Samstag, 24.10.2009 Die Todesspirale
Von Mechthild Löhr
 Die Folgen der Abtreibung sind für die ganze Gesellschaft spürbar Foto: Pixelio/Kurt Bouda
Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ So schlicht und prägnant steht es am Anfang unseres Grundgesetzes. Aber was ist daraus geworden? „Zum menschlichen Leben gehört auch das ungeborene. Auch ihm gehört der Schutz des Staates“, bestätigte das Bundesverfassungsgericht 1993. Und: „Der Schutzauftrag verpflichtet den Staat (…) den rechtlichen Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewußtsein zu erhalten und zu beleben.“ Schöne Worte.
Die Realität sieht anders aus. Bereits bei der staatlich durchgeführten Sexualaufklärung in den Grundschulen wird den noch staunenden Kindern klargemacht, daß das wichtigste eine erfolgreiche Verhütung sei. Und dann kann das Geschäft mit der Abtreibung auch schon bald beginnen: Zunächst müssen möglichst viele junge Frauen den Nutzen einer permanenten jahrzehntelangen Verhütungspraxis kennenlernen.
Denn, so die Werbebotschaft für die neuen Lifestyle-Verhütungspillen, sie verhindern nicht nur Schwangerschaften, sondern machen auch schlank und lindern Akne. Wer wollte da nicht mitmachen?
Minipillen sorgt für mehrere Dutzend Todesfälle
Daß gerade auf das Konto dieser neuen Minipillen bereits mehrere Dutzend Todesfälle gehen, wie neueste Forschungen zeigen, entgeht den „Aufklärern“ leider. Daß schon die Verhütungspillen, nicht etwa nur die sogenannte „Pille danach“, für die intensiv geworben wird, frühabtreibende Wirkung entfalten, indem sie die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter verhindern, gehört ebenfalls nicht in das Informationsprogramm der angeblich neutralen Aufklärer, die tatsächlich eher als Vertriebsmitarbeiter der Pharmazie- und Abtreibungsanbieter fungieren.
Da aber kein Verhütungsmittel immer sicher jede Schwangerschaft verhindert oder beendet, wird bereits in den Schulen eifrig auf Staatskosten für die „Nachverhütung“ (O-Ton Pro Familia) und unkomplizierte Abtreibungsmethoden geworben. Dabei wird die biologische Tatsache vehement bestritten, daß der Embryo ab dem frühesten Stadium seiner individuellen Existenz bereits ein bestimmter Mensch ist und nicht etwa nur ein wertloser Zellhaufen, der irgendwann erst einmal Mensch wird. Das hört sich dann so an: Die „befruchtete Eizelle“ (also der Embryo) kann sich nur nicht einnisten, oder das „Schwangerschaftsgewebe“ (der Fötus) wird einfach abgesaugt.
Das „Recht auf Abtreibung“ ist inzwischen in den Köpfen einer jungen Generation fest verankert. Die Zusammenarbeit zwischen Familienberatungsstellen und medizinischen Abtreibungszentren funktioniert nicht nur in Deutschland reibungslos. Schon längst ist Abtreibung international „aufgewertet“ als selbstverständliches Instrument der „sexuellen und reproduktiven Gesundheit“, zu der das öffentliche Angebot jederzeit erreichbarer „sicherer“ und „schonender“ Abtreibungsmethoden gehört. Viele Millionen Steuermittel fließen hierzulande wie international in diese neuen Formen aktiver Bevölkerungspolitik.>>

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