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Donnerstag, 30.10.2008

Weihbischof warnt vor historischen Vergleichen

 

Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke Foto: Erzbistum Hamburg

HAMBURG. Der katholische Weihbischof von Hamburg, Hans-Jochen Jaschke, hat sich anläßlich der heftig kritisierten Äußerungen des Wirtschaftswissenschaftlers Hans-Werner Sinn dafür ausgesprochen, auf Vergleiche mit der NS-Zeit prinzipiell zu verzichten.

Sinn hatte angesichts der Finanzkrise und der öffentlichen Verurteilung von Bankmanagern einen Vergleich gezogen zur Wirtschaftskrise von 1929 in der Weimarer Republik und antisemitischen Schuldzuschreibungen.

Verharmlosung kommunistischer Verbrechen

Zwar habe Sinn etwas Richtiges gemeint, als er die Sündenbockmentalität der deutschen Gesellschaft ansprach, jedoch sei man auch heute noch „wie elektrisiert“, wenn Schlagworte wie Juden, Holocaust, Hitler oder Goebbels fielen, sagte der Hamburger Weihbischof dem Kölner Domradio.Wenn daher Deutsche Vergleiche aus jener Zeit heranziehen, müsse das unweigerlich in den falschen Hals geraten.

Jaschke verwies zudem darauf, daß die Verbrechen des Kommunismus und linker Ideologien manchmal entschuldigend oder verharmlosend benannt würden, sagte der in Oberschlesien geborene Bischof. Das habe zur Folge, daß die Diskussion um die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit sich noch weiter verkrampfe.

 



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georg winnecker aus Bad Nauheim

Dienstag, 04-11-08 16:51

Für einen Verzicht über sogenannte brisante Themen zu sprechen,bedeutet auch,das Gedachte nicht auszusprechen.Am besten also dieses heikle gar nicht erst zu denken.Bei aller Hochachtung Hr.Weihbischof,aber dies führt zu einer geistigen Inqisition,wie sie derzeit von linken Ideologen und Glaubensfeinden,von Deutschlandhassern und Mainstreamfetischisten betrieben wird.So bekommt unsere kath. Kirche auch keine Beine mehr auf den Boden.Sie sollten einmal nachdenken,wo ihre wirklichen Freunde stehen und Partei zeigen im christlich-konservatieven Spektrum.In Polen war es so und die Linken mussten klein beigeben.

 

Jens M. aus Regis-Breitingen

Donnerstag, 30-10-08 17:06

Was für ein Krampf. Wie wärs mit Meinungsfreiheit und sachlicher Auseinandersetzung mit der Meinung Andersdenkender.

 

Waldemar Pabst aus Berlin

Donnerstag, 30-10-08 12:44

Ich begrüße den Vorschlag des Bischofs, weise aber darauf hin, daß dies für alle im selbem Maße zu gelten hätte: bitte keine Vergleiche von rechtskonservativen Gedanken, Gruppen oder Äußerungen mehr mit dem Nationalsozialismus. So fern einem bestimmte Personen oder Gruppierungen auch stehen, sie mit der Vorsilbe "Nazi-" oder "Neonazi-" zu versehen, bedeutet nichts weiter als eine Verharmlosung des historischen NS.

 
 

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