Interview

Samstag, 31.10.2009

„Die Vernichtung des Westens“

Von: Moritz Schwarz

Laut Caldwell leben inzwischen zwanzig Millionen Muslime in Europa, davon fünf Millionen in Frankreich, knapp vier Millionen in Deutschland und etwa zwei Millionen in Großbritannien.

Vihavainen: Zweifellos ist die Masseneinwanderung von Muslimen ein besonderes Problem, aber es ist nicht so, daß nur diese uns Sorgen machen muß. Einwanderung ist grundsätzlich ein Problem, wenn die Zahlen zu hoch sind. Wäre etwa die Zahl der Russen in Finnland exorbitant hoch, würden auch sie Probleme verursachen, zumal Moskau nicht davor zurückschreckt, sie als politisches Werkzeug zu benutzen.

Und selbst wenn wir in Finnland zum Beispiel zwei Millionen sympathische Franzosen als Einwanderer hätten – Finnland hat 5,3 Millionen Einwohner insgesamt –, wäre diese Zahl ein Problem. Natürlich, bei der moslemischen Einwanderung kommt hinzu, daß diese Kultur an sich Sprengstoff birgt:

Ich mache das gerne mit folgendem Bild deutlich: Im Grunde befindet sich der Islam noch im Mittelalter, nach islamischer Zeitrechnung haben wir das Jahr 1430. 

Die Tageszeitung „Helsingin Sanomat“ kritisiert Sie mit dem Einwand: „Der Islam ist nicht aggressiver als jede andere Religion.“ 

Vihavainen: Über solche Einwände kann ich mich nur wundern. Sind diese Leute blind? Schauen Sie sich doch um, und Sie werden feststellen, daß das leider nicht stimmt. Das sagen die aus politischer Korrektheit heraus. Da wird dann in Islam und Islamismus geschieden, als ob man das einfach voneinander trennen könnte. Damit beruhigen sich jene, die der Realität nicht  ins Gesicht sehen wollen.

Übrigens haben wir in Finnland etwa eintausend Tataren, deren Vorfahren zwischen 1870 und 1920 nach Finnland kamen und die heute eine anerkannte nationale Minderheit muslimischen Glaubens sind. Aber nicht einmal sie sind glücklich über die aktuelle muslimische Zuwanderung nach Europa!

„Demokratie ist keine Staatsform, die wirklich gut funktioniert“

Caldwell begreift die Massenzuwanderung als eine Revolution, die Europa ebenso fundamental verändern wird wie die Französische Revolution von 1789.

Vihavainen: Da mag er recht haben. Die Französische Revolution bedeutet tatsächlich einen fundamentalen Einschnitt für die europäische Geschichte, denn danach war nichts mehr wie zuvor. Chaos, Kriege und Verwirrung waren die Folge, und die Verhältnisse, wie man sie bis dahin kannte, überlebten nicht.

Die Einwanderung könnte durchaus zu einem ebenso fundamentalen Einschnitt führen. Schon in den letzten zwanzig Jahren hat Europa durch sie sein Gesicht massiv verändert.  

Massenzuwanderung wird von der überwiegenden Mehrheit der Europäer abgelehnt. Da wir in Demokratien leben, sollte man meinen, sie wäre also politisch nicht durchsetzbar. Wieso erweist sich das als historischer Irrtum?

Vihavainen: Die Einwanderung findet ja als schleichender Prozeß statt. Der Wähler bekommt nie die ganze Wahrheit auf den Tisch. Das funktioniert nach der Salamitaktik: Mal heißt es, wir brauchen noch 40.000 Einwanderer, um den Engpaß in dieser oder jener Berufsgruppe zu schließen, oder wir brauchen Zuwanderer, um unser Sozialsystem zu stabilisieren.

Kein Argument ist zu fadenscheinig. Im übrigen, das darf ich Ihnen als Historiker sagen: Demokratie ist keine Staatsform, die wirklich gut funktioniert. Das wußten schon Aristoteles. Sicher ist sie auch kein Übel, aber wir tun mitunter so, als sei sie das Heil schlechthin. Dementsprechend sind unsere Erwartungen, die die Demokratie dann gar nicht erfüllen kann. Wir sollten sie realistischer sehen.



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Frank Fischer aus Erfurt

Montag, 02-11-09 11:58

Es ist nie zu spät und selten zu früh, verloren ist nur, was man verloren gibt und Todgesagte leben länger...Es verbietet sich zwingend, sich selbst und Andere ins Bockshorn zu jagen. Die großen Entscheidungen der Weltgeschichte fallen immer erst auf der Ziellinie und keinen Meter vorher. Gerade die Deutschen haben die Welt mit ihren Renaissancen immer wieder in Erstaunen versetzt. Diese Auferstehungen einzuleiten, war immer die Sache einer ganz kleinen Schar entschlossener, mutiger Männer. Das bleibt auch immer so. Bereit sein- ist alles...

 

Till Eulenspiegel aus Buffalo, Statesside

Sonntag, 01-11-09 02:23

Es sei auf Enoch Powell und dessen Rede 1968 in Birmingham verwiesen. Das Wutgeheul der Pharisäer und das Gekreische der Böoter war noch im fernsten Regenwalde zu vernehmen (shurely not!?)

 
 

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