Deutschland

Mittwoch, 03.02.2010

Linke Straftaten in Hamburg stark angestiegen

 

Symbol linksextremer Anarchisten: „alarmierend“ hohe Zahl linker Straftaten Foto: Wikimedia

HAMBURG. Die Anzahl linker Straftaten in Hamburg hat im vergangenen Jahr stark zugenommen. Wie aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Andreas Dressel hervorgeht, habe die Polizei 2009 insgesamt 757 politisch motivierte Straftaten von links registriert.

Nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts entspreche dies einem Anstieg um 41,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (535 Fälle). Dies bedeute einen neuen Höchststand an linken Straftaten in der Hansestadt. Im Vergleich zu 2002 sei die Zahl sogar dreieinhalb Mal so hoch.

Die Polizei führt den Anstieg der Straftaten auf eine Zunahme linker Veranstaltungen und Demonstrationen zurück. So habe es beispielsweise nach den beiden Straßenfesten im sogenannten „Schanzenviertel“ jeweils Ausschreitungen gegeben.

Politisch motivierte Straftaten von rechts nehmen ab

Besonders aufsehenerregend war der Überfall auf eine Polizeiwache im Stadtteil St. Pauli, bei dem Anfang Dezember zehn vermummte Personen unter anderem zwei Einsatzfahrzeuge in Brand gesetzt und die Beamten mit Steinen beworfen hatten.

Die Ermittlungen zu diesem Fall hat die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe übernommen, da Indizien für die Bildung terroristischer Strukturen vorliegen.

Der Hamburger Abgeordnete Dressel nannte das Ergebnis seiner Anfrage alarmierend: „Bisher überzeugt nicht, was Schwarz-Grün in Sachen Strafverfolgung und Dialog mit der linken Szene zuwege bringt“, sagte er dem Abendblatt.

Bei den politisch motivierten Straftaten von rechts verzeichnete die Polizei hingegen eine Abnahme. Sie sanken im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 316 Fälle. (krk) 



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Franz Josepf-Strauss aus Freiburg

Freitag, 05-02-10 13:38

@c.w. aus Hamburg

Das kann ich nicht so einfach nachvollziehen. Dazu bräuchte man, denke ich,den Bericht der Polizei. Fakt ist : 2008 : rechts motivierte Straftaten : 19.894 Straftaten, davon 14.262 Propagandadaten (ganze BRD)
ABER : 893 Körperverletzungen .

Kinks motivierter Extremismus : 3124 Straftaten, davon 359 Körperverletzungen. D.h.

: 2008 mehr als doppelt soviel rechtsmotivierte Körperverletzungen.


Für 2009 finde ich leider keine Daten. Ich persönlich, kann mir aber vorstellen, dass das Verhältniss sich nicht groß verändert hat.
Ich denke es macht keinen Sinn, weiter darüber zu spekulieren, wer wem mehr auf die Fresse gehaun hat.

Beides ist unschön, Angst ist in der Bevölkerung gegen rechtsmotivierte Gewalt größer glaub..

 

Matthias Baumann aus Dummerland

Mittwoch, 03-02-10 20:14

Ach ja, die Generalissimus- Bunte-Staatsanwaltschaft ermittelt. Bestimmt mit vergleichbarem Augenmaß und ähnlicher Intensität wie damals in Potsdam, als ein Disko-Party-Löwe mit MiHiGru ein paar zurück bekommen hat. Zack war "Piepsi" (natürlich ein "Rechtsradikahler") verhaftet, und ab mit dem Hubschrauber nach K. Potsdam ermittelte damals wohl zu lasch. Nach Monaten U-Haft wurde "Piepsi" frei gelassen, weil sich beim besten Willen nichts von den wilden Konstruktionen aufrecht erhalten ließ. Dumm nur, dass "Piepsi" seinen Job los war - und keiner gründete eine Stiftung dafür. Kein Hahn hat je danach gekräht, auch nicht danach, wo all die rechtsradikalen Hintergründe geblieben waren. "Be political correct, be zivil couragiert, be Mittweida."

 

Mister Magic aus Mülgau

Mittwoch, 03-02-10 14:37

Zieht man "verfassungsfeindliche" Symbole bei den rechtsextremistischen Straftaten ab, was bleibt dann noch übrig?
Tatort: Häuserwand mit 5 Hakenkreuzen bemalt (evtl. noch falsch herum) = 5 rechtsextremistische Straftaten!

Und dann sind rechtsextremistische Straftaten obenhin noch rückläufig...

 

Angel Inarra aus Hamburg

Mittwoch, 03-02-10 12:39

Die Linken dagegen treiben weiter ihr Lieblingsspiel der Leugnung eigener Untaten. So unter Genosse Stalin, später Mao und Pol Pot und nun in HH oder Heiligendamm. Die Blutspur zieht sich weiter und erklärt alleine die Farbe ihrer Fahnen. Ich hoffe nicht, lieber „Franz Josepf“, daß Sie sich weiterhin für dies widerwärtige Spiel vereinnahmen lassen...

 

Angel Inarra aus Hamburg

Mittwoch, 03-02-10 12:38

@ franz josepf-strauss:

In der Tat werden hier Äpfel mir Birnen verglichen! Denn alleine Straft- gleichzusetzen mit Gewalttat ist von Ihnen schon tendenziös und irreführend zugleich. Und hier liegt die Krux, mein Lieber. Die sog. „Straftaten“ von rechts sind mehrheitlich nicht genehme Meinungsäußerungen, also Gedankenverbrechen (Orwell), die explizit nur für rechts gelten. Bei den restlichen handelt es sich auch noch mehrheitlich um Straftaten mit im Polizeijargon als „mit vermuteten ausländerfeindlichen Hintergrund“ bezeichnet, bei denen es allzu oft, wie man weiß, es sich um politisch voreilig in diese Richtung gelenkte Ermittlungen handelt, die abgeschlossen, ein ganz anderes Bild hergeben.

 

A Bayer aus München

Mittwoch, 03-02-10 11:21

Antwort zu Franz Josepf-Strauss aus Freiburg

In 90% der Fälle rechter Gewalt handelt es sich um verbale oder geistige Gewalt. Sie äußert sich in Aussprache unangenehmer Meinungen und Zeigen von mehreren tausend Jahre alten Symbolen aus der germanischen Frühgeschichte.
Wobei hier auch noch von linker Seite nachgeholfen wird, wie in der JF zum Teil schon berichtet wurde.
Da wir uns langsam aber sicher einer DDR 2.0 annähern, sind die offiziellen Angaben immer mit Vorsicht zu genießen.

 

C. W. aus Hamburg

Mittwoch, 03-02-10 11:01

@Franz- Josef Strauss:

Es geht ja explizit um Straftaten. Diese sind normalerweise immer bei Rechtsextremisten höher, da nur sie Propagandadelikte begehen können. Also kann man davon ausgehen, dass die Gewalt bei den Rechtsextremen einen Bruchteil der Straftaten ausmacht, bei den Linksextremisten aber einen Hauptteil.
Interessant ist es natürlich trotzdem, wie Sie schon angemerkt haben, ob es sich bei den Linksextremisten im größeren Maße um Sachbeschädigung oder Körperverletzung handelt.

 

Franz Josepf-Strauss aus Freiburg

Mittwoch, 03-02-10 10:29

Jetzt bleibt nur noch zu wissen, ob linke und rechte Gewalt in ihrer Qualität zu vergleichen sind. Damit meine ich, ob es möglicherweise bei linker Gewalt mehrheitlich um Gewalt gegen Sachen, und bei rechter Gewalt möglicherweise öfter um Gewalt gegen Personen (Ausländer) handelt.

Ich meine die Schlagzeile allein, finde ich ein wenig hetzerisch.

 
 

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