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Deutschland

Dienstag, 28.04.2009

„Kampf gegen Rechts“: CDU paktiert mit Linksextremisten

 

Angekommen: Die CDU zwischen Kommunisten und Marxisten Montage: JF

ULM. Die CDU in Ulm setzt im Kampf gegen die NPD auch auf die Zusammenarbeit mit Linksextremisten. Hintergrund ist eine für den 1. Mai geplante Veranstaltung der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN).

Gegen diese hatte sich im Januar in der Donau-Stadt ein breites Bündnis aus Parteien, Organisationen und Verbänden gegründet, dem neben SPD, FDP und Grünen auch die CDU angehört. Allerdings zählen auch linksextreme Parteien und Gruppierungen wie die DKP, die Leninistisch-Marxistische Partei Deutschlands (MLPD) sowie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) zu den Partnern des Bündnis „Ulm gegen Rechts“.

Ziel der von den Oberbürgermeistern von Ulm, Ivo Gönner (SPD), und Neu-Ulm, Gerold Noerenberg (CSU), sowie dem DGB ins Leben gerufenen Allianz ist es, der JN-Demonstration „die rote Karte“ zu zeigen. Der NPD-Nachwuchs will an diesem Tag unter dem Motto „Aufruhr im Paradies“ gegen Kapitalismus und für „nationalen Sozialismus“ demonstrieren.

Keine Berührungsängste

Für den Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Ulm, Thomas Kienle, stellt die Zusammenarbeit mit Linksextremisten jedoch kein Problem dar. „Wir haben da keine Berührungsängste“, sagte Kienle der JUNGEN FREIHEIT. Ulm müsse eine tolerante, liberale und weltoffene Stadt bleiben, so der 43 Jahre alte Rechtsanwalt, der auch Mitglied im CDU-Kreisvorstand Alb-Donau/Ulm ist.

Auf die Tatsache hingewiesen, daß DKP, MLPD und VVN-BdA allesamt im aktuellen Verfassungsschutzbericht von Baden-Württemberg unter der Rubrik Linksextremismus geführt werden, gab sich Kienle betont gelassen. Solange man dort selbst nicht auftauche, sei doch alles in Ordnung.

Ob man das auf Landesebene auch so sieht, ist ungewiß. Der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl war für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen.

FDP sieht Bündnispartner kritisch

Für die Ulmer FDP hingegen ist die Angelegenheit nicht ganz so unproblematisch. „Ich hätte mir schon gewünscht, daß Gruppen, die selbst nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, von solch einem Bündnis ausgeschlossen werden“, sagte der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Bernd Scheitterlein der JF.

Man habe die Problematik auch thematisiert, und die große Mehrheit sei der gleichen Meinung wie er gewesen, so Scheitterlein. Da es aber in erster Linie gegen die NPD-Demonstration gehe, habe man sich entschlossen, über die linksextremen Gruppierungen im Bündnis hinwegzuschauen. Dennoch, ganz wohl sei ihm dabei nicht gewesen.

Bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die ebenfalls dem Bündnis „Ulm gegen Rechts“ angehört, wollte man sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Ein Sprecher der Bundesgeschäftsstelle verwies auf die Zuständigkeit des Landesverbands Baden-Württemberg. Dort stand jedoch niemand für eine Anfrage zur Verfügung. (krk)




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matthias groschupp aus paris

Samstag, 02-05-09 20:42

Endlich mal ein mutiger CDU Mann, der sich nicht von Nazis erschrecken lässt.

 

Alexander Schonath aus Heilbronn

Samstag, 02-05-09 14:36

Was kann man denn von einer Partei, deren Vorsitzende eine ehemalige Funktionärin für Agitation und Propaganda der Jugendorganisation der Mauermörderpartei ist, anderes erwarten?

 

Piet Jung aus Hunsrück

Mittwoch, 29-04-09 10:12

Ich weiß schon warum ich vor Jahren aus der CDU ausgetreten bin. Herr Hohmann und Herr Günzel lassen grüßen.

 

Marco Peter aus NK/Saar

Dienstag, 28-04-09 21:12

Ich begrüße sie alle ganz herzlichst, in der zukünftigen NDDR (Neu Deutsch Demokratische Republik) Leuten wie uns werfen sie immer vor, wir hätten aus der Geschichte nichts gelernt. Man sieht's wer hier nichts gelernt hat.

 

Andreas Berger aus Dresden

Dienstag, 28-04-09 15:38

Willkommen in der "Nationalen Front".
(Für alle die das nicht -mehr- wissen: Das war die Klammerorganisation der SED zur Gleichschaltung aller Block(flöten)parteien und Organisationen die noch irgendwie bürgerlichen Anschein hatten) die damit in Handlanger der Genossen umgewandelt wurden. Zur Grundlage lese man die Leninschen Aussagen "Bündnispolitik" in seinem Machwerk "Was Tun?". Schade, daß Ulmer CDUler so was nie als Pflichtlektüre hatten. Sonst würden sie wissen, wo das hinführt.

 

Markus Eberlein aus Bayreuth

Dienstag, 28-04-09 14:59

Der nächste Schritt im Kampf gegen Rechts ist jetzt die Selbstbezichtigung führender Unionspolitiker im Stile der Moskauer Schauprozesse.

 

Richard Feldmann aus Deutschland

Dienstag, 28-04-09 14:54

Alles passt in das Bild, das die sogenannte "Christlich Demokratische Union" seit der "Machtergreifung" von Angela Merkel bietet. Der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel. Und dass "Spreewald-Angela" in dieser Beziehung so schnell vor nichts zurück schreckt, wurde oft genug unter Beweiß gestellt.

 

Dieter Wolff aus Köln

Dienstag, 28-04-09 14:06

Wenn überrascht das denn noch??? In Köln hat sich der Superoberbürgermeister Schramma doch auch mit den Linken verbündet!Dieser ganze Zauber soll doch nur von den wirklichen Problemen ablenken. Unsere werten Altparteien sind mit ihrem Latein am Ende und wollen nur ihre verantwortungslosen Pöstchen sichern!

 

T. S aus Absurdistan

Dienstag, 28-04-09 12:42

Spätestens jetzt sollte auch der letzte konservative CDU Wähler wissen wo die CDU wirklich steht.

 

I. Franke aus Leipzig

Dienstag, 28-04-09 12:03

Wo soll das noch hinführen, jetzt paktieren die CDU mit Linken und dann noch mit Linksextremen ? Wenn es schon soweit kommt, was soll man wählen, wenn eh alle das gleiche machen bzw. alle unter einer Decke stecken.

Es kann nicht sein, dass eine Partei wie die CDU mit solchen Leuten Umgang pflegt nach dem Moto: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“.

 

Andreas M. aus der preußischen Provinz Westfalen

Dienstag, 28-04-09 10:25

Wie blind muß man sein, hier keine Parallele zum DDR-Blockparteiensystem zu sehen? Schon damals war die FDP (früher LDPD) die kritischste Partei im linken antifaschistischen Block - sofern man überhaupt von „kritisch“ reden kann. Wo ist die Opposition hin, wo ist sie geblieben?

 
 

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