Nachrichten

Montag, 24.11.2008

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sowjetische Soldaten

 

Historische Häuser in Treuenbrietzen Foto: Wikipedia

POTSDAM. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat Ermittlungen gegen sowjetische Soldaten eingeleitet. Sie sollen im April 1945 in der Kleinstadt Treuenbrietzen ein Massaker verübt haben. 

Nach einem Bericht der Potsdamer Neuesten Nachrichten bestätigte die Behörde, daß sie wegen hundertfachen Mordes und anderer Verbrechen gegen Unbekannt ermittle. Man habe im Wege der internationalen Rechtshilfe ein Auskunftsersuchen an die russischen Behörden gestellt.

Am 23. April 1945 sollen sowjetische Soldaten in der südwestlich von Berlin gelegenen Kleinstadt Treuenbrietzen zahlreiche Frauen, Kinder und vor allem Männer ermordet haben. Schätzungen gehen von bis zu 1.000 Opfern aus. Hintergrund soll der Tod eines sowjetischen Oberstleutnants gewesen sein, der  bei einer Siegesfeier erschossen wurde. Angeblich war der Täter ein SS-Angehöriger.

DDR machte Luftangriff für Opfer verantwortlich

Laut dem Chef des Heimatmuseums, Wolfgang Ucksche, gebe es jedoch auch Gerüchte, nach denen der Oberstleutnant im Streit von einem anderen Rotarmisten getötet worden sei.

In der DDR wurde regelmäßig am 23. April in Treuenbrietzen der zahlreichen Opfer gedacht. Allerdings wurde damals behauptet, diese seien bei einem Luftangriff ums Leben gekommen. Einen solchen Luftangriff gab es aber nachweislich nicht. Heute steht auf der Internetseite der Stadt in der Chronik unter 1945: „Treuenbrietzener Bürger wurden als Repressalie erschossen.“

Bereits in den fünfziger Jahren berichtete der Tagesspiegel unter dem Titel „Stadt ohne Männer“ über den auffallenden Frauenüberschuß in Treuenbrietzen. Dieser sei so kurz nach dem Krieg zwar überall bemerkbar, in der brandenburgischen Kleinstadt jedoch besonders drastisch.

 



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Ch. Henrich aus Berlin

Mittwoch, 26-11-08 10:48

Unbedingt auch www.rheinwiesenlager.de/Rheinwiesen.htm lesen. Achtung, nichts für schwache Nerven. Ihr Sterblichen, laßt alle Illusionen fahren. So ähnlich heißt es wohl bei Dante.

 

Wolf Fechter aus Fulda

Dienstag, 25-11-08 06:59

@ Michael Engen:
Es geht hierbei nicht ums künstliche Aufrechnen, sondern nur um die geschichtliche Wahrheit. Ihr Satz würde auch nur dann Sinn machen, wenn er auch für die Deutschen gelten würde. Doch davon kann keine Rede sein, da wir ja nahezu täglich vor Augen geführt bekommen, welche Kriegsverbrechen die Deutschen begangen haben - mit dem Ziel der politischen Instrumentalisierung um weiterhin Deutschland politisch unmündig zu halten.
Nach den obigen Schilderungen kann man Treuenbrietzen ohne Weiteres mit Lidice oder Oradour vergleichen.

 

Martin S. aus Berlin

Montag, 24-11-08 23:51

Wenn man die Sache vor 63 Jahren aufgeklärt hätte dann wäre es vielleicht Zeit die Toten ruhen zu lassen. Da aber 63 Jahre lang gelogen wurde wäre es nach 63 jahren höchste Zeit die Sache aufzuklären.

 

Michael Engen aus Funkenhausen

Montag, 24-11-08 21:51

Das derartige Vorkommnisse auf beiden Seiten der Kriegsparteien passierten ist bedauerlich und abscheulich. Jedoch sind 63 Jahre seit dem Kriegsende vergangen, und es ist allerhöchste Zeit, die Toten ruhen zu lassen, anstatt dieses künstliche Aufrechnen zu betreiben. Wer von uns kann denn aus eigener Erfahrung mitreden?

 

Freddy Flopp aus RLP

Montag, 24-11-08 20:53

Diese Meldung wäre für die gleichgeschaltete deutsche Medienlandschaft nur interessant, wenn sie umgekehrt lauten würde. (So traurig, wie dies jetzt auch klingen möge.)
Sie wird es in diesem seltsamen Land wahrscheinlich nur mühsam auf die Titelseite eines Potsdamer Regionalblattes schaffen.
Solche Meldungen will man in diesem quietschbunten Multikulti-Deutschland ja (angeblich) längst nicht mehr lesen.
Gute Nacht, armes neues Deutschland! Schlaf schön.

 

Michael Wardatzky aus Berlin

Montag, 24-11-08 19:03

Ich würde mir eine Sammelklage gegen die ehemalige Rote Armee und die UDSSR wünschen, in der die ca. 1.6 Millionen dtsch Frauen JEDEN ALTERS endlich Gerechtigkeit erfahren, die von den roten Faschisten gegen Ende des Krieges und NACH der Kapitulation !!(man nannte das Befreiung)unzählige Male geschändet und zu Hunderttausenden ermordet wurden. Keine Stimme erhebt sich für sie, kein Menschenrecht, keine Gerechtigkeit für diese Opfer??
Ist DAS das Recht?Das Recht des Siegers, der im Sieg sich als gleiches Scheusal entpuppt hat wie die, die es zu besiegen galt???

 

Siegfried Lubjahn aus Berlin

Montag, 24-11-08 18:08

"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!" Mir ist nicht bekannt, daß Strafverfolgungsbehörden in Deutschland im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg von Ausländern an Deutschen begangenen Verbrechen tätig geworden sind. Deutsche können nicht Opfer sein. Auf eine entsprechende Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Mordes und Kriegverbrechen bzw. Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Deutschen Soldaten in 1944 durch Angehörige der Französichen Widerstandsbewegung ist das Verfahren wegen Verjährung eingestellt worden. Auch hier wird es zur Einstellung des Verfahrens kommen. Wehe dem Besiegten!

 

Michael Wolf aus s.

Montag, 24-11-08 17:43

Na da bin ich ja mal gespannt auf welche weise die PC-Kandidaten im Bund die Sache wieder "umbiegen" werden, schließlich will ja niemand von uns wegen Moskau im Winter kalte Füsse bekommen...^^...

 

Dennis Wittig aus dem Blaumilchkanal

Montag, 24-11-08 17:36

Ahhhh! Skandal! Der Staatsanwalt muss ja ein Rechtsradikaler sein! Kann gar nicht anders sein.

 
 

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