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Ausland

Samstag, 27.06.2009

Das blaue Wunder

Von Michael Paulwitz/Hans Becker von Sothen

Bergpanorama in Österreich: Felix Austria? Foto: Pixelio/Maren Beßler

FPÖ-Logo

Andreas Hofers Geist rief, und alle, alle kamen. Über tausend Burschenschafter und Waffenstudenten tauchten Innsbruck am Wochenende in ein buntes Meer von Bändern, Mützen, Fahnen. Die Festrede auf dem Freiheitskommers zum Gedenken an den Tiroler Freiheitskampf hielt kein Geringerer als der stellvertretende Parlamentspräsident Martin Graf, FPÖ-Spitzenpolitiker und Alter Herr der Wiener Burschenschaft Olympia, der stolz darauf ist, „ein Aushängeschild des rechten akademischen Lagers zu sein“. Aus der Bundesrepublik angereiste Teilnehmer konnten sich beinahe wie im Urlaub von ihrer „Kampf gegen Rechts“-Republik fühlen.

Das Sonnwendwochenende in der Nordtiroler Landeshauptstadt war mehr als ein Familientreffen von Verbindungsstudenten. An Tagen wie diesen demonstriert das nationalfreiheitliche „Dritte Lager“ Österreichs seine tiefwurzelnde Verankerung in Gemeinwesen und Gesellschaft, seine Vitalität und seine Kraft, eigene geschichtspolitische Akzente zu setzen.

Burschenschaften und FPÖ sind heute die tragenden Säulen dieses Dritten Lagers, das jenes Drittel der Österreicher repräsentiert, die sich weder dem katholisch-klerikal-christdemokratischen noch dem proletarisch-sozialistisch-linken Lager zugehörig fühlen. Die rechtsdemokratische Partei und die waffentragenden akademischen Verbindungen sind nicht etwa isolierte und marginalisierte Hinterzimmerphänomene, wie es der gelernte Bundesrepublikaner hierzulande gewöhnt ist: Sie stehen mitten in der Gesellschaft, als Teil eines sozialen und kulturellen Milieus, dessen persönliche, berufliche, politische und mediale Netzwerke weit über Partei- und Korporationsgrenzen hinausgehen.

Generationenübergreifende Beziehungsgeflecht

Das generationenübergreifende Beziehungsgeflecht des Dritten Lagers, in dem Politik und Alltag, Berufs- und Privatleben eng verwoben sind, bildet eine veritable konservative Lebenswelt, in der kulturelle und politische Organisationen, freiheitliche Publikationen, Verlage und mediale Netzwerke, berufsständische Institutionen, akademische und universitäre Bezugspunkte gedeihen und sich gegenseitig tragen.

Aber warum gehen die Uhren in Österreich anders als in der Bundesrepublik? Seine Wurzeln hat das Dritte Lager in der Revolution von 1848, die den Gegensatz zwischen der Staatsräson der Monarchie und dem nationalen deutschen Selbstverständnis großer Teile des Bürgertums, das sich unter dem schwarz-rot-goldenen Dreifarb sammelte, in aller Schärfe zum Ausbruch brachte. Untergründig schwelend in der erzwungenen Eigenständigkeit Österreichs in der Zwischenkriegszeit, fand der Konflikt eine Neuauflage in der Nachkriegs-Republik, deren schwarz-rote politische Klasse nach 1945 die Vorteile der Opferrolle entdeckte.

Die Kappung aller Verbindungen mit der „belasteten“ gemeinsamen deutschen Geschichte führte zu grotesken Verrenkungen – an den Schulen wurde Deutsch zur „Unterrichtssprache“, und selbst für die deutschen Vertriebenen Altösterreichs fühlte man sich anfangs nicht zuständig. Jörg Haider sollte diese Geschichtsvergessenheit als „Lebenslüge“ der zweiten Republik kritisieren; im Widerspruch zu ihr formierte sich das Dritte Lager neu und fand einen historischen Kompromiß, der zwischen Volk und Staat unterschied.



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Soslan Khan Aliatasi aus Wildon

Montag, 29-06-09 11:29

Als aktives Mitglied der FPÖ erlebe ich den täglichen Kampf gegen “Links” hautnah. Natürlich ist Österreich keine “Insel der Seligen” – ABER:
in unserer “Sozialen Heimatpartei” (wie wir uns auch nennen) ist enger Zusammenhalt etwas Selbstverständliches. Die gegenseitige Hilfe ist in allen Belangen absolut gegeben. DAS unterscheidet die FPÖ von allen konservativen Rechtsparteien der real existierenden BRD.
Die widerwärtige Hetze des DÖW (einer kommunistischen Tarnorganisation) wird nur noch von der Systempresse ernstgenommen – das Volk weiß es in weitem Durchschnitt, daß dem DÖW keinerlei moralische Kompetenz zukommt und zusteht!

 

Christian H. aus Österreich

Sonntag, 28-06-09 10:55

Guten Tag,

ich möchte etwas aufklären Hr. Frank F. aus NRW.
Sie haben schon Recht das die FPÖ vor einigen Jahren "mitregiert" hat! Aber: Wer war noch in der Regierung? Die ÖVP, von dieser Partei aus wird doch immer österreichschädigende Politik gmacht und pro EU Blödsinn...außerdem hatte es der "schwarze" Bundeskanzler Schüssel geschafft, die FPÖ zu spalten...

Unser schönes Land ist in fast allen Bereichen nur in Rot und Schwarz aufgeteilt, da ist es nötig eine starke dritte Kraft zu haben. Ich finde es daher schade das es keine Wiedervereinigung zwischen FPÖ/BZÖ gibt!

Wenn man sein Land liebt und was ändern will, so wie Hr. Haider, wird man von der Linken Seite nur mit dem Rechtsextremismus Blödsinn konfrontiert!

 

Armin Weiblinger aus Westfalen

Samstag, 27-06-09 21:35

Die harte Kritik von Frank F. aus NRW kann ich nur sehr bedingt teilen, und zwar im Hinblick auf die bescheidenen Ergebnisse der Regierungsteilnahme.

Zurückzuführen sind sie m.E. auf die unvergessene europaweite gegen Jörg Haider gerichtete Hetzkampagne.

Sonst sind die linksradikalen Schläger sowie die linke Haßkampagne gegen Martin Graf auch im Artikel erwähnt.
Und die 30 % sind auch eine unleugbare Tatsache, oder?

 

Fusionspartei Fusionspartei aus Deutschland

Samstag, 27-06-09 20:18

Damit auch in Deutschland so etwas wie die FPÖ entsteht, ist auf http://fusionspartei.wordpress.com ein Projekt zur Vereinigung der demokratisch-patriotischen Parteien gestartet worden. Bitte mal schauen und mitmachen, danke.

 

Ulrich Motte aus München

Samstag, 27-06-09 20:07

Tausende von christlichen Gemeinden, rund 150 Privatschulen, Verlage, Zeitschriften, mehrere theologische Hochschulen und Akademien, usw. der konservativen Evangelikalen (=Freiheitliche Fundamentalisten)allein in Deutschland mit schätzungsweise rund 400000 Anhängern sind schon eine gewisse Basis für einen ethisch-konservativen Wiederaufbau in Deutschland. Gründen zusätzlich nur 1 Prozent (fast 250000)Mitglieder der evangelischen Landeskirchen mit der Evangelisch-Lutherischen Freikirche oder der Kamen-Initiative neue Hauskreise und Bekennende Gemeinden, wird unser Vaterland deutlich verändert sein.

 

ALON AMSELLEM aus tel aviv

Samstag, 27-06-09 18:45

"Aus der Bundesrepublik angereiste Teilnehmer konnten sich beinahe wie im Urlaub von ihrer 'Kampf gegen Rechts' Republik fühlen".
...Beinahe das Ähnliche würde sich einen Bericht vom 11.10 exekutieren laßen:Aus der Bundesrepublik angereiste Teilnehmer konnten sich während einer 'Haiders Head Has Gone-Party' in tel aviv(_solche stattfanden.) 'echt' wie in einem 'Neus Zuhaus' fühlen dessen Staatsräson ein 'Kampf gegen die Deutsche Rechte' ist.

 

Rosa Rot aus Helgoland

Samstag, 27-06-09 18:04

Konstantin Wecker will alles tun um für den Erhalt der Demokratie zu kämpfen - mit der DKP!


gesagt...

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/konstantin-wecker-gegen-nazis


get[..]

 

Rosa Rot aus Helgoland

Samstag, 27-06-09 16:22


Politisch-korrekte Lektüre für Kinder:

Der Klett Kinderbuchverlag indoktriniert in seiner neuen Kinderbuchserie "Die wilden Zwerge" im Band "Tschüss kleiner Piepsi" bereits Kleinkinder durch pseudo-tollerante Verhaltensweisen. So muss ein kleiner Vogel politisch korrekt nach einem geteilten christlich-islamischen Bestattungsritus beerdigt werden - selbstverständlich mit Grabausrichtung nach Mekka!

[http://www.klett-kinderbuch.de/index.php?id=26]

 

C. M. aus Österreich

Samstag, 27-06-09 13:43

Es gibt zweifelsohne auch in Österreich viele Ausländer, Moscheen usw. Aber trotz allem üben die immerhin fast 30%, die FPÖ und BZÖ bei der letzen Nationalratswahl bekommen haben, einen Druck aus, der in Deutschland einfach nicht existent ist. Auch die große Koalition will z.B. das Asylrecht verschärfen. Wenn das auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, ist es dennoch den Erfolgen der FPÖ zu verdanken. Was kriminelle Asylwerber angeht, so sind in Österreich sogar die Grünen für Abschiebungen (zumindest in TV-Diskussionen). Was das BZÖ angeht, so stehen dessen Chance nach dem Tod Haiders (mMn gibt es keine Gründe, am Unfall zu zweifeln) aber längerfristig schlecht. Kein Vergleich zu Deutschland, wo solche Parteien 2% bekommen.

 

Frank F. aus NRW

Samstag, 27-06-09 11:37

Selten so einen Quatsch gelesen.
Machen Sie sich doch nichts vor.Das ist eine virtuelle Scheinwelt !

In Österreich gibt es nicht einen Ausländer, nicht eine Moschee, nicht einen jugendlichen Schläger, nicht ein Problem weniger als in Deutschland.
Die Wirtschaft ist am Boden, ähnlich wie in der Brd, die Sozialsysteme wanken, brechen irgendwann zusammen.
Und das wirklich Schlimme: In den Jahren, in denen die FPÖ "mitregiert" hat, wurde nichts besser. Im Gegenteil.

 

Christian Neubacher aus Vienne

Samstag, 27-06-09 10:26

So sehr ich einen Bericht der JF über das "Dritte Lager" in Österreich begrüße, wundere ich ich mich über die FPÖ- Zentriertheit in diesem Artikel. Das ist komisch zumal mit dem BZÖ eine zweite nationalkonservative Partei im Natrionalrat vertreten ist, die noch dazu in Kärnten den Landeshauptmann (Ministerpräsidenten) stellt. Ob es von Vorteil ist, dass die FPÖ momentan von einer Clique Wiener Burschenschafter und SPÖ- gesteuerten (?) Generalsekretären gelenkt wird sei ebenfall dahingestellt. Der ideologische Input der Burschenschaften in die FPÖ wird meiner Ansicht nach nicht nur von linker, sondern auch von rechter Seite maßlos überschätzt.Zweierlei wäre wünschenswert: Ein "Think Tank" wie das IfS für Österreich u.eine geeinte Rechte in D

 

Heinz Becker aus Marburg

Samstag, 27-06-09 09:40

Der Autor scheint mir doch eine recht verklärte Sicht auf unser Nachbarland zu haben. Dort sind die angesprochenen schlagenden Verbindungen ebenso wie in der BRD fortwährenden gewaltätigen Angriffen durch Linksextremisten ausgesetzt. Nach dem genannten Kommers ermittelt nunmehr die Staatsanwaltschaft... aber nicht gegen linksradikale Gewalttäter, sondern gegen die Teilnehmer wegen "Wiederbetätigung" (der dortige Gummiparagraph im "Kampf gegen rechts".
"Rechte" Politiker werden genauso von Presse und Justiz verfolgt, wie bei uns, die widerwärtige Hetze des DÖW wird von den meisten Medien kritiklos aufgegriffen. Und über den "Unfall" von Herrn Haider brauchen wir ja wohl nicht zu reden...

 
 

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