Gesellschaft

Mittwoch, 23.12.2009

Konfliktberatungsstelle für Schwangere kämpft ums Überleben

 

Schwangere: „Vertrauensverhältnis wiederherstellen“ Foto: Pixelio/jutta wieland

HEIDELBERG. Erhebliche Einbrüche im Spendenaufkommen haben die Heidelberger Schwangerenkonfliktberatung „Die Birke“ in eine Existenzkrise getrieben. Weil für die Beratungstätigkeit die notwendigen Gelder fehlen, müssen 15 Mitarbeiter noch vor Weihnachten mit der betriebsbedingten Kündigung rechnen.

Damit bleiben dem Verein lediglich fünf Angestellte, um schwangeren Frauen Beratungshilfe zu leisten. Der Einbruch der Spenden wiegt deshalb so schwer, weil sich der Verein zu hundert Prozent aus freiwilligen Mitteln finanziert.

Grund ist ein interner Streit


Hintergrund für die finanziellen Probleme ist ein interner Konflikt mit der Gründerin und ehemaligen Vorsitzenden der Organisation, Sonja Dengler, die im Mai 2009 aus dem Vorstand ausgeschieden war. Zum neuen Geschäftsführer wurde der von Dengler selbst vorgeschlagene Kristijan Aufiero gewählt.

Nach diesem Führungswechsel kam es zum Zerwürfnis zwischen der früheren Vorsitzenden und dem Verein, weil dieser sich weigerte, den Geld- und Personalforderungen Denglers für die von ihr gegründete Spaemann-Stiftung zu entsprechen.

Verein wirbt um ehemalige Spender

Daraufhin ließ Sonja Dengler im September ein Schreiben veröffentlichen, worin sie Aufiero vorwarf, ihr Vertrauen mißbraucht und ihrer Stiftung „aus heiterem Himmel die vereinbarte Unterstützung“ verweigert zu haben. In dem offenen Brief forderte sie die mehr als 5.000 Unterstützer der „Birke“ auf, ihre Spenden an den Verein einzustellen.

Zu der Streitsache mit Frau Dengler wollte der Verein auf Anfrage der JUNGEN FREIHEIT nicht weiter Stellung nehmen und verwies auf entsprechende Pressemitteilungen und Briefe, die regelmäßig im Internet veröffentlicht werden.

Seit dem finanziellen Einbruch kann die Konfliktberatungsstelle für Schwangere ihre Tätigkeit nur stark eingeschränkt anbieten. „Wir tun im Moment alles, um das Vertrauensverhältnis zu unseren langjährigen Spendern wiederherzustellen“, heißt es zu der aktuellen Entwicklung in einer Pressemitteilung des Vorsitzenden Aufiero.

Abtreibung ist keine Option

Die gemeinnützige Organisation „Die Birke“ bietet spezielle Beratung und Hilfe für Frauen in Schwangerschaftskonflikten. Dabei gehört es zum besonderen Konzept, die Betroffenen in Beratungsgesprächen auf ihr ungeborenes Kind vorzubereiten und niemals zur Abtreibung zu raten. Bis heute hat der Verein keinen sogenannten „Beratungsschein“ ausgestellt, mit dem eine straffreie Abtreibung möglich wäre. (hel)



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Thomas Lentze aus Bonn

Freitag, 25-12-09 14:00

Ergänzung:

Der Webseite des Vereins ist zu entnehmen, daß in 80 % der Fälle der Kindesvater ausschlaggebend sei für die Entscheidung zur Abtreibung. Die Hardcore-Feministin Chr.Mulack behauptet Dasselbe, vgl. hier: http://www.mann-pass-auf.de/sk33.html

Diese Behauptung ist m.E. aber eine Überprüfung wert. Sind denn Frauen heute noch so abhängig von Männern? Wie kommt es dann, daß meistens sie es sind, welche die Scheidung langfristig planen und beantragen und sich in den Sorgerrechtsprozessen fast immer durchsetzen?

"Freie Abtreibung - die Königsdisziplin des Radiaklfeminismus", so überschrieb der Jurist Georg Friedenberger ein Kapitel in seinem Buch "Die Rechte der Frauen". Erklärt das den Personalkonflikt in der "Birke"?

 

Thomas Lentze aus Bonn

Freitag, 25-12-09 13:45

Das Thema paßt durchaus in die Weihnachtszeit. Nach dem Matthäus-Evangelium veranstaltete nämlich Herodes einen Kinder-Massenmord, da er (durch die Geburt des Gottessohnes) seine Selbstverwirklichung als Herrscher gefährdet sah.

Bei der "Birke" geht es offenbar auch um Selbstverwirklichung, hier um die der Vereinsgründerin. In ihrem Konfliktfalle hat sie aufgerufen, nicht mehr zu spenden. Wen trifft sie damit? Sicher auch einen Mann, Herrn Aufieri. Vor Allem aber ungeborene Kinder!

Fürwahr eine "Weihnachtsgeschichte".

 

Michael V aus dem Werratal

Mittwoch, 23-12-09 18:01

Da sollte sich Frau Sonja Dengler mal fragen, wie viele Kinder wegen ihres verletzten Egos durch diese Meisterleistung eventuell über die Klinge springen müssen, welche sonst wohlmöglich hätten gerettet werden können. Aber das ist es ihr ja offensichtlich wert.

 
 

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