Medien

Mittwoch, 27.01.2010

Blick in die Wirklichkeit

Von: Christian Dorn

Peter Jordan (Götz George) als Opfer Foto: WDR/Maria Krummweide

Welchen Stellenwert besitzt Zivilcourage im heutigen Deutschland? Laut Marianne Birthler, die die Behörde für die Unterlagen des DDR-Staatssicherheitsdienstes leitet, ist sie nur selten anzutreffen. Vielmehr sei in unserer Gesellschaft allzu häufig nur eines von beiden auszumachen: eine vermeintliche „Courage“, die jede zivile Form vermissen lasse, und andererseits eine vorgebliche „Zivilität“, die sich letztlich als Feigheit entpuppe. 

Besonders deutlich wurde diese Verlogenheit vergangenes Jahr, als der Münchner Unternehmer Dominik Brunner seinen selbstlosen Einsatz mit dem Leben bezahlte. Höhepunkt der darauf einsetzenden medialen Debatte waren Stimmen, die dem Opfer vorwarfen, sich womöglich „unnötig“ in Gefahr gebracht zu haben. Erklären läßt sich diese zynische Realitätsverweigerung nur mit einer Furcht vor der Erkenntnis, daß wirkliche Zivilcourage jenseits des eigenen Weltbilds beginnt. 

Wie dieses durch jene verändert wird, zeigt in exemplarischer Weise der gleichnamige Fernsehfilm „Zivilcourage“ (27. Januar, 20.15 Uhr, ARD). Es ist eine WDR-Produktion, die das Problem der anwachsenden Parallelgesellschaft und der damit einhergehenden Jugendgewalt thematisiert.

Wem gehört eigentlich ein Stadtviertel?

Daß dies in der Hauptsendezeit geschieht und nicht spätabends wie noch im September 2006, als das TV-Drama „Wut“ – angeblich aus Gründen des Jugendschutzes – kurzfristig ins Spätprogramm verschoben wurde, zeigt an: Die Senderverantwortlichen begreifen allmählich den Ernst der Lage. Oder um es mit Worten von WDR-Programmbereichsleiter Gebhard Henke zu sagen: „Wem ‘gehört’ eigentlich ein Stadtviertel?“ So soll denn der Film nichts weniger als eine Diskussion „über deutsche Wirklichkeit in Gang setzen“. 

Im Falle seines Protagonisten, des von Götz George gespielten Antiquars Peter Jordan, bedeutet der Schritt in die Realität, die linksliberalen Gewißheiten von Heribert Prantls Gnaden gegen eine Pistole einzutauschen.

Der Film des israelischen Regisseurs Dror Zahavi (Drehbuch: Jürgen Werner) zeigt sehr anschaulich den Alt-68er Jordan als einen Hans-guck-in-die-Luft, der jeden Morgen die Augen auf den Leitartikel der Süddeutschen Zeitung richtet, während er auf dem Bürgersteig Richtung Büro strebt – ohne Blick für die wirkliche „Hausmannstraße“, die inzwischen von der Kultur der Zugewanderten dominiert wird.

Anders als Jordan hat dessen Tochter längst die Flucht aus Kreuzberg ergriffen und ist mit Mann und Kind an den Stadtrand gezogen. Desillusioniert bescheinigt sie ihrem Vater: „Du kannst die Hausmannstraße nicht mehr retten!“ Der nämlich beginnt zu kämpfen – sowohl um die Analphabetin Jessica (Carolyn Genzkow), die in seinem Antiquariat ein Schülerpraktikum absolvieren will, wie um der Gerechtigkeit willen. >>



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Dietrich Mainz aus Düsseldorf

Freitag, 29-01-10 19:46

Nein, wie wurde den diese "light Version" erschröcklich dargestellt.
Das Knäblein wird ein wenig Jugendstrafe bekommen, der große Bruder nichts!
Warum leben einmal nicht so "sprachlose" Medienvertreter einige Wochen in den Brennpunkten und reden und filmen Tacheles.
Warum wird nicht offen gesagt, was uns diese "Bereicherer" tatsächlich kosten!!
Wieso huschen sie hier herein ohne eine Einwanderersgesetz vor die Nase gehalten zu bekommen?
Wieso werden Kriminelle nicht schleunigst abgeschoben?
Alles Möglichkeiten, die unsere Gesetze hergeben aber nie angewendet werden.
Dafür ist der gesamte Regierungsapparat zu dämlich und hat ja anders zu tun, damit sie die eigenen Taschen füllen.
Was interessiert da das Volk und was daraus werden soll?

 

janko jankov aus Berlin

Donnerstag, 28-01-10 18:50

"Der Bösewicht im Film ist Kroate"

Nein, er ist kein Kroate - Kroate ist (vielleicht)der Schauspieler Marko Mancic.

"Der aus Kroatien stammende ehemalige Söldner" Dalmat und sein Bruder Afrim sind Albaner - unabhängig von ihrem Geburtsort oder von den Angaben in ihren Asylanträgen.


http://www.kunigunde.ch/albanische.htm
Afrim
afrim=die Annäherung

Dalmat
der Name des Stammes der Dalmatinern hat vielleicht einen Zusammenhang mit dem albanischen Wort
'delme' (Schaf)
delme=das Schaf

 

Hans Holt aus Berlin

Donnerstag, 28-01-10 17:39

"Der Bösewicht im Film ist Kroate also kein Moslem! Wie "realistisch" ist denn das??"
Wer behauptet diesen Unsinn, dass AFRIM Kroate ist?
Der Name Afrim kommt überwiegend im Kosovo vor. Der Kosovo ist mit, überwiegend albanischen Ursprung, muslimischen Menschen bewohnt. Die Albaner haben über mehre Jahrhunderte unter dem osmanischen (türkischem) Joch leben müssen. Die türkische Besatzung hat ihre ethnischen Spuren hinterlassen, genauso wie in Deutschland. Also, es ist sch... egal ob Afrim Kroate, Kosovare oder Türke ist, er ist in Deutschland keine Bereicherung. Verniedlicht nicht das Problem, indem irgendein Besserwisser behauptet, er wäre ja nur ein Marsmensch.

 

Max Hoffmann aus Hanau

Donnerstag, 28-01-10 17:28

@ Otto Ohnesorge aus Berlin
"Schon lange, vielleicht schon immer, soll Fernsehen nicht nur unterhalten, sondern auch erziehen."
Und genau diese Medienpolitik, ist das Markenzeichen marxistischer Systeme. Ein Paradebeispiel hierfür war die DDR und heute setzt sich diese Tradition fort. Zeitgleich lief beim ZDF der zweite Teil des Thrillers "Eisfieber", wo Terroristen versuchten, mit einem Virus' eine Pandemie auszulösen. Politisch korrekt waren die Täter eine verbrecherische Organisation, die mit der beabsichtigten Pandemie Zwietracht zwischen Muslimen und Christen herrufen wollte(!). In beiden Filmen der gleiche Trick: der(die) Täter werden einem Milieu zugeordnet, dem man gefahrlos, wenn auch realitätsfremd, diese Rolle zuordnen kann.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Donnerstag, 28-01-10 10:16

Lieber G. F. aus Berlin,

"Es kann nicht sein, dass wir Kriminelle in unser Land lassen und diese Kriminellen uns ihre Ansichten zum Leben aufzwingen."

Sicher kommen auch Kriminelle in unser Land. Aber der überwiegende Teil der sich hier breit machenden Kriminellen sind hausgemacht.

Wären die gewählten BRD-Partein konsequent und fühlten sich deren Interessenvertreter im Parlament tatsächlich für das Wohl des deutschen Volkes zuständig und verpflichtet, mit einer entsprechenden Identität und ohne nationaler Verachtung, also mit einem Staatsverständnis, welches den natürlichen Erhalt seines darin lebenden Volkes will, würde es erheblich weniger Kriminelle geben.
Von daher macht sich die BRD mitschuldig an deren Vielzahl.

 

G. F. aus Berlin

Donnerstag, 28-01-10 07:08

Es war ein sehr sehenswerter Film, der endlich einmal die Probleme der Deutschen aufgreift. Es kann nicht sein, dass wir Deutschen im eigenen Land zum Fremdkörper werden. Es kann nicht sein, dass wir Kriminelle in unser Land lassen und diese Kriminellen uns ihre Ansichten zum Leben aufzwingen.

So hatte die SPD leider schon 2006 in der Diskussion um No Go Areas Recht. Ja, es gibt sie diese No Go Areas. Es gibt sie, aber für Deutsche, die sich nicht mehr frei im eigenen Land bewegen dürfen, weil sie Gefahr laufen, nicht mehr heil nach Hause zu kommen.

 

Hans Deutsch aus Dresden

Mittwoch, 27-01-10 19:00

"Der Bösewicht im Film ist Kroate also kein Moslem! Wie "realistisch" ist denn das??"

Habe ich nicht gerade eben hier auf dieser Seite einen Artikel über eine Studie gelesen, die ergeben hat, dass sich osteuropäische Immigranten in die deutsche Gesellschaft normalerweise vergleichsweise schnell und problemlos integrieren? Hätte eigentlich nur noch gefehlt, dass sie statt einem Kroaten einen Russlanddeutschen genommen hätten. Dann hätte es auch wieder perfekt in das Multikultiweltbild gepasst ...

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Mittwoch, 27-01-10 18:21

Lieber Hannes Waterkant aus Hamburg,

Der Bösewicht im Film ist Kroate also kein Moslem! Wie "realistisch" ist denn das??

Soweit geht die Traute dann doch nicht. Ein Türke in solch einem Zusammenhang?
Das hat sich auch Emmerich nicht getraut.
Es wurde auch schon gegen eine Tatort-Folge demonstriert.

Das haben die Moslems schon fein hingekriegt. Sich selbst zensierender Gehorsam.
Einen Türken so darzustellen, dafür hat in der BRD keiner mehr die Eier.
Den Türken gehört die Zukunft.

Realität hin oder her.

 

Hannes Waterkant aus Hamburg

Mittwoch, 27-01-10 14:59

"Blick in die Wirklichkeit"

Der Bösewicht im Film ist Kroate also kein Moslem! Wie "realistisch" ist denn das??

Na ja, wenigstens mal ein klitzekleiner Anfang über sich an das wirkliche Problem dieser Gewalt heran zu tasten...

 

Ahmed Musterman aus K

Mittwoch, 27-01-10 13:46

@Siggi Schimmelpfennig

Habe mal gegoogelt wo bei Euch auf Rügen sich die Araber herumtreiben.

Hier eine Zusammenfassung:

http://www.reiselotse.eu/17-ruegen-reiterhoefe.html

 

Betty Schlegel aus Weißenhorn

Mittwoch, 27-01-10 11:58

Erinnert sich hier noch jemand daran, dass ARTE den Film "Heute trage ich Rock!" (2008) mit Isabelle Adjani kein zweites Mal gesendet hat. Damals hat der Mut gefehlt. Dreht sich tatsächlich ganz sachte der Wind?

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Mittwoch, 27-01-10 10:46

Schon lange, vielleicht schon immer, soll Fernsehen nicht nur unterhalten, sondern auch erziehen.

Seit den 70igern beschäftigte sich der deutsche Fernsehfilm mit den Themen Frauenarbeit,
Judenverfolgung, Nazis, Drogenmißbrauch, Ungerechtigkeiten gegenüber Ausländern (zunächst insbesondere gegen Schwarze). Dann Gewalt gegen Frauen, häusliche Gewalt, schwierige Jugendliche,
traumatisierte Soldaten.

Beim Thema Zivilcourage vergißt man zu erwähnen, daß man durch gängige Rechtsprechung schon früh jedem potentiellen Helfer klar gemacht hat, daß, wenn er Gewalt anwendet, selbst in den Bereich von Ermittlungen gerät.

Unglaubwürdige Politiker starten Appelle und verteilen Auszeichnungen. Mehr nicht.
Der einzelne Bürger wird alleine gelassen.

 

Sigi Schimmelpfennig aus Binz

Mittwoch, 27-01-10 10:45

Als ob das nicht schon vor Jahren klar war. Dass nun Juden das Araber-Problem ansprechen müssen, zeigt einmal mehr die Jämmerlichkeit dieses Volkes.

 

MG 42 aus Oberbayern

Mittwoch, 27-01-10 10:07

"deutsche Wirklichkeit" ?

Nein, "deutsch" ist das nicht. Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist "Multi-Kulti".

 

Betty Schlegel aus Weißenhorn

Mittwoch, 27-01-10 09:07

Vielen Dank für den Tipp.

 
 

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