Deutschland

Dienstag, 15.09.2009

S-Bahn-Mord: Grünen-Politiker wirft CSU „klammheimliche Freude“ vor

 

Jerzy Montag: Der Grünen-Politiker wirft der CSU „klammheimliche Freude“ über den Münchner S-Bahn-Mord vor Foto: Wikipedia/Regani

BERLIN. Der rechtspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Jerzy Montag, hat der CSU „klammheimliche Freude“ über den Münchner S-Bahn-Mord unterstellt. Während die Bürger sprachlos vor Entsetzen seien und ihre Betroffenheit zeigten, könne die „CSU ihre klammheimliche Freude über die Tat nicht verbergen“, sagte Montag.

Der Mord sei Wasser auf die Mühlen der CSU und deren „hysterisches Geschrei nach mehr Überwachung“ und härteren Strafen. „Die CSU hat noch immer mit dem  Mißbrauch von Verbrechensopfern Politik gemacht“, kritisierte der Grünen-Politiker. Zuletzt im Münchner Kommunalwahlkampf 2007.

Am vergangenen Sonnabend war ein 50 Jahre alter Mann im Münchner Stadtteil Solln von zwei Jugendlichen totgeschlagen worden, als er sich schützend vor vier Minderjährige stellte. Nach der Tat war eine Diskussion um eine Verschärfung des Jugendstrafrechts entbrannt.

Opfer soll für Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen werden

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hartmut Koschyk, wies Montags Angriffe zurück. Dies sei eine nicht mehr zu entschuldigende Entgleisung. Montag hätte in der Rechtspolitik außer übler Diffamierung nichts zu bieten, konterte der CSU-Abgeordnete. Gleichzeitig forderte Koschyk die Grünen auf, sich von Äußerungen ihres rechtpolitischen Sprechers klar zu distanzieren.

Unterdessen kündigte der frühere Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Carl-Dieter Spranger, in der Bild-Zeitung an, er werde das Opfer für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen. Der 50jährige habe „mit seinem beherzten Einschreiten ein Zeichen für Zivilcourage gesetzt gegen den zunehmenden Verfall des Wertebewußtseins in unserer Gesellschaft“, sagte Spranger dem Blatt. (krk)




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Bernd Sydow aus Berlin

Mittwoch, 16-09-09 10:32

Die Wortwahl dieses Grünpolitischen offenbart nicht nur ein unglaublich borniertes Denken, sondern auch die totale Hilf- und Ratlosigkeit gegenüber nichtrechtsextremer Gewaltkriminalität. Wie kommt er darauf, die Einsicht in die Notwendigkeit einer verstärkten Überwachung und deutlichen Strafverschärfung als "hysterisches Geschrei" abzutun? Wenn hier einer hysterisch reagiert, dann er allein.

Und "Sprachlos-Vor-Entsetzen-Sein" und "Betroffenheit-Zeigen" sind für sich allein genommen auch nicht zielführend. Aber gerade das scheint für diesen merkwürdigen grünen "Rechtspolitiker" die Patentlösung zu sein.

 

Alexander D. aus Ebersberg

Dienstag, 15-09-09 23:23

Das Problem ist, dass man dem gesetzestreuen Bürger die Mittel versagt, sich in Notwehr verteidigen zu können. Die Grünen streben ein totales privates Besitzverbot von Schusswaffen an, obwohl diese nur in 0.2% aller Gewalttaten als Tatwerkzeug verwendet werden und es sich dabei zu etwa 98% um Waffen aus illegalem Besitz handelt. Der mit geschätzten 20 Mio. Stück doppelt so hoch ist wie der legale. Vielleicht sogar noch wesentlich höher.
Der Begriff der Zivilcourage ist zu einer ideologisch nützlichen Farce verkommen. Politiker haben in Wirklichkeit kein Rezept gegen das gesellschaftliche Phänomen dieser sinnlosen Gewaltkriminalität und Jerzy Montags Vorwürfe gegen die CSU sind verlogenes Wahlgeplänkel.

 

Ci Pi aus München

Dienstag, 15-09-09 22:02

Was der Wahlkampf bisher vermissen ließ - Emotion und Polemik - holt Herr Montag in extrem konzentrierter Form nach und übertrifft sich dabei in Leichenfledderei und unterster Schublade.
Das zeigt aber auch welche Freiheiten solche Typen genießen, die Toskana-Rotwein-schlürfend ihre Linksautonomen Sturmabteilungen in Hamburg und Berlin von der Rampe lassen und gleichzeitig angesichts eines solch traurigen und niederschmetternden Ereignisses noch ihr klägliches Parteipolitisches Süppchen kochen wollen...Diesen jämmerlichen Stadtrat würde ich mal in einer solch brenzligen Situation erleben wollen...ich wünsche es nicht mal ihm - aber nur so würde er die Realität in unserem deutschen Vaterland mal hautnah erleben..

 

Arthur German aus NRW

Dienstag, 15-09-09 19:05

Diesem Kommentar von Walter Manstein ist nichts hinzu zu fügen!
Genau so ist es!
Deutschland verkommt zu einer Bühne von Linksautonomen und Rot-Rot-Grünem Gesindel, welches unser Land an die Wand fährt!
Und alle schweigen!

 

A. Müller aus der Pfalz

Dienstag, 15-09-09 18:35

Wer macht denn hier mit dem Mißbrauch von Verbrechensopfern Wahlkampf?

Habe gerade nachgelesen, wer Herr Montag eigentlich ist; sollte die bei Wikipedia und anderen Netzseiten zitierte Aussage zu der von ihm forcierten Beschränkung der Sicherungsverwahrung stimmen, zeigt das ja deutlich, wessen Geistes Kind er ist: „Ich bin nicht weiter bereit, mögliche zukünftige Diebstähle zu verhindern, indem ich Leuten auf unbestimmte Zeit die Freiheit nehme. Da sage ich: 'Passt doch besser auf eure Portemonnaies auf.'“

Aber "Täterschutz statt Opferschutz" hat ja bei gewissen (ultra)linken Gruppierungen Konjunktur... Siehe die jüngsten Krawalle.

 

Willi Wunder aus Dresden

Dienstag, 15-09-09 17:06

Naja. Jerzy Montag. Das sagt schon alles. Wer schonmal etwas über oder von diesem Menschen gehört hat, muss sich eigentlich nicht aufregen oder wundern.

Selbst innerhalb der Grünen ist der schon ein Fall für sich…

 

Toni Roidl aus k.A.

Dienstag, 15-09-09 17:01

Der Giftzwerg hat's grad nötig. Die Grünen kriegen sich doch bei gefallenen Soldaten, verletzten Polizisten und Verwüstungsorgien ihres militärischen Armes, der »Autonomen«, gar nicht mehr ein vor klammheimlicher (bis unverhohlener) Freude.

 

Horst Bosbig aus Mühlheim

Dienstag, 15-09-09 14:55

Haha, gut gesprochen, Herr Manstein.
Dieser Vergleich wird zwar immer wieder gezogen, aber er passt auch jedes Mal!

 

Walter Manstein aus Deutschland

Dienstag, 15-09-09 14:14

Man stelle sich mal folgendes vor:

Rechtsradikale Jugendliche prügeln einen Ausländer zu Tode, woraufhin die Grünen mehr Anstrengungen im "Kampf gegen rechts" fordern. Nun würde ein konservativer Politiker den Grünen klammheimliche Freude über die rassistisch motivierte Unrechtstat unterstellen.

Sofort käme es zu geballter Empörung auf allen Kanälen, der Politiker müsste zurücktreten und würde wahrscheinlich noch einer Anzeige wegen Volksverhetzung entgegensehen.

Spiegelbildlich vertauscht hingegen ist, wie das Beispiel Montag zeigt, das alles überhaupt kein Problem. In Deutschland wird halt mit zweierlei Maß gemessen.

 
 

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