Deutschland

Samstag, 24.10.2009

Die Todesspirale

Von Mechthild Löhr


Nicht nur das Recht auf Leben jedes Ungeborenen bleibt dabei unerwähnt und unbeachtet, obwohl der Gesetzgeber dazu eigentlich verpflichtet wäre. Es gibt auch keinerlei Aufklärung über die möglichen negativen psychischen und physischen Folgen einer Abtreibung für die Frauen. Mit dieser erfolgreichen „Aufklärungs“-Strategie konnte Abtreibung zur häufigsten nicht-natürlichen Todesursache weltweit werden: Über vierzig Millionen Kinder fallen ihr laut WHO jährlich zum Opfer.

Erst werden mit beachtlichen Gewinnspannen Produkte verkauft, die – mit erheblichen Belastungen für die einzelne Frau – Schwangerschaften über Jahre und Jahrzehnte systematisch verhindern. Dann werden – vom Steuerzahler hierzulande jährlich durch über vierzig Millionen Euro mitfinanziert – „sichere medizinische“ Abtreibungsmethoden angeboten und durchgeführt. Über die negativen gesundheitlichen Folgen werden die Frauen indes nicht aufgeklärt.

Wenn seit 1972 nach seriösen Erhebungen bundesweit über acht Millionen Menschen durch Abtreibung legal beseitigt wurden, offenbart dies jedoch das völlige Scheitern des Staates in seiner elementarsten Aufgabe: den Menschen und die Familien wirksam zu schützen. Allein diese Zahl belegt, wie sehr das Abtreibungsgeschehen in der Mitte unserer Gesellschaft zum „Alltag“ und millionenfach tragischerweise zum anerkannten Element der Familienplanung geworden ist.

„Wir wollen eure Kinder nicht!“

Welches Signal sendet eine Gesellschaft ihren jungen Bürgern und Familien, wenn sie seit Jahrzehnten das Recht auf Tötung der Ungeborenen bewirbt und mitfinanziert? „Wir wollen eure Kinder nicht!“ So könnte das programmatische Credo der internationalen Abtreibungslobby lauten, die sich wie ein tödliches Netz überall ausgebreitet hat. Daß unser Land seit etlichen Jahren zu denen mit der niedrigsten Geburtenquote der Welt gehört, scheint wenige zu alarmieren. Die Geburtenzahlen sinken weiter. In Städten wie Berlin kommt mindestens eine Abtreibung auf zwei Geburten. Abtreibung hat längst unsere ganze Gesellschaft nachhaltig verändert.

Andere Staaten erkennen dies und steuern um: Australien schenkt seit kurzem jedem Kind ein Begrüßungsgeld. Dies zeigt signifikante Wirkung in der Geburtenquote, denn schon dieses kleine Signal sagt den jungen Menschen: Ihr seid mit eurem Kind willkommen! Unsere Politiker haben sich dagegen im allgemein gefeierten Konsens entschieden, flächendeckend Abtreibung anzubieten und zu finanzieren.

Jetzt steht sogar die Forderung auf ein internationales „Menschenrecht auf Abtreibung“ als neues Frauenrecht auf der politischen Agenda. Ein fatales Signal: nicht nur für die Ungeborenen. Wer will den Charakter der Abtreibung als tödliche (Straf-)Tat noch erkennen, wenn dieses Tötungsverfahren durch Beratung und Finanzierung weiterhin staatlich gesichert bleibt?


Mechthild Löhr ist Bundesvorsitzende der CDU-nahen Lebensschutzorganisation „Christdemokraten für das Leben“ im Bundesverband Lebensrecht.

JF 44/09

Lesen Sie in der aktuellen JUNGEN FREIHEIT auf Seite 10 auch einen Hintergrundartikel zu dem Thema „Das Geschäft mit der Abtreibung”



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paul Mannstein aus USA

Montag, 26-10-09 19:20

"Das Recht auf den eigenen Körper und eine selbst bestimmte Lebensplanung sind unabdingbarer Teil der Menschenwürde."

Und wie steht es mit dem Recht auf Leben der ein unabdingbarer Teil der Menschenwurde des ungeborenen Kind ist?

Am besten die Burger die mit der Morderei nicht einverstanden sind machen Steuerboykott. Schlage den Staat auf seinen eigenen Geldbeutel da wird sich sicher etwas andern. So viele Steuerverweigerer kann der Staat sowieso nicht hinter Gitter bringen.

 

Angelika Hörner aus Striegistal

Montag, 26-10-09 16:56

2. Teil
Zukunftsangst, Angst vor Umweltverschmutzung, Angst davor, keine gute Mutter zu sein (z.B. bei einem 12 -Stunden Tag einer jungen Ärztin), Angst vor Studienabbruch oder Abbruch der Ausbildung - das alles muss abgebaut werden, dann bekommen die Frauen auch ihre Kinder wieder.
Meine Meinung.

 

Angelika Hörner aus Striegistal

Montag, 26-10-09 16:47


1. Teil
Als 1989 die DDR "unterging", gab es Rufe nach Freiheit, Reisen, DM u.ä. Niemand beschwerte sich über Kinderarmut, fehlende Kindergartenplätze oder schlechte Schulbildung! Wenn auch die DDR-Bevölkerung auf relativ einfachem Niveau lebte, gab es das Problem des Bevölkerungsrückganges nicht - trotz Antibabypille und straffreier Abtreibung!
1,2 oder 3-Kind-Ehen waren normal. Ausreichend kostenlose Kinderkrippen-und Kindergartenplätze, spezielle Förderung für Studentenmuttis und Lehrlinge mit Kind, gute Allgemeinbildung (wenn auch sehr staatsnah und autoritär), Ehekredite mit "Kinderrabatt" und ausreichend Lehrstellen für die Sprößlinge sorgten dafür, daß junge Leute, schon um die 20, den ersten Nachwuchs erwarteten.

 

Wilhelm Neufels aus Bayreuth

Sonntag, 25-10-09 23:25

[...] Der größte Fehler ist wohl eine allzu starke Einmischung des Staates, welche die Frau in ihrer Entscheidungsfreiheit einschränkt. Ich finde, der Artikel beschreibt den gesamtgesellschaftlichen Problemkomplex ziemlich gut. Von legislativer Seite würde ich mir viel schwerer tun, mich zu einer Stellung durchzuringen, als von privater.
Meine Persönliche Meinung ist, daß Abtreibung das schlimmste Verbrechen ist, das es gibt. Für mich als Christen gibt es -bis auf die konkrete Gefahr für Leib und Leben der Mutter- keine Rechtfertigung für eine Abtreibung. Ab der Verschmelzung von Samen und Eizelle entsteht schützenswertes Leben. Jeder der abtreibt bzw. abtreiben lässt begeht Mord. Aber dafür muss sich jeder selbst vor Gott verantworten.

 

Wilhelm Neufels aus Bayreuth

Sonntag, 25-10-09 22:56

Ich denke, von staatlicher Seite her macht es wohl keinen großen Unterschied, ob man Abtreibung verbietet oder erlaubt. Ausschlaggebend ist der gesamtgesellschaftliche Umgang mit Abtreibung. Und ich denke, daß man zu einfache und zu unmenschliche Wege in diesen Fragen des Umgangs gewählt hat. Denn die Bedeutung einer Abtreibung ist viel zu schwerwiegend und komplex, als daß sie beispielsweise von einer Jungen Frau erfasst und gewertet werden könnte. Ein Fall, in dem eine Frau keine Probleme nach einer Abteibung hatte, heilt nicht das vll. lebenslange Leid einer evtl. kompletten Familie in einem anderen Fall. Ich denke, der Staat sollte alles tun, um die freie Entscheidung einer schwangeren Frau FÜR das Leben des Kindes zu erreichen. [...]

 

M H aus Nieders.

Sonntag, 25-10-09 16:56

Naja,ich meine,wenn in einer Schule,im Deutschunterricht schon ein Buch gelesen wird,dass den Titel"Bist Du Schwul,oder was?" von Frank G. Pohl trägt,kann es nur noch besser werden.Diese Bücher lässt man pubertierende Jugendliche lesen,die sich in dieser Zeit einer sexuellen Orientierung bedienen sollen. Warum wohl???????? Gender Mainstreaming lässt grüßen!!14 JÄHRIGE SCHÜLER,dass muss man sich mal vorstellen.In anderen Ländern,wo man die Grundbedürfnisse der Menschen gar nicht erfüllen kann so wie in Europa,kommt man nicht auf solche Ideen.Ich möchte nicht wissen,und es mir gar nicht vorstellen,wie das Menschebild in 30 Jahren aussieht.Aber der "Deutsche" will es ja so,denn er hat mal entsprechend gewählt.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Sonntag, 25-10-09 10:52

Abtreibung ist nur ein Thema. Allegmeine Dekadenz, Konsumterror, Religionslosigkeit, Wertelosigkeit, ungehemmte, schamlose Sexualität, Alkoholmißbrauch, Schwule, Lesben, Transsexuelle und alle anderen Perverse, Verwahrlosung der Kinder und Jugendlichen, sind andere Themen.
Vermutlich werden sich die dann noch vorhandenen Deutschen in der nächsten Generation nach der Übernahme durch den Islam schreien, weil sie sich nach einer menschenwürdigen Ordnung sehnen.
Sie werden Demokratielosigkeit, 5maliges Gebet, Kopftuchzwang, Rechtlosigkeit der Frauen und Religionszwang dafür gerne in Kauf nehmen.
Die übernächste Generation wird bereits gar nicht mehr wissen, daß es einmal anders war.

 

auch Sonntag gilt rechtsvorlinks aus Hamburg

Sonntag, 25-10-09 02:35

Eigentlich sollte man sich nicht zu all und jedem Thema äußern, mehr noch, wenn man nicht selbst vor solch einer ambivalenten Entscheidung steht/stand. Einzig Tanja Krienen hat sich hier als Frau dazu geäußert. Aber auch ihrem schwer verständlichen Beitrag kann ich nichts abgewinnen. Die Verniedlichung die "68er Verirrung" als solche so zu nennen, setzt dem noch den Deckel drauf.
Aus den weitgehend sachlichen, deprimierenden Wortmeldungen ziehe ich mein Fazit, das die Causa in der Micronisierung dieser Gesellschaft-mbH, -vormals Volk,heute Bevölkerung genannt- liegen muss. Sollten wir, die Betriebsangehörigen, irgendwann zur Familie, Nachbar, Gemeinde, Kreis und Staat als Gemeinschaft zurückfinden, würde sich das Problem, Legalisierung versus Strafverfolgung von selbst lösen. Auf dem Weg dahin,-sollte uns der Orientexpress nicht überholen,-müsste allerdings nach einer Lösung (ich weiß keine) für die Betroffenen gesucht werden.Ein langer, längerer Rückweg als der Hinweg steht bevor. Da es eine Werte und Erziehungsfrage ist,- die 68er haben alles getan um den Nachwuchs auf Kurs Zersetzung zu bringen,-kann nur eine andere Staatsform eine Umkehr bzw.Beschleunigung etwas bewirken. Da ich hiermit die Verfassungsfrage stelle, enthalte ich mich lieber einer Stellungnahme.
Eine Frage stelle ich jedoch, "warum wurde die preußische verboten ,-ist sie einfach nur gut ?" (muss ja keine Monarchie sein)
Einen schönen Sonntag der JF-Red. und meinen Landsleuten wünscht,
http://plebiszit.blogspot.com/

 

michael schwarz aus Essen

Samstag, 24-10-09 20:18

In der Spätphase des Römischen Reichs wurden ungewollte Kinder direkt nach der Geburt ausgesetzt und verrekten elendig.
Das ist unsere Spätphase, was kommt danach?Die vollständige Übernahme durch den Islam?Ein gutes hätte es ja, mit Abtreibungen wäre dan Schluss.

Als gläubiger Christ hätte ich vollstes Veständnis wenn der Herr dem Treiben mit einer neuen Sintflut ein Ende setzen würde, verdient haben wir es!

 

O.G.v. Eichendorf aus a.d.Chiemgau

Samstag, 24-10-09 18:52

In einer Demokratie sollte das Volk sich seine Regierung aussuchen . Bei uns suchen sich die Regierenden das Volk aus . Durch gezielte Einwanderung wird das Vakuum , das durch ebenso gezielte Geburtenkontrolle geschaffen wurde , ausgeglichen . Und in Bälde hat man sein neues (multikulti )- Volk . Das Teile und Herrsche-Prinzip
ist erkennbar . Man sollte es in dem Zusammenhang sehen , daß niedrige Geburtenrate und Einwanderung im Verhältniss zueinander stehen . Es gibt keinen Zufall , es ist gewollt . Ansonst ,
das töten eines Menschen ist Mord , in diesem Falle ist dann logischerweise Kindstötung keine "Abtreibung" , sondern es ist das Auslöschen eines wehrlosen Menschleins . Und dies mit staatl. Unterstützung und kirchl.Segen . Amen .

 

Olaf Ramcke aus Fellin

Samstag, 24-10-09 16:06

Würde die Abtreibung Menschenrecht, wäre sie eine der ganz wenigen positiven Menschenrechte, welche also den Menschen etwas erlaubten anstatt es zu verbieten.

Bisher umfassen die positiven Menschenrechte doch nur die Bewegungs- und Meinungsfreiheit, wenn ich nicht irre.

Wahrlich, wahrlich... auf Bewegungs-, Meinungs- und Abtreibungsfreiheit wird man die künftige Weltgemeinschaft bauen.

In Wirklichkeit geht es natürlich darum, die Bevölkerungszahlen zu senken. Allerdings führt dies aufgrund von Migration zu einem ausgesprochen seltsamen eugenischen Programm, nämlich jene Menschen auszurotten, welche in (zu) reichen Ländern leben.

Freilich, letztlich hat jeder die Freiheit zu tun, was er will. Die Gegenwart ist schon ein seltsame Zeit.

 

Bernd Sydow aus Berlin

Samstag, 24-10-09 13:30

Die Verpflichtung des Staates, durch Gesetze für die "Arterhaltung" seines Staatsvolkes zu sorgen (siehe auch meinen Kommentar v. 24.10. zu "Karlsruhe wertet Homo-Partnerschaften auf"), wird durch die legalisierte - sogar staatlich finanzierte - Abtreibung völlig konterkariert. Zumindest diese ärztliche Negativ-Dienstleistung müßte die Schwangere aus eigener Tasche bezahlen - ausgenommen die Fälle, bei denen die Schwangerschaft Folge eines Verbrechens ist oder die Gesundheit der Frau ernsthaft gefährdet.

Ich denke, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht, vermindert sich auch mehr oder weniger die Zahl der Abtreibungen. Besser wäre es natürlich, Abtreibungen nur in eben genannten Notfällen straffrei zu stellen.

 

Michael Pfeifer aus Leipzig

Samstag, 24-10-09 12:18

Ein einzig Gutes hat diese schlimme Situation: Es sind diese elenden alt68er welche diese kinderfeindliche Situation, diesen Volkssport Kindstötung, uns eingebrockt haben.
Darum haben sie selbst auch fast nie Kinder.

Darum wird ihre bösartige Saat mit ihnen aussterben. Und das ist sehr gut so.

 

Willi Wurst aus Hamburg , beim Storchennest 1

Samstag, 24-10-09 11:52

unabhängig von einer katholischen Doktrin halte ich die Abtreibungspraxis in Deutschland für falsch und dumm .

Eine Sache sollte klar sein : Die endgültige Entscheidung über Leben und Tod des ungeborenen Kindes hat die Frau , sonst niemand , keine Kirche , kein Staat , keine Instanz .

Ich wünsche mir gute Rahmenbedingungen für werdende Mütter ( umfassender Schutz des Arbeitsplatzes ; die Möglichkeit das Studium für viele Jahre zu unterbrechen bei gleichzeitiger Versorgung durch die Volksgemeinschaft ) .

Weder sollten sich alte Männer ( Theologen ) noch bornierte Emanzen in die Sache einmischen .

Der Schutz der deutschen Frau ist heilige Pflicht , die deutsche Frau garantiert den Fortbestand unseres Volkes .

 

Bernd Schmieder aus Berlin

Samstag, 24-10-09 10:45

Sie sollten mal nicht so stur sein und endlich verstehen ! Wie sollte man denn ein Volk auslöschen, wenn man es nicht vergiften darf ? Einfach : Man fängt bei den Kindern an : Pimpern als Hobby, abtreibung als Entsorgung, läuft prima. Ja ja, ich weiß : Verschwörungstheorie..
Ne Pille, die die geile Nacht negiert, schlank macht und noch die Pickel vertreibt ist doch einfach geil . Lasst uns die Hormonspitzen abbauen !
Man stelle sich vor in der NS - Zeit hätte man von "Nachverhütung" gesprochen !Ich kann das Geschrei deutlich hören !
Vielleicht sollte das Volk (nicht nur das deutsche) endlich begreifen, daß es keinen Grund mehr für Menschlichkeit gibt. Wir sind Humankapital !

Wie mich das alles ankotzt...

 

Daniel Frey aus Rostock

Samstag, 24-10-09 10:42

Die geringe Geburtenrate ist ein gesellschaftliches Problem und resultiert aus dem vorherrschenden Hedonismus und der Angst vor "sozialem Abstieg" als Familie mit Kindern. Letzteres liesse sich durch konsequente Förderung der Familie reduzieren, der Spass-, Party- und Discogesellschaft und deren Verbannung daraus wenn man Kinder hat kann man bedauerlicherweise seitens des Gesetzgebers nicht begegnen.

Pille und Abtreibung letztendlich sind nur die Symptome des Werteverfalls.

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Samstag, 24-10-09 10:28

Alice Schwarzer. Eine typische Nachkriegsfrau, wie z.B.
Beate Uhse. Beide haben ausgesprochen clever und intelligent, auch skrupellos, eine Marktnische entdeckt und konsequent ausgebaut.
Der Unterschied zwischen beiden: Schwarzer wird in der Hölle schmoren. Dort wird sie allen 8.000.000 abgetriebenen Kindern, die zu einem erheblichen Teil auf ihr Konto gehen, einzeln die Hand geben und in deren Gesicht sehen müssen.
Diese ansonsten doch schwer seelisch verkrüppelte Frau hat ein völlig gestörtes und einseitiges Verständnis von Menschenwürde.
Letztlich gilt für sie und alle Machtmenschen, daß sie korrupt, skrupellos und ichbezogen ist.
Wenn sie dereinst nicht mehr ist, atmet Deutschland ein wenig freier.

 

Tanja Krienen aus Waldeck

Samstag, 24-10-09 09:51

Umso heuchlerischer agiert jener Teil der Gesellschaft, der Alice Schwarzers Feindlichkeiten gegen Moslems (einzig und allein, weil sie dort die letzten Bastione des "Patriarchats" wähnt) als Wahrheitsfindung anfeuert, aber vergisst, wer hierzulande das Speiübel in die Welt würgte.

Im Zuge der 68er Verirrungen kam es dann zu einer immer stärker werdenden Bewegung für die Freigabe der Abtreibung, besonders aus feministischen Kreisen, deren Selbstausweisung nichts als ein Etikettenschwindel ist, sind sie doch meist die Machisten unter den Frauen. Heute wissen wir, dass die größte Kampagne, nämlich jene der Frau Schwarzer, mit zumindest partiell gefälschten Selbstbezichtigungen geführt wurde. Aber sie schrieb schon 1993: “Es sieht ganz so aus, als hätten sich die Frauen in der DDR nicht ganz so blenden lassen vom kapitalistischen Glamour. Doch es geht Klerikern und Politikern nicht wirklich um die Verhinderung von Abtreibung, sondern es geht um die Schaffung eines Schuldbewusstseins, um die Demütigung und Entmündigung von Frauen. Die Zerstörung der weiblichen Sexualität, die von der Angst vor den Folgen überschattet wird, gehört dazu. Das Recht auf den eigenen Körper und eine selbst bestimmte Lebensplanung sind unabdingbarer Teil der Menschenwürde. Das Recht auf Abtreibung ist darum ein elementares Menschenrecht.”

 
 

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