Deutschland

Dienstag, 11.08.2009

Busen, Po und ein Schuß Rassismus

 

Wahlplakat von Vera Lengsfeld (CDU) Foto: JF

Wahlplakat der Grünen in Kaarst Foto: JF

BERLIN. Zwei Plakate haben im langsam anlaufenden Wahlkampf für Furore gesorgt. Vera Lengsfeld, CDU-Direktkandidatin im Berliner Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg, erregte mit einem Bild von sich und Kanzlerin Merkel, jeweils in tief-dekolletiertem Abendkleid, versehen mit dem doppeldeutigen Slogan „Wir haben mehr zu bieten“ für Aufsehen – und Verwunderung.

„Effekthascherei“, „Inhaltsleere“ und „Sexismus“ lauten die Vorwürfe in Richtung dieser etwas offenherzigen Kampagne der ehemaligen DDR-Bürgerrechtlerin. Unterdessen hat das Plakat seine Wirkung, Aufmerksamkeit zu erzielen, voll entfaltet.

Lengsfeld ist seitdem in aller Munde, und das kann ihr zugute kommen angesichts des nicht gerade als konservativ geltenden Wahlkreises: Das Direktmandat erzielte hier vor fünf Jahren der Grüne Hans-Christian Ströbele.

„Voller Erfolg“

Folgerichtig bezeichnete die Christdemokratin die Kampagne als „vollen Erfolg“. Wie sehr die Idee eingeschlagen habe, zeigt die Hektik, mit der versucht werde, einen Skandal zu provozieren, so Lengsfeld auf ihrer Internetseite.

Den Vorwurf des „Sexismus“ kontert Lengsfeld, die 1996 von den Grünen zur CDU übergetreten war, mit der Gegenfrage: „Was ist an zwei Damen im Abendkleid sexistisch?“

Ungleich schwerwiegender lautet dagegen die Kritik an einem Plakat der Grünen im nordrhein-westfälischen Kommunalwahlkampf. Die Alternativen im niederrheinischen Kaarst werben für sich mit dem Foto des entblößten Gesäßes einer schwarzen Frau, in das sich die Hände einer weißen Geschlechtsgenossin krallen. Unterlegt ist diese Abbildung mit dem Spruch: „Es gibt nur einen Grund Schwarz zu wählen“. Entwickelt hat die Kampagne die Düsseldorfer Werbeagentur „Ocean8“. 

Das Motiv sei „rassistisch und sexistisch“, beschwert sich die Internetseite „Der Braune Mob“, eine Initiative für die „faire und nicht-diskriminierende Darstellung schwarzer Menschen in deutschen Medien und der Öffentlichkeit“.

„Freche Ideen und unkonventionelle Wahlkampfmethoden“

In einer Stellungnahme des grünen Kreisverbandes  heißt es dagegen, durch die Wahl eines „dunkelhäutigen Gesäßes“ solle keinesfalls der Eindruck entstehen, „mit rassistischen Motiven zu spielen“. Genauso könne „durch Wahl eines weiblichen Gesäßes keinesfalls ein sexistisches Motiv unterstellt werden“. Es handele sich lediglich „um die Darstellung zweier Frauen, die sich umarmen“.

Gerade die Grünen stünden für eine Politik, „die sich durch Toleranz, Weltoffenheit und Gleichberechtigung auszeichnet“. Sollte der Betrachter rassistische oder sexistische Motive dahinter sehen, „kann dem nur widersprochen und auf grüne Grundsätze verwiesen werden“.

Mit dem provozierenden Element wollten sich die Grünen allerdings bewußt von anderen Parteien abgrenzen und „freche Ideen, Innovationen und mitunter unkonventionelle Wahlkampfmethoden“ präsentieren, heißt es im Schreiben der Partei. (vo)



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Onkel Bernd aus Schutzbereich der FDGO

Freitag, 14-08-09 11:15

Die Mädchenmannschaft versagt bei der Diskussion zum Thema leider völlig, weil sie Kommentare und ihre Antworten darauf aus dem Blog löschen. Betroffen sind:
http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17123
http://maedchenmannsch[..] die Antwort von Susanne darauf zumn Thema “Meinungsressort in der taz”.

Ich habe mich dort mit Kommentar 17185 beschwert. Mal sehen, ob sie so sportlich sind und den zulassen.

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Donnerstag, 13-08-09 01:18

Ihr wollt Nachschlag? Warum die Vera Lengs-und-Quer (und aus allen Richtungen jederzeit) sogar das idiotisch festgefrorne Gegrinse mit ihrer Heroldin teilt? Nun, vermutlich damit die beiden Ohr'n nicht in der Luft hängen wie bei ihr und sie das ganze Stroh nicht in der Hand zu tragen braucht. Mal ehrlich: Das hat sie sich doch sehr gut abgeglotzt, oder nicht? Meine Meinung: Um "Inhalte" geht es bei solch einem hohen Tussi-Faktor schon lange nicht mehr...

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Donnerstag, 13-08-09 00:57

Ahem... Kleiner Scherz zum Abschluß: Ich hatte ja immer gedacht (wer nicht?), die blöde Angela sei auf'm Weg zum Friseur auf der Parkbank eingeschlafen oder so. Denkste! Die Thomas-Gottschalk-Gedächtnis-Frisur - diese Spaghetti-Perücke in Blond - ist tatsächlich so gewollt! Dabei hätte ich gedacht, daß es das Modell "Angie" längst als Integralhelm bei Saturn in der Sonder-Edition gäbe. Nun fragt ihr berechtigt: Was ist denn mit der: Zieht die Nebenluft - oder hat die was am Scheitel? Ich muß euch aufklären: Die hat 'ne Lötstelle im Sender, kurz gesagt: was "am Helm". Jetzt wißt ihr's...

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Donnerstag, 13-08-09 00:37

PS: "Angies" und Veras Brüste ziehen nicht nur im Winter nach Süden - auch politisch ist der Süden absolut "angesagt", denn mit (vermeintlichen) Opfern macht man (besser gesagt: frau) heute Moneten...

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Donnerstag, 13-08-09 00:18

Abgesehen von der brennenden Frage, wer nun gerne in den Lederbusen der Frau Lengsfeld (oder ihrem kolportieren Double) einkehren würde (einer Farbe beim Trocknen zuzusehen ist "spannender"), die dazu denselben Friseur (nämlich Udo Walz) teilen:
Dies lackierte Gekralle u. zudringliche, besitzergreifende Gegrabsche NICHT als anstößig zu empfinden, erfordert schon mächtig viel politische Korrektur, kurz gesagt: eine hemmende "Überwindung" uns aller natürlicher Instinkte. Offenbar aber nicht bei den Grünen, sonst hätte diese Abbildung dort nicht soviel "Gefallen" erregt. Der Witz daran: Asylsuchende heterosexuelle Afrikannerinnen, deren einziges "Ziel" darin bestünde, sich von (gutbetuchten) kerngermanischen Blaustrümpfen verführen zu lassen!

 

Christopher Anonym aus Deutschland

Mittwoch, 12-08-09 22:07

An Carsten Schulz:

Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

 

Carsten Schulz aus Mannheim

Mittwoch, 12-08-09 16:54

Ein köstliches Eigentor der Grünen. Dieses Plakat sollte man bundesweit aufhängen. Eine lüsterne weiße Lesbe, die eine schwarze Frau zum Lustobjekt degradiert - besser kann man die Menschenverachtung im 'fortschrittlichen' grünen Weltbild kaum noch darstellen.

Dagegen ist das CDU-Plakat geradezu langweilig, zeigt aber auch, wie tief diese Partei mittlerweile gesunken ist. Ein weiterer Kommentar erübrigt sich.

 

Karl Halbritter aus Saaldorf-Surheim

Mittwoch, 12-08-09 14:13

Man stelle sich einmal den Aufschrei der Grünen vor, wenn die Union ein Plakat veröffentlicht hätte, auf welchem ein weißer Mann einer schwarzen Frau in gleicher Weise an den Hintern faßt - es wären ganze Straßenzüge für Demonstrationen gegen Rassismus in der Union gesperrt worden. Oder eine weiße Frau mit einem Schwarzen - die Grünen hätten der Union vorgeworfen, mit alten Vorurteilen zu spielen. Ganz abgesehen davon, wenn die NPD mit Schwarzen werben würde

 

Frank F. aus NRW

Mittwoch, 12-08-09 11:12

Zwei alte Frauen,-gelöscht- anzusehen,tief-dekolletiert !
Wen interessiert den sowas ??
Merkel (androgyn?) mit SEX in Verbindung zu bringen?
ABSURD !!!

 

Alexander D. aus Ebersberg

Mittwoch, 12-08-09 10:34

"Unkonventionelle Wahlmethoden" – Die von den Grünen beauftragte Werbeagentur hatte wahrlich keine leichte Aufgabe. Verständlich, dass es für die konventionelle Lösung einer vom Plakat grinsenden Claudia Roth oder Renate Künast da keinen Raum gab. Dann doch lieber etwas Hübscheres. Ein dunkel pigmentierter weiblicher Hintern als Blickfang, den Pigmentarme weibliche Hände begrapschen. Botschaft an eine "tolerante" und "weltoffene" Wählerschaft, die Gleichberechtigung mit Gleichgeschlechtlichkeit gleich zu stellen weiß.
Warum müssen sich nur der "Braune Mob" und die Grünen ihre antirassistische Toleranz gegenseitig auf die Mütze hauen? Ist womöglich sexistische Eifersucht im Spiel?

 

Marc Wagner aus Heidenheim

Mittwoch, 12-08-09 09:03

Natürlich ist der Diskriminierungsvorwurf bei beiden Plakaten völlig abstrus. Die Grünen wollen hier gleichgeschlechtliche Partnerschaft zwischen schwarz und weiß symbolisieren. Das Plakat ist daher treffend für die Partei. Homophilie und Multikulti-Träumerei - besser kann man es doch nicht veranschaulichen. Aber ich pflichte den Vorkommentatoren bei: Es ist einfach wundervoll zu sehen, wie sich die Grünen von ihren eigenen Waffen an die Wand gedrängt fühlen und sich hektisch entschuldigen. Endlich kann man sich entspannt zurücklehnen und herzhaft lachen! Leider wird den Gescholtenen kein Licht aufgehen und bei der nächsten Gelegenheit werden sie die Rassismuskeule wieder rausholen! Tja, die Geister die ich rief...

 

Bernd Sydow aus Berlin

Mittwoch, 12-08-09 08:26

Welcher Mann (auch manche Frau) schaut sich nicht gern Damen in attraktiven Posen an - was aber hat das mit Politik zu tun?

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Mittwoch, 12-08-09 07:41

PS: Man könnte auch sagen, das mit der Hautfarbe ist nur "vorgeschoben" (in den Vordergrund). In Wahrheit geht es um (möglichst reibungslose lesbische) Triebbefriedigung...

Die Formel "Make Love not War" war mal viell. mal sowas wie ein "heerer Anspruch"; das will ich gar nicht in Abrede stellen. Nur lassen sich leider (innere u. äußere) Feinde der Demokratie nicht "mit Liebe bezwingen" (schon gar nicht, wenn sie mit atomaren Sprengköpfen hantiern; dann wird aus dem heeren Anliegen ein herrlich naiver Kinderwunsch).

Im übrigen müßte man noch mal klären, ob Sexualität eigentl. was mit (Nächsten-)"Liebe" zu tun hat. Vielleicht ist und bleibt es - gerade im öffentl. Kontext - immer bloß ein egoistisches Ausbeuten des Menschen als Objekt?

 

Ralf Kersten aus Flensburg

Mittwoch, 12-08-09 07:06

Die billge Effekthascherei auf dem "Po-Ster" geht vermutlich zurück auf einfallslose (weil grundlos überbezahlte) Werbefritzen, die ihren Kaarster KundInnen ihren einzig paraten, ewig "brandaktuellen" Supertip andrehten: "Sex sells"

Das abgebildete Szenario korreliert durchaus mit den (mittlerweile "fleischgewordenen") Visionen einer übersexualisierten Gesellschaft, wie sie sich nicht nur die Fraktion der selbsterannten sog. "Anti-Deutschen" erträumt, sondern schon "Laid-Motiff" aller 68er war: "Make Love not War"

"Das ist es also, was ihr bekommt, wenn ihr uns wählt!": Ich als Mann fühle mich in einer männerlosen Gesellschaft allerdings nicht unbedingt vertreten und würde das meinen Söhnen und Enkeln ebenfalls nicht zumuten wollen.

 

Andrea Dickerson aus Abilene, Kansas, USA

Mittwoch, 12-08-09 04:42

Ich wuerde grundsaetzlich keiner Frau meine Stimme geben, die mit Lengsfelds oder gruenen Mitteln dem konsumorientierten Waehler "entgegenkommen" wollen.

Ueberhaupt weiss jedes Schaf, dass das mehrzubietende Aeussere hinsichtlich des eigentlich wichtigen Inneren und der Amtsfaehigkeit taeuschen kann.

Der Geschmack scheint sich anzupassen, wenn man denn Politik faelschlicherweise als Konsumgut betrachtet, und von ihm erwartet, dass es sich dementsprechend praesentiert und verkauft. In die Pflicht zu nehmen waere hier der "Verbraucher", wuerde er sich dem Sinn und Zweck der "Ware" wieder entsinnen.

 

Kai Karstens aus Leipzig

Mittwoch, 12-08-09 00:43

Diese Diskussion entlarvt die 'GrünInnen' wieder einmal als das was sie sind: Immer mit zweierlei Mass messende Demagogen!
Während der Aufschrei gross wäre, wenn dieses Plakat mit den Gesässteilen von anderen Parteien aufgehängt worden wäre und Claudia Roth zu Lichterketten gegen Deutschlands Rassismus aufgerufen hätte, ist dasselbe Plakat von den 'GrünInnen' aufgehängt aber keineswegs rassistisch oder gar sexistisch. Wenn es zwei Frauen zeigt, die sich umarmen, warum dann das nackte Gesäss statt Köpfe ?

 

Joachim Greenwood aus USA

Mittwoch, 12-08-09 00:01

Jaaaauuuuuuu!!
Erst mal zur CDU. Wie tief muss man sinken, haben die noch Schamgefuehl dort bei der C-DU? Jetzt muessen es schon nackte Rentnerbrueste sein. Das ist sooo igitigitigit. Wie verzweifelt muessen die dort sein? Soll ich jetzt von Omi auch Bilder machen und einsenden?
Und zum Spruch „Wir haben mehr zu bieten“ Nun danke – Nein danke das genuegt voellig!

Zu den Gruenen. Nun doch mal eine politisch korrekte Aussage. Sie sind nackt haben nix aber auch gar nix zu bieten,.Sie haben keine Visionen keine Ahnung.
Nur warum strecken die dem Waehler den nackten gruenen Hintern ins Gesicht. Soll mir das was sagen?

 

Anna Luehse aus Hessen

Dienstag, 11-08-09 22:38

Brust und Hintern, mehr haben diese Parteien offenkundig nicht zu bieten. Die Wahlwerbung ist eine Beleidigung für jeden denkenden Wähler.

Die Botschaft lautet: CDU und GRÜNE auf gleichem Niveau

 

Der Klaus aus Deutschland

Dienstag, 11-08-09 19:21

"Das Motiv sei „rassistisch und sexistisch“, beschwert sich die Internetseite „Der Braune Mob“, eine Initiative für die „faire und nicht-diskriminierende Darstellung schwarzer Menschen in deutschen Medien und der Öffentlichkeit“."

Mal kurz einen Blick auf die Braune Mob Seite geworfen und es ist natürlich eine mit Steurgeldern geförderte Gutmenschen Veranstaltung, genau die Sorte die die Grünen immer so gerne hegen und pflegen. Abgesehen davon ist das Plakat natürlich billigste Machart und zeigt das die Grünen immer noch dieselbe Krawallpartei sind die sind immer waren, jetzt nur Fett und aufgeblasen.

 

Toni Roidl aus k.A.

Dienstag, 11-08-09 19:18

Zu köstlich, dass sich die grünen Gutmenschen im ideologischen Gewirr ihrer eigenen politischen Korrektheit verstricken. Das Rechtfertigungs-Gehampel ("Es handele sich lediglich „um die Darstellung zweier Frauen, die sich umarmen“...) ist noch dämlicher, als der Rassismusvorwurf selbst. Haha, weiter so!

 

Willi Wurst aus Hamburg - Flakbunker III

Dienstag, 11-08-09 19:18

völlig beknackt !

 
 

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