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Streiflicht

Mittwoch, 06.01.2010

Kampagne gegen Konservative

Von Dieter Stein

Ingeborg Löwenthal überreicht am 5. Dezember 2009 den Ehrenpreis an Helmut Matthies Foto: JF

Mit einem Skandal startet die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ins neue Jahr. In einer Pressemitteilung forderte Oberkirchenrat Christhard Wagner für die EKM von Helmut Matthies die Rückgabe des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises.

Der Chefredakteur des evangelischen Wochenmagazins Idea-Spektrum hatte den Preis im Dezember für seine Verdienste um eine christlich-konservative Publizistik entgegengenommen. Die Idea-Redaktion balanciere wegen der Verbindung zur JF, so Wagner, mit der Entgegennahme dieses Preises „auf dem Grat zum rechtsextremen Milieu“.

Damit erhebt die EKM den gesellschaftlich schwerstmöglichen Vorwurf gegen einen innerkirchlichen Partner. Gerade erst hatte die EKD auf ihrer letzten Synode am 29. Oktober in einem Beschluß die Sorge über die Ausbreitung rechtsextremen Gedankengutes artikuliert und die Gründung einer Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche gegen Rechtsextremismus (BAGKR) am 12. Februar 2010 in Dresden begrüßt.

Dem Zeitgeist verschrieben

Mit dem diffamierenden Angriff auf Helmut Matthies und Gerhard Löwenthal entpuppt sich der vermeintliche Kampf gegen Rechtsextremismus nun als Kampagne gegen Konservative. Und man kann wahrlich sagen, daß die EKD seit längerem wenig unterlassen hat, um Konservative unter ihren Mitgliedern vor den Kopf zu stoßen.

Seit Jahren schon wenden sich deshalb Gläubige in Scharen von den Landeskirchen ab. Sie sind es leid, einer Organisation anzugehören, die sich immer stärker von Seelsorge und Verkündung des Wortes Gottes entfernt hat und sich statt dessen einem wendigen Zeitgeist verschrieben hat. Unter dem EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber wuchs in Teilbereichen die Hoffnung auf eine Rückbesinnung. Der Abwärtstrend hält jedoch an.

Unsäglicher Angriff 

Eine Kernzielgruppe der Kirchen sind theologisch und politisch konservativ eingestellte Christen – die übrigens in Idea-Spektrum ihre Stimme sehen. Sie nehmen verstört wahr, wie sich Form und Inhalt der Lehre auflösen. Die Förderung der feministischen „Bibel in gerechter Sprache“ durch führende Repräsentanten der evangelischen Kirche, die Segnung homosexueller Partnerschaften in der Kirche, der mangelnde Einsatz für verfolgte Christen und gegen Abtreibung bilden dabei nur die Spitze des Eisberges.

Gerhard Löwenthal muß als Namensgeber eines Journalistenpreises zwangsläufig für Vertreter einer Kirche eine Zumutung sein, die sich in großen Teilen von der SED-Diktatur hat korrumpieren lassen. Insofern könnte der unsägliche Angriff der EKM den Anstoß zu einer notwendigen Debatte über den Kurs der Kirche geben. Eine Rückkehr zu einem antitotalitären Konsens ist dabei überfällig. Christhard Wagner jedenfalls wird als erstes seine Erklärung umgehend zurücknehmen müssen.     

Die JUNGE FREIHEIT berichtet ausführlich über den Fall in ihrer Ausgabe 2/10.



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Ulrich Motte aus München

Donnerstag, 07-01-10 18:03

Konservativere Kirchen als die EKD und "Rom" -mit Informationen im Weltnetz sind u.a.;
Gemeinden in der Konferenz für Gemeindegründung
Evangelisch-Lutherische Freikirche
Freie Baptistengemeinden
Kamen-Initiative
Lutherische Bekenntniskirche
Freie Brüdergemeinden
Selbständige Evangelisch-Reformierte Kirche
Bibel-Baptistengemeinden
Reformierte Baptistengemeinden

 

Hans Sergel aus Potsdam

Donnerstag, 07-01-10 14:21

Generell den christlichen Kirchen den Rücken kehren ist auch nicht gut.
Irgendeiner Konfession sollte man schon sein.
http://www.katholisch-werden.de/
...:-)

 

Jörg Neumann aus Potsdam, Brandenburg, BRD - \"Deutschland\"?

Donnerstag, 07-01-10 12:01

Das bestätigt nur wieder einmal meine Gründe für meinen Kirchenaustritt vor vielen Jahren. Bleibt in diesem Fall nur zu hoffen daß Herr Matthies standhaft bleibt und nicht doch noch einknickt und den Preis mit einer öffentlichen "Distanzierung" und einem Kotau pflichtschuldigst zurückgibt.

 

Ulrich Motte aus München

Donnerstag, 07-01-10 11:36

Sich über antikonservative Kampangnen der nun einmal oft antikonservativen deutschen Großkirchen aufzuregen, ähnelt dem Vorwurf an Hr. Lafontaine und Hr. Dr. Gysi, nicht neoliberal zu sein! Wer diese Großkirchen durch Zugehörigkeit und Kirchensteuerzahlung unterstützt statt zu den reichlich vorhandenen konservativen unter den Freikirchen zu wechseln, sollte sich lieber aufregen über seinen eigenen Ungehorsam gegenüber Gott, der in der Bibel eindeutig die Trennung von Irrlehrern fordert!

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Donnerstag, 07-01-10 11:08

Die westliche Kultur, zu der der christliche Glauben und damit deren Kirchen, gehört, hat eine nicht erklärbare Sucht zum Untergang.
An sich nicht neu, sind doch schon viele Kulturen untergegangen.
Schade ist es natürlich trotzdem. Vor allem für diejenigen, welche diese Kultur noch kennen.
Offenbar leben wir in einer Zeit des Überganges zu einer neuen Kultur.
Niemand kämpft mehr für die alte. Höchstens noch für den Wohlstand und für "Ich will so leben wie ich will."
Die evangelische Kirche habe ich als Jugendlicher in den 60igern schon politisch links erlebt.
Sie steht mit an der Spitze derer, die das westliche Boot in den Abgrund rudern.
Ich wünsche ihr kein Glück dabei.

 

Toni Roidl aus k.A.

Donnerstag, 07-01-10 09:17

Ich fordere von allen Deutschen evangelischen Glaubens die Rückgabe ihrer Sakramente, denn Protestanten bewegen sich wegen der Verbindung zur EKM auf dem Grat zum Linksextremismus... Und leider sieht's bei den Katholiken nicht sehr viel besser aus.

 

Willi Wurst aus Hamburg - Fernsehkabelfabrik

Mittwoch, 06-01-10 21:31

Medien : der kölner Sender “RTL” zeigt während einer Sendung mit dem Künstler Dieter Bohlen und einer hysterisch kreischenden "Mitbürgerin" ein Bild der völlig zerstörten Stadt Köln .(eingeblendete Jahreszahl 2010 )

Was als Witz gedacht war könnte für “RTL” ein unlösbares Problem werden.

Jeder möge entscheiden wie auf derartige Dinge zu reagieren ist .

Aus rechtlichen Gründen verzichte ich an dieser Stelle auf gute Ratschläge .

Jeder an seiner Stelle , jeder mit seinen Mitteln.

“Lieber Dita ; fahr doch mal wieder in den Urlaub . Vielleicht auch mal länger als bisber “

 

MB. Casonue aus Mbcasonue

Mittwoch, 06-01-10 21:11

Macht sich die EKM nur lächerlich?
Oder steckt äußerer Zwang und Druck dahinter?
Frau Bischöfin Käßmann hat inzwischen einen Rückzieher bezüglich Ihrer Neujahrspredigt gemacht.
@Kolumne Böcker@
Sind die Damen und Herren der Kirchen farbenblind? Aus Angst vor grauen Bereichen sehen sie kein Rot mehr.
Oder war es vor 20 Jahren in Mitteldeutschland besser als heute?
Oder brennen die Links angezündeten Autos nicht so heiß, wie die von rechtsRadikal?
--Ganz aktuell München Gärtnerplatz--
Nachtigall ick hör dir trapsen.

 

Bernhard Land aus Hamburg

Mittwoch, 06-01-10 21:09

@ Schmieder

die Nachricht vom Angriff auf Matthies lief schon letzte Woche in mehreren Dutzend regionalen und überregionalen Zeitungen, insbesondere der Kirchenpresse ... Sie täuschen sich leider.

 

Rolf-Jürgen Schmeißing aus Kassel

Mittwoch, 06-01-10 20:59

"Wenn die Gottheit ihr verjagt, kommen die Gespenster, Glaube, dem die Tür versagt, steigt der Aberglaub' ins Fenster." (Emanuel Geibel) Die Institution, die sich fälschlicherweise "Kirche" nennt, ist nichts weiter als ein Sammelbecken aller menschenverachtenden Ideologien der letzten 200 Jahre (Marxismus, Nazismus, Feminismus). Die Fratze der SED begegnet uns an allen Straßenecken unseres Gesellschaftssystems, als ob 60 Jahre DDR nicht reichen würden. Die Schamlosigkeit dieses DDR-Funktionärs ist symtomatisch für den zerrütteten Zustand unseres dekadenten politischen und kultutellen Gemeinwesens. Der Anschluß an die DDR ist der größte Erfolg unserer Parteienoligarchie in den letzten 20 Jahren.

 

Bernd Schmieder aus Berlin

Mittwoch, 06-01-10 20:14

Bei den Evangelen gibts ja keine Hölle - prima, dann brauchen die keine Angst haben, drin zu schmoren !
Ein Skandal wird das sowieso nicht - welche Medien sollten sich denn diesem Thema annehmen ?

 

Werner Z. aus Deutschland

Mittwoch, 06-01-10 18:29


Aus dem Netz.
In einem Interview mit der „FAZ“ hat Frau Steinbach zwei interessante Aspekte über den bisherigen und den weiteren Weg des „Zentrums“ verdeutlicht. Zum einen gab sie mit plausibler Begründung bekannt, dass ihr die Bundeskanzlerin versichert habe, dass es ihrerseits keine Zusagen an Polen in der Berufungsfrage gegeben habe. Auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) habe versichert, nichts dergleichen versprochen zu haben. „Ich halte es aber für möglich, dass es aus der SPD Zusagen gab“, so die BdV-Präsidentin. Zum anderen zeigte sie auf, wie der BdV weiter vorgehen werde: Falls die Bundesregierung nicht einlenke, „dann werden wir benennen“. In diesem Falle müsste die unionsgeführte Bundesregierung einen förmlichen Kabinettsbeschluss fassen, um Steinbach noch zu verhindern – ein kaum denkbarer Affront gegen Stammwähler. Selbst dann bliebe dem BdV noch eine Option außer der Mitarbeit mit nur zwei Vertretern im Beirat: „Rückzug aus der Bundesstiftung. Und anschließend Verklagen der Bundesregierung.“

 
 

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