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Dienstag, 27.01.2009

Caspar von Schrenck-Notzing gestorben

 

Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing (1927 bis 2009) Foto: JF

BERLIN. Der konservative Publizist Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 81 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.

1970 gründete der Münchner Historiker und Soziologe die Kulturzeitschrift Criticón, die schnell zum Sprachrohr der konservativen Intellektuellen in der Bundesrepublik wurde.

Schrenck-Notzing versuchte zeit seines Lebens, durch sein publizistisches Wirken ein konservatives Gegengewicht zu den Auswirkungen der amerikanischen Umerziehung nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Geist der „Neuen Linken“ nach 1968 zu schaffen. Vor allem sein Werk „Charakterwäsche“ (1965) gilt als fundierte Kritik an der Umerziehung und deren politischen und kulturellen Langzeitwirkungen.

Gründung der Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung

Zu den Autoren von Criticón gehörten neben Armin Mohler auch Publizisten wie Günter Rohrmoser, Klaus Hornung, Karlheinz Weißmann und Alexander Gauland, die Philosophen Alain de Benoist und Gerd-Klaus Kaltenbrunner sowie der Journalist Gerhard Löwenthal. Nachdem 1998 Herausgeber und Chefredakteur wechselten, wandelte sich Criticón allerdings zum Wirtschaftsblatt und verlor seine Bedeutung.

Im Jahr 2000 gründete Schrenck-Notzing die „Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung”, die sich vor allem um konservative Bildung, Erziehung und Wissenschaft bemüht. 2005 erhielt Schrenck-Notzing den Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik.

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der JF einen ausführlichen Nachruf auf Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing von Karlheinz Weißmann.



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georg winnecker aus Bad Nauheim

Donnerstag, 05-02-09 12:40

Leider haben die nachfolgenden Generationen wenig adäquate Köpfe, die den Konservatismus nicht als etwas Rückschreitendes erkennen,hervorgebracht.Er ging,und was bleibt...?Mein Herzliches Beileid, für die Familie und für Deutschland.

 

Marcel Bas aus Voorschoten (Niederlande)

Mittwoch, 28-01-09 16:24

Criticón war ein Begriff. Von Schrenck-Notzings Bedeutung für den Konservatismus kann nie zuviel geschätzt werden.
Ich lese noch immer gerne in seinem grossen Buch 'Lexikon des deutschen Konservatismus'. Danke, her Von Schrenck-Notzing!

 

Florian Meyer aus Essen

Dienstag, 27-01-09 16:12

Bitter ist, wie schäbig Schrenck-Notzings Nachfolger ab 1998 mit der von ihm übernommenen Zeitschrift Criticón umgegangen ist. Diese wichtige Kulturzeitschrift wurde zu einem albernen krawall-liberalen Mittelstandsmagazin für Fragen des Grünen Punktes und Müll-Wirtschaft umgekrempelt. Der Gipfel war eine im Stil des Springer-Verlages produzierte USA-Jubel-Nummer nach den Anschlägen vom 11. September! Eine Schande! Konsequenterweise wurde das Blatt inzwischen umbenannt und der Name Criticón nicht weiter verhohnepipelt...

 

Theo Brandt aus Jena

Dienstag, 27-01-09 14:46

Mir ist Herr Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing nicht sehr bekannt. Aber ich werde demnächst auf jeden Fall sein Buch „Charakterwäsche“ lesen. Der Titel und das Thema dieses Buches klingen sehr interessant.

 
 

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