Ausland

Freitag, 06.11.2009

Frankreich öffnet Archive

 

Hauptgebäude der „Archives Nationales“ in Paris: Historiker sollen sich beeilen Foto: Wikimedia/AIno

PARIS. Aus Anlaß des 20. Jahrestages des Mauerfalls öffnet Frankreich seine Archive zu außenpolitischen Vorgängen der Jahre 1986 bis 1989. Dies haben Außenminister Bernard Kouchner und Europa-Staatssekretär Pierre Lellouche am Donnerstag in Paris angekündigt.

Normalerweise wären diese Bestände noch fünf Jahre gesperrt. Kouchner forderte die Historiker auf, sich schnell an die Arbeit zu machen. Ziel dieser vorfristigen Öffnung ist es, die Haltung der französischen Führung unter Präsident François Mitterrand zur deutschen Wiedervereinigung aufzuzeigen.

Verwunderung über DDR-Besuch

Im Januar 1990 soll Mitterand von einer drohenden Wiederkehr der „schlechten Deutschen“ gesprochen haben, die sich ihre nach dem Zweiten Weltkrieg verlorenen Gebiete zurückholen könnten. Deutschland wäre dann „sogar ausgedehnter als unter Hitler“, habe der Staatschef damals befürchtet.

Daß Mitterand der DDR noch kurz vor dem Zusammenbruch der SED-Herrschaft einen Staatsbesuch abstattete, habe ihn als Regierungsangehörigen damals sehr überrascht, so Kouchner.

„Verpatztes Rendezvous“

Staatssekretär Pierre Lellouche hatte unlängst öffentlich bedauert, daß sich Frankreich seinerzeit so zögerlich verhalten habe. Mitterands Politik vor 20 Jahren sei ein „verpatztes Rendezvous“ gewesen, sagte das für Europafragen zuständige Kabinettsmitglied vor der Pariser Nationalversammlung: „Jetzt, zum 20. Jahrestag, muß das Treffen erfolgreich sein.“

Bereits im September dieses Jahres hatte die britische Regierung sechshundert Seiten Archivmaterial den Mauerfall betreffend freigegeben. Die damalige britische Premierministerin Margaret Thatcher soll bei einem Besuch in Moskau im September 1989 geäußert haben, daß eine deutsche Wiedervereinigung „nicht im Interesse Großbritanniens und Westeuropas“ sei. (vo)



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Paul Mannstein aus USA

Dienstag, 10-11-09 18:19

@Anna Luehse aus Hessen

Ich muss ihnen Recht geben.

Aber Bush Senior hat auch folgendes zugegeben als er einst von der Deutschen Vertreibung redete: "Es wurde den Deutschen ein grosses Unrecht an getan". Solche Worter habe ich noch leider nicht von einem Europaischen Politiker gehort.

Sie schrieben:

"Wenn die sog. westliche Wertegemeinschaft unter Führung der USA mit ihre Phrasen ernst nehmen würde, dann wäre Deutschland heute nicht mehr den Besatzungsmächten unterworfen".

Fur diese Anderung kann nur Deutschland selbst politisch kampfen. Die Wahler sollten endlich
Fuhrer ans Rudder bringen die fur Deutsche Interessen arbeiten und nicht fur die Interessen der sogenannten "Partner".

Als erste ein Friedensvertrag!

 

Alexander D. aus Ebersberg

Samstag, 07-11-09 15:50

Sehr viel Archivmaterial wird vor historischer Enthüllung durch dauerhaften Verschluss bewahrt. Wie z. B. die britischen Verhörprotokolle von Rudolf Hess und die Unterlagen, die er bei seinem Flug nach Schottland bei sich gehabt haben soll. Oder die Aufzeichnungen der Telefongespräche, die Churchill und dem Bomber Command geführt hat. Angeblich befinden sich diese in einem Stahlsafe im Keller des Public Record Office in London.
Eine bewusste Unterschlagung von historischen Beweismitteln, um damalige Motive und Handlungen zu verschleiern. Es würde sich für die damaligen Siegermächte wohl heute noch verheerend auswirken, kämen sie vollumfänglich ans Tageslicht.

 

Frank F. aus Franken

Samstag, 07-11-09 12:17


Offene Archive bringen rein gar nichts, wenn sie nicht genutzt werden.

Ich habe leider immer wieder feststellen müssen, daß unter Rechten ein großer Unwille herrscht, nicht nur zu räsonieren, sondern auch mal zu recherchieren.

Wenn man darauf hinweist, bekommt man zum Teil sogar Kommentare in der Richtung zu hören, daß so etwas doch jeder könne. Das sei langweilige Faktensammelei, man wolle lieber in den luftigen Höhen der politischen Philsophie verweilen und die staubigen Aktenkeller anderen (weniger brillanten Köpfen) überlassen.

 

Anna Luehse aus Hessen

Samstag, 07-11-09 11:40

# Paul Mannstein aus USA
"
George Bush Senior ...die deutsche Wiedervereinigung unterstützt"

Richtig, allerdings aus Eigennutz. Die Besatzung der drei Mächte ( sog. Überleitungsvertrag) ist ausgedehnt worden auf das Gebiet der ehem. DDR. So sind die "DDR-Deutschen" aus der Sowjetbesatzung befreit und in eine neue, die der drei Mächte USA, UK und Frankreich überführt.

Wenn die sog. westliche Wertegemeinschaft unter Führung der USA mit ihre Phrasen ernst nehmen würde, dann wäre Deutschland heute nicht mehr den Besatzungsmächten unterworfen.

 

Gerhard Bauer aus Bayern

Samstag, 07-11-09 09:46

http://www2.q-x.ch/~michaelw/Pranger/Pranger.html

Sie werden nur das freigeben, das ihnen nützt und sie in gutem Licht erscheinen lässt.
Mitteldeutschland wurde doch auch zur Beute der Franzosen.

 

Paul Mannstein aus USA

Freitag, 06-11-09 18:21

Da sieht man wieder was fur eine verlogene Bande unsere Europaischen "Partner" wirklich sind.

Jedes Volk hat ein Recht auf Selbstbestimmung nur nicht das deutsche Volk. Das war schon so der Fall gleich nach dem Ersten Welt Krieg.

George Bush Senior und Ronald Regan waren die einzigen die die deutsche Wiedervereiningung unterstutzt haben.

 

Francois Lesage aus Paris

Freitag, 06-11-09 18:12

"Frankreich öffnet Archive"
Schön wäre es gewesen!! Die wirklich wichtigen Archive sind die Archive von VOR 1986!!
Aber da sind wir Franzosen ja in guter Gesellschaft.
Ich bin selbst gebürtiger Franzose, sodaß ich mir da keine Illusionen mache: wenn das wirklich einmal geschehen sollte, sind es wahrscheinlich Fälschungen. Und ja, es betrifft nicht nur Indochina oder Algerien.

 

Mister Magic aus Mülgau

Freitag, 06-11-09 15:04

Natürlich besitzt Deutschland keine Lobby.
Ohne wirkliche Wiedervereinigung, mit Anschluß der fremdverwalteten Ostgebiete, bleibt der Status Quo völkerrechtlich bestehen.

Wo bleibt nur die starke Hand, die uns unsere Suvränität wiedergibt?

 
 

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