Deutschland

Dienstag, 12.05.2009

Verdi ruft zum Boykott von Amazon auf

 

Der Online-Versandhandel Amazon hat Ärger mit der Gewerkschaft

REGENSBURG. Der Oberpfälzer Landesverband der Gewerkschaft Verdi hat zu einem Boykott des Online-Versandhandels „Amazon“ aufgefordert. Hintergrund ist die Tatsache, daß Deutschlands größter Bücherversand auch Titel aus dem NPD-Verlag Deutsche Stimme anbietet.

„Ich habe Amazon angeschrieben und gefordert, daß die Bücher aus dem Sortiment genommen werden“, empörte sich Bezirkschef Manfred Hellwig gegenüber dem Internetportal Regensburg digital.

Bisher lehnte Amazon allerdings ein politisches Bekenntnis ab. „Amazon vertreibt weder indizierte noch verbotene Titel. Unser Ziel ist es, unseren Kunden die größtmögliche Auswahl an verschiedenen Titeln bereitzustellen“, heißt es in einer standardmäßigen Antwort. Dazu gehöre auch, daß man mit den Meinungen der angebotenen Bücher nicht sympathisieren müsse. Ein „erschreckendes Verhalten“ nennt dies der Gewerkschaftsfunktionär.

Auch linksextremistische Literatur im Programm

Auslöser für die Kampagne dürfte ein Artikel in der taz gewesen sein, der Anfang des Jahres auf das Buchprogramm der Deutschen Stimme bei Amazon aufmerksam machte: „Unter den 29 Büchern finden sich Titel wie ‚Soldaten wie andere auch: Der Weg der Waffen-SS’ oder ‚Polen - nicht nur Opfer: Die Verschwörung des Verschweigens’.“

Allerdings wird sowohl im taz-Artikel wie im Boykott-Aufruf nicht erwähnt, daß man über den Online-Versandhändler auch Literatur vom linken Rand beziehen kann. So wird beispielsweise über Amazon auch das Buch „Freilassung für die politischen Gefangenen der RAF“ der linksextremen Organisation Rote Hilfe angeboten. (FA)




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Rolf Bürgel aus Darmtadt

Samstag, 16-05-09 08:14

Ich möchte Verdi einen Blick in unser Grundgesetz empfehlen, dass im Art 5 Meinungs- und Pressefreiheit garantiert, das besonders in diesem Jahr, in dem das GG seinen 60. Geburtstag feiert. Was Verdi da treibt ist Zensur, die nach Art 5 GG nicht stattfindet. Sind wir shon wieder so weit?!

 

Bernd Göppel aus Goslar

Donnerstag, 14-05-09 21:10

Ist es nicht gleichgültig, wie der US-Multi sich entscheidet?

Jedes auf dem Markt lieferbare Buch kann über den JF-Buchdienst bestellt werden!

 

Lion Edler aus Mahlow

Donnerstag, 14-05-09 16:21

Die Gewerkschaften zeigen mal wieder, dass sie Feinde der Demokratie und der Freiheit sind. Es wird bei "Amazon" vermutlich nicht nur linksradikale, sondern auch islamistische und sonstige radikale Literatur geben - was auch eine Selbstverständlich ist, sind doch schließlich auch radikale Meinungen durch das Grundgesetz rein theoretisch gedeckt.

Morgen sind dann CDU-Bücher dran, die im Sinne von ,,Demokratie" und ,,Toleranz" boykottiert werden müssen. Heute aber schweigt die CDU einstweilen erstmal über solche unglaublichen Boykott-Aufrufe, geht es doch schließlich um den guten Zweck, um die Ächtung der erschröcklichen rechtsextremistischen Gefahr und der NPD.

 

Der Klaus aus Deutschland

Donnerstag, 14-05-09 15:24

Die Gewerkschaften sind als Arbeitnehmervertreter im Zeitalter von Zeitverträgen und Zeitarbeit zur Randerscheinung geworden, und brauchen neue Posten für apparatschicks. Der wohlalimentierte Kampf gegen Rechts kommt da wie gerufen und dann wird auch schon mal der Bildschirm zu Hause angebrüllt, wenn da gerade amazon zu sehen ist. In der Firma in der ich momentan arbeite wird eine einstellung vom Betriebsrat nur unterstützt wenn man Gewerkschaftsmitglied ist. Zwang kommt immer wenn die argumente ausgehen.

 

karsten reincke aus berlin

Mittwoch, 13-05-09 21:25

Typisch "Gutmenschen und Gesinnungsprüfer".
Es ist abartig, daß Gewerkschaftler solche Sachen veranstalten. AM besten ALLES, was weiter rechts als man selbst ist, verbieten. Dann hat man bald wieder die ach so abwechslungsreichen Buchhnadlungen der DDR, drei Regale Dietz-Verlag, ein Regal sowjetische Sozialismusverherrlichung, ein Fach richtige Literatur, und alles Lesenswerte unterm Ladentisch.
Amazon, bleib hart, sonst gibt es einen Stammkunden weniger!!!

 

Andreas M aus dem Ruhrgebiet

Mittwoch, 13-05-09 10:18

Ein „erschreckendes Verhalten“ legt hier einzig der Gewerkschaftsführer an den Tag. Noch vor gar nicht soo langer Zeit wäre das voltairsche Bekenntnis Amazons laut beklatscht worden... Auch wenn Amazon sicher mehr Interesse am Umsatz, als am edlen Gedanken der Meinungsfreiheit hat. Das deutsche Schmierentheater widert mich jedenfalls zunehmend an...

 

Wolfgang W. aus München

Mittwoch, 13-05-09 00:23

Kampf nur gegen Rechts - das Werk der Antidemokraten

 

Michael Karthäuser aus St. Vith

Dienstag, 12-05-09 20:54

Kauft nicht bei Deut... ähm, amazon!

Abgesehen davon ist es mir völlig neu, daß die Bundesprüfstelle mit ihren recht dubiosen Arbeitsmethoden der Unterstützung bedürfte.

Und wenn amazon doch einknickt, dann kaufmer unsere Bettlektüre halt woanders, was solls?

 

Willi Wunder aus Dresden

Dienstag, 12-05-09 18:35

Irgendwie dämmerts mir langsam, wieso wir in D so viele Herzkreislauferkrankungen haben. Die permanent Empörten, die über "unsägliche" Nebensächlichkeiten "fassungslos" sind, haben auf jeden Fall ein stark erhöhtes Risiko.

Auffällig der Beitrag, den Gewerkschaften bei der Rallye um die größte Empörung leisten.

Dieser kleinkarierte verdi-Apparatschik schwelgt sicher im Hochgefühl seines couragierten Handelns. Ein Meilenstein im Kampf gegen Rechts. Amazon wirds wurscht sein.

Die wissen warscheinlich garnicht, was der will. Schön wenn man ein amerikanischer Konzern ist.

 

Dieter Wolff aus Köln

Dienstag, 12-05-09 18:17

Der politisch Korrekte Herr Hellwig soll sich um seine Gewerkschaftsmitglieder kümmern statt so eine auf einem Auge blind Meinung unters Volk zubringen.Demnächst muß wohl jeder erst diese Klicke fragen was er verkaufen will? Die DDR läßt grüssen !!!

 

Existimator Impius aus Bielefeld

Dienstag, 12-05-09 17:35

Sehr geehrte Mannschaft von Amazon, eure Haltung ist löblich. Bitte knicken Sie vor den linken Grundrechtsbeschneidern nicht ein und bieten Sie weiter Printmedien in bunter Vielfalt an. Alles andere wäre mit der Idee der Meinungsfreiheit nicht konform.
Wenn Sie Bücher von politischen Rechten nicht mehr anbieten, führt das übrigens zu einer negativen Betrachtung Ihres Konzerns unter den politischen Rechten, was wirklich in einem Boykott von Amazon enden kann.

 

Gerhard Bauer aus Bayern

Dienstag, 12-05-09 16:31

Was heißt vom linken Rand. Es werden Schriften von Mao, Trotzki, Lenin, Luxemburg. Liebknecht etc. angeboten, natürlich Marx und Engels.
Freiheit die diese Leute meinen, ist ihre Freiheit und die Unterdrückung Andersdenkender.

 
 

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