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Donnerstag, 18.09.2008

Anti-Islamkongreß: BKA warnt vor „islamkritischer Haltung“

 

Das Kölner Rathaus: Auch Oberbürgermeister Schramma hat sich gegen den Kongreß ausgesprochen Foto: Wikipedia

KÖLN. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat vor einer „personenbezogenen Gefährdung“ gewarnt, sollten Teilnehmer während des Kölner Anti-Islamisierungskongresses öffentlich den Islam kritisieren.

Von „fundamentalistischen Kreisen“ könne dies als beleidigend oder blasphemisch aufgefaßt werden, „auch wenn solche Äußerungen durch das Recht auf freie Meinungsäußerung vollständig umfaßt sind“, teilte das BKA auf Anfrage des parteilosen Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche mit.

Nitzsche reagierte irritiert: „Ich habe mir 1989 nicht das Recht auf freie Meinung auf der Straße erkämpft, um es mir von Anhängern einer fremden Religion wieder nehmen zu lassen“, sagte der Abgeordnete aus Sachsen.

Heruntergelassene Rolläden als Zeichen des Protestes

Das BKA bestätigte zudem „eine über Deutschland hinausgehende Mobilisierung“ gegen den Kongreß. Zwischenzeitlich war dieser Thema in den islamischen Staaten Iran, Indonesien und Malaysia Gegenstand diplomatischer Initiativen gegenüber Deutschland und Frankreich, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat.

Mittlerweile sind über zwanzig Demonstrationen gegen den Anti-Islamisierungskongreß angekündigt. Unter anderem protestierte der ehemalige CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz mit einem Plakat vor dem Kölner Rathaus. Aufgerufen hatte zu dieser Aktion die „Christlich-Muslimische Friedensinitiative“ (cm-fi).

Der ebenfalls anwesende Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma, der als einziges CDU-Ratsmitglied für den Bau der Großmoschee im Stadtteil Ehrenfeld stimmte, hat die Kölner Bürger dazu aufgefordert, als Zeichen des Protestes Fenster und Türen zu schließen und die Rolläden herunterzulassen: „Zeigen Sie den Rechtspopulisten die kalte Schulter“, sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Kirchen unterstützen Proteste gegen  Anti-Islamisierungskongreß

Auch der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat sich in einer fraktionsübergreifenden Resolution „Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – Für Vielfalt und Toleranz“ gegen den Anti-Islamisierungskongreß ausgesprochen. Der Kongreß stände im Widerspruch zum bemühen, den „interkulturellen und interreligiösen Dialog zu intensivieren“, hieß es in der Erklärung. Wer die Integrationsbereitschaft und die Integrationsbemühungen der Menschen angreife, handele „schändlich“.

Die Kirchen in Köln haben inzwischen in einer Anzeigenkampagne den Anti-Islamisierungskongreß verurteilt. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, das Katholische Stadtdekanat, der Katholikenausschuß und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) rufen darin zu einem achtungsvollen Miteinander der Religionen auf.

Auch der Kölner Ökumenetag am kommenden Wochenende wird sich laut der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mit dem parallel stattfindenden Kongreß auseinandersetzen.

 



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Flo M aus München

Freitag, 19-09-08 10:03

Der Kongress hat genau das richtige Thema gewählt. Mit den hier lebenden Europäern gibt es im Regelfall keine Probleme. Wenn man sich die Statistiken bzgl. Arbeitslosigkeit oder Kriminalität anschaut sind es immer Leute aus dem islamischen Kulturkreis die überproportional vertreten sind.
aktuell: http://www.welt.de/berlin/article2462434/So-denkt-eine-Berliner-Richterin-ueber-kriminelle-Auslaende[..]

 

Petrosilius Zwackelmann aus Buxtehude

Freitag, 19-09-08 01:00

Welchen besser Grund den Islam zu Kritisieren könnte es wohl geben als den, daß man bedroht wird wenn man dies tut?
Sind all die etablierten aus Staat, Kirche und Medien eigentlich Merkbefreit, oder haben sie schon bei der Möglichkeit einer Drohung die Hosen voll?
Und wie ist das überhaupt zu verstehen? Soll die Gefahr im Falle einer Kritik aus Deutschland selbst kommen? Und das finden all die feinen anständigen und couragierten Volks- Kirchen- und Sonstwasvertreter in Ordnung?
Kann man nix machen?
Mußte halt Klappe halten?

Ich übe schon mal für eine Zukunft in der man aufpassen muß was man sagt...

 

R. F. aus Stuttgart

Freitag, 19-09-08 00:52

Nicht die Masse der Ausländer ist das Problem, sondern dass es sich größtenteils um Unterschichten-Ausländer handelt, weil nicht aussortiert wird, wen wir ins Land lassen. Und durch die Sozialleistungen werden größtenteils solche Ausländer angezogen, die schon in ihrer eigenen Heimat asozial waren.

 

Alexander D. aus Ebersberg

Donnerstag, 18-09-08 23:44

„Vielfalt und Toleranz?“ Mitnichten! Einfalt und Toleranzinfantilität gegenüber einer archaisch voranschreitenden Umwälzung der Kultur, einhergehend mit ausgeprägter Intoleranz gegen Mahner der eigenen kulturellen Identität.
Man muss bewusst blind oder aber vorausschauend scharfsichtig gegenüber dieser Entwicklung sein, die ohne Zweifel ins Chaos führen wird. Sollte die zweite Möglichkeit zutreffen, stellt sich die alte Frage: Cui bono?

Der Begriff „Anti- Islamisierungskongress“ scheint mir jedoch provokant und unglücklich gewählt. Solche Wortwahl erwartet man eher von der „Antifa“. Die muss in Ermangelung geistiger Schöpferkraft gegen alles, was nicht für sie ist, sein. Das steht den demokratischen Rechten nicht gut zu Gesicht.

 

Frank Förster aus GermanymadeinUSA

Donnerstag, 18-09-08 17:32

@Michael Karthäuser
Sie haben grundsätzlich recht, aber:
Wir Deutsche müssen eine Doppelstrategie "fahren". Einerseits in D die Bildung islamistischer Parallelgesellschaften verhindern, andererseits die traditionell guten Beziehungen zu islamischen Staaten konsequent ausbauen.
Nicht nur wegen der gemeinsamen mächtigen Feinde, auch aus profanen wirtschaftlichen Gründen.

 

Joachim Reuter aus Mönkeberg

Donnerstag, 18-09-08 17:21

Dieser Kongreß wird vielleicht eines Tages als Auftakt der - notwendigen und unvermeidbaren - Konfrontation zwischen unserer abendländischen Kultur und dem Islam in Deutschland in die Geschichte eingehen. Wie bei allen Konflikten dieser Art werden Opfer (das lehrt die Geschichte) nicht zu vermeiden sein - so bedauerlich das auch ist.

 

Frank Förster aus GermanymadeinUSA

Donnerstag, 18-09-08 17:20

Dieser Staat glaubt also nicht mehr an sein Gewaltmonopol !!

 

Michael Karthäuser aus St. Vith

Donnerstag, 18-09-08 17:10

Kurz: Der Kongress wird wohl nicht stattfinden.
Die Fixierung auf den Islam als angebliche Wurzel des Übels ist sowieso unsinnig und im Grunde ist die Argumentation von Pro-Köln, PI und sonstigen Islamkritikern eine faule, halbwegs politisch korrekte Ausrede und mehr nicht. Diese Fixierung ist typisch für den Zeitgeist der heutigen BRD. Der Islam wird als Ursache hingestellt, WEIL so das Rassismusargument nicht greifen kann. Zudem entsteht angesichts der Politik Israels eine Parteilichkeit, die politisch korrekter gar nicht sein kann: "Gegen Moslems, ergo für Juden". Das Ganze geht am Kern der Sache vorbei: Die Masse der Ausländer ist das Problem, nicht ihre Religion.

 
 

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