- ANZEIGE -

 
Nachrichten

Mittwoch, 30.01.2008

Islamkritiker planen Kongreß in Köln

 

"Städte-Bündnis gegen Islamisierung" in Antwerpen gegründet

KÖLN. Für den 19. September ist in Köln ein zweitägiger internationaler Anti-Islamisierungskongreß geplant. Veranstalter ist die im Stadtrat vertretene Bürgerbewegung „Pro Köln“ und ihr landespolitischer Ableger „Pro NRW“.

Neben bundesdeutschen, elsässischen und südtiroler Kommunalpolitikern haben auch Spitzenpolitiker der FPÖ, des belgischen Vlaams Belang (VB) und des französischen Front National (FN) ihre Teilnahme bereits angekündigt. Britische, dänische, niederländische und schweizerische Islamisierungskritiker sollen ebenfalls für eine Teilnahme gewonnen werden.

„Köln ist inzwischen zu einem symbolträchtigen Ort in der europaweiten Auseinandersetzung mit der Islamisierung und Überfremdung des Abendlandes geworden“, sagte „Pro-Köln“-Chef Markus Beisicht, dessen Kommunalpartei mit ihrem Kampf gegen die geplante Kölner Großmoschee deutschlandweit für Aufsehen sorgte.

"Städte-Bündnis gegen Islamisierung"

Am 17. Januar wurde in Antwerpen unter der Federführung des Vlaams Belang sowie der FPÖ bereits ein europaweites „Städte-Bündnis gegen Islamisierung“ gegründet. Der Gründungsveranstaltung in Flandern wohnten auch Delegationen aus Dänemark, Frankreich, Italien (Lisistrata) und Spanien (Tierra y Pueblo) bei. Deutschland war unter anderem durch die Vizechefin der Republikaner, Uschi Winkelsett, und „Pro Köln“ vertreten.

Laut VB-Fraktionschef Filip Dewinter gehören dem Bündnis (flämisch: „Steden tegen Islamisering“) bereits Kommunalvertreter der Städte Brüssel, Gent, Antwerpen, Mechelen, Wien, Graz, Rotterdam, Utrecht, München, Berlin, Köln, Rom, Bologna, Venedig, Lille, Straßburg, Paris und Marseille an. Der FPÖ-Europaabgeordnete Andreas Mölzer betonte aber, daß sich das Bündnis nicht gegen den Islam als Religion wende. Dieser verdiene als eine der monotheistischen Weltreligionen „unseren Respekt“.

Der Islam als zweitgrößte Religion der Welt könne auf Traditionen und Errungenschaften zurückblicken, die unser christliches Abendland wesentlich mitgeprägt hätten, sagte Mölzer. Der Islam sei aber kein Teil europäischer Leitkultur. Das Problem sei der islamische Fundamentalismus, der für die europäischen Gesellschaften wegen der muslimischen Massenzuwanderung eine immer größer werdende Bedrohung darstelle. Die bürgerlichen Rechte seien zentrale Elemente des europäischen Selbstverständnisses.

Europa habe diese Werte erst nach einer langen Schreckensgeschichte von religiösen und politischen Fundamentalismen gesichert: den Konfessionskriegen des 16. und 17. Jahrhunderts, totalitären Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts. „In Anbetracht dieser Erfahrungen ist ohne Wenn und Aber festzuhalten, daß für antidemokratische Ideologien und religiöse Fundamentalisten im politischen Leben Österreichs und Europas kein Platz ist“, erläuterte Mölzer.

 Charta des „Städte-Bündnises gegen Islamisierung“



teilen:Diesen Artikel bei Facebook merkenDiesen Artikel bei Yahoo merkenDiesen Artikel bei Google merkenDiesen Artikel bei MySpace merkenDiesen Artikel bei Technorati merkenDiesen Artikel bei del.icio.us merkenDiesen Artikel bei Mr. Wong merken
Anzeige: 1 - 4 von 4.
 

Klaus Maus aus Berlin

Donnerstag, 31-01-08 01:09

Bravo, dies ist also die Fortführung der Schlacht um Wien, mit verbalen Mitteln, nach 475 Jahren. So etwas nenne ich konsequent und läßt doch eine gewisse Hochachtung vor dem Islam zu. Er ist sehr widerstandsfähig, nur hat er einige unsichtbare Linien überschritten, die er in seinem angestammten Gebiet, dem Nahen Osten niemals toleriert. Womit er wiederum, sein Hausrecht verteidigt, ein Hausrecht was anscheinend einige/allen politischen Kräften in Deutschland/Europa völlig unbewußt zu sein scheint.
Leider haben solche Aktionen immer keinen langen Bestand, sie bedürfen in der heutigen Zeit Beratung für die Infrastruktur, sowie die finanzielle Basis. Nicht zu vergessen eine nachhaltige seichte Propaganda, die auch von der deutschen Unterschicht absorbiert und verstanden werden kann.
Ich würde sogar Geld spenden, wenn dieses Bündnis politischen Einfluß hätte.

Servus
Klaus

 

Dimitrios Toris aus Wuppertal

Mittwoch, 30-01-08 23:52

Widersprüchlicher hätte Mölzers Differenzierung zwischen
Religion und Fundamentalismus kaum formuliert werden können.
Moscheen werden nicht nur von Fundamentalisten gefordert
(bzw. gebaut) und die europäische Leitkultur wird nicht
durch ein paar Terroristen bedroht. Die Gefahr der Islamisierung
ergibt sich aus dem europaweit zu verzeichnenden demografischem
Problem in Verbindung mit den administrativen Bestrebungen
im Interesse eines diffus umrissenen und in seinem Ausgang
keineswegs vorhersagbaren Bestrebens nach einer
kulturneutralen Ausrichtung des Staates die Elemente des inneren
gesellschaftlichen Zusammenhalts abzuwerten.
Die Klarstellung Mölzers, dass es den Kongressinitiatoren nicht
darum geht eine fremde Religion zu kritisieren ist daher genauso
Gegenstandslos wie überflüssig da sich die notorischen
Rumsozialistisierer davon bei der zu erwartenden diffamierungsbehafteten
Gegenkampanie kaum beeindrucken lassen werden.

 

karsten reincke aus berlin

Mittwoch, 30-01-08 18:22

Es wird Zeit für einen derartigen Kongreß. Die Gefahr schleichender Islamisierung wird sträflich unterschätzt. Aber ich habe die Befürchtung, daß sich bei größerem Bekanntwerden dieser Veranstaltung die üblichen Verdächtigen mit der Faschismuskeule zu Wort melden, um diesen Kongreß und deren Teilnehmer als rechtsextrem zu diffamieren. Dagegen hilft leider auch keine noch so gute Argumentation, weil "Linke" intolerant und beratungsresistent sind.

 

Ralf Oppermann aus Hamburg

Mittwoch, 30-01-08 14:51

Diese Charta läßt hoffen. Sie erkennt den Islam als Problem für westliche Gesellschaften - statt wie Andreas Mölzer auf einer künstlichen Unterscheidung zwischen unproblematischem "Islam als Religion" und problematischem "Fundamentalismus" zu beharren.

 
 

Anmelden um Kommentare zu schreiben.

- ANZEIGE -